Kategorie: Allianz SE

Allianz zwischen Lob und Kritik

Gemeinsame Pressemitteilung von GegenStrömung, Greenpeace, Kritische Aktionäre, Pro Regenwald und urgewald

• Fortschritte im Kohlebereich
• Unverbindliche Standards bei Wasserkraft und Menschenrechten
• Keine „lessons learned“ aus Belo Monte

München, 4.5.2016   Zur Hauptversammlung der Allianz fordern heute die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen GegenStrömung, Greenpeace, Pro REGENWALD, Kritische Aktionäre und urgewald ein klares Zeichen des Versicherers, sich nicht an neuen Staudammprojekten im Amazonas zu beteiligen.

Ende 2011 hat die Allianz fünf Prozent der Versicherungssumme für die Baukosten des Großstaudamms Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet übernommen. „Für den Staudamm wurden über 20.000 Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt. Das Betreiberkonsortium Norte Energia hat bis heute eine Vielzahl der Auflagen nicht erfüllt. Weiterlesen

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Rede Christian Russau

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Belo-Monte-Staudamm außer Kontrolle

Christian Russau berichtet bei Allianz-Hauptversammlung über seine Vor-Ort-Inspektion in Brasilien

Staubecken von Belo Monte im März 2016 (Foto: Russau)

Zur Hauptversammlung der Allianz forderten der Dachverband, die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen GegenStrömung, Greenpeace, Pro REGENWALD und urgewald ein klares Zeichen des Versicherers, sich nicht an neuen Staudammprojekten im Amazonas zu beteiligen.

„Bei meiner Vorortbegutachtung im März 2016 musste ich feststellen, dass aufgrund der anhaltenden Regenfälle die Flutung des Damms schneller als von den Betreibern geplant fortgeschritten war“, sagte das Vorstandsmitglied des Dachverbands, Christian Russau. „Der Damm war randvoll, und wir mussten erfahren, wie die Situation vor Ort außer Kontrolle geriet.“

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Gegenantrag

Gegenantrag zu Tagesordnungpunkt 3,
Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Die Mitglieder des Vorstands der Allianz SE werden nicht entlastet.

Begründung:

Dämme

Die Allianz hat Ende 2011 fünf Prozent der Versicherungssumme für die Baukosten für den Großstaudamm Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet übernommen und diese gegen Risiken versichert. Beim Staudamm Belo Monte wurden über 20.000 Menschen zwangsumgesiedelt, viele leben nun in sozial deutlich schlechteren Verhältnissen als zuvor. Trotz vertraglicher Zusicherung hat die Projektbetreiberin Norte Energia bis heute eine Vielzahl der Auflagen, die vor der aktuell laufenden Flutung des Staubeckens hätten abgeschlossen werden, nicht erfüllt bzw. in etlichen Fällen noch nicht einmal begonnen. Weiterlesen

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Rede David Vollrath

Sehr geehrte AktionärInnen und Aktionäre, Damen und Herren des Aufsichtsrats und des Vorstands,

mein Name ist David Vollrath, ich arbeite für die Menschenrechtsinitiative GegenStrömung.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem Großstaudamm Belo Monte im brasilianischen Amazonas. Die Allianz AG hat Ende 2011 fünf Prozent der Versicherungssumme für die Baukosten des Staudamms zur Verfügung gestellt.

Aktuell läuft im brasilianischen Altamira der Count-Down zur Flutung des Stausees für das Kraftwerk. Unter chaotischen Bedingungen und mit fragwürdigen Mitteln versucht das Betreiberkonsortium Norte Energia die betroffenen 9.000 Familien, darunter 600 indigene Familien, schnellstmöglich umzusiedeln. Die Staatsanwaltschaft musste inzwischen eingeschaltet und ein Notfallteam in die Region entsandt werden, um die Rechte der Betroffenen auf Entschädigung und/oder Umsiedlung zu garantieren. Weiterlesen

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Rede Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

schauen Sie sich doch mal dieses Photo hier an: [*zeigt ein Photo]

Ein kleines, einstöckiges Häuschen, gelegen an einer Ausfallstraße (oder Einfallstraße, je nach Blickrichtung). Da könnte auch ein Imbiß drin sein oder ein Automechaniker oder eben auch ein lokaler Allianz-Versicherungsvertreter. Naja, dem ist fast so. Hier in diesem kleinen Häuschen hat Allianz Asset Management of America L.P. seine registrierte Adresse: C/O Registered Agent Solutions, Inc. 1679 South DuPont Highway, Suite 100. Gelegen im Städtchen Dover, im schönen US-Bundesstaat Delaware. In diesem kleinen Häuschen hat die Allianz Asset Management of America L.P. im Jahr 2014 ganze 1.671.293.000 EURO Nettogewinn gemacht (siehe Allianz SE Annual Report 2014, S.110). Weiterlesen

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Allianz soll Kohleunternehmen wegen Klimarisiken nicht mehr absichern

Bei der Allianz-Hauptversammlung am 6. Mai 2015 verlangen die Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre von der ganzen Allianz-Gruppe klare Ausschlusskriterien für treibhausgas-intensive Unternehmen festlegen und umsetzen. Erst Ende März hat Jeremy Oppenheim von McKinsey und dem New Economy Projekt Versicherer und Rückversicherer aufgefordert, wegen der Klimarisiken Kohleunternehmen nicht mehr abzusichern. Noch jedoch gehört die Allianz SE zu den weltweit größten Kohleinvestoren. Weiterlesen

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Rede Katrin Ganswindt

Sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat, Werte Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist Katrin Ganswindt und beschäftige mich bei der Menschenrechts – und Umweltorganisation urgewald seit 3 Jahren mit der Kohle.

Die Allianz hat sich Klima schutz ganz groß auf die Fahnen geschrieben; in der Financial Times haben Sie, Herr Diekmann, gemeinsam mit 42 anderen Investoren die Politik aufgerufen, bei den Klimaverhandlungen in Paris Ende diesen Jahres, zu verbindlichen Lösung zu kommen. Dieses Engagement finden wir gut – ebenso wie vermehrte Investitionen in Erneuerbare Energien.
Aber der Klimawandel lässt sich nicht allein durch Zeitungsanzeigen und die Förderung der Erneuerbaren aufhalten.

Sie müssen sich dazu auch von den größten Klimakillern verabschieden. Weiterlesen

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