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07.11.2017 Abendveranstaltung in Berlin

Verhafteter VW-Mitarbeiter Lúcio Bellentani (Foto: Verena Glass)

VW und Mercedes Benz: Komplizen der Militärdiktaturen in Brasilien und Argentinien? Überlebende der Folter belasten Manager der Tochterunternehmen der deutschen Konzerne
Lúcio Bellentani
arbeitete zwischen 1964 und 1972 bei Volkswagen do Brasil als Werkzeugmacher. Im Juli 1972 verhafteten ihn Geheimpolizisten an seinem Arbeitsplatz im VW-Werk in São Bernardo do Campo – unter den Augen des VW-Werkschutzes. Er wurde ins Folterzentrum DOPS verschleppt. Laut Bellentani war der Chef des VW-Werkschutzes aktiv an seiner Verhaftung beteiligt: Der VW-Mitarbeiter soll ihm bei der Verhaftung eine Waffe an den Rücken gehalten haben.
Veranstalter:
Dachverband Kritische Aktionäre, Rosa-Luxemburg-Stiftung, ECCHR, FDCL,  KoBra, Lateinamerika Forum – Foro de las Américas Berlín, Lateinamerika Nachrichten, Nachrichtenpool Lateinamerika, Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall, LabourNet Germany und medico international.
> Einladung/Pressemitteilung

21.10.2017 Jahrestagung der Coordination gegen BAYER-Gefahren

CBG-Protest vor der Hauptversammlung von Bayer in Bonn (Foto: CBG)

Das Land, das Gift, die Ernährung - gegen die Abhängigkeit vom Megakonzern BAYER/Monsanto
Bei ihrer Jahrestagung am 21. Oktober in Düsseldorf beschäftigt sich die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) mit der industriellen Landwirtschaft und ihren Folgen für die VerbraucherInnenund und mit den Auswirkungen auf Bäuerinnen und Bauern. Was heißt es, immer weniger Auswahl zu haben und was bedeutet es für die Preisentwicklung, wenn ein Megakonzern wie BAYER/Monsanto das Saatgut dominiert? Welche Alternativengibt es? Kann eine alternative Landwirtschaft die Weltbevölkerung ernähren oder hat BAYER-Konzernchef Baumann recht mit seiner Behauptung, dass nur eine industrielle Landwirtschaft die Nachfrage nach Nahrung erfüllen kann?
Die CBG-Tagung beginnt um 9 Uhr im Bürgerhaus Bilk, Bachstr. 145, in Düsseldorf.
> Mehr

12.09.2017 Thyssenkrupp

Brasilianische und deutsche Kritische Aktionäre bei der Hauptversammlung 2010 von Thyssenkrupp
Der brasilianische Fischer Luis Carlos Oliveira überreicht dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Schulz einen Fisch.

Thyssenkrupp verkauft Stahlwerk in Brasilien und stiehlt sich aus der Verantwortung für die Fischer an der Bucht von Sepetiba
Der Stahl- und Rüstungskonzern Thyssenkrupp hat mit dem Abschluss des Verkaufs seines brasilianischen Werks CSA einen Schlussstrich unter eine milliardenschwere Fehlinvestition gezogen. Der Verkauf des Werks  an den lateinamerikanischen Stahlhersteller Ternium für rund 1,5 Milliarden Euro ist damit rückwirkend zum 30. September 2016 erfolgt. Die fehlgeschlagene Stahlexpansion hatte den Essener Konzern in eine existenzbedrohende Krise gestürzt. Das Minus durch Fehlinvestitionen lag bei rund acht Milliarden Euro. Durch den Bau des Stahlwerks an der Bucht von Sepetiba bei Rio de Janeiro verloren 8500 Fischer ihre Existenz. Sie erhielten von Thyssenkrupp bis heute keine Entschädigung. Die Emissionen des Stahlwerks belasten die Umgebung bis in die 70 Kilometer entfernte Millionenstadt Rio de Janeiro. Der Dachverband der Kritischen Aktionäre setzt sich seit sieben Jahren für die Fischer ein. "Mit dem Verkauf des Stahlwerks versucht sich der Konzern aus seiner Verantwortung zu stehlen", sagte Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands.
> Konzernkritik: Thyssenkrupp

30.08.2017 Heckler & Koch

Kritische Aktionäre protestieren vor der Hauptversammlung von Heckler & Koch
Rüstungskritiker Jürgen Grässlin freut sich über Erfolg (Fotos: Screenshot SWR aktuell Baden-Württemberg, 15.08.2017)

Großer Erfolg der Kritischen Aktionäre: Aufsichtsratsvorsitzender John sichert Fortführung der Grüne-Länder-Strategie zu / Keinerlei neue Waffenlieferungen außerhalb NATO und EU

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Kleinwaffenproduzenten Heckler & Koch, Dieter John, bekennt sich zu der neuen Strategie, zukünftig nur noch in "grüne Länder" zu exportieren, also nur EU- bzw. NATO-Staaten. Die Personalveränderung mit der Abberufung des H&K-Vorsitzenden Norbert Scheuch habe keinerlei negative Auswirkungen auf die strategische Neuausrichtung, so John. Diese würde "natürlich vom Aufsichtsrat und Vorstand voll mitgetragen“. Diese Aussagen traf er gegenüber Jürgen Grässlin, Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros und Mitglied im Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Auch die schnellstmögliche Zusendung der Antworten von Vorstand und Aufsichtsrat zu den 110 Fragen Kritischer Aktionäre auf der Hauptversammlung am 15. August sicherte John zu. Wie versprochen würde auch der Heckler & Koch-Aufsichtsrat den Antrag Grässlins auf Gründung eines Opferfonds ernsthaft diskutieren.

"Was wir bei der Hauptversammlung erlebt haben, kann schlichtweg in weiten Teilen als positive Überraschung bezeichnet werden", erklärte Grässlin nach der Hauptversammlung von Heckler & Koch im baden-württembergischen Sulz. "Denn nach 30 Jahren der harten Konfrontation, mit zahlreichen gewaltfreien Aktionen und mehrfachen juristischen Auseinandersetzungen, zeichnet sich mit dem neuen Vorstand und Aufsichtsrat von Heckler & Koch die Chance zur kritischen Kommunikation ab."

Der Kritische Aktionär, der sich seit Jahren mit Rüstungskonzernen streitet, fasst zusammen: "Heckler & Koch wickelt noch Altaufträge ab (z.B. Indonesien, Malaysia, VAE, Türkei) – schlimm genug und folgenschwer. Ab jetzt gilt die neue Strategie, dass ausschließlich „grüne“ Länder der NATO, NATO-assoziiert und EU-Staaten beliefert werden (nach Demokratieindex, Korruptionsindex und unter Beachtung von Menschenrechtsfragen) – ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings erhalten z.B. die USA weiterhin H&K-Kleinwaffen – was angesichts der Lage im Land und der US-Außenpolitik problematisch ist. Wir werden also diese Vorgänge sehr genau beobachten und kritisch begleiten."
> Pressemitteilung des Rüstungsinformationsbüros
> Mehr zu Heckler & Koch: "Deutschlands tödlichstes Unternehmen verschärft Rüstungskontrolle"

28.08.2017 Klimacamp im Rheinland

Klimacamp 2017 am Lahey-Park bei Erkelenz
Kritische Aktionäre zeigen RWE vor Hauptversammlung die Rote Karte. (Foto: Sauerwein)
Kritische Aktionäre (v.l.) Alfred Weinberg und Markus Dufner am Tagebau Garzweiler
Alfred Weinberg bei seinem Workshop zur Feinstaubmessung auf dem Klimacamp

"Klimazerstörung aufhalten"
6000 Menschen aus aller Welt nahmen an Aktionen im Rheinland teil
Friedlicher Protest gegen strukurelle Gewalt des Braunkohletagebaus
6000 klimabewegte Menschen waren in den letzten Tagen im Rheinischen Braunkohlerevier unterwegs. Die Aktionstage waren international, hunderte AktivistInnen reisten aus der ganzen Welt an, um für Klimagerechtigkeit einzustehen und den Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter zu fordern.
„Es ist inspirierend zu sehen, wie vielfältig und entschlossen sich Menschen aus aller Welt hier der Braunkohle in den Weg stellen", sagte Johanna Winter vom Klimacamp über die Aktionstage. "Wir müssen diese Klimazerstörung aufhalten um Alternativen umsetzen zu können und gemeinsam zu diskutieren, wie das gute Leben für alle möglich wird."
> Pressemitteilung des Klimacamps 2017
> Kampagnen gegen Kohleabbau
> Das Erste, Morgenmagazin: "Protest am Hambacher Forst"
> Neues Deutschland, 24.08.2017: "Ende Gelände legt los"
> "Braunkohleabbau ist eine Form von Gewalt", Interview mit einer Aktivistin von "Zucker im Tank" (Neues Deutschland, 25.08.2017)
> Klimacamp im Rheinland
> Aktionsbündnis Zukunft statt Braunkohle
> Aktion "Kohle erSetzen!"
> Zucker im Tank
> tagesschau, 17.08.2017: "Proteste gegen Abbau von Braunkohle geplant"

16.08.2017 Fünf Jahre Marikana-Massaker

Die südafrikanische Polizei schoss streikende Minenarbeit vor der Platinmine Marikana nieder.
Fünf Jahre nach dem Massaker wohnen viele der Bergleute noch immer in Blechhütten. (Fotos: Brot für die Welt)

