Category: Hauptversammlung 2019

„Machen Sie sich nicht länger mitschuldig am Töten im Jemen!“: Rede von Ali Jameel

Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrter Aufsichtsrat,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Mein Name ist Ali Jameel. Ich arbeite bei der jemenitischen Menschenrechtsorganisation Mwatana. Wir dokumentieren in akribischer Kleinarbeit die Folgen des Krieges in meiner Heimat und sichten nach Anschlägen auch die Überbleibsel der genutzten Waffen. Dabei stellen wir immer wieder fest: auch Waffen deutscher und europäischer Rüstungshersteller kommen in diesem Krieg zum Einsatz und tragen zum Tod unschuldiger Menschen und zur Zerstörung von Schulen, Gesundheitszentren und anderer wichtiger Infrastruktur bei.

Ich habe die lange Reise von der jemenitischen Hauptstadt Saana in Kauf genommen, um heute hier vor Ihnen zu stehen und zu sprechen und fordere sie dringend auf: Beenden Sie jedwede finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die den Krieg in meiner Heimat befeuern! Weiterlesen

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„Finanzieren Sie keine Unternehmen mehr, die in den Jemen-Krieg liefern!“: Rede von Barbara Happe

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Barbara Happe, ich arbeite bei der Menschenrechtsorganisation urgewald und bin im Vorstand der Kritischen Aktionär*innen.

Seit Jahren kommen wir hierher, um Sie davon zu überzeugen, dass Sie Ihre Rüstungsrichtlinie ändern müssen.

Seit Jahren berichten wir von Menschenrechtsverletzungen von Rüstungskunden Ihres Hauses.

Seit Jahren antworten Sie, dass Sie sich an Recht und Gesetz halten und dass Sie deswegen nichts ändern müssen.

Dass das nicht stimmt, haben die Worte von Herrn Jameel gezeigt! Nehmen Sie seine warnenden und appellierenden Worte Ernst! Machen Sie sich nicht länger mitschuldig am Töten im Jemen!

Die Bundesregierung hat erkannt, dass es ein Fehler war, lange nichts zu tun, wegzusehen vor den Grauen dieses Krieges und hat deswegen Exportrestriktionen für Lieferungen in den Jemen-Krieg verhängt. Weiterlesen

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„Sie dürfen Ihre Autos nicht weiter grün rechnen, sondern müssen wirklich energiesparende Autos bauen“: Rede von Jens Hilgenberg

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
meine Damen und Herren,

mein Name ist Jens Hilgenberg und ich spreche hier und heute für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. und den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Wir beantragen heute sowohl dem Vorstand, als auch dem Aufsichtsrat der Daimler AG die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 zu verweigern. Der entsprechende Gegenantrag wurde fristgerecht eingereicht und auf der Konzernwebsite veröffentlicht.

Lange hat der Konzernvorstand seine Rolle im Diesel-Abgasskandal geleugnet. Noch letztes Jahr wurde von Herrn Zetsche öffentlich beteuert, die Daimler AG habe bei den Abgaswerten ihrer Dieselfahrzeuge nicht betrogen. Weiterlesen

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Geplatzte Fusion Chance sich von Deutscher Bank abzusetzen

• Trotz Richtlinie keine Skrupel bei Finanzierung von Kriegslieferanten
• Menschenrechtler aus dem Jemen fordert schärfere Standards
• Geschäfte mit BAE Systems und Rheinmetall zeigen ethische Untiefen

Wiesbaden, 22.5.2019     Nachdem die Fusion mit der Deutschen Bank geplatzt ist, sollte der Vorstand der Commerzbank sich durch eine ethischere Ausrichtung seiner Geschäfte vom großen Konkurrenten absetzen. Das fordern Vertreter*innen verschiedener NGOs auf der heutigen Hauptversammlung. Auch Ali Jameel von der jemenitischen NGO Mwatana wird auf der Hauptversammlung sprechen. Er lebt in Sanaa und ist vom Jemen-Krieg betroffen. Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts im März 2015 versucht seine Organisation in akribischer Recherche die verantwortlichen Waffenlieferanten zu identifizieren. Weiterlesen

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„Auch Ihr Unimog-Chassis gehört zu den im Jemen-Krieg identifizierten Rüstungsgütern“: Rede von Markus Dufner

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute Vormittag haben wir vor der Messehalle zusammen mit Attac und FridaysForFuture für eine sozial-ökologische Verkehrswende protestiert. Es müsste inzwischen uns allen klar sein, den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand und Aufsichtsrat von Daimler, dass es so nicht weitergeht. Wir brauchen eine klimagerechte Mobilität ohne schmutzige großvolumige SUVs.

Meine Damen und Herren, bei Rüstungsunternehmen denken viele zuerst an Krauss-Maffei Wegmann oder Heckler & Koch. Doch auch die deutsche Automobilindustrie verdient mit Rüstungsgeschäften Geld. Bei Daimler reicht das Portfolio von Geländewagen über Kleintransporter bis hin zu Unimogs und schweren Lastwagen.

Herr Zetsche, darauf scheinen Sie richtig stolz zu sein. Weiterlesen

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Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2018

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, der persönlich haftenden Gesellschafterin die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Die persönlich haftende Gesellschafterin der DWS KGaA, die DWS Management GmbH, kommt weder ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten noch ihrer Verantwortung hinreichend nach, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen. Die DWS besitzt keine kategorischen Ausschlusskriterien für ökologisch und menschenrechtlich hoch sensitive Branchen wie die Kohle- oder Rüstungsindustrie.

Keine Ausschlusskriterien für umstrittene Rüstungsexporte und Atomwaffen

Die DWS schließt generell lediglich Investitionen in Streumunitions- und Landminenhersteller aus. Darüber hinaus bekennt sie sich nur dazu, Umwelt- und Sozialkriterien in Analysen und Anlageentscheidungen einzubeziehen und sich im Rahmen von Engagement-Prozessen mit Unternehmen zu diesen Themen auseinanderzusetzen und dies auch beim Abstimmungsverhalten auf Aktionärsversammlungen zu berücksichtigen. Weiterlesen

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