Kategorie: Lieferkettengesetz

„Daimler Truck möchte das Geschäft mit Militärfahrzeugen zwar ausbauen, jedoch nicht als Rüstungsunternehmen gelten“: Rede von Charlotte Kehne

Aufsichtsratsvorsitzender Joe Kaeser musste den Vorwurf von Charlotte Kehne (Ohne Rüstung Leben) anhören: „Die Präsenz auf der IDEX 2025 in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstreicht, dass Sie nicht davor zurückschrecken, an Autokraten und in Krisenregionen zu liefern.“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

mein Name ist Charlotte Kehne und ich spreche hier heute für die Organisation Ohne Rüstung Leben, eine der Mitgliedsorganisationen des Dachverbands Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre, zum Gegenantrag des Dachverbands zu TOP 3.

Daimler Truck ist Mitglied im Bundesverband der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), der Interessensvertretung der deutschen Rüstungsindustrie. Auf der Rüstungsmesse IDEX 2025 in Abu Dhabi zeigte Mercedes-Benz Special Trucks einen Ausschnitt seiner Militärfahrzeuge und buhlte mit Fahrzeugen, ich zitiere, »die insbesondere für den robusten Einsatz bei großer Hitze und in staubig-sandigen Gebieten ausgelegt sind« um Kunden im Nahen Osten. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/daimler-truck/daimler-truck-moechte-das-geschaeft-mit-militaerfahrzeugen-zwar-ausbauen-jedoch-nicht-als-ruestungsunternehmen-gelten-rede-von-charlotte-kehne/

Adidas konfrontiert Beschäftigte in der Lieferkette weiter mit Hungerlöhnen

Pressemitteilung – 285 Organisationen weltweit fordern: „Pay Your Workers – Respect Labour Rights“

Amsterdam/Florenz/Köln, 14. Mai 2025 – Die Kampagne für Saubere Kleidung, Shareholders for Change und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern die Adidas AG vor der Hauptversammlung am 15. Mai auf, Arbeitnehmerrechte in der globalen Lieferkette einzuhalten. Arbeiterinnen und Arbeiter in Myanmar und Kambodscha berichten von Menschenrechtsverletzungen wie Lohndiebstahl, illegalen Entlassungen und Behinderung von Gewerkschaftsaktivitäten.

Einschüchterungen und Diskriminierungen in Myanmar gehen weiter
Im Oktober 2022 streikten 2.000 Beschäftigte der Pou-Chen-Fabrik in Myanmar, um bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung zu fordern, woraufhin Gewerkschaftsführer und protestierende Beschäftigte entlassen wurden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/adidas/adidas-konfrontiert-beschaeftigte-in-der-lieferkette-weiter-mit-hungerloehnen/

Aurubis und seine rücksichtslose Rohstoffausbeutung

Mit BAFA-Beschwerde, unbequemen Fragen und Protest setzt Bündnis Europas größten Kupferkonzern unter Druck

Protest vor Beginn der Aurubis-Hauptversammlung vor dem Congress Center Hamburg: v.r. Mitarbeiter*innen von Goliathwatch, Romero Initiative und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

„Aurubis veröffentlicht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen grundsätzlich keine Informationen zu seiner Lieferantenbasis, konkreten Minen oder Bezugsmengen.“ Auf vielen ihrer Fragen erhielt Vanessa Schaeffer Manrique, Umweltanwältin aus Peru, immer dieselbe Standardantwort vom Aurubis-Vorstand. Europas größter Kupferkonzern hat offensichtlich kein Interesse, Auskunft darüber zu geben, unter welchen Bedingungen der Rohstoff abgebaut wird. Die Lieferanten von Aurubis in Peru, Panama und Mexiko werden mit Umweltzerstörung, Gewalt und schwerwiegenden Gesundheitsschädigungen in Verbindung gebracht. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/aurubis-und-seine-ruecksichtslose-rohstoffausbeutung/

„Der neue Vorstand sollte endlich mehr Transparenz in die Lieferkette bringen“: Redebeitrag von Luca Schiewe, Facing Finance

Sehr geehrter Herr Vorstandsvorsitzender Haag,
sehr geehrter Herr Aufsichtsratsvorsitzender Vahrenholt,
sehr geehrtes Aktionariat,

als Aktionäre partizipieren wir nicht einfach nur am finanziellen Erfolg oder Misserfolg von Aurubis, sondern sind auch Miteigentümer. Als Miteigentümer tragen wir Verantwortung für die Firma, bestimmen die grobe Richtung mit und stimmen für oder gegen die Entlastung des Vorstands. Gerade jetzt wo drei Viertel des Vorstands ausgetauscht wurden, ist ein Zeitpunkt, an dem wir Aktionäre dafür sorgen müssen, Aurubis in die richtige Richtung zu bewegen. Der alte Vorstand ist verantwortlich dafür, dass die organisierte Kriminalität in die Firma reingekommen ist, um Kupfer in Millionenwert zu klauen; verantwortlich für mehrere Tote bei Arbeitsunfällen; verantwortlich für mangelhaftes Risikomanagement; verantwortlich für Reputations- und Rechtsrisiken in der Lieferkette. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/der-neue-vorstand-sollte-endlich-mehr-transparenz-in-die-lieferkette-bringen-redebeitrag-von-luca-schiewe-auf-der-aurubis-hauptversammlung-2025/

