Aurubis AG Hauptversammlung 2022

Über Gutes berichten, über Schlechtes schweigen

Aurubis-Hauptversammlung am 17. Februar 2022: „Der Konzern gibt keine Auskunft zu seinen Lieferantenbeziehungen.“ (Fotomontage: Aurubis/Dachverband)

Auf der Hauptversammlung 2022 der Aurubis AG kamen Aktionärsrechte zu kurz
Von Ulf Georgiew

Zieht man ein Fazit der virtuellen Hauptversammlung der Aurubis AG am 17.02.2022, dann lautet es: Wir berichten über Gutes, wir schweigen über Schlechtes. Auf der letztjährigen Aktionärsversammlung berichtete der Vorstandsvorsitzende Roland Harings noch stolz, dass Aurubis eine Kooperation mit dem norwegischen Minenbetreiber Nussir für die weltweit erste CO2-neutrale Kupfermine prüft. Auf der diesjährigen Hauptversammlung ist nicht mehr viel von dem Enthusiasmus von 2021 zu spüren. Warum Aurubis die Absichtserklärung mit Nussir im August 2021 kündigte, hat Harings in seiner Einführungsrede nicht erwähnt. Weiterlesen

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Virtuelle Hauptversammlungen

Unsere Kritikpunkte am Gesetzentwurf für virtuelle Hauptversammlungen

In Zukunft nicht mehr direkt möglich? Barbara Happe fragt den Vorstand von Thyssenkrupp zu Rüstungsexporten auf einer der letzten nicht virtuell durchgeführten Hauptversammlungen 2020

Das Bundesministerium der Justiz hat am 9. Februar 2022 einen Gesetzentwurf zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften vorgestellt. Insbesondere für Kleinaktionär:innen würde der Entwurf erhebliche Einschränkungen im Vergleich zu der bisherigen Praxis bedeuten. Für uns stellt die im Gesetzentwurf beschriebene virtuelle Hauptversammlung keine akzeptable, gleichwertige Alternative zur Präsenz-Hauptversammlung dar.

Dies sind unsere Kritikpunkte und Forderungen, die wir auch noch in einer ausführlichen Stellungnahme beim Bundesjustizministerium einreichen werden:

Hybride Hauptversammlungen: Zukunftsmodell bleibt ohne sicheren Rechtsrahmen

Der Gesetzgeber sollte auch für Präsenz-Hauptversammlungen die rechtssichere Möglichkeit schaffen, per Videozuschaltung über das Internet Redebeiträge mit Fragen halten zu können. Weiterlesen

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Aurubis AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2022

Ist Aurubis auf das Lieferkettengesetz vorbereitet?

Ausstieg aus Nussir-Mine als Reaktion auf Sami-Protest und Kritik von Nichtregierungsorganisationen / Aurubis muss nachhaltiger werden und in allen Bezugsländern von Kupferkonzentrat auf Umweltschutz und Menschenrechte achten

Berlin/Hamburg/Köln/Münster/Göttingen – Ein knappes Jahr vor Inkrafttreten des nationalen Lieferkettengesetzes fordert ein zivilgesellschaftliches Bündnis die Aurubis AG auf, mehr Transparenz sowie menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltsmaßnahmen in der Kupfer-Lieferkette zu gewährleisten. Zur Hauptversammlung am 17. Februar haben die Christliche Initiative Romero (CIR), der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, die Gesellschaft für bedrohte Völker, Goliathwatch und die Kampagne Bergbau Peru Gegenanträge und 57 Fragen eingereicht.

„Zur Hauptversammlung 2021 hatte unser Bündnis gefordert: Aurubis sollte ohne die ausdrückliche Zustimmung der samischen Rentierhalter seinen Kupfervertrag mit Nussir ASA nicht erfüllen. Weiterlesen

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Aurubis Hauptversammlung 2022

Ist Aurubis auf das Lieferkettengesetz vorbereitet? Unsere 57 Fragen zur Hauptversammlung 2022

A. Fragen zum Lieferkettengesetz

B. Fragen zum Erreichen des Pariser Klimaziels

C. Fragen zu The Copper Mark und anderen Zertifizierungen

D. Fragen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz bei Aurubis Bulgaria

E. Fragen zum fehlenden Diversitätskonzept

F. Fragen zu Gemeinwohlaktivitäten des Unternehmens an ihren Werksstandorten

G. Fragen zu Interessenkonflikten und Whistleblowern

A. Fragen zum Lieferkettengesetz


1. Im Januar 2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft, das im Juni 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Wird Aurubis dann in der Lage sein, die Verpflichtungen, die das Lieferkettengesetz mit sich bringt, zu erfüllen?