Platin für den Weltmarkt, Blechhütten für die Arbeiter
Neue Studie fünf Jahre nach dem Massaker von Marikana

Am 16. August 2017 jährte sich das Massaker von Marikana zum fünften Mal. Bei einem Streik in der von zwei Tochterfirmen des britischen Unternehmens Lonmin betriebenen Marikana-Platinmine in Südafrika wurden 2012 34 Minenarbeiter von der Polizei erschossen, 78 verletzt und Hunderte festgenommen. Gründe für den Streik waren unerfüllte Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Lebensbedingungen.
Die neue Studie, die zum 5. Jahrestag des Massakers von der südafrikanischen Bench Marks Foundation und von Brot für die Welt herausgegeben wird, untersucht die heutigen Arbeits- und Lebensbedingen in Marikana und formuliert Forderungen an die südafrikanische Regierung, Lonmin und den Platin-Großabnehmer BASF.
Der Dachverband setzt sich im Kampagnenbündnis Plough Back the Fruits für bessere Lebensbedingungen südafrikanischer Minenarbeiter ein.
> Mehr dazu auf der Internet-Seite von Brot für die Welt
> Kampagne Rohstoffe - im Konflikt mit Menschenrechten: Die 34 getöteten Bergleute von Marikana
> Plough Back the Fruits: BASF, Lonmin und das Massaker von Marikana
> "I closed my eyes and waited for the bullet" (London Mining Network)

25.07.2017 Volkswagen

Neueste Erkenntnisse im Fall Volkswagen do Brasil und Kollaboration mit der brasilianischen Militärdiktatur
Angesichts der neuesten Veröffentlichungen des journalistischen Rechercheverbund von NDR, SWR und Süddeutscher Zeitung zum Fall „VW do Brasil und die Frage nach der Kollaboration mit der Militärdiktatur in Brasilien“ resümiert der Dachverband der Kritischen Aktionäre den aktuellen Wissensstand – und was inhaltlich noch zu klären bleibt.
Davon unberührt bleibt die Forderung seitens des Dachverband Kritischer Aktionäre, dass sich Volkswagen endlich seiner historischen Verantwortung stellen und den Betroffenen kollektive Entschädigungen sowie eine persönliche Entschuldigung zukommen lassen muss.
Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Berlin/Köln, 25. Juli 2017

13.07.2017 Brief an Mitglieder, Spenderinnen und Spender, Freundinnen und Freunde

Mzoxolo Magidwana spricht bei der BASF-Hauptversammlung am 12.05.2017
Im Kampagnenbündnis "Plough back the fruits" hat sich der Dachverband mit südafrikanischen, Schweizer und deutschen Organisationen zusammengeschlossen.

"Ich verlange ein Leben in Würde"
Minenarbeiter Mzoxolo Magidwana erinnerte BASF-Vorstand an Lieferketten-Verantwortung

Die Rede eines südafrikanischen Minenarbeiters erschütterte die 5.500 Aktionärinnen und Aktionäre bei der BASF-Hauptversammlung. Während 34 seiner Kollegen bei einem Streik für höhere Löhne am 16. August 2012 erschossen wurden, überlebte Mzoxolo Magidwana, von neun Polizeikugeln getroffen, das Massaker von Marikana schwer verletzt. Noch heute plagen den 29-Jährigen starke Schmerzen.
Die Mehrheit der Lonmin-Arbeiter haust weiter in mit Ratten verseuchten Wellblechhütten ohne fließendes Wasser und ohne Anschluss an die Kanalisation. "Wir leben in unserem eigenen Dreck", sagt Mzoxolo und fügt hinzu: "Ich weiß, dass BASF für mehrere Millionen Euro pro Woche Platin einkauft, das wir aus dem Boden geholt haben. Dafür verlangen wir lediglich, ein Leben in Würde führen zu können."
> Mailing "Für ein Leben in Würde"
> Postkarte "Ich verlange ein Leben in Würde"
> Einladung zur Mitgliederversammlung des Dachverbands am 22.09.2017

29.06.2017 Umweltbank AG - Hauptversammlung, Nürnberg

Mehr Transparenz bei Windparkfonds nötig
Kritischer Aktionär will Vorstand nicht entlasten
Professor Martin Hundhausen mangelt es bei der Umweltbank weiter an Transparenz gegenüber Anlagern in Windkraftfonds. Der Vorstand habe zugesagt, zumindest Prospekte von durch die UmweltBank vertriebenen öffentlichen Fonds zur Verfügung zu stellen. "Da diese Zusage bis heute nicht erfüllt wurde, sind die Kritiker in ihrer Hoffnung enttäuscht, dass durch den Vorstand ein anderer Stil gepflegt werde." Deshalb fordert Hundhausen in seinem Gegenantrag zur Hauptversammlung am 29. Juni dazu auf, den Umweltbank-Vorstand nicht zu entlasten.
> Gegenantrag Martin Hundhausen

21.06.2017 Hamburger Hafen und Logistik AG

HHLA-Verladeterminal: Was da alles so über den Burchardkai geht...
...weiss angeblich die HHLA selbst auch nicht so recht.
Christian Russau von den Kritischen Aktionären kritisierte den Umschlag von Waffen, Munition, Uran und Blutkohle.
Helga Janssen von der Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte kritisierte den Hamburger Hafen als Drehscheibe des internationalen Waffenhandels.
Harald Ihmig von der Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte entließ den Vorstand nicht seiner Verantwortung und stellte bohrende Fragen.
Logo der Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte: www.hamburger-initiative-gegen-rüstungsexporte.org
Barbara Happe (urgewald und Dachverband Kritische Aktionäre) kämpft seit vielen Jahren gegen Rüstungsexporte aller Art.
Die Vorstandsvorsitzende der HHLA, Angela Titzrath, sagte, die HHLA habe keine Kenntnis über die Inhalte der Container. HHLA wisse schlicht nicht, "was drin ist".

HHLA muss Verantwortung in der Lieferkette wahrnehmen: Nicht immer "nur verladen"
Die Kritischen Aktionären forderten die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf der Hauptversammlung am 21. Juni 2017 auf, über den Hamburger Hafen keine Waffen und Munition, keine Blut-Kohle aus Kolumbien oder Kinderarbeits-Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo und auch keine Urantransporte weiter zu befördern.

Angela Titzrath, die Vorstandsvorsitzende der HHLA, wies die Kritik zurück und erklärte, die HHLA habe als reiner Verlader und Transporteur keine Verantwortung für die Inhalte der Container, die sie umschlägt. Die Kunden entschieden, was sie umschlagen. Zudem habe die HHLA keine Kenntnis von den Inhalten der Container. HHLA wisse schlicht nicht, "was drin ist".

Bei so vielem Verladen fühlten wir Kritischen Aktionäre uns wiederum verladen. Unser Vorstandsmitglied Christian Russau resümierte: "Sie werden verstehen, dass wir es nicht akzeptieren können, dass durch den Hamburger Hafen Kriegsgerät und Waffen, Computer- und anderer potentiell giftiger Schrott, Blut-Kohle aus Kolumbien oder Kinderarbeits-Kobalt aus DR Kongo befördert wird, auch nicht die Anwohner/innen mit radioaktiven Staub verseuchendes Uran aus Tschad oder Namibia und auch nicht Uranpellets und -brennstäbe aus Gronau oder Lingen. Setzen Sie sich dafür ein, dass dies abgestellt wird."
> Rede von Christian Russau (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen) auf der HHLA-Hauptversammlung am 21.6.2017 in Hamburg
> Rede von Frau Helga Janssen (Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte) auf der HHLA-Hauptversammlung am 21.6.2017 in Hamburg
> Rede von Herrn Harald Ihmig (Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte) auf der HHLA-Hauptversammlung am 21.6.2017 in Hamburg

08.06.2017 Uniper-Hauptversammlung, Essen

Biomasse-Pläne von Uniper gefährden Wälder (© Rémy Carrodano - Montage: Sauvons la forêt)

Import von Blutkohle und Waldzerstörung
Konzern übernimmt keine Lieferketten-Verantwortung

An der ersten Hauptversammlung der E.on-Abspaltung Uniper SE am 8. Juni in Essen wird der Dachverband der Kritischen Aktionäre zusammen mit französischen und deutschen Nichtregierungsorganisationen teilnehmen. Sie werfen dem Konzern vor, ein konsequent rückwärtsgewandtes Geschäftsmodell zu verfolgen, das das Klimaabkommen von Paris und die menschenrechtlichen Anforderungen an Unternehmen ignoriert und die Existenz von Wäldern bedroht.
Während andere Energieversorger aktiv werden, übernimmt Uniper immer noch keine Verantwortung für seine Kohlelieferkette. Der Konzern ist maximal intransparent bezüglich der Herkunft seiner Kohle, importiert weiterhin Blutkohle aus Kolumbien, obwohl Gewalt und Morde dort zunehmen.
Uniper rüstet derzeit Block 4 des Kohlekraftwerks Provence im südfranzösischen Gardanne auf Holzverbrennung um und ist jetzt in der Versuchsphase. Aus Sicht der Umweltorganisationen sind dadurch Wälder in Frankreich und Übersee bedroht.
> Gegenantrag
> Pressemitteilung

