BASF SE Hauptversammlung 2019

„Ihre Doppelmoral muss enden!“: Rede von Alan Tygel

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Alan Tygel und ich komme aus Brasilien. Ich bin Mitglied der permanenten Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben. Dort sind soziale Bewegungen, Gewerkschaften und Forschungsinstitute aus Stadt und Land zusammengeschlossen, um auf die Folgen von Ackergiften in unserem Land hinzuweisen.

Im Jahr 2017 war BASF in Brasilien die Agrochemikalienfirma mit dem höchsten Umsatz. Dennoch verhindert der Mangel an Transparenz seitens BASF, dass die Öffentlichkeit Zugang hätte zu detaillierteren diesbezüglichen Informationen. Daher muss ich Sie fragen:

Wie hoch war im Jahr 2018 der Marktanteil von BASF im Bereich Agrargifte in Brasilien?

Wie hoch war im Jahr 2018 der Marktanteil von BASF im Bereich transgenes Saatgut in Brasilien? Weiterlesen

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RWE AG Hauptversammlung 2019

„Atomenergie kostet Menschenleben“: Rede von Anika Limbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum betreiben Sie immer noch die Atomkraftwerke in Gundremmingen und Lingen?

Nach dem Atomgesetz müssen die Meiler spätestens ’21 und ’22 vom Netz. In mehrfacher Hinsicht wäre es jedoch unsinnig und verantwortungslos, sie erst dann abzuschalten, denn:

1. Sie sind jetzt 34 und 31 Jahre alt.

2. Sie haben keine risikogerechte Haftpflichtversicherung, was für deutsche Unternehmen in der Regel Pflicht ist.
Versicherungsexperten haben errechnet, dass Sie als Betreiber pro Atommeiler jährlich 72 Milliarden Euro für die Haftpflicht zahlen müssten, wenn diese risikogerecht wäre.

  • Wie viel zahlen Sie tatsächlich? Ich bitte Sie, das auch in Prozenten auszudrücken, also:
  • Wie viel Prozent der genannten 72 Milliarden Euro zahlen Sie für die Haftpflicht?
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RWE AG Hauptversammlung 2019

„Verkaufen Sie Ihre RWE-Aktien sofort!“ Rede von Gustav von Blanckenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Gustav von Blanckenburg und ich spreche für die Initiative Fossil Free Münster – vielen Dank an die Kritischen Aktionäre für das Ermöglichen dieser Redezeit.

Immer wieder bin ich zutiefst schockiert. Schockiert und frustriert über das, was unter anderem im letzten Herbst in der Zuspitzung des Konflikts um den Hambacher Forst seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Vielleicht geht ihnen das auch so. Mich ließ das Verhalten RWEs im letzten Jahr, das auch meine Vorredner*innen so stark kritisierten, erneut und mit aller Deutlichkeit erkennen: RWE und andere fossile Unternehmen arbeiten offensichtlich mit einem grundsätzlich fortschritts- und damit menschenfeindlichen Geschäftsmodell. Weiterlesen

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BASF SE Hauptversammlung 2019

„Intransparenz beim Thema Menschenrechte“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa und spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten setzen wir uns Schutz der Menschenrechte und der Umwelt ein. Dies sind auch die beiden Themen, die ich hier ansprechen möchte.

Wir können auch dieses Jahr Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten, da beide unserer Auffassung nach bei der Einhaltung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht hinreichend nachgekommen sind. Wir haben entsprechende Gegenanträge eingereicht, die ich hier kurz begründen möchte.

Sie bekennen sich ja ausdrücklich zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs), dem UN Global Compact und dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung. Weiterlesen

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BASF SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2019 Kampagne Plough Back The Fruits

BASF: Massenentlassung beim Platin-Zulieferer Lonmin in Südafrika

  • Berüchtigter Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater will Lonmin übernehmen
  • Drohende Massenentlassung verschärft prekäre Lebensbedingungen in Marikana
  • Internationale Kampagne fordert von BASF, Schritte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen zu vereinbaren

Anlässlich der BASF-Hauptversammlung am 3. Mai in Mannheim wirft die südafrikanisch-europäische Kampagne Plough Back the Fruits dem Chemiekonzern Vernachlässigung der Menschenrechte in seinen Geschäftsbeziehungen nach Südafrika vor.

Auch fast sieben Jahre nach dem Massaker von Marikana sind bei Lonmin, dem wichtigsten Platin-Zulieferer der BASF, die Arbeits- und Lebensbedingungen unverändert untragbar. Die Mehrheit der Arbeiter in der südafrikanischen Minenarbeiterstadt Marikana lebt nach wie vor in Slums ohne fließendes Wasser, Kanalisation und Strom. Dabei ist Lonmin rechtlich durch den Social and Labour Plan (SLP) dazu verpflichtet, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu sorgen. Weiterlesen

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BASF SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2019

BASF: Doppelte Standards bei Pestizideinsatz in Brasilien

  • In Brasilien verkauft BASF immer mehr Pestizide mit giftigen Wirkstoffen, die in der EU verboten sind
  • Schädliches Glufosinat nun im Portfolio nach Übernahme der Bayer-Agrarsparte

Anlässlich der BASF-Hauptversammlung am 3. Mai in Mannheim kritisieren zivilgesellschaftliche Organisationen das gesundheits- und umweltschädliche Agrargeschäft des Chemiekonzerns.

In Brasilien hat der Verkauf von Wirkstoffen in BASF-Pestiziden, die auf EU-Ebene laut EU-Pesticides-Database nicht zugelassen sind, von 2016 bis 2019 um 44 Prozent auf nun 13 Wirkstoffe zugenommen.

„Immer dann, wenn reiche Länder die hoch giftigen Produkte von BASF verbieten, setzt der Konzern auf Länder, wo die Unternehmenslobby einen stärkeren Einfluss auf die Aufsichtsbehörden hat“, sagt Alan Tygel von der brasilianischen Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben, der seine Kritik auch auf der Hauptversammlung der BASF äußern wird. Weiterlesen

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Münchener Rück AG Hauptversammlung 2019

„Die Katastrophe am Staudamm Hidroituango ist Ihr größter Einzelschaden“: Rede von Alejando Pacheco

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Alejandro Pacheco Zapata, Kolumbianer und stelle heute einige Fragen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Munich Re bei dem Staudamm Hidroituango in Kolumbien.

Her Wenning, ich vermute, Sie kennen die Folgen von Staudämmen, wie die Methan- oder Stickoxidbilanzen sowie die CO2 Emissionen, ganz gut. Das ist nicht das erste Mal, dass Munich Re in Schwierigkeiten geraten ist, wegen einem Staudaumprojekt. Vielleicht ist aber Ihnen noch nicht klar, welche anderen direkten Folgen solche Projekte haben, die Sie als Rückversicherer – und Sie meine Damen und Herren, als Aktionärinnen und Aktionäre – tragen müssen.

In diesem Raum wurde schon in den letzten Jahren zum Beispiel über Hidrosogamoso oder über den Belo-Monte-Staudamm und sicher über andere Projekte gesprochen. Weiterlesen

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Münchener Rück AG Hauptversammlung 2019

„Können Sie zusichern, dass keine Sklavenarbeit auf Plantagen aus Ihrem Portfolio gibt?“: Rede von Alan Tygel

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Alan Tygel und ich komme aus Brasilien. Ich bin Mitglied der brasilianischen Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben.

Sie werden sich fragen: Was hat eine Rückversicherung mit Agrargiften und Pestziden zu tun?

Leider sehr viel.

Die Munich RE hat Anteile an mehreren Firmen und Fonds, die in Ländern wie Brasilien Eukalyptusplantagen haben. Diese Plantagen nennen Sie Forste, wir nennen sie grüne Wüsten. Warum?

In einer Eukalyptusplantage, wie es sie in Brasilien in zunehmenden Maßen zu Hauf gibt, überlebt nichts außer den Bäumen selbst. Wenn dort eine andere Pflanze wächst, dann wird sie mit giftigen Herbiziden vernichtet. Weiterlesen

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