Kategorie: Volkswagen AG

Mobilitätswende durch Konzernumbau aktiv gestalten – Kritik an Dividendenzahlung trotz staatlicher Unterstützung

Berlin/Wolfsburg. Die aktuellen Entscheidungen der Volkswagen AG bezüglich des Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor gehen in die richtige Richtung. Doch die Ausrichtung weiterhin auf große, schwere und leistungsstarke Fahrzeuge zu setzen, stößt beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre auf Kritik. Die Gewinne des Unternehmens müssen für den überfälligen Umbau des Konzerns verwendet werden. 

Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und Mitglied im Vorstand bei den Kritischen Aktionären: „Volkswagen muss die Mobilitätswende durch einen systematischen Konzernumbau aktiv gestalten. Obwohl durch staatliche Unterstützung mehr E-Autos und Plug-in-Hybride verkauft wurden, hat es der Konzern 2020 nicht geschafft, die europaweiten CO2-Grenzwerte einzuhalten. Weiterlesen

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Dividende trotz Staatshilfen, Verbrenner-Ausstieg und Klimaziele: Unsere Fragen an den Vorstand von VW

Fragen zur Dividende und Verwendung des Bilanzgewinns

  • Wie stehen Sie, Herr Diess, dazu, dass ihre Dividendenpolitik in der gegenwärtigen Situation ein verheerendes Signal an die Gesellschaft sendet? Finden sie es statthaft, dass die Volkswagen AG Dividenden auszahlt und gleichzeitig steuerfinanzierte Staatshilfen für den Verkauf ihrer Autos bekommt?
  • Die Volkswagen AG zahlt Dividenden, obwohl im Geschäftsjahr 2020 Kurzarbeitergeld für große Teile der Belegschaft in Anspruch genommen wurden. Auch Managementfehler, wie nicht in ausreichend Zahl bestellte Mikrochips, wurden durch das staatliche und mittlerweile aus Steuergeld finanzierte Kurzarbeitergeld, kompensiert. Wie vermittelt der Vorstand seinen Beschäftigten und den Steuerzahler*innen diese Kompensation von Managementfehlern mit Steuergeld?
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Volkswagen muss Mobilitätswende aktiv gestalten, um nicht unterzugehen: Unsere Gegenanträge

Zu TOP 2, Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Staatshilfen zur Finanzierung der Dividende statt nachhaltiger Konzernumbau? Ohne uns!

Es passt nicht zusammen: Während die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2020 Staatshilfen in Form von Kurzarbeitergeld für breite Teile ihrer Belegschaft erhalten und von erhöhten Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride und Elektroautos profitiert hat, schüttet sie eine erneut zum Vorjahr unverändert hohe Dividende aus. Eine Dividende, gesponsert von Steuerzahler*innen – gesellschaftlich verantwortliches Handeln sieht anders aus.

So tragen die Beschäftigten von Volkswagen und die Gesellschaft auch maßgeblich dazu bei, dass Volkswagen gut durch die Corona-Krise kommen konnte. Weiterlesen

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Volkswagen: Teilhabe von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation

Zahlen wurden vom Vorstand der VW auf Nachfrage des dib bereitgestellt.
Der deutsche ingenieurinnenbund (dib e.V.) befragt den Vorstand von VW nach Daten & Fakten zum generellen Frauenanteil und zum Anteil von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation mit Führungsverantwortung im Unternehmen. Die Aktion erfolgt im Rahmen des Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“.

Erfreulicherweise hat VW umfangreicher als in den letzten Jahren auf die detaillierten Fragen des dib geantwortet:
Bei dem Anteil von Frauen mit Ingenieurs-Qualifikation in der technischen Entwicklung ergibt sich die beachtliche Zahl von 488 Ingenieurinnen (~9%), die in diesem hoch innovativen, gestaltenden und anspruchsvollen Bereichen arbeiten.

Auf die weiterführende Frage des dib e.V. Weiterlesen

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Volkswagen: Verkehrswende statt Dividende

Gemeinsame Pressemitteilung vom 30. September 2020

Keine Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat auf heutiger virtueller Hauptversammlung wegen Umweltsünden und Menschenrechtsverletzungen

Köln/Sassenberg – Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und urgewald warnen vor der verfehlten Modellpolitik der Volkswagen AG, verweisen auf Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Autonomen ProvinzXinjiang, in der ein VW-Werk liegt, und verlangen statt einer hohen Dividende mehr Investitionen in eine klimafreundliche Verkehrswende. Zur VW-Hauptversammlung, die wegen der Covid-19-Pandemie nur online stattfindet, haben die Kritischen Aktionär*innen drei Gegenanträge und 65 Fragen eingereicht.

„Trotz des nun endlich zur Auslieferung bereitstehenden Hoffnungsträgers VW ID.3 und erster, aber leider meist großer und schwerer E-Modelle bei Porsche und Audi, hat es die Volkswagen AG verpasst, rechtzeitig rein elektrische Modelle in ausreichender Zahl und vor allem in den unteren Segmenten auf den Markt zu bringen“, kritisiert Jens Hilgenberg, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

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Abgasskandal, Klimastrategie und China Cables: Unsere Fragen an Volkswagen

A. Verzicht auf Ausschüttung der Dividende und Bildung von Rückstellungen für Konversionsmaßnahmen

  • Die Volkswagen AG schlägt vor, eine Dividende von 4,80 Euro je Stammaktie und 4,86 je Vorzugsaktie auszuschütten. Wäre es nicht besser, wenn die Volkswagen AG Rückstellungen bilden würde für den Ausgleich der Folgen der Corona-Pandemie?
  • Wie hoch beziffern Sie die Kosten, die VW durch die Corona-Pandemie und die Folgen des Lockdowns entstanden sind? Was sind die drei Bereiche, in denen die höchsten Kosten entstanden?
  • Warum haben Sie sich angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht für einen Verzicht auf die Dividenden-Ausschüttung entschieden?
  • Wäre es nicht besser, wenn die Volkswagen AG Rückstellungen bilden würde, um so notwendige Konversionsmaßnahmen für einen verstärkten Umbau des Konzerns in Richtung Elektromobilität voranzutreiben?
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Volkswagen do Brasil und die Militärdiktatur: Kritik trotz Entschädigungszahlungen

Einigung stellt einen ersten Schritt zur Übernahme historischer Verantwortung dar, doch Sprachregelung, Spendencharakter und Unvollständigkeit der Entschädigungen lassen Zweifel an echtem Schuldeingeständnis von Volkswagen.

Entschädigung kommt zu spät: Der frühere VW-Mitarbeiter Lúcio Bellentani (rechts) wurde über Monate schwer gefoltert und ist mittlerweile verstorben. Foto: Rosa Luxemburg Stiftung São Paulo

Volkswagen do Brasil hat sich im Rahmen der seit Ende 2017 in São Paulo stattfindenden außergerichtlichen Verhandlungen unter Vermittlung der brasilianischen Bundesstaatsanwaltschaft dazu bereit erklärt, Entschädigungszahlungen zu leisten. Damit stellt sich Volkswagen der historischen Verantwortung aufgrund der aktiven Beteiligung an politischer Verfolgung und Unterdrückung von Oppositionellen während der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985).

Dabei geht es um eine Summe in Höhe von insgesamt 36 Millionen Reais (derzeit umgerechnet rund 5,6 Millionen Euro), die in Individual- und Kollektiventschädigungen gezahlt werden sollen. Weiterlesen

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Der Abgasskandal geht weiter: Unsere Gegenanträge

Protest vor der VW- Hauptversammlung 2019 in Berlin


Wir haben drei Gegenanträge zur Hauptversammlung der Volkswagen AG am 30.09.2020 eingereicht.

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen AG

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. beantragt, dass die Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende ausschüttet.

Begründung:

Da die Bildung und Dotierung von Rückstellungen nicht der Hauptversammlung obliegt, werden wir unsere Begründung für die Ablehnung, eine Dividende auszuschütten, in unserem Gegenantrag zu TOP 3 ausführen (Versäumnis des Vorstands zur Bildung von Rückstellungen).

Gegenantrag zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der im Geschäftsjahr 2019 amtierenden Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. Weiterlesen

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