01.06.2017 Salzgitter AG - Hauptversammlung, Braunschweig

Salzgitter-HV 2017 in Braunschweig

Kritik an Zulieferungen von Salzgitter AG-Tochter Europipe an umstrittene Pipeline Nord Stream 2 und Trans-Adria-Pipeline. +++ Klammheimliche Freude über Trumps Rückfahren des Klimaschutzes? +++ Und täglich grüßt das Murmeltier...
Christan Russau (GegenStrömung/Dachverband Kritische Aktionäre) erläuterte in seiner Rede auf der Jahreshauptversammlung der Salzgitter AG, warum die Zuliefertätigkeit von Europipe für die Pipelines Nord Stream 2 und Trans-Adria-Pipeline unverantwortlich ist.
Nord Stream 2 soll in Zukunft auch mit Gas aus der Jamal-Halbinsel beliefert werden. Die Situation auf der Jamal-Halbinsel sieht aber schlimm aus: Die Nichtregierungsorganisation GegenStrömung kritisiert die dortige Gasförderung, die die Existenzgrundlage der indigenen Rentierzüchter massiv bedroht.
Auch die Beteiligung am Trans-Adria-Pipeline-(TAP)-Projekt ist nach Ansicht der Kritischen Aktionäre nicht konform mit den Standards guter Unternehmensführung und mit Respektierung und Achtung der Menschenrechte. Die TAP-Pipeline ist das letzte Teilstück der neuen Leitung, die aserbaidschanisches Erdgas über die Türkei nach Europa bringen soll.
Der Jahresbericht 2016 von Amnesty International zu Aserbaidschan spricht eine klare Sprache: „Die Behörden setzten ihr hartes Vorgehen gegen die Zivilgesellschaft und die Verfolgung politisch Andersdenkender fort. Menschenrechtsorganisationen wurden weiter an ihrer Arbeit gehindert. Mindestens 18 gewaltlose politische Gefangene befanden sich Ende 2015 weiterhin in Haft. Nach wie vor kam es zu Repressalien gegen unabhängige Journalisten und Aktivisten im In- und Ausland, auch ihre Familien liefen Gefahr, schikaniert und festgenommen zu werden. Internationalen Menschenrechtsbeobachtern wurde ihre Tätigkeit untersagt, und man verwies sie des Landes. Es gab weiterhin Berichte über Folter und andere Misshandlungen.“
> Rede Christian Russau

Klammheimliche Freude über Trumps Rückfahren des Klimaschutzes?
Die Salzgitter AG schreibt in ihrem Jahresbericht 2016 zum Marktausblick Stahlrohre: „Von der […] wieder stärker auf fossile Energieträger ausgerichteten Energiepolitik in Nordamerika“ dürfte der Konzern in Zulunft „profitieren“. Christian Russau fragte genauer nach: „Höre ich da ein wenig klammheimliche Freude bei Ihnen heraus, darüber, dass die USA unter der Regierung Trump in Sachen Klimaschutz eine Rolle rückwärts machen? Bitte erklären Sie mir das etwas genauer.“

Und täglich grüßt das Murmeltier...
Leider beantwortete der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Herr Fuhrmann, diese Frage nicht. Er entgegnete auf die Rede von Christian Russau allgemein: „Ich freue mich jedes Mal auf die Redebeiräge von Herrn Russau. Denn an diesen wird klar, was der Unterschied zwischen Gesinnungsethikern und Verantwortungsethikern ist.“ Schade, wir vom Dachverband der Kritischen Aktionäre hätten uns auf ein neues Argument gefreut. „Leider aber hat Herr Fuhrmann Max Webers alter Unterscheidung zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethikern bereits auf den Hauptversammlungen 2015 und 2016 als anschauliches Beispiel auf unsere Fragen und Kritik bemüht“, konstatiert Christian Russau. „Manchmal täte ein neues Argument der Debatte ganz gut.“

31.05.2017 Deutsche Telekom-Hauptversammlung

Kritische Aktionäre und Chaos Computer Club Cologne demonstrieren vor der Köln-Arena für Netzneutralität.
Thomas Lohninger von epicenter.works spricht bei der Hauptversammlung der Telekom und ...
protestiert gegen StreamOn.

Kritische Aktionäre und epicenter.works verlangen Verbot von StreamOn
Telekom darf Netzneutralität nicht gefährden

Die Deutsche Telekom muss sich bei ihrer Hauptversammlung am 31. Mai auf Gegenwind einstellen. Ihr neuer Tarif "StreamOn" verletzt das von der Europäischen Union festgeschriebene Prinzip der Netzneutralität. Netzneutralität besagt, dass Daten unterschiedlicher Anbieter im Netz gleich behandelt werden müssen. "Deshalb sollte die Bundesnetzagentur StreamOn verbieten", fordern die Nichtregierungsorganisationen epicenter.works, der Chaos Computer Club Cologne und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Thomas Lohninger von epicenter.works wird in seiner Rede auf der Hauptversammlung die Gefahren des neuen Produkts aufzeigen. "Wir müssen leider immer wieder feststellen, dass die Deutsche Telekom aus rein profitorientierten Erwägungen heraus die Interessen ihrer Kunden und der Allgemeinheit mit Füßen tritt", sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. "Herr Höttges sollte sich daran erinnern, dass sein Konzern mit den Drosselungs-Plänen eine Niederlage erlitten hat."
> Wirtschaftswoche: "Nur ein Kritiker steht auf"
> Pressemitteilung
> Rede Thomas Lohninger (Manuskript)  und auf Youtube
> Rede Anke Schnicke
> Rede Markus Dufner

23.05.2017 Hugo Boss Hauptversammlung

Protest gegen Hugo Boss: (von links) Silke Wedemeier (Clean Clothes Campaign CCC Stuttgart), Gisela Burckhardt (FEMNET), Isabelle Kempf (CCC Mannheim) und Paul Russmann (Kritische Aktionäre) - Foto: FEMNET
Transparenz-Kampagne

Fehlende Transparenz kostet Leben - Lieferketten offen legen!
Bei der Hauptversammlung des Textilunternehmens Hugo Boss in Stuttgart machten die Kampagne für Saubere Kleidung und die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre deutlich, dass fehlende Transparenz Leben kosten kann und forderten eine Offenlegung der Lieferketten. „Gerade hochpreisige Marken wie Hugo Boss sollten doch in puncto Transparenz voranschreiten und sicherstellen, dass ihre KundInnen Informationen erhalten, wo, von wem und unter welchen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird", sagte Gisela Burckhardt, Sprecherin von Femnet. Positiv sei, dass Hugo Boss dem Textilbündnis beigetreten sei und insbesondere, dass das Unternehmen die Bündnisinitiative des Textilbündnisses in Tamil Nadu gegen die Ausbeutung der Mädchen in den Spinnereien unterstützen wolle. Zugleich kritisierte sie aber: „Aber bisher sind noch keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen bei den Näherinnen der Lieferanten von Hugo Boss angekommen. Gute Vorsätze, doch nun müssen Taten folgen."
> Pressemitteilung Femnet nach Hugo-Boss-Hauptversammlung
> Stuttgarter Nachrichten: "Hauptversammlung bei Hugo Boss"
> Stuttgarter Zeitung: "Hugo Boss will verlorenen Boden gutmachen"
> Südwestpresse: "Luxusmode im Zeichen der fairen Produktion"
> Pressemitteilung Femnet vor Hugo-Boss-Hauptversammlung

18.05.2017 Deutsche Bank-Hauptversammlung

Protest der Standing Rock Sioux gegen die Dakota Access Pipeline (Foto: Andrew Cullen)

Ökologisch und sozial verantwortungslos
Protest gegen Finanzierung von Dakota Access Pipeline und Kohlekraftwerk Punta Catalina
Kritik an engen Geschäftsbeziehungen mit Donald Trump

Die Kritischen Aktionäre fordern die Deutsche Bank auf, aus der Finanzierung ökologisch und sozial verantwortungsloser Projekte auszusteigen. Dazu gehört u.a. die Dakota Access Pipeline in den USA. Die Pipeline soll über eine Strecke von knapp 1.900 Kilometer Fracking-Öl aus Nord-Dakota nach Illinois transportieren und kreuzt dabei Land, das den Standing Rock Sioux gehört.
Die Kohlekraftwerke von Punta Catalina in der Dominikanischen Republik werden vom korrupten brasilianischen Baukonzern Odebrecht errichtet. Die Deutsche Bank hat sich als Unterzeichner des Global Compacts dazu bekannt, gegen Korruption vorzugehen und sollte sich deshalb aus diesem Projekt mit Korruptionsproblemen zurückziehen.
Die Deutsche Bank steht auch wegen ihren Geschäftsbeziehungen mit Donald Trump in der Kritik. Laut Angaben des demokratischen US-Senators Chris Van Hollen hat der Immobilienmilliardär zwei Kredite und zwei Hypotheken von der Deutschen Bank erhalten. Die Darlehen summierten sich demnach auf rund 340 Millionen Dollar. Weitere 950 Millionen Dollar seien an ein Projekt gegangen, an dem Trump einen 30-prozentigen Anteil halte. Das Mitglied im Bankenausschuss des US-Senats wies zudem darauf hin, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eine millionenschwere Kreditlinie der Deutschen Bank erhalten habe.
> Rede Christoph Rinneberg, Ordensleute für den Frieden
> Pressemitteilung urgewald
> Gegenantrag

12.05.2017 BASF-Hauptversammlung

Mahnwache zum Gedenken an die 34 erschossenen Bergleute von Marikana
Südafrikanische Delegation bei BASF: (v.l.) Mzoxolo Magidwana, Jo Seoka und Joseph Mathunjwa
Bischof Seoka spricht zum dritten Mal auf der Hauptversammlung von BASF

