Kategorie: TKMS AG

TKMS-Schiffe und Kooperationen in Konfliktgebieten: Rede von Vincent Kuhn samt Fragen von Facing Finance

„Welche Risikovorbeugung nimmt das Unternehmen vor, um den Einsatz gegen zivile Ziele, etwa im Gazastreifen, zu vermeiden?“, fragt Vincent Kuhn bezüglich israelischer Drohnen, welche von getauchten TKMS-U-Booten operiert werden könnten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat.

Mein Name ist Vincent Kuhn, ich spreche heute im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Ich werde heute einige kritische Fragen und Kommentare seitens Facing Finance und anderer Partnerorganisationen vortragen, welche heute leider nicht anwesend sein können.

Zunächst verlese ich die Anmerkungen und Fragen von Luca Schiewe von der Nichtregierungsorganisation Facing Finance.

Waffenlieferungen nach Ägypten

TKMS hat in der Vergangenheit immer wieder U-Boote, Fregatten und Torpedos nach Ägypten geliefert. Weiterlesen

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TKMS-Schiffe in völkerrechtswidrige Konflikte involviert

  • Organisationen kritisieren riskante Lieferungen in Konflikt- und Kriegsgebiete
  • Transparenz zu Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle gefordert

Zur ersten, virtuellen Hauptversammlung der TKMS AG am 27. Februar 2026 fordern die Organisationen Facing Finance, die Fondazione Finanza Etica und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre von dem Rüstungskonzern einen Lieferstopp an Staaten, die Völkerrecht und Menschenrechte missachten und entsprechende Richtlinien.

Saar 6 Korvetten von TKMS wurden nachweislich zum Beschuss von Gaza verwendet. Selbst 2024 und 2025, nach dem völkerrechtswidrigen Einsatz von TKMS-Korvetten in Gaza, hat TKMS die Rüstungsexporte fortgesetzt und weitere Komponenten für diese Korvetten nach Israel geliefert. „Einige institutionelle Investoren mit Investmentrichtlinien gegen Waffenlieferungen an Staaten, die systematisch internationales Recht brechen, haben TKMS daher von Investitionen ausgeschlossen“, sagt Luca Schiewe von Facing Finance. Weiterlesen

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Kein Ausschluss von Rüstungsexporten an Staaten, die Menschenrechte verletzen: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 2: Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin

Die persönlich haftende Gesellschafterin soll nicht entlastet werden.

Begründung:

Die persönlich haftende Gesellschafterin wird ihrer menschenrechtlichen Verantwortung nicht gerecht. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) unterhält seit vielen Jahren enge Geschäftsbeziehungen zu Staaten, die in völkerrechtswidrige Kriege und Handlungen verwickelt sind, darunter die Türkei, Ägypten und Israel, vermutlich bald auch Indien. Diese Geschäftsbeziehungen werfen erhebliche menschenrechtliche sowie unternehmensethische Fragen auf.

TKMS hat immer wieder U-Boote, Fregatten und Torpedos nach Ägypten geliefert. Obwohl Ägypten seit 2016 gemeinsam mit Saudi-Arabien die Häfen im Jemen blockiert hatte und damit mitverantwortlich ist für eine Hungersnot im Jemen, die Hunderttausende Zivilisten getötet hat. Weiterlesen

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