Willi Schwope von Fridays for Future bei der Aktionärsversammlung von Daimler: „Ich bin hier, um Sie wach zu rütteln!“
Sehr geehrter Herr Zetsche, sehr geehrter Herr Kälenius, sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Mein Name ist Willi Schwope, ich bin 18 Jahre alt, komme aus Berlin und mache gerade mein Abitur. Ich gehe, wie viele tausend andere Menschen, darunter viele Schülerinnen und Schüler, wöchentlich auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.
Wir wissen und sind dabei durch die Wissenschaft bestätigt, dass wir auf dem eingeschlagenen Weg mit übermäßigen CO2-Emissionen in eine globale Klimakatastrophe rennen. Weiterlesen
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Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrter Aufsichtsrat, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Mein Name ist Ali
Jameel. Ich arbeite bei der jemenitischen Menschenrechtsorganisation Mwatana. Wir
dokumentieren in akribischer Kleinarbeit die Folgen des Krieges in meiner
Heimat und sichten nach Anschlägen auch die Überbleibsel der genutzten Waffen. Dabei
stellen wir immer wieder fest: auch Waffen deutscher und europäischer
Rüstungshersteller kommen in diesem Krieg zum Einsatz und tragen zum Tod
unschuldiger Menschen und zur Zerstörung von Schulen, Gesundheitszentren und
anderer wichtiger Infrastruktur bei.
Ich habe die lange Reise von der jemenitischen Hauptstadt
Saana in Kauf genommen, um heute hier vor Ihnen zu stehen und zu sprechen und fordere
sie dringend auf: Beenden Sie jedwede finanzielle Unterstützung für
Unternehmen, die den Krieg in meiner Heimat befeuern! Weiterlesen
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mein Name ist Barbara Happe, ich arbeite
bei der Menschenrechtsorganisation urgewald und bin im Vorstand der Kritischen
Aktionär*innen.
Seit Jahren kommen wir hierher, um Sie
davon zu überzeugen, dass Sie Ihre Rüstungsrichtlinie ändern müssen.
Seit Jahren berichten wir von
Menschenrechtsverletzungen von Rüstungskunden Ihres Hauses.
Seit Jahren antworten Sie, dass Sie sich
an Recht und Gesetz halten und dass Sie deswegen nichts ändern müssen.
Dass das nicht stimmt, haben die Worte
von Herrn Jameel gezeigt! Nehmen Sie seine warnenden und appellierenden Worte
Ernst! Machen Sie sich nicht länger mitschuldig am Töten im Jemen!
Die Bundesregierung hat erkannt, dass es
ein Fehler war, lange nichts zu tun, wegzusehen vor den Grauen dieses Krieges
und hat deswegen Exportrestriktionen für Lieferungen in den Jemen-Krieg
verhängt. Weiterlesen
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, meine Damen und Herren,
mein Name
ist Jens Hilgenberg und ich spreche hier und heute für den Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. und den Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre.
Wir
beantragen heute sowohl dem Vorstand, als auch dem Aufsichtsrat der Daimler AG
die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 zu verweigern. Der entsprechende
Gegenantrag wurde fristgerecht eingereicht und auf der Konzernwebsite
veröffentlicht.
Lange hat
der Konzernvorstand seine Rolle im Diesel-Abgasskandal geleugnet. Noch letztes
Jahr wurde von Herrn Zetsche öffentlich beteuert, die Daimler AG habe bei den
Abgaswerten ihrer Dieselfahrzeuge nicht betrogen. Weiterlesen
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• Trotz Richtlinie keine Skrupel bei Finanzierung von Kriegslieferanten • Menschenrechtler aus dem Jemen fordert schärfere Standards • Geschäfte mit BAE Systems und Rheinmetall zeigen ethische Untiefen
Wiesbaden, 22.5.2019
Nachdem die Fusion mit der Deutschen Bank geplatzt ist, sollte der
Vorstand der Commerzbank sich durch eine ethischere Ausrichtung seiner
Geschäfte vom großen Konkurrenten absetzen. Das fordern Vertreter*innen
verschiedener NGOs auf der heutigen Hauptversammlung. Auch Ali
Jameel von der jemenitischen NGO Mwatana wird auf der Hauptversammlung
sprechen. Er lebt in Sanaa und ist vom Jemen-Krieg betroffen.
Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts im März 2015 versucht
seine Organisation in akribischer Recherche die verantwortlichen
Waffenlieferanten zu identifizieren. Weiterlesen
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heute
Vormittag haben wir vor der Messehalle zusammen mit Attac und FridaysForFuture
für eine sozial-ökologische Verkehrswende protestiert. Es müsste inzwischen uns
allen klar sein, den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand und
Aufsichtsrat von Daimler, dass es so nicht weitergeht. Wir brauchen eine
klimagerechte Mobilität ohne schmutzige großvolumige SUVs.
Meine
Damen und Herren, bei Rüstungsunternehmen denken viele zuerst an Krauss-Maffei
Wegmann oder Heckler & Koch. Doch auch die deutsche Automobilindustrie
verdient mit Rüstungsgeschäften Geld. Bei Daimler reicht das Portfolio von Geländewagen über
Kleintransporter bis hin zu Unimogs und schweren Lastwagen.
Herr
Zetsche, darauf scheinen Sie richtig stolz zu sein. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der persönlich
haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2018
Der
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, der
persönlich haftenden Gesellschafterin die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Die
persönlich haftende Gesellschafterin der DWS KGaA, die DWS Management GmbH, kommt
weder ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten noch ihrer Verantwortung hinreichend
nach, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels im Sinne des Pariser
Klimaschutzabkommens umzusetzen. Die DWS besitzt keine kategorischen
Ausschlusskriterien für ökologisch und menschenrechtlich hoch sensitive
Branchen wie die Kohle- oder Rüstungsindustrie.
Keine Ausschlusskriterien für umstrittene
Rüstungsexporte und Atomwaffen
Die
DWS schließt generell lediglich Investitionen in Streumunitions- und
Landminenhersteller aus. Darüber hinaus bekennt sie sich nur dazu, Umwelt- und
Sozialkriterien in Analysen und Anlageentscheidungen einzubeziehen und sich im
Rahmen von Engagement-Prozessen mit Unternehmen zu diesen Themen
auseinanderzusetzen und dies auch beim Abstimmungsverhalten auf
Aktionärsversammlungen zu berücksichtigen. Weiterlesen
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• 11,2 Mrd. Euro erhielt Uniper seit Paris-Abkommen von Banken • Konzern investiert Geld nach wie vor nicht im Sinne von Paris-Zielen • Zunehmender Fokus auf Gas schafft neue Gefahren
Düsseldorf, 21.5.2019 Einen Tag vor der Uniper-Hauptversammlung zeigt eine Finanzrecherche die wichtigsten europäischen Investoren und Geldgeber von Europas größten Kohleunternehmen, zu denen auch Uniper gehört.
Uniper erhielt seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens 11,2 Mrd. Euro an Krediten und Investmentdienstleistungen, allen voran von der Deutschen Bank [1]
und der niederländischen ING mit je rund 800 Mio. Euro, knapp gefolgt
von Commerzbank, Bayern LB und UniCredit mit je rund 790 Mio.Weiterlesen
Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/uniper/neue-recherche-zeigt-groesste-investoren-und-geldgeber/
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