

Mannheim/Deutschland, Kyjiw/Ukraine – Anlässlich der Hauptversammlung 2026 der BASF fordern die ukrainische Klimakampagne Razom We Stand und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit der Enteignung ehemaliger russischer Vermögenswerte von Wintershall Dea zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Ukraine sowie der Opfer des anhaltenden, brutalen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine umzuwidmen.
BASF plant die Ausschüttung einer Dividende, die erneut weder durch die tatsächlichen Gewinne noch durch den freien Cashflow des Unternehmens gedeckt ist. Gleichzeitig wurde die Liquiditätslage von BASF erheblich durch staatlich abgesicherte Garantiezahlungen gestützt, die mit den früheren Russland-Geschäften von Wintershall Dea zusammenhängen. Berichten zufolge erhielt BASF allein im dritten Quartal 2025 rund 229 Millionen Euro.
Dr. Svitlana Romanko, Gründerin und Geschäftsführerin von Razom We Stand, sagt: „Über Jahrzehnte machte die BASF-Tochter Wintershall die Zusammenarbeit mit Russland und Gazprom zu einer zentralen Säule ihres Öl- und Gasgeschäfts – auch nach der Invasion der Krim und des Donbas im Jahr 2014. Selbst nach der großflächigen Invasion im Februar 2022 und obwohl inzwischen mehr als 190.000 Kriegsverbrechen registriert wurden, meldete das Unternehmen weiterhin erhebliche Gewinne aus seinen Russland-Geschäften, bevor es unter Druck ausstieg.
Es ist daher zutiefst beunruhigend, dass BASF nun rund 229 Millionen Euro an staatlich abgesicherter Entschädigung im Zusammenhang mit diesen Vermögenswerten erhalten hat. Aus ukrainischer Perspektive sind Gewinne von Unternehmen, die nach Februar 2022 weiterhin mit Russland zusammenarbeiteten, ganz einfach mit ukrainischem Blut befleckt. Wir fordern BASF auf, Verantwortung zu übernehmen und diese 229 Millionen Euro zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Ukraine und der Opfer dieses Krieges einzusetzen.“
Tilman Massa, Co-Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, kritisiert: „Diese Zahlungen sozialisieren faktisch die Kosten von BASFs früherer Abhängigkeit von russischem fossilem Gas und von Geschäftsbeziehungen, die den Kreml jahrelang mitfinanziert haben. Aus unserer Sicht ist es ethisch nicht vertretbar, dass Steuergelder im Zusammenhang mit den Folgen von Russlands Kriegswirtschaft dazu verwendet werden, Ausschüttungen an Aktionärinnen und Aktionäre zu finanzieren.“
Razom We Stand und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern BASF auf, die Mittel für humanitäre Hilfe, den Wiederaufbau in der Ukraine, Kooperationen im Bereich erneuerbarer Energien sowie zur Unterstützung von Kriegsopfern einzusetzen. Die Organisationen rufen die BASF-Aktionär*innen dazu auf, sich für mehr unternehmerische Verantwortung, Transparenz und ein klares Bekenntnis zu einer friedensorientierten Verwendung öffentlicher Entschädigungszahlungen einzusetzen.
Gegenanträge des Dachverbands: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/dividendenvorschlag-geht-an-die-substanz-finanziell-sozial-und-ethisch-unsere-gegenantraege/
Kontakte:
Jason Kirkpatrick, Head of Communications, razomwestand.com
Jason[at]razomwestand.org, Mobil: +49 1577 4246878
Tilman Massa, Co-Geschäftsführer Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, dachverband[at]kritischeaktionaere.de
Telefon: +49 221 599 56 47, Mobil: +49 173 7135237