Kritik an Entwurf des Koalitionsvertrags: Lieferkettengesetz nicht verhandelbar

Zu den öffentlich gewordenen Vorschlägen der Union, das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz abzuschaffen und die im vergangenen Jahr verabschiedete EU-Lieferkettenrichtlinie zu verhindern, erklärt Heike Drillisch von der Initiative Lieferkettengesetz:

Die Forderungen der Union aus den Koalitionsverhandlungen sind ein Frontalangriff auf sämtliche Menschenrechts- und Umweltstandards für Unternehmen. Globale Geschäfte dürfen kein rechtsfreier Raum sein.

Wir appellieren an die SPD, den Versuch der Union zu stoppen, zentrale Gesetze zum Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima in Deutschland und der EU zu schreddern. Die Union erinnern wir daran, dass sie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz 2021 selbst beschlossen hat, und fordern sie auf, weiterhin zu ihren Werten zu stehen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/lieferkettengesetz/kritik-an-entwurf-des-koalitionsvertrags-lieferkettengesetz-nicht-verhandelbar/

BAFA-Beschwerde und mangelnde Transparenz in der Lieferkette: Unsere Gegenanträge

Protestaktion in Mexiko: Die Ausschüsse für das Einzugsgebiet des Sonora-Flusses verlangen „Gesundheit für unsere Kinder“ (Foto: PODER). Auf dem Bild rechts ist die Mine Cobre Panama zu sehen. (Foto: CIAM)

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns wird abgelehnt.

Begründung:

Wir lehnen den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat ab, den im festgestellten Jahresabschluss der Aurubis AG zum 30.09.2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 211.383.521,48 € zur Ausschüttung einer Dividende von 1,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie – also insgesamt 65.488.545,00 € auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von 111.767.116,80 € – an die Aktionäre zu verwenden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/bafa-beschwerde-und-mangelnde-transparenz-in-der-lieferkette-unsere-gegenantraege-zur-aurubis-hauptversammlung-am-3-maerz-2025/

Aurubis – Nachhaltigkeit durch neokoloniale Ausbeutung?

Mine Cobre Panama (Foto: CIAM)

Einladung zur hybriden Infoveranstaltung am Vorabend der Hauptversammlung von Europas größtem Kupferkonzern

Zeit: Mittwoch, 2. April 2025, 18:30 Uhr – 20:30 Uhr

Ort: dock europe e.V., Internationales Bildungszentrum
Bodenstedtstr. 16, Hinterhof, Eingang a
22765 Hamburg

Anmeldung: Bitte bis zum 31.03. anmelden bei: dachverband[at]kritischeaktionaere.de (Betreff: Anmeldung Aurubis-Veranstaltung Hamburg 2.4.2025; bitte angeben, ob Teilnahme in Präsenz oder online)

Im vergangenen Jahr hat der Hamburger Metallkonzern Aurubis den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Doch ist diese Ehrung gerechtfertigt? Das Kerngeschäft von Aurubis ist die Einfuhr von Kupfererz und die Herstellung von Metallprodukten. Menschen, die beispielweise in Mexiko, Peru oder Bulgarien vom Kupferbergbau betroffen sind, prangern Umweltzerstörung, Gewalt und schwerwiegende Gesundheitsschädigungen an. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/aurubis-nachhaltigkeit-durch-neokoloniale-ausbeutung/

Berichtspflichten: Einheitliche Standards gegen Chaos und Willkür bei Nachhaltigkeitsberichten dringender denn je

  • Verbindliche Standards für Nachhaltigkeitsberichte stehen unter Druck
  • Kritik an Regulierung als „Bürokratie“ meist nur der Versuch, verbindliche Standards für Unternehmen weiter zu schwächen
  • Dachverband startet Umfrage unter 40 DAX-Konzernen zu Kosten der Unternehmensberichterstattung

Anlässlich der unklaren Signale der neuen EU-Kommission für die weitere Umsetzung des „European Green Deals“ herrscht bei Unternehmen große Unsicherheit mit Blick auf die gerade erst beschlossenen Standards. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert die politischen Parteien auf, sich im Bundestagswahlkampf klar zu einheitlichen und verbindlichen Standards sowie den Zielen des European Green Deals zu bekennen.

„Aktuell herrscht Chaos und Willkür, ob, was und wie Unternehmen über ihren Einfluss auf Mensch, Umwelt und Klima berichten sollen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/lieferkettengesetz/berichtspflichten-einheitliche-standards-gegen-chaos-und-willkuer-bei-nachhaltigkeitsberichten-dringender-denn-je/