Commerzbank AG Hauptversammlung 2026

Fossiles Rollback: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Commerzbank AG wird seiner Verantwortung zum Klima- und Umweltschutz nicht gerecht. Zwar ist anzuerkennen, dass die Commerzbank in einzelnen Bereichen erste Schritte in Richtung klarerer Positionierung unternommen hat. So hat sie kürzlich erstmals öffentlich Stellung zum Tiefseebergbau bezogen. Zudem wurde Ende 2025 die direkte Finanzierung von Öl-Midstream-Projekten ausgeschlossen. Diese Maßnahmen bleiben jedoch punktuell und stehen im Widerspruch zu gleichzeitigen Rückschritten in zentralen fossilen Sektoren.

Darüber hinaus bleibt die Commerzbank in vielen wesentlichen Sektoren eine klare öffentliche Position schuldig. Weiterlesen

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Hauptversammlung 2026 Brenntag SE

Lockouts im Widerspruch zu Menschenrechtsverpflichtung: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorstand der Brenntag SE die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand wird seiner menschenrechtlichen und sozialen Verantwortung gegenüber den eigenen Beschäftigten nicht gerecht.

Arbeitsrechte: Widerspruch zwischen Menschenrechtsverpflichtung und Praxis

Das Vorgehen von Brenntag in seinen US-amerikanischen Geschäftsbereichen steht in eklatantem Widerspruch zu den eigenen Unternehmensrichtlinien und Menschenrechtserklärung. Dort verpflichtet sich Brenntag unter Punkt 2 („Vereinigungsfreiheit, Recht auf Kollektivverhandlungen“) verpflichtet sich Brenntag ausdrücklich dazu, das Recht der Mitarbeitenden zu respektieren, „ohne Bedrohung und Einschüchterung einer Gewerkschaft oder Arbeitnehmervertretung ihrer Wahl beizutreten oder dies nicht zu tun“, sowie das Recht auf Tarifverhandlungen anzuerkennen und sicherzustellen, dass Arbeitnehmervertreter weder benachteiligt noch begünstigt werden. Weiterlesen

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Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

„Auch die Tabakindustrie hat sich jahrzehntelang dagegen gewehrt, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht“: Rede von Dr. Peter Clausing, Pestizid Aktions-Netzwerk

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,

mein Name ist Dr. Peter Clausing vom Pestizid Aktions-Netzwerks und ich spreche als Bevollmächtigter des Dachverbandes der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Als Toxikologe bin ich mit den Eigenschaften des AlzChem-Wirkstoffs Cyanamid und mit den einschlägigen gesetzlichen Regelungen und internationalen Empfehlungen vertraut.

Wie Ihnen bekannt ist, verlor Cyanamid in der EU im September 2008 seine Genehmigung, weil -und ich zitiere aus der entsprechenden Entscheidung der EU-Kommission: „eindeutig davon auszugehen ist, dass der Wirkstoff sich schädlich auf die menschliche Gesundheit und insbesondere die der Anwender auswirkt.“

Ich gehe davon aus, dass Sie mir zustimmen, dass die EU-Kommission ihre Entscheidungen nicht leichtfertig trifft. Weiterlesen

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Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

„Keine Ausstiegsstrategie für hochgefährliche Pestizide“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir zusammen mit unseren Partnerorganisationen von Ihnen, von Alzchem, ein Ende der Exporte von hochgefährlichen Pestiziden, die in der EU aus Gründen des Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes nicht zugelassen sind. Wir kritisieren das Fehlen einer klaren Ausstiegsstrategie für hochgefährliche Pestizide sowie mangelnde Transparenz hinsichtlich Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten.

Daher werden wir auch dieses Jahr den Vorstand nicht entlasten. Wir haben dazu einen entsprechenden Gegenantrag eingereicht, den ich hiermit stelle.

