
Unser Partner Brown Matloko, Umweltaktivist aus Wonderkop in Südafrika, hat eine Petition gestartet, um unserer gemeinsamen Forderung an den verantwortlichen Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater Nachdruck zu verleihen, den betroffenen Bergbaugemeinden in Marikana saubere Luft und Trinkwasser zu gewährleisten. Dazu muss auch die BASF weiterhin Einfluss nehmen, denn weiterhin bezieht BASF Platin von Sibanye-Stillwater. Da trotz Engagements der BASF bisher keine Verbesserungen vor Ort erreicht werden konnten, hat Brown Matloko nun auch offiziell eine Beschwerde auf Grundlage des Lieferkettengesetzes gegen BASF eingereicht.
Trotz jahrelanger Bemühungen der BASF mit dem Platin-Lieferanten Sibanye-Stillwater gibt es keine substantiellen Verbesserungen der prekären Lebensbedingungen in den Bergbaugemeinden um Marikana in Südafrika. Mangelnder Wasserzugang, unzureichende Einbeziehung der Gemeinden bei Audits und Intransparenz bei Umwelt- und Gesundheitsrisiken sind weiterhin gravierende Probleme.
Brown Matloko aus der Gemeinde Wonderkop in Marikana hat daher nun Beschwerde gegen BASF beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht. Gemäß Lieferkettengesetz sollen deutsche Unternehmen nämlich nicht irgendwelche Maßnahmen, sondern wirksame Abhilfe- und Präventionsmaßnahmen ergreifen. Die unsichere Mineninfrastruktur stellt ein konkretes Risiko dar: Erst im April 2025 ist nach starken Regenfällen kontaminiertes Wasser aus einem Rückhaltebecken entwichen und in den örtlichen Bach geflossen – nicht zum ersten Mal.
Brown Matloko macht dabei deutlich: „Unser Maßstab für das Engagement der BASF liegt in greifbaren Resultaten vor Ort. Was die Auswirkungen der Bergbauaktivitäten von Sibanye-Stillwater betrifft, sehen wir immer noch eine gefährliche Kluft zwischen den erklärten Absichten und der Realität in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Sicherheit. Trotz jahrelanger Gespräche, Audits und vermeintlichen Drucks durch BASF bleiben die versprochenen Verbesserungen weitgehend aus.“ Dies hatte Brown Matloko auch zuletzt auf der Hauptversammlung 2025 der BASF deutlich gemacht.
Es braucht aber auch weiterhin öffentlichen Druck auch aus der Zivilgesellschaft, damit die vom Bergbau betroffenen Gemeinden aus dem Abbau und Verkauf der wertvollsten Metalle profitieren statt leiden müssen. Daher hat Brown Matloko auch eine öffentliche Petition gestartet, damit noch mehr Einzelpersonen die Forderung nach dem Recht auf Gesundheit und sicheren Zugang zu Trinkwasser unterstützen können.
Wir als Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre unterstützen Brown Matloko und seine Petition und rufen dazu auf, diese zu unterzeichnen:








