Kritische Aktionäre und Umweltschützer fordern nach VW-Trickserei Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat

Einen groben Verstoß gegen die Regeln guter Unternehmensführung bescheinigen der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der Volkswagen AG. Aufgrund ihrer Verfehlungen im Diesel-Skandal dürften Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlastet werden, forderten die Verbände anlässlich der Hauptversammlung des Wolfsburger Konzerns.

„Das Ausmaß der Trickserei und der Umgang damit sind in der Geschichte der Automobilindustrie beispiellos“, sagte der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. „Dass die Führung von Europas größtem Autokonzern mehr als zehn Jahre lang nichts von Vorgängen dieser Größenordnung gewusst haben will, erscheint unglaubwürdig. Eine öffentliche Reaktion der Konzernspitze auf die seit 2014 laufenden Untersuchungen zur Verfälschung der Abgaswerte erfolgte erst auf Druck der US-Behörden. Weiterlesen

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Für eine Rohstoffwende!

Wir sind daran gewöhnt, dass Rohstoffe frei verfügbar und billig sind: Platin aus Südafrika, Kohle aus Kolumbien, Kupfer aus Peru, Wolfram und Tantal aus dem Kongo. Kaum bekannt ist jedoch: 30 Prozent der Menschenrechtsverletzungen weltweit haben mit der Gewinnung von Rohstoffen zu tun. Das wollen wir ändern.

Mit der Kampagne „Rohstoffe – im Konflikt mit Menschenrechten“ setzen sich die Kritischen Aktionäre auf Hauptversammlungen für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten der Unternehmen ein.

Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verankert die Bundesregierung erstmals die Verantwortung von deutschen Unternehmen für die Achtung der Menschenrechte in einem festen Rahmen. Die Bundesregierung formuliert im Aktionsplan ihre klare Erwartung, dass Unternehmen die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einhalten und Menschenrechte entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten achten. Weiterlesen

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Gegenanträge

Gegenantrag zu TOP 3, Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2015 keine Entlastung zu erteilen.

Begründung:

Die im vergangenen Jahr bekannt gewordene und illegale Abgasmanipulation von Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG, bei denen der Motortyp EA 189 verbaut wurde, ist in der Geschichte der Automobilindustrie beispiellos. Weltweit sind allein bei diesem Motortyp 11 Millionen Fahrzeuge betroffen, die mehr Schadstoffe ausstoßen als erlaubt. Diese Fahrzeuge schädigen damit Menschen und Umwelt über Gebühr und verursachen in den jeweiligen Ländern noch nicht bezifferte volkswirtschaftliche Kosten. Weiterlesen

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Rede von Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie bereits im vergangenen Jahr würden mich in diesem Jahr Ihre Kontroll- und Sorgfaltspflichten in Bezug auf die menschenrechtlichen, sozialen sowie umweltbezogenen Dimensionen bei Ihren Zulieferern interessieren. Denn Ihre metallischen Rohstoffe beziehen Sie ja aus konkreten Minen. Und heute, Herr Fuhrmann, sprachen Sie von Ihrem mehrjährigen Programm „Salzgitter 2015“, das u.a. beeinhaltet, im Einkauf 40 Mio. Euro zu sparen.

Nun haben, wie die meisten Dinge im Leben, so auch dieses im seine Kehrseiten. Bitte erläutern Sie mir, welche konkreten Maßnahmen Sie getroffen haben, um die Kehrseiten dieser 40-Mio- Einsparungen im Einkauf, die Sie ja wohl größtenteils im Rohstofferwerb – also Kohle und Erzprodukte – erzielen werden, wie Sie sicherstellen wollen, dass dies nicht auf Seiten Ihrer Zulieferer (und deren Zulieferen) zu weiterem Preisdruck führt, der dann letztlich so angenehm praktisch auf die Schwächsten in der Kette outgesourct wird, sprich: auf Arbeiterrechte, Arbeitssicherheit, auf Umwelt und auf lokale Anwohnerinnen und Anwohner, die unter dem Rohstoffabbau in den Kohle- und Erzminen leiden. Weiterlesen

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Rede von Markus Dufner

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

ich heiße Markus Dufner und bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit unseren 26 Mitgliedsorganisationen und zahlreichen Kooperationspartnern setzen wir uns für Frieden, Umweltschutz und Menschenrechte ein – seit nunmehr 30 Jahren. Dass wir mit unseren Forderungen und Fragestellungen richtig liegen, finden auch immer mehr Kleinaktionäre.

Mit unserer aktuellen Kampagne „Rohstoffe – im Konflikt mit Menschenrechten“ setzen wir Kritischen Aktionäre uns für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten der Unternehmen ein.

Herr Höttges, die Deutsche Telekom schreibt zu ihrer Strategie zur Nachhaltigkeit im Einkauf:

„Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Medien decken immer wieder Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte, Umweltschutzstandards und Menschenrechte in der Lieferkette für Telefone, Laptops oder andere ICT-Produkte auf. Weiterlesen

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Rede von Robert Raschper

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

mein Name ist Robert Raschper und ich spreche hier heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Leider gibt es auch in diesem Jahr einiges an der Deutschen Telekom zu kritisieren.

Zum Beispiel beim Thema Netzneutralität: Die Deutsche Telekom plant Spezialdienste gegen Zahlung von Gebühren bei der Datenübertragung zu bevorzugen. Das ist die vielbeschworene Überholspur auf der Datenautobahn. Damit soll Start-Ups und kleinen Unternehmen geholfen werden. Da frage ich mich – und Sie natürlich auch Herr Höttges:

Wie wollen Sie verhindern, dass große Unternehmen diese Möglichkeit auch nutzen? Weiterlesen

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Rede von Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Christian Russau, ich spreche hier für die Initiative GegenStrömung, die sich für menschenrechtskonformes Handeln von deutschen Unternehmen im Ausland einsetzt, und ich bin Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Reden wir als erstes über Ihr neues, pompös angekündigtes „Environmental and Social Policy Framework“ von vor wenigen Tagen. Sie deklarieren dort reichlich emphatisch „[a]t Deutsche Bank, our aspiration is to live by the highest standards of integrity. We are committed to act as a responsible partner to all our stakeholders and to address impacts that our business operations may have on the environment and society.“ Weiterlesen

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Rede von Markus Dufner

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats!

Ich heiße Markus Dufner und bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit unseren 26 Mitgliedsorganisationen und zahlreichen Kooperationspartnern setzen wir uns für Frieden, Umweltschutz und Menschenrechte ein – seit nunmehr 30 Jahren. Dass wir mit unseren Forderungen und Fragestellungen richtig liegen, finden auch immer mehr Kleinaktionäre.

Mister Cryan, im November betonten Sie in einer Botschaft an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ZITAT: „wie wichtig es ist sicherzustellen, dass die Überwachung unserer Geschäftsaktivitäten den höchsten Standards genügt“. „In bestimmten Regionen mit höherem Risiko werden wir das Onboarding von neuen Kunden und die Einführung neuer Produkte für bereits bestehende Kundenbeziehungen aussetzen.“ Weiterlesen

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