Kategorie: Rüstungsexporte

Firmengründer Edmund Heckler war „ein Karrierist im Kontext von Massenvernichtung und Zwangsarbeit“

Rede von Markus Dufner auf der Hauptversammlung der Heckler & Koch AG am 2. Juli 2024 in Rottweil am Neckar (siehe Anmerkung 1)

Markus Dufner (2. von links) protestierte mit den Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch vor der Hauptversammlung des Waffenherstellers am 2. Juli 2024 in Rottweil.

Sehr geehrter Herr Dr. Koch, sehr geehrter Herr Dr. Runte,
sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Markus Dufner und ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Ich spreche zum ersten Mal auf einer Hauptversammlung von Heckler & Koch. Der Dachverband hat 29 Mitgliedsorganisationen und erhält Stimmrechtsübertragungen von zahlreichen Kleinaktionär*innen. Weiterlesen

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Ex-Chef von Heckler & Koch lässt Hauptversammlung in der Pulverfabrik platzen

Abbruch der Hauptversammlung des Waffenherstellers am 2. Juli 2024 in Rottweil / Wiederholung innerhalb von drei Monaten

Heckler & Koch-Management: (von links) Vertriebsvorstand Marco Geißinger, Finanzvorstand Andreas Schnautz, Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Bodo Koch, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Rainer Runte und der Notar.

Andreas Heeschen, Großaktionär und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Heckler & Koch, war nicht selber zur Hauptversammlung ins baden-württembergische Rottweil gekommen. Er schickte lediglich einen Vertreter, der mit Hilfe eines juristischen Schachzugs das vorzeitige Ende des Aktionärstreffens herbeiführte. Eine seit Jahren ungeklärte Eigentumsfrage über ein großes Aktienpaket bildet den Hintergrund des Eklats.

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Jens Bodo Koch, hatte den Aktionär*innen gerade über das aus Heckler & Koch-Sicht zweitefolgreichste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte Bericht erstattet. Weiterlesen

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„Wie können wir gemeinsam Wege finden und fördern, um Konflikte durch Diplomatie und Dialog zu lösen, anstatt durch Waffen und Gewalt?“

Rede von Dr. Helmut Lohrer, International Councilor der Deutschen Sektion der Internationalen Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), auf der Hauptversammlung der Heckler & Koch AG am 02.07.2024 in Rottweil

Dr. Helmut Lohrer in seiner Rede in der Rottweiler Pulverfabrik: „Wir Friedensaktivisten sind dabei weder naiv und verkennen nicht die Realität. Noch sind wir Parteigänger von Despoten und Diktatoren.“

Herr Koch, Sie haben uns Friedensaktivisten in Ihrem vor wenigen Tagen erschienenen Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorgehalten, Ihnen Antworten schuldig zu bleiben. In der Einleitung meiner Fragen will ich versuchen, darauf einzugehen.

Zunächst mal: ich danke Ihnen für Ihre Offenheit und Ihren Dialog mit uns FriedensaktivistInnen. Weiterlesen

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Zeitenwende, Kindersoldaten, Waffenhändler: Gegenanträge zur Hauptversammlung von Heckler & Koch

Kritische Aktionärinnen und Aktionäre vor der H&K-Hauptversammlung. Foto: Stephan Möhrle

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 nicht zu entlasten.

Begründung:
Der Vorstand sieht sich durch die sog. „Zeitenwende“ in der Ausweitung von Produktion und Vertrieb todbringender Schusswaffen legitimiert.

Profiteur der Zeitenwende
Im beschaulichen Örtchen Oberndorf am Neckar produzieren zwei der bekanntesten deutschen Rüstungsunternehmen: Heckler & Koch und Rheinmetall. Der mittelständische Handfeuerwaffen-Hersteller H&K ist genauso Profiteur der „Zeitenwende“ wie der Düsseldorfer DAX-40-Konzern. So plant H&K die Ausweitung der Produktpalette auf Sturm- und Maschinengewehren für Kalaschnikow-Munition und andere Kaliber des ehemaligen Warschauer Paktes. Weiterlesen

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„Einschüchtern zwecklos“: Neues autobiografisches Buch von Jürgen Grässlin

Das neue autobiografische Buch von Jürgen Grässlin „Einschüchtern zwecklos – Unermüdlich gegen Krieg und Gewalt – was ein Einzelner bewegen kann“ erscheint am 14. Juni im Buchhandel.

