Kategorie: Menschenrechte

„Sie liefern weiterhin an Kunden, die Menschenrechte verletzen oder in völkerrechtswidrige Kriegshandlungen verstrickt sind. Warum?“: Rede von Liva Schäfer

Die Hauptversammlung der Hensoldt AG 2024 in München

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Liva Schäfer und ich spreche heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Ich nehme Bezug auf unsere Gegenanträge, die ich hiermit auch formal stelle.

Sie halten weiter an einer einseitigen Gewinnmaximierung fest, treiben fragwürdige Expansionspläne voran und rüsten Krisen- und Konfliktregionen auf. Das steht in eklatantem Widerspruch zur Unterzeichnung des UN Global Campact, zu dem Sie sich verpflichtet haben.

Die folgenden Beispiele zeigen: eigene Selbstbeschränkungen zum Schutz von Menschenrechten wollen Sie sich nicht auferlegen. Bis heute fehlen der Geschäfts- und Exportstrategie Ihres Konzerns menschenrechtliche und moralische Eckpfeiler. Weiterlesen

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Volkswagen in China: Weiter unzureichende Konsequenzen aus Zwangsarbeitsrisiken

Protest vor der Hauptversammlung der Volkswagen AG in Berlin am 10. Mai 2023

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der Volkswagen AG am 29. Mai 2024

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand über die Gewinnverwendung zu widersprechen.

Begründung:
Statt vom Bilanzgewinn der Volkswagen Aktiengesellschaft aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 4.525.522.523,61 Euro jeweils einen Teilbetrag von
a) 2.655.808.362,00 Euro zur Zahlung einer Dividende von 9,00 Euro je dividendenberechtigter Stammaktie und
b) 1.868.221.331,70 Euro zur Zahlung einer Dividende von 9,06 Euro je dividendenberechtigter Vorzugsaktie
auszuschütten, sollten vielmehr 80 % der Dividende in die ökologische Transformation des Konzerns, in umweltverträgliche Alternativen in den Lieferketten, klimaverträglichere Produkte, zwangsarbeitsfreie Produkte und die Qualifizierung der Arbeitnehmenden investiert werden.  Weiterlesen

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„Die Arbeiter*innen müssen die Abfindung erhalten, die ihnen zusteht und um die sie betrogen wurden“: Rede von Sithyneth Ry, Gewerkschafter aus Kambodscha

Artemisa Ljarja (rechts) von der Kampagne für Saubere Kleidung übersetzt die Rede des Gewerkschafters Sithyneth Ry auf der Adidas-Hauptversammlung 2024

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat von Adidas,

Mein Name ist Artemisa Ljarja und ich stehe hier als Vertreterin der Kampagne für Saubere Kleidung –Clean Clothes Campaign Germany und im Besonderen des Bündnisses der Kampagne Pay Your Workers.

Diese wird die von mehr als 280 Gewerkschaften und Organisationen weltweit getragen und fordert von großen Bekleidungsunternehmen, wie Adidas, ein verbindliches Abkommen zu unterzeichnen, was die Sicherung von Löhnen, Abfindungen sowie die Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen in der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie gewährleistet. Weiterlesen

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Wir fordern einen Garantiefonds für Abfindungszahlungen für Arbeitnehmer*innen in den Adidas-Zuliefererbetrieben: Rede von Mauro Meggiolaro, Fondazione Finanza Etica

Mauro Meggiolaro spricht auf der Adidas-Hauptversammlung 2024

Guten Tag,

ich bin Mauro Meggiolaro und vertrete die Fondazione Finanza Etica, eine Bankstiftung mit Sitz in Florenz, Italien. 2017 gehörten wir zu den Gründern des europäischen Netzwerks für nachhaltiges Investorenengagement „SfC – Shareholders for Change“, das heute 17 Mitglieder mit einem verwalteten Vermögen von über 35 Milliarden Euro zählt.
Neben der Fondazione Finanza Etica haben drei weitere Mitglieder des Netzwerks Aktien oder Anleihen von Adidas in ihren Portfolios: Ecofi in Frankreich, Forma Futura Invest AG in der Schweiz und Friends Provident Foundation in Großbritannien. Auch sie vertrete ich heute bei der Versammlung. Weiterlesen

