Category: Hauptversammlung 2017

FEMNET fordert zu mehr Transparenz auf

Hugo Boss lädt am kommenden Dienstag, 23. Mai 2017, zu seiner jährlichen Hauptversammlung nach Stuttgart ein. Um dort sprechen zu können, hat sich die Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation FEMNET, Gisela Burckhardt, Aktien des Modekonzerns gekauft. Denn Hugo Boss zählt neben KiK zu den beiden deutschen Unternehmen, die immer noch Transparenz verweigern. Sie sind nicht der Aufforderung einer internationalen Koalition von neun Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften gefolgt, Informationen über die Fabriken zu veröffentlichen, die ihre Markenprodukte herstellen. Insgesamt wurden 72 Firmen gefragt, darunter sechs deutsche. „Gerade hochpreisige Marken wie Hugo Boss sollten doch in puncto Transparenz voranschreiten und sicherstellen, dass ihre Kund_innen Informationen erhalten, wo, von wem und unter welchen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird“, meint Gisela Burckhardt. Weiterlesen

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Rede von Christoph Rinneberg

Sehr geehrte Gastgeber, sehr geehrte Gäste dieser Hauptversammlung,

als Mitglied der IOF, der „Initiative Ordensleute für den Frieden“, spreche ich heute auch für den Dachverband der Kritischen Aktionäre, dem die IOF angehört. Sie sind heute Morgen mit der ins Mark gehenden, plakativen Aussage begrüßt worden

„Diese Wirtschaft tötet – auch mit deinem Geld“.

Der erste Teil dieser Botschaft entstammt dem päpstlichen Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ (27.11.13). Die IOF hat seit über 1/4 Jahrhundert vor Ihrer Bank protestiert:

„Unser Wirtschaftssystem geht über Leichen.“

Bisher hat es weder von Seiten der Politik noch von Seiten der Wirtschaft Andeutungen einer Widerlegung gegeben oder gar eine gerichtliche „Einstweilige Verfügung“. Weiterlesen

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Kraftwerksprojekt der Deutschen Bank: Kohle trifft Korruption

  • Bank führt Finanzkonsortium für Kohlekraftwerke in Dom. Republik an
  • Massive Bestechungsvorwürfe gegen beauftragte Baufirma Odebrecht
  • Energieexperte aus Dom. Republik: Projekt blockiert den Klimaschutz

Während die Deutsche Bank noch ihre Skandalgeschäfte der vergangenen Jahre verarbeitet, könnte sie im Fall der korruptionsbelasteten Firma Odebrecht beweisen, dass es ihr ernst ist mit dem Kulturwandel. Im Karibikstaat Dominikanische Republik steht sie an der Spitze eines Finanzkonsortiums für zwei neue Kohlekraftwerke im Ort Punta Catalina. Die Bauaufträge für das 2 Milliarden US-Dollar teure Projekt hat der brasilianische Konzern Odebrecht erhalten. Diesem wird Bestechung im Bieterprozess vorgeworfen, sein Angebot gilt als massiv überteuert. Auf der morgigen Hauptversammlung fordern Vertreter der Organisationen urgewald, Banktrack und CNLCC (Dom. Weiterlesen

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Rede von Mzoxolo Madigwana

Ich heiße Mzoxolo Magidwana, ich bin 29 Jahre alt.

Ich habe 2011 angefangen bei Lonmin zu arbeiten. Ich bin einer der Arbeiter, die 2012 beim Streik dabei waren, beim Streik, bei dem 34 Minenarbeiter erschossen worden sind. Am 16 August 2012, am Tag des Massakers, wurde ich von 9 Gewehrkugeln der Polizei getroffen. 2 Kugeln sind durch meinen Körper durchgegangen, 7 Kugeln wurden mir im Spital entfernt. Deswegen nennen sie mich in Marikana auch „dead man walking“.

Es grenzt an ein Wunder, dass ich überlebt habe. Ich war 6 Monate lang in der Intensivstation, danach musste ich erst wieder lernen zu gehen. Weiterlesen

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Rede von Bischof Johannes Seoka

(Begrüßung und Einleitung: improvisiert)

2015, nach meinen ersten Besuch hier haben Sie einen Audit bei Lonmin durchgeführt und anschließend behauptet, dass Lonmin, bis auf einige in naher Zukunft lösbare kleinere Umweltprobleme, auf einem guten Weg wäre… 2016, bei meinem zweiten Besuch, habe ich darauf hingewiesen, dass die Realität und die Ergebnisse ihres Audits nicht übereinstimmen und habe unsere Einladung an Sie, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen, wiederholt.

Letztes Jahr sind Sie dann meiner Einladung gefolgt und haben im Mai 2016 eine Delegation nach Südafrika entsandt, die sich in Marikana umgesehen hat. Seitdem sind Sie mehrmals wiedergekommen und haben Konferenzen, Dialoge und runde Tische initiiert. Weiterlesen

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Rede von Joseph Mathunjwa

Ich grüße Sie alle, die Beschäftigten bei BASF, die Aktionärinnen und Aktionäre und die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat!

  1. Meine persönliche Geschichte

Ich heiße Joseph Mathunjwa und bin Vorsitzender und Mitbegründer der südafrikanischen Gewerkschaft AMCU; das heißt Vereinigung der Bergarbeiter- und Baugewerkschaft. AMCU wurde kurz nach dem Ende der Apartheid gegründet. AMCU ist unabhängig von politischen Parteien und wurde größer, als die alte Bergarbeitergewerkschaft sich zu sehr der herrschenden Macht annäherte und sich nicht mehr für die Arbeiter einsetzte.

  1. Das Massaker von Marikana

Sie haben bei den Hauptversammlungen 2015 und 2016 bereits vom Massaker von Marikana gehört. Ich bin heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen aus meiner Sicht zu berichten, was in Marikana passiert ist, denn ich war am 16. Weiterlesen

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