Minenarbeiter Mzoxolo Magidwana verlangt von BASF ein Leben in Würde
Kampagnenbündnis Plough Back the Fruits mit Überlebendem auf Hauptversammlung in Mannheim

Der Bericht des südafrikanischen Bergmanns aus der Platinmine Marikana erschütterte viele der 5.500 AktionärInnen. Während 34 seiner Kollegen am 16. August 2012 beim Massaker von Marikana erschossen wurden, überlebte Mzoxolo Magidwana, von neun Kugeln getroffen, schwer verletzt. Ein Leben in Würde ist für ihn und die Mehrheit der Minenarbeiter des südafrikanisch-britischen Bergbauunternehmens Lonmin nach wie vor nicht möglich. Sie hausen weiter in Wellblechhütten ohne Wasser und Anschluss an die Kanalisation. "Ich weiß, dass BASF für mehrere Millionen Euro pro Woche Platin einkauft, das wir aus dem Boden geholt haben.", sagte Magidwana in seiner Rede. "Dafür verlangen wir lediglich, ein Leben in Würde führen zu können."
> Rede Mzoxolo Madigwana
> Rede Bischof Johannes Seoka
> Rede Joseph Mathunjwa
> Pressemitteilung nach der Hauptversammlung
> Newsletter "BASF: Lieferkettenverantwortung JETZT!" (Mai 2017)
> Einladung zur Pressekonferenz
> Mannheimer Morgen, 13.05.2017: "Bischof aus Südafrika mahnt BASF"
> junge welt. 12.05.2017: "Kein Cent für die Opfer"
> Gegenanträge

10.05.2017 VW-Hauptversammlung

Deutschlands ehemalige Vorzeigemarke ist mitten drin im Abgasskandal.
Die US-Gewerkschaft UAW will in Chattanooga einen Betriebsrat gründen.

Wegen Abgasskandal keine Entlastung für VW-Manager
Kritische Aktionäre verlangen von VW Transparenz statt Lobbyismus

VW muss in US-Werk Chattanooga endlich Gewerkschaft anerkennen

Der Dachverband der Kritischen Aktionäre wird Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG bei der Hauptversammlung am 10. Mai in Hannover nicht entlasten. "VW muss gewährleisten, dass alle fabrikneuen Fahrzeuge des Konzerns zumindest den Anforderungen für ab Herbst 2017 neu auf den Markt kommende Modelle entsprechen", fordert BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. "Andernfalls macht sich der Konzern auch weiterhin mitschuldig an den hohen Stickoxid-Belastungen in den Städten und Kommunen."
"VW verhält sich auf den Feldern Klima- und Umweltschutz, Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung sehr unglaubwürdig", kritisiert Dachverbands-Geschäftsführer Markus Dufner. "Der Konzern darf durch seinen Lobbyismus in Berlin und Brüssel CO2-Grenzwerte für Pkw und Lkw sowie neue transparente Messverfahren zur Ermittlung offizieller Verbrauchswerte nicht weiter konterkarieren", verlangt Dufner.
Die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) setzt sich seit Jahren für die Anerkennung eins Betriebsrats im einzigen US-Werk von VW in Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) ein. Eine Delegation der United Auto Workers  wird das VW-Management bei der Hauptversammlung auffordern, seine Klage gegen UAW Local 42 zurückzuziehen. Bereits am 9. Mai veranstaltet UAW um 12.30 Uhr eine  Pressekonferenz in der Landespressekonferenz Hannover.
> RTL Nord, 10.05.2017: Dicke Luft trotz guter Zahlen
> Süddeutsche Zeitung, 09.05.2017: Südstaaten-Blues
> Pressemitteilung
> Gegenanträge des Dachverbands
> Gegenantrag der United Auto Workers (UAW)
> Bündnis 90/Die Grünen (Fraktion im Landtag Niedersachsen), Pressemitteilung zur Konflikt UAW-VW

10.05.2017 HeidelbergCement-Hauptversammlung

Proteste in Beton gegen Zement-Firma!
Proteste, Aktionen, Kundgebung und kritische Reden auf der Hauptversammlung von HeidelbergCement

> Kundgebung, 10.05.2017, 9:00-12:00 Uhr: "'HeidelbergCement raus aus dem Kendeng-Gebirge in Indonesien!' Solidarität mit den LandarbeiterInnen Javas"
> Rede von Gunarti, Vertreterin der Bürgerinitiative JMPPK aus Pati, Zentraljava, zum Widerstand gegen das geplante Zementwerk von Indocement (über PT SMS), einem
Tochterunternehmen von HeidelbergCement in Indonesien, gehalten am 10.5.2017 in der Stadthalle Heidelberg
> Fragen an den Vorstand von HeidelbergCement, gestellt von Gunarti, Vertreterin der Bürgerinitiative JMPPK aus Pati, Zentraljava, zum umstrittenen Plan eines Zementwerkes von Indocement (über PT SMS), einem Tochterunternehmen von HeidelbergCement in Indonesien, vorgetragen am 10.5.2017 in der Stadthalle Heidelberg auf der Aktionärsversammlung von HeidelbergCement
> "Hauptversammlung HeidelbergCement: 110.000 Unterschriften gegen Naturzerstörung auf Java übergeben" (Rettet den Regenwald)

Kurzer Pressespiegel (Auswahl):
> "Frau Gunartis Kampf gegen Zement" (n-tv)
> "Beton-Protest gegen den Zementkonzern" (Handelsblatt)
> "Fehde in Fernost. Die Zementherstellung ist ein schmutziges Geschäft. HeidelbergCement produziert deshalb gern dort, wo kaum Protest zu erwarten ist." (DER SPIEGEL)
> "HeidelbergCement: Indonesische Bäuerin protestiert gegen Expansionspläne des Konzerns auf der Insel Java. 'Wir wollen leben wie bisher'"(Mannheimer Morgen)
> "HeidelbergCement in Indonesien: Lebensprinzip vs. Zementfabrik. Eine indonesische Bäuerin wirft dem deutschen Konzern HeidelbergCement vor, ein wichtiges Ökosystem auf ihrer Heimatinsel Java zu zerstören." (taz)
> "Beton-Protest gegen den Zementkonzern" (Wirtschaftswoche)
> "Indonesische Bäuerin gegen Weltkonzern: 'Der Zement zerstört unser Leben'. HeidelbergCement plant in Indonesien ein neues Zementwerk. Die Bevölkerung fürchtet jedoch, der Bau zerstöre ihre Umwelt. Aus Protest spricht eine Bäuerin auf der Aktionärsversammlung des Weltkonzerns in Heidelberg." (Deutsche Welle)
> "Demonstranten bei der Hauptversammlung in Heidelberg (plus Fotogalerie). Demonstration gegen geplantes Zementwerk im indonesischen Kendeng-Gebirge - Aufsichtsratsvorsitzender Fritz-Jürgen Heckmann: 'Wir wissen, dass wir in die Natur eingreifen und wir machen das mit Augenmaß'" (Rhein-Neckar-Zeitung)
> "Aksi menyemen kaki di Jerman untuk petani Kendeng" (BBC Indonesia)

Kommt HeidelbergCement noch dieses Jahr auf die „Negativliste“ des UN-Menschenrechtsrats?
Manfred Budzinski, Sprecher der pax christi Nahost-Kommission, erklärte in seiner Rede auf der Aktionärsversammlung von HeidelbergCement: "Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass HeidelbergCement noch im Laufe dieses Jahres in die „Negativliste“ des UN-Menschenrechtsrats aufgenommen wird, mit der Konsequenz, dass das Unternehmen für ethische Fonds zum „no go area“ wird, dass diese nicht mehr in das Unternehmen investieren können und der Folge weiterer Fonds-Ausstiege nach den vergangenen zwei Jahren."
> Rede von Manfred Budzinski, Sprecher der pax christi Nahost-Kommission

10.05.2017 Hannover Rück-Hauptversammlung

Kritik an Rückversicherungen für umstrittene Staudämme und Bergbau-Tailings

Thilo Papacek von unserer Mitgliedsorganisation GegenStrömung sprach am 10. Mai auf der Jahreshauptversammlung der Hannover Rück zu den Versicherungen der Firma von umstrittenen Großprojekten wie dem Staudamm Hidrosogamoso in Kolumbien und dem im November 2015 gebrochenen Damm des Rückhaltebeckens der brasilianischen Bergbaufirma Samarco.

Thilo Papacek kritisierte, dass die Hannover Rück solch "hochriskante Projekte rückversichert, ohne dem Vorsorgeprinzip zu Folgen, wie es Prinzip 7 des Global Compact fordert", an dem der Rückversicherer sich nach eigenen Angaben orientiert. "Ich will mit meinen Ausführungen nicht sagen, die Hannover Rück sei schuld an diesen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Katastrophen. Aber ich fordere Sie auf, in Zukunft derartige sozio-ökologisch riskante Projekte nicht mehr rückzuversichern. Vom drittgrößten Rückversicherer der Welt wäre dies ein starkes Signal an Betreibergesellschaften und Investoren, sich in Zukunft mehr um die Einhaltung von menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Normen zu sorgen."

