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Position:   Kampagnen  >>  Klima schützen! Kohle stoppen!  >>  PUMONA

PUMONA

Präventive Umweltonkologische Agentur für die Region
Köln (PUMONA)

PUMONA ist ein Modellprojekt zur umweltbezogenen Prävention von Krebserkrankungen, die durch Schadstoffe bedingt sind.

Es gibt eine breite Palette von krebserregenden Stoffen, die wir aus der
Umwelt aufnehmen. PUMONA konzentriert sich zunächst auf die Gefahren durch Feinstaub und Stickoxide. Hier sind die Handlungsdefizite der Präventionsträger besonders erschreckend. Die winzig kleinen unsichtbaren Feinstäube mit der Partikelgröße PM10 und 2,5 dringen bis in die Bronchien und Lungenbläschen vor. Noch kleinere Partikel - PM0,1 bis PM1 - geraten massenhaft in die Blutbahn und sind stark gesundheitsgefährdend und oft krebserregend.

Nach aktuellen Berechnungen ist die Morbidität (Erkrankungsquote in der
Bevölkerung) stark erhöht und die durchschnittliche Lebenserwartung in
Deutschland allein durch die Einwirkung von PM2,5 um 10 Monate verkürzt.

Eine besonders krankmachende Rolle kommt den Feinstäuben mit ultrafeinen Partikeln (PM0,1) zu, weil diese Partikel alle unsere inneren Organe erreichen.
Diese besonders gefährlichen Feinstaub-Emissionen entstehen durch
Verbrennungsprozesse, wie sie in besonderem Maße z.B. im Rheinischen
Braunkohlerevier erfolgen. Dort werden zusätzlich große Mengen an Stickoxiden emitiert, die - nicht als Feinstaub-Emission berechnet - freigesetzt werden und sich erst nach vielen Kilometern auch zu Feinstäuben verbinden (sekundärer Feinstaub) und noch in großen Distanzen gesundheitsschädigend wirken.
Die ultrafeinen Partikel dringen über die Lunge in die Blutbahn ein und
verteilen sich in alle Organe. Sie funktionieren wie Mini-„Gift-Taxis“, die
beladen sind mit anderen krebserzeugenden u.a. bei der Kohle-1-Verbrennung entstehenden Schadstoffe, wie Dioxin-artige Gifte (PaKs), Furane, Schwermetalle und radioaktive Stoffe.

Die Gesundheitsgefährdung ist u.a. durch die ESCAPE-Studie (European Study of Cohorts for Air Pollution Effects ) aufgrund von Daten mit über 300.000 Probanden nachgewiesen. (Quelle: Lancet und Deutsches Ärztblatt).

Auch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO hat die Krebsgefahr durch Feinstäube auf die höchstgefährliche "Gruppe-1-Karzinogen" hochgestuft. (Quelle WHO IARC)

Und für die Region Aachen-Düren-Heinsberg wurde schon 2013 im "Onkologie - Report der AOK Rheinland/ Hamburg auf die vermehrten Lungenkrebserkrankungen hingewiesen. (Quelle AOK, Aachener Zeitung)

Es besteht also ein dringender Handlungsbedarf aufgrund gesicherter umweltmedizinischer Erkenntnisse bei den Trägern der Prävention. Hierzu gehören u.a. die kommunalen Umwelt-und Gesundheitsämter und die
gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Die tatsächlichen Präventionsmaßnahmen sind trotz der Präventionsvereinbarung aus dem Jahr 2013 zwischen den gesetzlichen
Krankenkassen und dem deutschen Städtetag bisher völlig unzureichend.
Pionier-Leistungen oder "Motor"-Funktionen bzw. Modellprojekte sind nun
gefragt.

