Kategorie: Menschenrechte

Traton-Tochter Scania Brasil muss sich seiner historischen Verantwortung stellen

Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der Traton AG am 14.05.2025


Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 4: Entlastung der Mitglieder des Vorstands


Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024 nicht zu entlasten.

Begründung:
Der Aufsichtsrat der Traton SE kommt seiner Verantwortung nicht nach, sich umfassend zu dem Menschenrechtsverletzungen in der Firmenhistorie zu bekennen.

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären hatte TRATON SE im vergangenen Jahr aufgefordert, sich endlich seiner historischen Verantwortung zu stellen und die Kollaboration ihrer heutigen Tochterfirma Scania Brasil mit der brasilianischen Militärdiktatur zu untersuchen. Der Dachverband hat dazu eine Reihe von historischen Belegen angesprochen und diese in einem Redebeitrag auf der HV 2024 dargelegt und TRATON SE zum Handeln aufgefordert. Weiterlesen

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Nichtregierungsorganisationen konfrontieren RWE mit einer Vielfalt von Risiken

RWE-Hauptversammlung: Unsere Reden und unsere Protestkundgebung am 30. April 2025

Während der Vorstand und Aufsichtsrat in einem Studio sitzt, haben sich vor der Essener RWE-Konzernzentrale am RWE-Platz 30 Menschen eingefunden. Sie halten ein Banner hoch auf dem zu lesen ist: Von Peru bis zum Hambi: RWE zur Rechenschaft ziehen!“

„Von Peru bis zum Hambi“: Hana Obser vom Dachverband protestierte vor der Konzernzentrale in Essen und verlangte, RWE zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Geschäftstätigkeit von RWE beinhaltet eine Vielfalt von Risiken. Damit konfrontiert wurden die Konzernverantwortlichen von unserem internationalen Bündnis von Nichtregierungsorganisationen:

  • die Nama Traditional Leaders Association aus Namibia
  • das European Center for Constitutional und Human Rights (ECCHR)
  • das Community Action Network aus Port Arthur im US-Bundesstaat Texas
  • das Wasserbündnis aus dem Rheinischen Revier
  • Biofuel Watch
  • die Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald
  • und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
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Risiken der fossilen Geschäftstätigkeit: Unsere Gegenanträge

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2, Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der RWE Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,10 je dividendenberechtigter Stückaktie = EUR 813.332.132,80
Gewinnvortrag = EUR 115.279.942,49
Bilanzgewinn = EUR 928.612.075,29

Der Dachverband lehnt die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 ab.

Begründung:

Aufgrund der Risiken, die von der fossilen Geschäftstätigkeit von RWE ausgeht, müssen die Rücklagen für Entschädigungen und Maßnahmen zur Abwendung von Schäden erheblich erhöht werden.

Inwieweit Betroffene der Klimakrise RWE zur Verantwortung ziehen können, ist u.a. vom Ausgang eines derzeit noch schwebenden Verfahrens am Oberlandesgericht Hamm (Klimaklage Saúl Luciano Lluiya gegen RWE) abhängig. Weiterlesen

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Aurubis und seine rücksichtslose Rohstoffausbeutung

Mit BAFA-Beschwerde, unbequemen Fragen und Protest setzt Bündnis Europas größten Kupferkonzern unter Druck

Protest vor Beginn der Aurubis-Hauptversammlung vor dem Congress Center Hamburg: v.r. Mitarbeiter*innen von Goliathwatch, Romero Initiative und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

„Aurubis veröffentlicht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen grundsätzlich keine Informationen zu seiner Lieferantenbasis, konkreten Minen oder Bezugsmengen.“ Auf vielen ihrer Fragen erhielt Vanessa Schaeffer Manrique, Umweltanwältin aus Peru, immer dieselbe Standardantwort vom Aurubis-Vorstand. Europas größter Kupferkonzern hat offensichtlich kein Interesse, Auskunft darüber zu geben, unter welchen Bedingungen der Rohstoff abgebaut wird. Die Lieferanten von Aurubis in Peru, Panama und Mexiko werden mit Umweltzerstörung, Gewalt und schwerwiegenden Gesundheitsschädigungen in Verbindung gebracht. Weiterlesen

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„Der neue Vorstand sollte endlich mehr Transparenz in die Lieferkette bringen“: Redebeitrag von Luca Schiewe, Facing Finance