> Rede Thilo Papacek (GegenStrömung)
> Pressebericht im Neuen Deutschland (11.5.2017)

10.05.2017 K+S-Hauptversammlung

Dies sind keine Alternativen: weder Salzlaugenverpressung im Boden, noch die Versalzung von Werra und Weser, von Fliede und Fulda
Die K+S-HV 2017 im Stadtpalais von Kassel

Kritische Aktionäre fordern wegen mangelnder Sorgfaltspflicht in Bezug auf die Umwelt Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat von K+S

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre hat auf der heutigen Hauptversammlung der K+S AG in Kassel die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat gefordert. Der Grund: "Ihr Umwelt-Sündenregister ist lang, unsere Ansicht nach: zu lang. Deswegen müssen wir vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen. Sauberes Trinkwasser ist Grundrecht, ist Menschenrecht – und es kann nicht sein, dass Sie sich aus reinem Gewinnstreben darüber hinwegsetzen", so Vorstandsmitglied Christian Russau.
> Redebeitrag von Christian Russau (Dachverband Kritischer Aktionäre)

09.05.2017 Rheinmetall-Hauptversammlung

Protest und Kritik vor und auf der Hauptversammlung der Rheinmetall AG in Berlin

AktivistInnen haben vor und auf der Jahreshauptversammlung der Rheinmetall AG in Berlin - die praktischerweise direkt gegenüber des größten Rheinmetall-Kundens, des Bundesverteidigungsministeriums, im Maritim-Hotel abgehalten wurde - gemeinsam gegen Rheinmetalls Rüstungsproduktion und -export protestiert.

> Pressemitteilung urgewald, Campact, BITS: Rheinmetall: Politik muss Panzer-Deal mit Erdogan stoppen

> Redebeitrag auf der Kundgebung und auf der HV von Barbara Happe (Vorstand Dachverband und urgewald)

> Redebeitrag auf der HV von Katrin Ganswindt (urgewald)

> Redebeitrag auf der Kundgebung und auf der HV von pax christi-Generalsekretärin und Sprecherin der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ Christine Hoffmann (weitere Infos bei pax christi)

Den "Deutsch-Französischen Preis für Sicherheit und Frieden" wollte der Rheinmetall-Vorstand dann doch nicht direkt von den Sprechern des Peng!Kollektivs annehmen. Schade, wie wir finden. Aber zum Nachgucken: Das Peng!-Kollektiv überreicht Rheinmetall den Friedenspreis in der Kategorie "Global Franchise" auf deren Aktionärsversammlung in Berlin: "Ich glaube, das ist alles, was wir wollen: Frieden bei uns, Unsicherheit bei den anderen!" (VIDEO mit viel content)

04.05.2017 MTU AERO ENGINES - Hauptversammlung

MTU AERO ENGINES - HV 2017 in München
MTU-Vorstand Reiner Winkler sieht bei Rüstungsexporten "das Primat der Politik".

Konversion bei MTU AERO ENGINES auf der HV in München gefordert

MTU AERO macht laut eigenen Angaben 500 Mio. Euro, das entspricht 10% seines Gesamtumsatzes, im Militärbereich. Dazu zählen auch Motoren und Turbinen für Kampfflugzeuge wie den Tornado oder den Eurofighter.

„Es ist wie immer, wenn jemand abhängig ist: Der Süchtige selbst erkennt seine Sucht nicht als solche, verharmlost sie, spielt sie runter, leugnet sie.
Ich habe aber auch gute Nachrichten: Noch sind Sie kein pathologischer Fall. 10% Umsatzabhängigkeit im Rüstungsbereich ist keine komplett unheilbare Abhängigkeit: Konversion ist machbar.“

Christian Russau (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre) auf der Jahreshauptversammlung der MTU AERO ENGINES am 4. Mai 2017 in München

Lesen Sie die komplette Rede von Christian Russau [pdf, 67 KB]

03.05.2017 Allianz-Hauptversammlung

"Hoffentlich Allianz versichert?
Der von urgewald, Pro REGENWALD und Kritischen Aktionären vor der HV verteilte Flyer
Christian Russau vom Dachverband kritisiert Klimaversicherungen als "Klima-Ungerechtigkeit in Reinform"

Kritik an unzureichendem Divestment sowie Proteste gegen Klimaversicherungen und gegen Versicherungen von Staudämmen und Tailings

Unsere Mitgliedsorganisation urgewald verlangte von der Allianz, endlich ihre Klima-Hausaufgaben zu erledigen und wies auf die Umweltfolgen für die Trinkwasserversorgung vieler Gemeinden in den USA hin. Diese werden durch das Geschäftsgebaren des Allianz-Kunden Duke Energy gefährdet.

Vor rund 3.500 AktionärInnen verlangte der Dachverband zudem Antworten vom Vorstand zu den umstrittenen Kimaversicherungen, zu den neuen ESG-Kriterien und wie sich diese sich mit der Versicherung von Staudämmen und Rückhaltebecken ("Tailings") im Bergbau vereinbaren lassen.

> Gegenanträge

> Rede Christian Russau (Dachverband Kritische Aktionär/innen

28.04.2017 Bayer-Hauptversammlung

Miguel Lovera (Aktivist und ehemaliger Präsident der Saatgutbehörde, Paraguay)...
...überzeugte sein Publikum.
Und in der Patente-Verbrennungsmaschine...
... wurde ordentlich nachgefeuert. (Fotos: Daniel Santini, Rosa-Luxemburg-Stiftung, São Paulo)

Lebendiger und vielfältiger Protest bei der Bayer-Hauptversammlung in Bonn

Während vor der Bayerhauptversammlung Hunderte gegen Bayer und Monsanto protestierten, ergriffen drinnen auf der Hauptversammlung mehrere Dutzend kritische RednerInnen das Wort. Draußen auf der Bühne sprachen u.a. der Aktivist und ehemalige Präsident der Saatgutbehörde Miguel Lovera (siehe Foto 1 und 2) aus Paraguay zu Risiken und Nebenwirkungen des agroindustriellen Landwirtschaftsmodells in Lateinamerika im Allgemeinen und zur höchst drastische Situation in Paraguay im Besonderen.

Drinnen sprachen u.a.:
> Rede von Verena Glass (Campanha Permanente Contra os Agrotóxicos e Pela Vida, Brasilien/Rosa-Luxemburg Stiftung, São Paulo)
> Rede Christian Russau (Dachverband Kritische Aktionäre)
> Rede von Susanne Smolka (Pestizid Aktions-Netzwerk e.V., PAN Germany)
> Rede von Peter Clausing (Pestizid Aktions-Netzwerk e.V., PAN Germany)

Ein spannender und informativer Hintergrund-Text von Miguel Lovera, den er anlässlich seiner Teilnahme an den Bayer-Monsanto-Protesten im April 2017 in Berlin, Köln und Bonn für die Rosa-Luxemburg-Stiftung verfasst hat: "Im Würgegriff des Agrobusiness. Zur Rolle Monsantos in Paraguay"

Interviews und einige Presseberichte:

Deutsche Welle – Bayer verteidigt Monsanto-Kauf
Deutsche Welle – BaySanto: Front gegen “Todeshochzeit”
Neues Deutschland – »Monsanto steht für Piraterie, Gift und Krankheit«
Flux FM – Soja-Flüchtlinge & Saatgut-Riesen in Paraguay | Schluckt Bayer Monsanto?
Misereor – SOJA-ANBAU IN PARAGUAY: „SCHWANGERE HABEN ANGST UM IHR BABY“
Katholisch.de – Misereor fordert Stopp der Bayer-Monsanto-Fusion

Auf Portugiesisch:

Rosalux – Bericht über die Deutschland-Reise von Miguel Lovera

Auf Englisch:
Deutsche Welle – ‘Marriage of death’: Protesters oppose Bayer-Monsanto merger

> Alle Reden Kritischer AktionärInnen, Gegenanträge sowie alle weiteren Infos finden sich auf der Webseite unserer Mitgliedsorganisation CBG

28.04.2017 RWE-Hauptversammlung

Kritische Aktionäre zeigen RWE die Rote Karte.
Aktion Rote Linie vor der Grugahalle in Essen
Aktions-T-Shirts gibt´s beim Dachverband.

Kritische Aktionäre zeigten RWE die Rote Karte
Große Resonanz für Aktion Rote Linie vor der Grugahalle in Essen
32.000 Unterschriften für den Erhalt des Hambacher Walds übergeben
RWE-Vorstand leugnet Verantwortung für Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung

25 RednerInnen vom Dachverband der Kritischen Aktionäre, von Attac, Ende Gelände, urgewald und anderen Nichtregierungsorganisationen machten bei der Hauptversammlung am 27. April in Essen deutlich, dass es für Investitionen in fossile Energien keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr gibt. "Wir rufen dazu auf, RWE die Rote Karte zu zeigen und den Vorstand nicht zu entlasten", sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands.
Ab 8 Uhr formierten die Braunkohle-Gegner vor der Gruga-Halle eine 100 Meter lange Rote Linie und verteilten Rote Karten an die Aktionärinnen und Aktionäre.
Antje Grothus aus Kerpen-Buir überreichte im Anschluss an ihre Rede in der Hauptversammlung mehr als 32.000 Unterschriften für den Erhalt des Hambacher Walds an RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. „RWE hat wegen des Tagebaus die A4 unmittelbar an den Ortsrand unsers Dorfes Buir verlegen lassen", sagte die direkt vom Tagebau betroffene Buirerin. "Das ist für viele der 4000 Einwohner der reine Horror: Schlafen bei offen Fenster ist seit der Inbetriebnahme der Autobahn undenkbar, Erholung im Garten war gestern, in Ruhe spazieren gehen über die Felder … passé."
Wie schon in den Vorjahren leugnete RWE, dass von der Braunkohlewirtschaft Gesundheitsgefahren ausgehen. "Wir halten uns an die gesetzlichen Grenzwerte", sagte Schmitz. Gleichzeitig gab er zu, dass ihm einschlägige Risiko-Studien, die seit Jahren veröffentlicht sind, nicht vorlägen.
> Westfalenpost: Aktivisten planen Menschenkette vor RWE-Hauptversammlung
> Pressemitteilung
> Gegenantrag
> Petition "Hambacher Wald retten & Klima schützen" --- Bitte unterzeichnen!
> Aufruf "Zeig RWE die Rote Karte!"

