
Pressemitteilung vom 31.03.2026
- Epicenter.Works und Dachverband stellen Forderungen auf der Hauptversammlung am 1. April in Bonn
- Extrem hoher Strombedarf von Rechenzentren nicht ausschließlich durch grüne Energiequellen gedeckt
- T-Mobile US ist konzernweiten Standards zum Teil nicht unterworfen
- Risikoreiche Kooperation mit Elon Musks Space-X
Wien/Köln – Die Deutsche Telekom verletzt durch ihre Praxis der „bezahlten Überholspur“ grundlegende Prinzipien der Netzneutralität, wie sie in der EU-Open Internet Verordnung verankert sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Nichtregierungsorganisation epicenter.works. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre kündigt an, den Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom nicht zu entlasten.
Thomas Lohninger, Geschäftsfüher von epicenter.works, wirft der Deutschen Telekom vor, künstliche Engpässe an den Zugängen zu ihrem Netz zu schaffen. „Diese Engpässe werden von der Telekom gezielt genutzt, um von Online-Diensten zu verlangen, dass sie für den ungehinderten Zugang zu den Kundinnen und Kunden der Deutschen Telekom bezahlen. Durch die Bevorzugung zahlungskräftiger Kunden gefährdet die Telekom das gesamte Internet und schädigt den Wettbewerb. Deshalb haben wir gemeinsam mit Partnern Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingebracht. “
Der Dachverbandverweist auf den extrem hohen Energieverbrauch der Deutschen Telekom durch den rasanten Ausbau ihrer KI-Infrastruktur und den weltweit in Betrieb befindlichen Rechenzentren in der Großkundensparte. „Ein ausschließlicher Betrieb mit erneuerbaren Energien ist bisher nicht vorgesehen“, bemerkt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. „Zwar betont die Telekom, im eigenen Betrieb konzernweit klimaneutral zu sein. Jedoch müssen die Scope-3-Emissionen, die in der Lieferkette, beim Bau der Anlagen und der Herstellung der Server entstehen, kritisch betrachtet werden.“
Verwundert zeigt sich der Dachverband auch darüber, dass T-Mobile US von Richtlinien wie Lieferkettengesetz (LkSG), Health Safety and Environment (HSE) und Diversity, Equity, Inclusion (DEI), ausgenommen ist. Dies werfe Fragen über die Integration konzernweiter Standards auf und weise auf Doppelstandards für die Belegschaft hin.
„T-Mobile US erwirtschaftet einen Großteil des Konzern-Gesamtgewinns und beschäftigt von allen Telekom-Standorten das meiste Personal“, stellt Dufner fest. „Die Kooperation mit Space-X könnte die Abhängigkeit von den USA künftig weiter verschärfen. Besonders die Rolle von Elon Musk, CEO und Technischer Leiter von Space-X, bereitet uns hier Sorge.“
Unsere Gegenanträge: https://www.kritischeaktionaere.de/telekom/deutsche-telekom-gutes-netz-nur-fuer-grosskunden-doppelstandards-im-us-geschaeft-unsere-gegenantraege/
Kampagne Netzbremse von epicenter.works, der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Gesellschaft für Freiheitsrechte und Prof. Barbara van Schewick, in deren Zuge Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingebracht wurde: https://www.netzbremse.de/
Kontakt:
Thomas Lohninger, epicenter.works, +43 – 670 404 98 89, presse@epicenter.works
Markus Dufner, Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre,
Tel. +49 – 0221 / 599 56 47, Mobil-Tel. 0173 – 713 52 37, dachverband@kritischeaktionaere.de