2. Welche konkrete Maßnahmen ergreift Aurubis, um sich auf die Umsetzung des Lieferkettengesetzes ab 2023 vorzubereiten?  Weiterlesen

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BMW AG

Guarani kritisieren BMW scharf

Indigene Guarani schicken Protestschreiben an die BMW-Konzernzentrale wegen Missachtung ihrer Rechte durch das BMW-Werk Araquari in Santa Catarina, Brasilien: gesetzlich vorgeschriebene freie, vorherige und informierte Konsultation (FPIC) von BMW ignoriert.

BMW: Nicht nur schmutzig, sondern missachtet auch indigene Rechte. Foto: BUND

Seit 2015 ist das BMW-Werk in Araquari im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina in Betrieb und fertigt dort Automobile für den südamerikanischen Markt. Rund 200 Millionene Euro habe der Automobilkonzern aus München dort investiert, um dort jährlich bis zu 30.000 Fahrzeuge der Modelle „MINI Countryman, BMW 1er 5-Türer, BMW 3er Limousine, BMW X1 und BMW X3“ sowie den BMW 328i ActiveFlex, der speziell für eine flexible Nutzung von Ethanol und Benzin ausgelegt und eigens für den brasilianischen Markt entwickelt wurde, zu fertigen, so BMW im Jahre 2014. Weiterlesen

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Siemens AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2022

Siemens steht sich beim Klimaschutz selbst im Weg

Protest vor der Siemens-Hauptversammlung 2020. Photo: SumOfUs/Zack Helwa CC BY 2.0
  • Finanzierung fossiler Energieprojekte im Widerspruch zu eigenen Klimazielen
  • Kredite für umstrittenes Gaskraftwerksprojekt in Brasilien
  • In 2021 verkaufte Siemens-Produkte werden für 453,4 Mio. Tonnen klimaschädliche Emissionen sorgen

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Siemens AG fordert der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen den Technologiekonzern dazu auf, dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht zu werden und aus der Finanzierung fossiler Energieprojekte auszusteigen.

„Solange sich Siemens weiter aktiv an klimaschädlichen und menschenrechtlich höchst riskanten Projekten beteiligt, bleiben die eigenen Nachhaltigkeitsversprechen unglaubwürdig“, kritisiert Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands Kritische Aktionärinnen und Aktionäre.

Siemens macht erstmals öffentlich, wie viele Tonnen klimaschädliche Emissionen durch die im letzten Geschäftsjahr verkauften Produkte während ihrer voraussichtlichen Einsatzdauer emittiert werden: 453,4 Mio. Weiterlesen

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TUI AG Hauptversammlung 2022

Fehlt TUI auf See und in der Luft ein Klima- und Menschenrechtskompass?

Zur Hauptversammlung am 8. März reichen NABU und Dachverband 40 Fragen ein

Berlin/Köln. Bei der TUI AG besteht großer Nachholbedarf in Sachen Klima- und Umweltschutz. Aber auch bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten hat der Reise- und Touristikkonzern Defizite.

Auf der morgigen Hauptversammlung der TUI AG werden der NABU und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre dem Vorstand im Kreuzfahrt- und Flugsektor genau auf die Finger schauen. So soll erfragt werden, ob TUI Cruises wie angekündigt eine Klimastrategie mit einem klaren Zeitplan zur Dekarbonisierung der Kreuzfahrtsparte bis 2040 aufgesetzt hat. Ein wichtiger Punkt für den NABU ist dabei, wann TUI endlich komplett aus der umwelt- und klimaschädlichen Schwerölnutzung aussteigt. Weiterlesen

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TUI AG Hauptversammlung 2022

„Hat die TUI eine klare Klimastrategie?“ – Unsere 40 Fragen an den Konzernvorstand

Auf der Hauptversammlung des Reise- und Touristikkonzerns TUI AG am 8. März stellen wir Fragen zum Klima- und Umweltschutz, zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, zum Tierschutz, zum Lobbyismus, zum größten Anteilseigner Unifirm Limited und zur Preussag AG.

EU-Sanktionen gegen Russland: Der russische Oligarch und TUI-Hauptaktionär Alexey Mordashov trat am 2. März 2022 aus dem Aufsichtsrat zurück.

Vor dem Hintergrund des Kriegs von Russland gegen die Ukraine und der EU-Sanktionen gegen Russland ist die die Frage 33 des Dachverbands bezüglich des russischen TUI-Hauptaktionärs Alexey Mordashov und die Antwort von TUI-Chef Fritz Joussen interessant.
Dachverband: Inwiefern färbt das zweifelhafte Image des TUI-Aufsichtsratsmitglieds Mordashov auf die TUI AG ab? Weiterlesen

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