
Freiwillig tun Konzerne zu wenig für Klima, Umwelt und Menschenrechte. Seit 40 Jahren erheben wir deshalb unsere Stimme auf Hauptversammlungen.
Wir fordern Rechenschaft und Transparenz in konkreten Fällen. Gemeinsam haben wir viel erreicht: etwa verbindliche Regeln für menschenrechtliche Sorgfalt. Doch angesichts von Klimakrise, Kriegen und sozialer Spaltung kommt es jetzt besonders auf unseren Einsatz an – für Transparenz, Verantwortung und Gerechtigkeit.
In unserem Jubiläumsjahr 2026 ziehen wir Bilanz – und setzen uns neue Ziele. Wir nehmen an über 50 Hauptversammlungen teil, bringen Debatten in die Öffentlichkeit und setzen uns für konsequenten Klimaschutz, Menschenrechte und faire Unternehmenspraxis ein.
Diese Arbeit kostet Geld: für Recherchen, Infomaterial und Präsenz bei Hauptversammlungen. Ihre Unterstützung macht sie möglich – und hält unsere Konzernkritik unabhängig.
Übersicht
1986-2026: Vier Jahrzehnte wirksame Konzernkritik
Der Grundstein wurde 1986 gelegt, als 13 Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen beschlossen, sich nicht länger mit schönen Worten abspeisen zu lassen. Seitdem stellen wir unbequeme Fragen auf Hauptversammlungen – zu Rüstungsexporten, Klimaschutz, Atomausstieg, Frauen in Führungspositionen und Menschenrechten in Lieferketten. Ohne unsere Arbeit wären viele dieser Themen nie in die Öffentlichkeit gelangt.

Statements zur Wirkung unseres Engagements auf Hauptversammlungen

„BASF, einer der relevanten Abnehmer von Platin aus Südafrika, ist mitverantwortlich für das tragische Massaker von Marikana im Jahr 2012, bei dem 34 Bergleute getötet wurden. Die Witwen und Waisen, ein Überlebender des Massakers, Gewerkschafter und ich haben erfolgreich mit den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären zusammengearbeitet. Auf mehreren Hauptversammlungen haben wir unsere Forderungen nach Wiedergutmachung direkt an den Vorstand der BASF herangetragen.“
„Seit sechs Jahren nutzen wir von Fridays for Future das Rederecht der Kritischen Aktionär*innen. Für uns ist es eine sehr effektive Form des
Protests gegen die fossile Industrie – und auch gegen die Banken, die weiter Kohle-, Öl- und Gasprojekte finanzieren.“


„Als Kritische Aktionär*innen nutzen wir unser Rede- und Fragerecht auf Hauptversammlungen, um problematische Geschäftspraktiken offenzulegen. Auch für Rüstungskonzerne gibt es Grenzen – etwa bei Atomwaffen oder Menschenrechtsverletzungen.“
Veranstaltungen in unserem Jubiläumsjahr 2026
Zum 40-jährigen Bestehen wollen wir mit Veranstaltungen in verschiedenen Städten zeigen, was Kritische Aktionär*innen bewirken können – und zugleich neue Menschen gewinnen, die sich engagieren. Hier erfahren Sie, wo wir Station machen:
- 20. März 2026, 18 Uhr
Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier: Von der Devastierung zur Rekultivierung. Zugänge über die Kunst und die Konzernkritik
Diskussionsveranstaltung auf der Klimabuchmesse Leipzig mit Verena Landau (Dozentin Kunstakademie Leipzig), Bertram Weisshaar (Landschaftsplaner und Spaziergangsforscher) und Zukunft für Pödelwitz e.V. (Modelldorf der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit am Tagebau Vereiniges Schleenhain)
21. März: Exkursion ins Mitteldeutsche Braunkohlerevier (geplant ist eine Dorfführung in Pödelwitz, Gemeinde Groitzsch, im Landkreis Leipzig) - 23. April 2026, 10 – 18 Uhr, Köln
Konzerne, Klimaschutz und der Strukturwandel in NRW. Wie viel Verantwortung tragen Unternehmen für den Klimaschutz?
Tagung im Gewerkschaftshaus Köln, Hans-Böckler-Platz
Panel 1 (vormittags): Wie viel Verantwortung tragen Unternehmen für den Klimaschutz? mit Prof. Niklas Höhne (New Climate Institute)
Panel 2 (nachmittags): Wie schafft das Rheinische Revier den Strukturwandel?
Institute) mit Dr. Jörg Weingarten, DGB-Fachabteilung Transformormation, Industrie- und Strukturpolitik sowie Energie- und Klimapolitik, Andreas Büttgen (Initiative Buirer für Buir) und einem Konzernvertreter
Anschließend konzernkritisches Kabarett mit „Onkel Fisch“ - 14. September 2026, 19 Uhr, München
BMW auf dem Prüfstand: Tut der Autokonzern genug beim Klimaschutz?
Diskussionsveranstaltung mit Saubere Energie München e.V. (VSEM), Jens Hilgeberg (Leiter Verkehrsreferat BUND und Vorstand Dachverband) - 9. Oktober 2026, Freiburg
Zeitenwende – Rüstungsindustrie im Aufschwung – mit fatalen Konsequenzen
Diskussionsveranstaltung im Kommunalen Kino Freiburg mit Charlotte Kehne (Ohne Rüstung Leben), Barbara Happe (Vorstand Dachverband) und Jürgen Grässlin (Rüstungsinformationsbüro Freiburg, RIB)
Weitere Informationen werden wir im Vorfeld auf unserer Internetseite veröffentlichen.
Für die Anmeldung, aber auch gerne bei Interesse und weiteren Fragen schreiben Sie einfach eine E-Mail an dachverband[at]kritischeaktionaere.de Stichwort: 40 Jahre und Titel der Veranstaltung