 

Konzeption von PUMONA - für die Region Köln
PUMONA wird folgende Funktionen haben:

1. Information, Kommunikation, Supervision

- Forschungsergebnisse werden gesammelt, in Synopsen "zusammengeschaut", in auch für Laien verständliche Sprache übersetzt, der Öffentlichkeit und allen zuständigen bzw. relevanten Institutionen und
Akteuren der Prävention zur Verfügung gestellt.
- Das Handeln der zuständigen Präventions-Träger wird in Hinblick auf
deren Effektivität überprüft.
- Darüber hinaus werden neue auf die Region Köln bezogene Forschungen
angeregt und unterstützt. U.a. werden neue Messverfahren überprüft und
z.B. qualitative Messungen angeregt, um die lokalen Emittenten zu einer
Anpassung ihres Emissionsverhaltens auf den aktuellen Stand der
medizinischen Erkenntnisse zu veranlassen.

2. Vernetzung
PUMONA wird vor allem kooperieren bzw. in Dialog treten mit:
Gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, mit den
Gesundheits- und Umwelt-Ämtern in der Kölner Region, mit Universitäten
(Umweltmedizin), Umwelt-Juristen, Medien, mit Umweltverbänden, NGOs,
Patienten-Vertretungen, Gewerkschaften und auch mit dem NRW- Umwelt-
und Gesundheitsministerium sowie der Bezirksregierung Köln
Die Etablierung eines interdisziplinären Beirats für PUMONA sollte ein
erstes Ergebnis dieser Kooperationen sein.

3. Entwicklung von Präventions-Konzepten
Ziel einer wirksamen umweltbezogenen Prävention ist letztlich die Beseitigung bzw. starke Begrenzung der Ursachen von Feinstaub-Emissionen zur Minderung von Gesundheitsschäden in der Bevölkerung. Besondere Gefährdungslagen wie bei Schwangeren und ihren ungeborenen Kinder, erkrankten Menschen, Kleinkindern und älteren Menschen werden aufgrund ihres besonderen Schutzbedürfnisses berücksichtigt.

Die Planung eines wirksames Präventionskonzept enthält
- eine differenzierte Bedingungsanalyse der verschiedenen Interessenslagen und Gestaltungsmöglichkeiten der relevanten Akteure
- eine detaillierte Planung einzelner Handlungsschritte bzw. Maßnahmen
- langfristige Implementierung von PUMONA in die öffentliche Präventionsarbeit, z.B. als Leistung der GKV. Hiermit kann zukünftig eine aktive Umweltprävention, auf einer dem Stand medizinischer Erkenntnisse erfolgten Quellendetektion, die
Kostenübernahme der Emittenten gesichert werden.
- Aufbau einer umweltonkologischen Kompetenzgruppe und die
Zusammenarbeit mit Universitäten zur Begleitung und Unterstützung relevanter Forschungsprojekte, die handlungsauslösende Wirkungen entfalten, um die
Präventionsträger - auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse - zum präventiven Handeln zu bringen.
- Dabei wird konsequent die Gesundheit der Versicherten geschützt und zunehmend deren Kassenbeiträge für externe Krankheitskosten gemindert.

Vorbereitungsphase
Projektantrag:
Stiftungen, ggf. Förderung durch die EU, Sponsoring etc. Sensibilisierung und Aktivierung von PUMONA durch vorbereitende Projekte:
1. Sensibilisierung sowohl von PatientInnen als auch ÄrztInnen durch "ok-
labs" Feinstaub-Mess-Stellen an Arztpraxen.
2. Selbstorganisierte Feinstaubmessungen an bisher ausgeblendeten Groß-
Emittenten rund um Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier
3. Schadstoff-Prävention am Arbeitsplatz: Implementierung des medizinischen Dienstes der Berufsgenossenschaft bzgl. der "Brennkammer" des Braunkohle-Kraftwerks in Bergheim-Niederaußem

(redigierte Fassung vom 13.02.2017)

Christian Döring, Kinderarzt
sd@air88.de, 01573-5263682
Emilio Alfred Weinberg, M.A., Psychotherapeut
alfred_weinberg@web.de, 0172-4163 788


Zusätzliche Quelle:
"HEAL-Studie"
Was Kohlestrom tatsächlich kostet. Gesundheitsfolgen und externe Kosten durch Schadstoffemissionen. Ein Bericht der Health and Environment Allliance (HEAL), April 2013

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