Ich habe aber vor allem Fragen an Sie, insbesondere zu Ihrer Stellungnahme zu unserem Gegenantrag, die Sie – anders als andere Aktiengesellschaften – ja bereits auch transparent und ausführlich auf Ihrer HV-Internetseite veröffentlicht haben. Weiterlesen

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Pressemitteilung Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

Alzchem: Länderübergreifender Protest fordert Exportstopp hochgefährlicher Pestizide

  • Protestaktionen in Südafrika und Deutschland
  • Organisationen werfen Alzchem Versäumnisse bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten vor
  • Veröffentlichung einer umfangreichen Abhandlung über den Wirkstoff Cyanamid

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Alzchem Group AG erneuern zivilgesellschaftliche Organisationen aus Südafrika und Deutschland ihre scharfe Kritik am fortgesetzten Export und der Vermarktung des Pestizids Dormex mit dem Wirkstoff Cyanamid. Die Organisationen Women on Farms Project, Umweltinstitut München, PAN Germany, INKOTA-Netzwerk und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern einen sofortigen Stopp des Exports hochgefährlicher Pestizide, die in der EU verboten sind.

Die Organisationen werfen Alzchem vor, bewusst doppelte Standards anzuwenden: Cyanamid bzw. Dormex, die für die reguläre Verwendung in der EU als zu gefährlich gelten, werden gezielt in Länder mit schwächerem Arbeits- und Umweltschutz exportiert. Weiterlesen

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EnBW AG Kohleausstieg Lieferkettengesetz Hauptversammlung 2026

Fossiler Rollback statt Blick in die Zukunft: Unser Gegenantrag zur Hauptversammlung 2026 der EnBW

Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur virtuellen Hauptversammlung der EnBW Baden-Württemberg AG am 7. Mai 2026

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der EnBW kommt weiterhin nicht seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und verletzt die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette.

Im Geschäftsjahr 2025 hat EnBW AG immer noch rund 50 Prozent des Umsatzes aus der Verbrennung fossiler Energien erwirtschaftet. Das zeigt eine Analyse von urgewald auf Basis der Global Coal Exit List (GCEL) und der Global Oil and Gas Exit List (GOGEL). Weiterlesen

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BASF SE Hauptversammlung 2026

„Langfristige Fracking-Gas-Verträge bis 2043 stehen im Widerspruch zu Klima- und Menschenrechtszielen“: Rede von Matthias Bachmann

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist Matthias Bachmann und ich spreche heute für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, sowie im zweiten Teil für Share Action. BASF betont regelmäßig ihre Verantwortung für Menschenrechte und nachhaltige Lieferketten. Umso problematischer erscheint die langfristige LNG-Lieferbeziehung mit dem US-Unternehmen Cheniere.

Im Jahr 2023 unterzeichnete BASF einen langfristigen Vertrag mit Cheniere Energy über bis zu rund 0,8 Millionen Tonnen US-LNG pro Jahr. Dieses Sales and Purchase Agreement (SPA) läuft bis 2043. Laut dem BASF-Geschäftsbericht 2023 „kann das vereinbarte Liefervolumen etwa ein Drittel des erwarteten Erdgasbedarfs von BASF in Europa decken“, was durchaus erheblich ist. Weiterlesen

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Münchener Rück AG Hauptversammlung 2026

Milliarden für Aktionäre – aber welcher Maßstab gilt für faire Löhne und Menschenrechtsrisiken?: Fragen von Matthias Bachmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,

ich spreche heute für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Viele unserer Fragen wurden heute schon gestellt – insbesondere zur Klima und LNG-Thematik von unseren Kollegen von Urgewald – ich werde mich entsprechend kurz fassen, aber ich möchte, auch im Hinblick auf die Abstimmung, noch zu ausgewählten Punkten Fragen stellen, die aus meiner Sicht mehr Transparenz und Begründung erfordern.  

Dividende und Aktienrückkäufe

Das Geschäftsjahr 2025 war für Munich Re sehr erfolgreich, und die vorgeschlagene Dividende von 24 € je Aktie sowie ein Aktienrückkauf von 2,25 Mrd. Weiterlesen

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