26.4.2017 Münchener Rück-HV in München

Münchener Rück-HV in München
Verena Glass (Xingu Vivo para Sempre, Brasilien) protestiert gegen den Staudamm Belo Monte
Claudia Fatzkämper von urgewald kritisiert das mangelnde Divestment der Münchener Rück bei Kohle-Unternehmen
Christian Russau (Dachverband) kritisiert die Klimaversicherungen und wirft der Munich RE Landgrabbing vor

> Gegenanträge

urgewald, Pro REGENWALD und Kritische Aktionäre:

> PM: Münchener Rück: „Praktizierte Klima-Ungerechtigkeit“
- Konzern trennt sich nur zögerlich von Kohle-Anlagen
- Beteiligung an zynischem Klimaversicherungs-Modell
- Weltweite Beteiligung an Landgrabbing

> Rede Verena Glass (Xingu Vivo para Sempre, Brasilien)

> Rede Claudia Fatzkämper (urgewald)

> Rede Christian Russau (Dachverband)

29.03.2017 Kritische Aktionäre sind "Frühwarnsystem, das hilft, sich auf zukünftige Anforderungen einzustellen" (Südwestrundfunk)

> Beitrag SWR Fernsehen BW | 29.3. | 19.30 Uhr | 2:24 min

Zwischen Dividende und Diesel-Sorgen

[...] Gleichwohl sah sich der Daimler-Vorstandsvorsitzende [Dieter Zetsche] veranlasst, quasi präventiv auf seine Kritiker einzugehen.

Daimler sei für die Zukunft bestens gewappnet, denn im Zentrum der Unternehmensstrategie stehe das emissionsfreie Fahren. [...]

Klingt ökologisch und zukunftsorientiert, aber in der Realität ist das Kerngeschäft von Daimler der Bau und Verkauf von Dieselfahrzeugen.

Bei Zetsche heißt das: "Schon deshalb sind effiziente Verbrenner in der Übergangszeit ein wesentlicher Teil der Lösung."

Widerspruch auf der Hauptversammlung unter anderem auch aus den Reihen der Kritischen Aktionäre.

BUND-Experte Jens Hilgenberg: "Das Absurde ist, dass tatsächlich auch Daimler gar nicht bestreitet, Fahrzeuge mit erhöhten Stickoxid-Werten auf die Straße zu bringen. Sie sagen nur, das sei legal. Das kann unserer Ansicht nach nicht o.k. sein. Die Menschen in den Städten leiden unter massiven Problemen, und Verursacher sind die Fahrzeuge, die ihre Grenzwerte nicht einhalten."

Konkrete Folgen hatte der Vorwurf heute noch nicht, aber die Kritiker gelten vielen Aktionären nicht mehr als Querulanten, sondern als Frühwarnsystem, das hilft, sich auf zukünftige Anforderungen einzustellen.

> Presseschau


29.03.2017/20.03.2017/16.03.2017/02.03.2017/21.02.2017

Christian Russau kritisiert Daimler wegen Petronas und fragt nach Sorgfaltspflichten in der Lieferkette
Jens Hilgenberg spricht zum Dieselgate.
Paul Russmann redet zu "Military Vehicles"
Holger Rothbauer fragt: "Wann wird Daimler rüstungsfrei?"
Daimler-Werbung für Militärfahrzeuge auf der Internetseite "MB Military Vehicles".
Tilman Massa fragt nach Menschenrechten und Umweltschutz in der Zuliefererkette
Daimler-Chef Dieter Zetsche
Verkehrsexperte Jens Hilgenberg

Dachverband verlangt von Daimler Verkaufsstopp für Fahrzeuge mit überhöhten Abgaswerten.
Hilgenberg: "Viele fabrikneue Euro-6-Diesel überschreiten Stickoxid-Grenzwerte."

Jens Hilgenberg sagte in seiner Rede:
"Wie geht es weiter mit dem von Daimler so hoch gelobten ‘Clean Diesel‘? [...] Hersteller wie Daimler tragen durch ihre Praxis der Abschaltung der Abgasnachbehandlung im Realbetrieb die Verantwortung für diese Belastungen. Selbst wenn die von der Daimler AG gewählte Praxis legal sein sollte, ist sie moralisch nicht akzeptabel. [...]"
> Rede Jens Hilgenberg

Am 29.4 8.15 vor Beginn der Hauptversammlung demonstrierten mit Protestpostkarten vor dem City Cube Berlin, Eingang Messedamm 26, die Kritischen Aktionäre gegen das Daimler-Dieselabgas-Desaster, den Export von Mercedes-Militärfahrzeugen und die Vergiftung von Trinkwasser durch Formel-1-Partner Petronas.
> Rede Christian Russau
> Rede Paul Russmann
> Rede Tilman Massa
> Mehr zum Protest unter Daimler-Konzernkritik
> Ohne Rüstung Leben: Kritische Aktionäre Daimler verweigern Vorstand die Entlastung

Daimler liefert Militärfahrzeuge an Staaten, die Menschenrechte verletzen

Die Daimler AG investiert weiterhin Milliardenbeträge in neue Dieselmotoren, obwohl deren Abgase nachweislich Atemwegs-, Herz-Kreislauferkrankungen verursachen. Der Verkehrsexperte der Kritischen Aktionäre, Jens Hilgenberg, moniert, dass viele der fabrikneuen Euro-6-Diesel-Pkw im Realbetrieb die  gesetzlichen Stickoxid-Grenzwerte von 80 mg/km überschreiten. Hilgenbergs Forderung: „Solche Fahrzeuge mit überhöhten Emissionen sollten von der Daimler AG nicht mehr in den Verkehr gebracht werden!"
„Der massive Stickoxidausstoß fabrikneuer Diesel-Pkw, die Lieferung von Militärfahrzeugen an menschenrechtsverletzende Staaten und die Vergiftung von Trinkwasser im Süd-Sudan durch den Formel-1-Partner Petronas verstoßen allesamt gegen die Prinzipien des UN Global Compact für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Dabei hat sich die Daimler AG zu dessen Einhaltung verpflichtet. Deshalb werden die Kritischen Aktionäre Daimler (KAD) am kommenden Mittwoch in Berlin dem Vorstand unter Dieter Zetsche die Entlastung verweigern", so Aktionärssprecher Paul Russmann.
Ungeachtet der tödlichen Folgen betreibt der Vorstand der Daimler AG unter Führung von Dr. Dieter Zetsche weiterhin eine zutiefst menschenverachtende Exportpolitik von Mercedes-Militärfahrzeugen", beklagt Jürgen Grässlin von den Kritischen Aktionären Daimler. "Diese wird forciert durch Auftritte auf Rüstungsmessen, wie der IDEX im Februar 2017 in Abu Dhabi."
Allein im Geschäftsjahr 2015 hat die Daimler AG insgesamt 3.465 militärische Fahrzeuge in 16 Länder exportiert. Zu den Empfängern von Militär-Unimogs und Panzertransportern aus dem Daimler-Werk Wörth, zähl(t)en in den letzten Jahren unter anderem Ägypten, Abu Dhabi, Algerien, Angola, Bahrein, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libyen, Marokko, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate – Länder, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden und die in Krisen- oder Kriegsgebieten liegen.
Informationen über Mercedes-Militärfahrzeuge finden sich nicht auf der offiziellen Daimler-Internetseite sondern auf www.mb-military-vehicles.com.
Als großen Erfolg bezeichnet es Holger Rothbauer, dass dank des Einwirkens der Kritischen Aktionäre Daimler (KAD) aus dem einst größten Rüstungskonzern Deutschlands ein fast rüstungsfreies Unternehmen geworden sei. Nun solle Daimler zu einem 100 Prozent zivilen Autokonzern gemacht werden.
> Pressemitteilung Kritische Aktionäre Daimler
> Gegenantrag Holger Rothbauer
> Gegenanträge Jürgen Grässlin
> Gegenantrag Paul Russmann
> Stuttgarter Zeitung: "Daimler verspricht bei Diesel Besserung"
> Schluss mit schmutzig! Fordern Sie Verkehrsminister Dobrindt zum Handeln auf! Bitte unterschreiben Sie die Petition des BUND.