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„Hugo Boss macht hohe Gewinne, aber lässt diejenigen nicht daran teilhaben, die die Kleidung für das Unternehmen nähen“: Stellungnahme von Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET

Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET, bei ihrer Rede auf der virtuellen Hauptversammlung der Hugo Boss AG 2024
  1. Soziale Gerechtigkeit in der Lieferkette- Audits:

    Die Nachhaltigkeitsstrategie von Hugo Boss nennt fünf Handlungsfelder, alle beziehen sich auf Umweltaspekte. Es gibt nicht ein einziges soziales Nachhaltigkeitsziel. Es ist höchst kritikwürdig, dass Hugo Boss Nachhaltigkeit so einseitig sieht und ein Engagement für soziale Nachhaltigkeit offenbar geringschätzt. Dies lässt sich auch daran erkennen, dass Hugo Boss zwar hohe Gewinne gemacht hat, daran aber diejenigen nicht teilhaben lässt, die die Kleidung für das Unternehmen nähen. Die Aktionär*innen kommen in den Genuss von höheren Ausschüttungen, die Näherinnen erhalten weiterhin keine existenzsichernde Löhne bei den Lieferanten von Hugo Boss. Weiterlesen

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    Mercedes-Benz ist „der gute Stern“ abhandengekommen

    Pressemitteilung zur virtuellen Hauptversammlung am 8. Mai 2024

    • Kritik an Luxusstrategie des Konzerns
    • Statt hoher Dividende mehr Investitionen in Klimaschutz und Elektromobilität
    • Konflikte mit dem Lieferkettengesetz in China
    • Gewerkschaftsfeindlich Kampagne von Mercedes-Benz in Alabama/USA

    Köln/Stuttgart – Auf der heutigen virtuellen Hauptversammlung AG konfrontiert der Dachverband der Kritischen Aktionäre die Mercedes-Benz Group mit vielen Vorwürfen, verweigert dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung und fordert eine Absenkung der Dividende von 5,30 Euro je Aktie auf 10 Cent.

    „Früher einmal warb die Daimler-Benz AG mal mit dem Slogan ´Ihr guter Stern auf allen Straßen´“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. „Aber in den letzten Jahren ist dem Unternehmen der gute Stern abhandengekommen. Weiterlesen

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    Lohndiebstahl in der Lieferkette und Unterdrückung von Gewerkschaftsarbeit

    Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
    zur Hauptversammlung der Adidas AG am 16.05.2024

    Protest mit der Kampagne für Saubere Kleidung auf der Adidas-Hauptversammlung 2023 in Fürth

    Zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

    Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

    Begründung:

    Die vorgeschlagene Dividende von 0,70 Euro pro dividendenberechtigter Stückaktie ist zu hoch. Daher fordert der Dachverband, dass anstatt der Ausschüttung der Dividende ein größerer Teil des Bilanzgewinns für umfassende Maßnahmen verwendet wird, um strukturelle Probleme in der Lieferkette von Adidas anzugehen und grundlegende Arbeitsrechte und Sozialstandards umzusetzen. Weiterlesen

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    Einkäufe in China bergen hohes Risiko von Zwangsarbeit in der Lieferkette

    Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
    zur Hauptversammlung der BMW AG am 15.5.2024

    Protest von Fridays for Future während der BMW-Hauptversammlung 2023 in München

    Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

    Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

    Begründung:

    Die vorgeschlagene Dividende von 6,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie und somit auch die diesjährige Ausschüttungsquote von 33,7 Prozent sind zu hoch. Angesichts des Investitionsbedarfs in Klima- und Umweltschutz sowie in nachhaltige Elektromobilität fordert der Dachverband, die Ausschüttung der Dividende auf 0,10 Euro je Aktie zu begrenzen.


    Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

    Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 nicht zu entlasten. Weiterlesen

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