Sehr geehrter Herr Vorstandsvorsitzender Haag,
sehr geehrter Herr Aufsichtsratsvorsitzender Vahrenholt,
sehr geehrtes Aktionariat,

als Aktionäre partizipieren wir nicht einfach nur am finanziellen Erfolg oder Misserfolg von Aurubis, sondern sind auch Miteigentümer. Als Miteigentümer tragen wir Verantwortung für die Firma, bestimmen die grobe Richtung mit und stimmen für oder gegen die Entlastung des Vorstands. Gerade jetzt wo drei Viertel des Vorstands ausgetauscht wurden, ist ein Zeitpunkt, an dem wir Aktionäre dafür sorgen müssen, Aurubis in die richtige Richtung zu bewegen. Der alte Vorstand ist verantwortlich dafür, dass die organisierte Kriminalität in die Firma reingekommen ist, um Kupfer in Millionenwert zu klauen; verantwortlich für mehrere Tote bei Arbeitsunfällen; verantwortlich für mangelhaftes Risikomanagement; verantwortlich für Reputations- und Rechtsrisiken in der Lieferkette. Weiterlesen

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Kritik an Entwurf des Koalitionsvertrags: Lieferkettengesetz nicht verhandelbar

Zu den öffentlich gewordenen Vorschlägen der Union, das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz abzuschaffen und die im vergangenen Jahr verabschiedete EU-Lieferkettenrichtlinie zu verhindern, erklärt Heike Drillisch von der Initiative Lieferkettengesetz:

Die Forderungen der Union aus den Koalitionsverhandlungen sind ein Frontalangriff auf sämtliche Menschenrechts- und Umweltstandards für Unternehmen. Globale Geschäfte dürfen kein rechtsfreier Raum sein.

Wir appellieren an die SPD, den Versuch der Union zu stoppen, zentrale Gesetze zum Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima in Deutschland und der EU zu schreddern. Die Union erinnern wir daran, dass sie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz 2021 selbst beschlossen hat, und fordern sie auf, weiterhin zu ihren Werten zu stehen. Weiterlesen

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BAFA-Beschwerde und mangelnde Transparenz in der Lieferkette: Unsere Gegenanträge

Protestaktion in Mexiko: Die Ausschüsse für das Einzugsgebiet des Sonora-Flusses verlangen „Gesundheit für unsere Kinder“ (Foto: PODER). Auf dem Bild rechts ist die Mine Cobre Panama zu sehen. (Foto: CIAM)

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns wird abgelehnt.

Begründung:

Wir lehnen den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat ab, den im festgestellten Jahresabschluss der Aurubis AG zum 30.09.2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 211.383.521,48 € zur Ausschüttung einer Dividende von 1,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie – also insgesamt 65.488.545,00 € auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von 111.767.116,80 € – an die Aktionäre zu verwenden. Weiterlesen

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Deutsche Bahn-Tochter DB E.C.O. Group lässt Memorandum of Understanding mit Hafen- und Bahnprojekt GPM in Brasilien auslaufen

Es fährt (zumindest nach jetzigem Stand der Dinge) kein Zug durch das östliche Amazonien mithilfe dem Know-How der Deutschen Bahn.

Deutsche Bahn-Tochter DB E.C.O.Group lässt Memorandum of Understanding mit Hafen- und Bahnprojekt GPM (Grão-Pará Maranhão) in Alcântara im brasilianischen Bundesstaaat Maranhão auslaufen
Bahnstrecke in Amazonien. Hier: Carajás-Eisenbahn. Foto: Christian Russau

Die Deutsche Bahn-Tochter DB E.C.O. Group hat die eigentlich beabsichtigte Beteiligung am Hafen-und Bahnprojekt GPM (Grão-Pará Maranhão) in Alcântara im brasilianischen Bundesstaaat Maranhão im östlichen Amazonasgebiet durch Auslaufen des im Februar 2023 (siehe Bericht bei KoBra) mit GPM geschlossenen Memorandum of Understanding auslaufen lassen. Dies hat die Beschwerdestelle der Deutschen Bahn, bei der die brasilianischen Organisation Justiça nos Trilhos gemeinsam mit Misereor, Rettet den Regenwald, KoBra und das FDCL Ende Mai 2024 eine formale, an das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) angelehnten Beschwerde bei der DB eingereicht hatten, den Beschwerde führenden Organisationen im Januar dieses Jahres mitgeteilt:


„Wir stehen aktuell nicht aktiv im Austausch mit GPM und planen derzeit auch keine weitere Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.

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