23.03.2017/31.01.2017/26.01.2017

Plough Back the Fruits protestiert bei Lonmin AGM in London
Bischof Seoka fordert ...
... von Lonmin eine Entschuldigung für das Massaker (vor Haberdasher´s Hall)
Kritische Aktionäre auf der Hauptversammlung von Lonmin

Bischof Seoka: Entschädigungsangebot der südafrikanischen Regierung für Marikana-Massaker ist zu niedrig
Bischof Johannes Seoka, anglikanischer Bischof von Pretoria, hält das Angebot der südafrikanischen Regierung, 72 Millionen Euro als Entschädigung für die Hinterbliebenen und Verletzten des Massakers von Marikana zu bezahlen, für zu niedrig.
„Wir wissen nicht, wie diese Summe zustande kommt. Die Anwälte derer, die Klagen eingereicht hatten, beklagen insgesamt die mangelnde Kommunikation mit der Regierung. Es scheint, als hätten von der Regierung beauftragte Versicherungsmathematiker eine Summe errechnet, ohne dass die Klagen ausreichend geprüft und berücksichtigt wurden. In Südafrika ist es oft so, dass ein Arbeiter mit seinem Gehalt für eine größere Gruppe von Verwandten sorgen muss. Durchschnittlich kann man von bis zu acht Personen ausgehen, die von diesem Geld abhängig sind. Oft sind es jedoch weitaus mehr Personen."
> Pressemitteilung Plough Back the Fruits

Kritische Aktionäre erhöhen Druck auf Lonmin
Mahnmal für die 34 erschossenen Bergleute von Marikana und Entschädigung für ihre Familien bleibt auf der Agenda
Proteste vor der Hauptversammlung des britisch-südafrikanischen Konzerns fanden starke Beachtung in den Medien
London/Johannesburg/Köln. Das internationale Netzwerk Plough Back the Fruits, der Dachverband der Kritischen Aktionäre und das London Mining Network haben den Druck auf den britisch-südafrikanischen Bergbaukonzern Lonmin weiter erhöht. Das Bündnis protestierte am 26. Januar mit Fotos der 34 erschossenen Bergleute vor der Haberdasher´s Hall in London. Bischof Johannes Seoka verlangte in seiner Rede bei der Hauptversammlung von Lonmin eine Entschuldigung für die Beteiligung am Massaker von Marikana am 16. August 2012. Außerdem soll Lonmin die Lebensbedingungen der 33.000 Minenarbeiter, die in Slums am Rande der Platinmine leben, verbessern und bis zum 16. August 2017 eine Entschädigung an die Hinterbliebenen des Massakers von Marikana zahlen. Der deutsche Chemie-Konzern BASF ist wichtigster Kunde von Lonmin und braucht dessen Platin für die Herstellung von Katalysatoren.

Berichterstattung über die Lonmin-Hauptversammlung:

> Video: NGO Protest before Lonmin AGM: 34 Miners Killed! (LMN)
> Video: Protestors at Lonmin AGM call for Marikana apology (Deutsche Welle)
> The Telegraph: "Lonmin ´regrets´ Marikana massacre as protestors call for action"
> Neues Deutschland: "Erinnerung an ein Massaker"
> Lonmin-Hauptversammlung 2017

Lonmin, BASF und die Kampagne Plough Back the Fruits:

> Pressemitteilung nach der Lonmin-Hauptversammlung
> Press Release after Lonmin AGM
> Lonmin-Hauptversammlung 2017
> Pressemitteilung zur Lonmin-Hauptversammlung
> Press Release before Lonmin AGM
> Spendenmailing "Gemeinsam für bessere Lebensbedingungen südafrikanischer Minenarbeiter"
> Kampagne "Rohstoffe - im Konflikt mit Menschenrechten"
> BASF-Hauptversammlung 2016
> Petition "BASF: Lieferketten-Verantwortung JETZT!"


15.03.2017

"Mein Schiff 5" im Hamburger Hafen (Foto: hamburg.de)
Lohngefälle auf Kreuzfahrtschiffen (Grafik: Die Zeit)

Schwere Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Kreuzfahrtschiffe
Kritische AktionärInnen bei der TUI-Hauptversammlung

"Im Kreuzfahrtbereich werden vor allem Umweltschutzmaßnahmen vorgegaukelt", sagte Irene Thesing in ihrer Rede bei der Hauptversammlung des Reisekonzerns TUI am 14. Februar in Hannover. 2016 sei der CO2-Ausstoß bei den TUI-Airlines um 5 Prozent gestiegen, bei den Kreuzfahrten um 7,5 Prozent. "Die "Mein Schiff"-Cruiser fahren unter maltesischer Flagge, was zu weniger Umweltauflagen und geringen bis keinen arbeitsrechtlichen Standards führt."
"Schiffsabgase sind krebserregend", erklärte L. Sand den Aktionärinnen und Aktionären. In Hamburg kommen 20 Prozent des Feinstaubs und ca. 40 Prozent der Stickoxide von der Schiffahrt."
> Rede Irene Thesing
> Rede L. Sand
> Rede S. Lorenzen


10.03.2017

Alternative Rundfahrt durch den Hamburger Hafen (Foto: Förderkreis Rettet die Elbe)
Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder auf dem Gelände der zugeschütteten Elbbucht Mühlenberger Loch
Förderkreis "Rettet die Elbe"

35 Jahre alternative Hafenrundfahrt
Förderkreis "Rettet die Elbe" bietet die etwas andere Hafenrundfahrt zur Umweltpolitik in Hamburg, Hafenerweiterung, Elbvertiefung und Gewässerverschmutzung an

Wer von Hamburg spricht, denkt an den Hafen und an die großen Schiffe. In der offiziellen Bilanz werden die Wirtschaftskraft des Hamburger Hafens, die Größe und die Schnelligkeit gepriesen. Die negativen Seiten, die der Hafen mit sich bringt, werden dagegen gern unterschlagen. Der Förderkreis "Rettet die Elbe" ist eine Mitgliedsorganisation des Dachverbands und bietet von April bis Oktober alternative Hafenrundfahrten an.
> Pressemitteilung
> Förderkreis "Rettet die Elbe": alternative Hafenrundfahrten

02.03.2017

Fayalit-Tailing am Aurubis-Standort in Bulgarien
Ulf Georgiew (Dachverband) sprach heute bei der HV zu Bulgarien
Christian Russau (Dachverband und FDCL) sprach zu Peru und mangelnder Sorgfaltspflicht in der Zuliefererkette

Aurubis übernimmt keine Verantwortung für Menschenrechte in der Lieferkette
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, FDCL und Förderkreis Rettet die Elbe bei Hauptversammlung in Hamburg
Bei der Aurubis-Hauptversammlung am 2. März nahmen der Dachverband der Kritischen Aktionäre und zwei seiner Mitgliedsorganisationen teil. Während Ulf Georgiew vom Dachverband die Situation im und um das Aurubis-Werk im bulgarischen Pirdop, ansprach, hakte Christian Russau (Dachverband und FDCL) wegen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Zuliefererkette nach und fokussierte sich hierbei auf Peru. Dr. Klaus Baumgardt vom Förderkreis "Rettet die Elbe" e.V. stellte kritische Nachfragen zu Recycling.
> Rede Ulf Georgiew (Dachverband)
> Rede Christian Russau (Dachverband u. FDCL)
> Rede Dr. Klaus Baumgardt (Förderkreis "Rettet die Elbe" e.V.)

Gegenanträge und Hintergründe
Die Aurubis AG, weltweit größter Kupfer-Recycler, entzieht sich in gesundheitlichen Fragen der Sorgfaltspflicht gegenüber der lokalen Bevölkerung und ihren Mitarbeitern am Standort des bulgarischen Werks in Pirdop. Außerdem übernimmt der Konzern keine Verantwortung für Artenschutz und Biodiversität. Dies sind nur zwei der Gründe, weshalb der Aurubis-Vorstand nicht entlastet werden soll, fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre in seinen Gegenanträgen.
> Redemanuskripte in Kürze hier
> Gegenanträge
> Steckbrief zu Aurubis
> Schmutziges Allerweltsmetall. Studie über Abbau von Kupfer (taz, 26.01.2017)

03.02.2017

Globale Wirtschaft, globale Verantwortung?
34 tote Bergleute: Protest gegen Lonmin in London

Dachverband kritisiert BASF: Keine Verantwortung für die Lieferkette! Podiumsdiskussion über "Globale Wirtschaft, globale Verantwortung?"
Nienburg, 2. Februar 2017 - Der größte Chemie-Konzern der Welt, BASF, lehnt es nach wie vor ab, substanzielle Verantwortung gegenüber seinem Platin-Lieferanten Lonmin zu übernehmen. Bei einer Podiumsdiskussion in Nienburg, Standort der BASF Catalysts Germany GmbH, forderte Dachverbands-Geschäftsführer Markus Dufner BASF auf, die bei dem britisch-südafrikanischen Bergbau-Konzern durchgeführten Audits komplett zu veröffentlichen. "Lonmin selber muss sich nach viereinhalb Jahren endlich öffentlich zu seiner Mitschuld am Massaker von Marikana bekennen und dort ein Mahnmal für die erschossenen Bergleute errichten."
Die grüne Bundestagsabgeordnete Katja Keul verlangte von BASF, finanzielle Beihilfe zum Bau von Häusern in der Marikana-Siedlung zu leisten.
Thorsten Pinkepank, Direktor für Nachhaltigkeit bei BASF, lehnte jede Form von Entschädigung seitens seines Konzerns ab.
Superintendent Martin Lechler sagte, seit 40 Jahren bestehe eine Partnerschaft zwischen dem evangelisch-lutherische Kirchenkreis Nienburg und dem Kirchenkreis Pretoria. Die südafrikanische Hauptstadt liegt im sogenannten Platin-Grütel, in dem sich 80 Prozent der weltweiten Platin-Vorkommen befinden.
Veranstalter: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen


> Flyer
> Bundestagsabgeordnete Katja Keul (B´90/Grüne) diskutierte 2016 im BASF-Werk Nienburg über Unternehmensverantwortung und Menschenrechte

