Honduras: Gewalt gegen Bergbaugegner*innen beenden

Foto: ACAFREMIN

Zusammen mit 13 Organisationen sprechen wir uns gegen die massive Gewaltanwendung von Militärs gegen Protestierende beim umstrittenden Bergbauprojekt Buena Vista l in Honduras aus.

Am 27. Oktober 2018 haben Militärs und Einheiten der Polizei der honduranischen Regierung unter Gewaltanwendung ein Protestcamp aufgelöst, in dem sich über 200 Aktivist*innen der Protestbewegung Guapinol aufhielten. Deren Berichten zufolge benutzten die Militärs hunderte Tränengasbomben und wendeten unverhältnismäßige Gewalt gegen die Zivilbevölkerung an. Es wurden zahlreiche Personen verletzt und durch das Tränengas vergiftet, drei Personen von den Sicherheitskräften verhaftet und ein Aktivist getötet. Am folgenden Tag entführten vermummte Personen eine Aktivistin zusammen mit ihren zwei Töchtern für über 20 Stunden, nachdem sie ihr Haus in Brand gesetzt hatten.

Die Aktivist*innen hatten zuvor von ihrem Recht auf Protest Gebrauch gemacht, indem sie gegen die Eisenerz-Bergbauprojekte des Unternehmens Inversiones Los Pinares demonstrierten. Ihrer Meinung nach sind die Projekte illegal, weil das Unternehmen den Betrieb aufnahm, ohne dass die staatlichen Institutionen ihrer Pflicht nachkamen, die betroffene Bevölkerung im Rahmen einer vorherigen Konsultation zu befragen, ob sie mit den Projekten einverstanden sei. 

Zusammen mit 13 Organisationen fordern wir in einem offenen Brief die Regierung von Honduras auf, sofort die Gewalt gegen die demonstrierenden Menschen einzustellen und die Militärs aus der Region abzuziehen. Sie muss verhindern, dass private Akteure wie die Sicherheitsverantwortlichen des Unternehmens Inversiones Los Pinares die Rechte der Bevölkerung verletzen.

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