Kategorie: BASF SE

Dividendenvorschlag geht an die Substanz – finanziell, sozial und ethisch: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die vorgeschlagene Dividende ist zu hoch und ist weder wirtschaftlich noch sozial zu rechtfertigen. Die BASF muss deutlich mehr in die eigenen Standorte investieren, um Zukunftsperspektiven – insbesondere am Standort Ludwigshafen, aber auch in Berlin und entlang der Lieferketten – zu schaffen, um sich konsequent von der eigenen Abhängigkeit von immer teurer werdenden fossilen Energien zu lösen und die eigenen Klimaziele erreichen zu können.

Statt der vorgeschlagenen Ausschüttung einer Dividendensumme von fast 2 Milliarden Euro sollte ein deutlich geringerer Teil ausgeschüttet und der verbleibende Betrag zur Stärkung der finanziellen Basis sowie für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Weiterlesen

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Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika

Wir bitten hier um kurze Anmeldung mit der Info zur Online- oder Präsenz-Teilnahme.

Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen und Konflikte aussehen? Und wie kann dazu das deutsche Lieferkettengesetz wirksam genutzt werden? Wir freuen uns, diese und weitere Fragen gemeinsam mit zwei Gästen aus Südafrika zu diskutieren: Der Umwelt- und Community-Aktivist Brown Matloko aus Wonderkop/Marikana wird aus erster Hand über die prekäre Realität in den Bergbaugemeinden berichten. Ein großer Teil des in der Marikana-Mine durch den Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater (zuvor Lonmin) abgebauten Platins geht an den Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen, der damit u.a. Weiterlesen

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Petition für ökologische und soziale Gerechtigkeit in Marikana

Unser Partner Brown Matloko, Umweltaktivist aus Wonderkop in Südafrika, hat eine Petition gestartet, um unserer gemeinsamen Forderung an den verantwortlichen Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater Nachdruck zu verleihen, den betroffenen Bergbaugemeinden in Marikana saubere Luft und Trinkwasser zu gewährleisten. Dazu muss auch die BASF weiterhin Einfluss nehmen, denn weiterhin bezieht BASF Platin von Sibanye-Stillwater. Da trotz Engagements der BASF bisher keine Verbesserungen vor Ort erreicht werden konnten, hat Brown Matloko nun auch offiziell eine Beschwerde auf Grundlage des Lieferkettengesetzes gegen BASF eingereicht.

Trotz jahrelanger Bemühungen der BASF mit dem Platin-Lieferanten Sibanye-Stillwater gibt es keine substantiellen Verbesserungen der prekären Lebensbedingungen in den Bergbaugemeinden um Marikana in Südafrika. Weiterlesen

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„Ab wann wird Engagement ohne sinnvolle Veränderungen zur Untätigkeit?“: Rede von Gomotsegang Brown Matloko, Wonderkop Community

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Ich heiße Gomotsegang Brown Matloko und komme aus der Gemeinde Wonderkop in Marikana. Ich wende mich direkt aus Südafrika an Sie, um die Wirksamkeit – oder besser gesagt, die mangelnde Wirksamkeit – der BASF Maßnahmen zur Einhaltung von Menschenrechten und umweltbezogener Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette zu thematisieren.

Die BASF betont zu Recht ihr Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Beschaffung. Diese Verpflichtungen auf dem Papier sind lobenswert. Der wahre Maßstab für Engagement und Verantwortung sind jedoch nicht Grundsatzpapiere, sondern greifbare Lösungen für aufgezeigte Probleme vor Ort. Bei der Platinumbeschaffung von Sibanye-Stillwater in Südafrika, sehen wir eine erhebliche und anhaltende Kluft zwischen erklärten Absichten und der Realität. Weiterlesen

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„Gravierende Mängel bei menschenrechtlicher Sorgfalt“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der BASF deutlich mehr Engagement und Investitionen in den Klimaschutz und faire Lieferketten. Seit Jahren fordern wir effektive Maßnahmen bei der Umsetzung Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, nicht nur in Bezug auf Ihre Platin-Lieferkette aus Südafrika.

Erneut muss ich feststellen: Es gib weiterhin gravierende Mängel bei der Achtung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten selbst in Ihrem eigenen Geschäftsbereich. Daher können wie auch dieses Jahr Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Wir haben entsprechende Gegenanträge eingereicht, die ich hiermit auf formal stelle. Weiterlesen

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„Wer ernsthaft Netto-Null-Emissionen anstrebt, muss sich auch von fossilen Beteiligungen konsequent trennen“: Redebeitrag von Hana Obser

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Hana Obser; ich spreche hier heute im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen.

BASF gehört weiterhin zu den klimaschädlichsten Unternehmen in Deutschland. 17 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen allein aus Produktion und Energieeinkauf – das ist kein akzeptabler Status quo. Es ist alarmierend, dass 2024 keine Reduktion erzielt wurde. Das Geschäftsmodell, das auf Wachstum ohne echte Dekarbonisierung setzt, ist nicht zukunftsfähig. Auch das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 wirkt vor diesem Hintergrund wie eine leere Versprechung.

Statt dringend notwendiger Investitionen in klimafreundliche Technologien und faire Transformation am Standort Ludwigshafen, setzt der Vorstand auf Dividenden in Höhe von über zwei Milliarden Euro – während gleichzeitig Sparprogramme angekündigt und Stellen abgebaut werden. Weiterlesen

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BASF wird Lieferkettenverantwortung nicht gerecht

  • Betroffene üben scharfe Kritik an Maßnahmen der BASF zur Umsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten, vor allem in Südafrika
  • Festhalten an Harbour Energy impliziert Mitverantwortung für Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in Argentinien
  • Virtuelles Format der Hauptversammlung und unverhältnismäßiger Dividendenvorschlag in der Kritik

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Anteilseigner auf, zentralen Vorschlägen der Verwaltung die Zustimmung zu verweigern. In mehreren Gegenanträgen übt der Dachverband scharfe Kritik an einer wenig nachhaltigen Dividendenpolitik, unglaubwürdiger Klimastrategie und vor allem unzureichenden Reaktionen der BASF auf Menschenrechtsverletzungen. Deutlich wird die Kritik von Vertretern zweier Gemeinden, die unmittelbar unter den Folgen des Rohstoffhungers der BASF leiden. Weiterlesen

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Verletzung menschenrechtlicher, klima- und umweltbezogener Sorgfaltspflichten: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die Dividende ist zu hoch. Die BASF muss deutlich mehr in die eigenen Standorte investieren, um Zukunftsperspektiven – insbesondere am Standort Ludwigshafen – zu schaffen, um sich konsequent von der Abhängigkeit von klimaschädlichen Energien zu lösen und die eigenen Klimaziele erreichen zu können. Es passt einfach nicht zusammen, wenn der Vorstand einerseits von Krise spricht, immer größer werdende Sparprogramme und Stellenabbau ankündigt, aber trotzdem über 2 Milliarden Euro als Dividende ausschütten möchte und von staatlichen Subventionen profitiert. Weiterlesen

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