Paperback bei HEYNE, 384 Seiten, € 14,00

Erste Lesungstermine: Konstanz (Premiere 14.06.), Stuttgart (15.06.), Tübingen (16.06.) und Ammerland (22.06.). Gerne vormerken: Freiburg (28.06), Ingolstadt (04.07.), Paderborn (29.08.), Dortmund (30.08.), Hamm (31.08.), Metzingen (07.11.), Nottuln (20.11).

Mehrere weitere Lesungen sind in Vorbereitung. Die genauen Lesungsdaten für den Juni siehe unten.

Das Buch handelt vom erfolgreichen Widerstand gegen missbrauchte Macht durch Konzerne, den hart umkämpften juristischen Siegen vor dem höchsten deutschen Gericht gegen die Daimler AG, Heckler & Koch AG und SIG SAUER, die Wandlung der früheren Basisgrünen zu den heutigen NATO-Olivgrünen, unseren grandiosen Kampagnen gegen Rüstungsexporte sowie von der Überwindung der Kriegslogik durch die Friedenslogik im Krieg in der Ukraine. Weiterlesen

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Hauptversammlungen von Rheinmetall und Hensoldt – fragwürdige Geschäftspraktiken im Schatten des aktuellen Rüstungsbooms

Pressemitteilung von Ohne Rüstung Leben, Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, RüstungsInformationsBüro und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre – 8. Mai 2023

Auftragsboom und Aufstieg in DAX bzw. MDAX
– Festhalten an umstrittenen Geschäftspraktiken und -partnern
– Protestaktion zur Rheinmetall-Hauptversammlung in Düsseldorf

Anlässlich der Hauptversammlungen der beiden Rüstungsgrößen Rheinmetall (9. Mai 2023) und Hensoldt (12. Mai 2023) in dieser Woche werfen die Friedensorganisation Ohne Rüstung Leben, das RüstungsInformationsBüro, die Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre den Konzernen Imagepolitur und Doppelmoral vor. Sie fordern ein Ende der Geschäfte mit Ländern, die Menschenrechte verletzen oder in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen verstrickt sind.   Weiterlesen

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Appell für ein Rüstungsexportkontrollgesetz

Deutschland gehört zu den fünf größten Waffenexporteuren der Welt. In der vergangenen Legislaturperiode genehmigte die Bundesregierung milliardenschwere Rüstungsexporte an menschenrechtsverletzende Staaten und an Länder, die an Kriegen und bewaffneten Konflikten der Gegenwart beteiligt sind.

Diese tödliche Rüstungsexportpolitik ist Folge der aktuellen rechtlichen Grundlagen für die Kontrolle deutscher Rüstungsexporte, die lückenhaft und widersprüchlich sind und angesichts der Tragweite einen unangemessenen Interpretationsspielraum lassen.

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, appellieren daher an Sie, die Parteien, die die neue Koalitionsregierung verhandeln, ein wirklich restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und im Bundestag zu verabschieden, das mindestens

  • den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in Staaten außerhalb der Europäischen Union grundsätzlich verbietet,
  • den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten sowie in Krisenregionen absolut verbietet,
  • ein Verbandsklagerecht enthält und
  • den Export von Kleinen und Leichten Waffen und der dazugehörigen Munition nach UN-Definition absolut verbietet.
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Nachruf auf Otfried Nassauer

Der Mitgründer und Direktor des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit (BITS), Otfried Nassauer, ist unerwartet verstorben. Seine Arbeit und Expertise zu Rüstungskonzernen wird fehlen – nicht nur dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Mit Expertise für den Frieden: Otfried Nassauer (1956-2020)

von Dr. Barbara Happe, Vorstandsmitglied Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

Alle in der Familie kannten ihn, „den Otfried“. Vom Telefon. Wenn seine Nummer auf dem Display blinkte, wussten alle, dass wieder Zeit war für längere Diskussionen und Gespräche rund um rüstungspolitische Fragestellungen. Keiner konnte so ausdauernd und detailversessen über die Rheinmetalls und Heckler und Kochs dieser Welt informieren und streiten wie er. Weiterlesen

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