31.01.2017/05.01.2017

Berta Caceres wurde 2016 ermordet, weil sie den Widerstand gegen das Wasserkraft-Projekt Agua Zarca organisierte (Foto: Goldman Environmental Prize).
Abendveranstaltung am 31.1.17 im Eine Welt Haus, Schwanthaler Str., prangerte die mangelnden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bei Siemens an. (Foto: Öku-Büro)
Mit Transpis und Flyer auf Kleinaktionär/innen zugehen und sie informieren. (Foto: Cadeho)
Während auf der anderen Seite der Olympiahalle die Kletteraktivist/innen von Robin Wood aktiv waren (Foto: Robin Wood)
Rede von Tomás Gómez Membreño (COPINH, Honduras)
Rede von Erik Hagen (Western Sahara Resource Watch)
Rede von Cristina Valdivia (Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.)
Rede von Thilo Papacek (GegenStrömung)

Siemens gehört zur Klimakiller-Fraktion
Gegenanträge zur Hauptversammlung am 1. Februar

Der Dachverband hat Gegenanträge zur Hauptversammlung der Siemens AG eingereicht. Vorstand und Aufsichtsrat sollen nicht entlastet werden. Der Konzern ist seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen, hat seinen Einfluß auf VoithHydro nicht geltend gemacht, hat über Jahre hinweg keine Risikoanalyse vorgenommen, nicht Rechenschaft abgelegt und keine Vorsorge für die Zukunft getroffen.
Siemens liefert Transformatoren und Kabel an das 4,8 GW-Kohlekraftwerk Kusile in Südafrika, baut schlüsselfertige Gaskraftwerke in Argentinien, die in Zukunft mit dem per Fracking gewonnenen Shale-Gas des Großvorkommens Vaca Muerta betrieben werden sollen und setzt mit der Zulieferer-Tochter Dresser-Rand auf das Öl- und Gasgeschäft.
> Gegenanträge
> Gemeinsame Pressemitteilung Öku-Büro München, medico international, Pro REGENWALD, GegenStrömung, Western Sahara Resource Watch, Dachverband Kritischer Aktionäre, Berlin/Frankfurt-M./Köln/München, 31.01.2017

 

Unsere Redebeiträge auf der Siemens-Hauptversammlung:

> Rede Tomás Gómez Membreño (COPINH, Honduras): Rede auf Deutsch, en español

> Rede Cristina Valdivia (Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.)
> Rede Thilo Papacek (GegenStrömung)
> Rede Erik Hagen (Western Sahara Resource Watch): Rede auf Deutsch, in english
> Rede Christian Russau (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre) (Rederecht aus Zeitgründen auf Tomás Gómez Membreño übertragen)

 

Abendveranstaltung am 31.1.2017 in München:

„Grüne“ Energie - auf Kosten der Menschenrechte: Siemens-Projekte in der Westsahara, Honduras und Mexiko

Transnationale Unternehmen, wie der Münchner Weltkonzern Siemens, setzen zunehmend auf Projekte zur Gewinnung vermeintlich „Grüner“ Energie. Sie dienen vordergründig dem Klimaschutz und der „Entwicklung“ im globalen Süden, stoßen aber immer wieder auf den erbitterten Widerstand der betroffenen Bevölkerung. Völkerrechtsverletzungen werden zementiert, Gemeinden gespalten, indigene Rechte missachtet, Aktivist*innen kriminalisiert, bedroht oder sogar ermordet.
Im Vorfeld der Siemens Hauptversammlung am 1. Februar 2017 in München analysieren und diskutieren internationale Referent*innen die Auswirkungen von Solar-, Wasserkraft- und Windkraft- Projekten mit Siemens-Beteiligung in der von Marokko besetzten Westsahara, in Honduras und in Mexiko und fragen nach der Wirksamkeit von Menschenrechtsstandards für das Agieren transnationaler Konzerne.
Ort: Eine WeltHaus München, Schwanthalerstraße 80, 80336 München
Zeit: 31.1.2017, 19:00 Uhr

Mit: Erik Hagen (Direktor, Western Sahara Resource Watch), Tomás Gómez Membreño (Generalkoordinator, Rat indigener und Basisorganisationen von Honduras – COPINH), Cristina Valdivia (Mexiko-Referentin, Öku-Büro). Moderation: Christian Russau (Dachverband Kritische Aktionäre)

27.01.2017

verschmutzen - aufrüsten - ausbeuten: PM Flyer
Vor welchem Hintergrund spricht Herr Hiesinger?
Barbara Happe (urgewald/Dachverband)
Anna Backmann (CIR)
Christian Russau (KoBra/Dachverband)
Den Werbedreispruch Thyssenkrupps Durchkreuzen: Verschmutzen - Aufrüsten - Ausbeuten!
Übergabe von über 30.000 Unterschriften an Vorstand-Vorsitzenden Heinrich Hiesinger
Ein Andenken für die Pinnwand im Büro von Herrn Hiesinger
Josefina Torres wurde zwangsumgesiedelt (Foto: Danwatch&PressVectors/Shutterstock - Montage M. Fischer)

Thyssenkrupp exportiert immer noch Kriegsschiffe in Krisen- und Konfliktgebiete
Dachverband beantragt Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 27. Januar
In ihren Gegenanträgen bemängeln die Kritischen Aktionäre die anstehenden Auslieferungen von Fregatten an Algerien sowie von U-Booten an Ägypten und Israel.
> Presseschau: Thyssenkrupp hat Ärger mit Aktionären (Neues Deutschland)
> Gegenanträge
> Pressemitteilung zur Thyssenkrupp-Hauptversammlung: U-Boot-Deals, heikle Umsiedlungen, Stahlstaub-Gefahren
26.1.2017, Bochum - Zur morgigen Thyssenkrupp-Hauptversammlung fordert ein NGO-Bündnis den Konzern dringend auf, bei Umwelt- und Menschenrechten nachzubessern.

Auf der Aktionärsversammlung...
Während ein Hamburger Großinvestor bei Thyssenkrupp in Bezug auf uns, "diesen linken... äh, schlimmer, diesen links-grünen Pseudo-Aktionären", forderte, uns das Rederecht zu kürzen, da wir nur die Firma schlechtredeten und uns über Rüstung und U-Bootaufträge aufregten, dabei habe die Welt seit 71 Jahren Frieden erlebt eben dank dieser Rüstung, ...hielten wir "links-grünen Pseudo-Aktionäre" unbeirrt unsere Reden gegen das AUFRÜSTEN, das VERSCHMUTZEN und das AUSBEUTEN:


"Läuft. Aber nur rückwärts und bergab", resümierte Barbara Happe  von urgewald und Dachverband auf der Thyssenkrupp-U-Boot-HV-Messe: MenschenVorProfit, scheint bei TK vorherrschend zu sein.

Anna Backmann von der Christlichen Initiative Romero (CIR) fragte Thyssenkrupp: Haben Sie sich je mit den Betroffenen in Mosambik unterhalten - oder nur mit ihrem Zulieferer Vale?

Warum leben Vorstand und Aufsichtsrat mit ihren Familien nicht mal selbst neben dem Thyssenkrupp Stahlwerk TKCSA in Rio de Janeiro im direkten Fall-Out-Gebiet? Fragte Christian Russau vom Dachverband. Dann gäbe es da dann sicher keine Stahlwerkstaubsprobleme mehr.
 
...unsere Reden im Einzelnen:

> Rede Barbara Happe (urgewald, Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre)
> Rede Anna Backmann (Christliche Initiative Romero - CIR)
> Rede Christian Russau (KoBra, Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre)
> Rede Delia Hollowell, London (dtsch.Ü.)

30.000 Protestunterschriften an Thyssenkrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger übergeben
ThyssenKrupp bezog in den letzten Jahren nachweislich Kohle aus Minen in Mosambik, für die Menschen zwangsumgesiedelt wurden in lebensfeindliche Gebiete. Die Christliche Initiative Romero (CIR) sammelte zusammen mit Sumofus über 30.000 Unterschriften, die um 9:20 im Foyerbereich im zweiten Stocke Herrn Hiesinger übergeben wurden.
> CIR: Thyssenkrupp - Menschenrechtsverletzungen in Mosambik

Keine Festlegung auf Nicht-Beteiligung an Trumps Mauer zu Mexiko
Nicht festlegen wollte sich der Thyssenkrupp-Vorstand in Fragen einer künftigen Beteiligung an der von US-Präsident Donald Trump anvisierten Mauer zu Mexiko. Angesprochen von uns, ob TK dergleichen kategorisch ausschliessen könne, antwortete Heinrich Hiesinger, dazu lägen noch keine genauen Ausschreibungen vor und daher könne man sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht äußern. Erst wenn die entsprechenden Ausschreibungen vorlägen, könne man sich dazu positionieren...

05.01.2017

Kritische Aktionäre bei Hauptversammlungen 2017
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre wünscht Ihnen alles Gute für 2017! Die Hauptversammlungen, an denen der Dachverband teil nimmt, finden Sie im neuen Hauptversammlungskalender.
> Hauptversammlungskalender
Bitte übertragen Sie uns Ihre Stimmrechte, damit wir Sie vertreten können.
> Stimmrechte übertragen


 

 

Konzerne von A - Z


Der Dachverband befasst sich mit Aktiengesellschaften und konzentriert sich dabei auf die DAX-30-Konzerne. In den vergangenen Jahren haben die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre ihre Arbeit auf einige ausländische Aktiengesellschaften ausgedehnt.
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Highlights

Hier finden Sie unsere konzernkritischen Höhepunkte der Vorjahre.

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Archiv des Dachverbands

Der Dachverband wurde 1986 gegründet und feierte 2011 sein 25-jähriges Bestehen.

Die alte Website des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre enthält Dokumente aus den Jahren 1994 bis 2007.

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