Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, meine Damen und Herren,
mein Name
ist Jens Hilgenberg und ich spreche hier und heute für den Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. und den Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre.
Wir
beantragen heute sowohl dem Vorstand, als auch dem Aufsichtsrat der Daimler AG
die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 zu verweigern. Der entsprechende
Gegenantrag wurde fristgerecht eingereicht und auf der Konzernwebsite
veröffentlicht.
Lange hat
der Konzernvorstand seine Rolle im Diesel-Abgasskandal geleugnet. Noch letztes
Jahr wurde von Herrn Zetsche öffentlich beteuert, die Daimler AG habe bei den
Abgaswerten ihrer Dieselfahrzeuge nicht betrogen. Weiterlesen
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• Trotz Richtlinie keine Skrupel bei Finanzierung von Kriegslieferanten • Menschenrechtler aus dem Jemen fordert schärfere Standards • Geschäfte mit BAE Systems und Rheinmetall zeigen ethische Untiefen
Wiesbaden, 22.5.2019
Nachdem die Fusion mit der Deutschen Bank geplatzt ist, sollte der
Vorstand der Commerzbank sich durch eine ethischere Ausrichtung seiner
Geschäfte vom großen Konkurrenten absetzen. Das fordern Vertreter*innen
verschiedener NGOs auf der heutigen Hauptversammlung. Auch Ali
Jameel von der jemenitischen NGO Mwatana wird auf der Hauptversammlung
sprechen. Er lebt in Sanaa und ist vom Jemen-Krieg betroffen.
Seit der Eskalation des bewaffneten Konflikts im März 2015 versucht
seine Organisation in akribischer Recherche die verantwortlichen
Waffenlieferanten zu identifizieren. Weiterlesen
Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/commerzbank/geplatzte-fusion-chance-sich-von-deutscher-bank-abzusetzen/
heute
Vormittag haben wir vor der Messehalle zusammen mit Attac und FridaysForFuture
für eine sozial-ökologische Verkehrswende protestiert. Es müsste inzwischen uns
allen klar sein, den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand und
Aufsichtsrat von Daimler, dass es so nicht weitergeht. Wir brauchen eine
klimagerechte Mobilität ohne schmutzige großvolumige SUVs.
Meine
Damen und Herren, bei Rüstungsunternehmen denken viele zuerst an Krauss-Maffei
Wegmann oder Heckler & Koch. Doch auch die deutsche Automobilindustrie
verdient mit Rüstungsgeschäften Geld. Bei Daimler reicht das Portfolio von Geländewagen über
Kleintransporter bis hin zu Unimogs und schweren Lastwagen.
Herr
Zetsche, darauf scheinen Sie richtig stolz zu sein. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der persönlich
haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2018
Der
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, der
persönlich haftenden Gesellschafterin die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Die
persönlich haftende Gesellschafterin der DWS KGaA, die DWS Management GmbH, kommt
weder ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten noch ihrer Verantwortung hinreichend
nach, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels im Sinne des Pariser
Klimaschutzabkommens umzusetzen. Die DWS besitzt keine kategorischen
Ausschlusskriterien für ökologisch und menschenrechtlich hoch sensitive
Branchen wie die Kohle- oder Rüstungsindustrie.
Keine Ausschlusskriterien für umstrittene
Rüstungsexporte und Atomwaffen
Die
DWS schließt generell lediglich Investitionen in Streumunitions- und
Landminenhersteller aus. Darüber hinaus bekennt sie sich nur dazu, Umwelt- und
Sozialkriterien in Analysen und Anlageentscheidungen einzubeziehen und sich im
Rahmen von Engagement-Prozessen mit Unternehmen zu diesen Themen
auseinanderzusetzen und dies auch beim Abstimmungsverhalten auf
Aktionärsversammlungen zu berücksichtigen. Weiterlesen
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• 11,2 Mrd. Euro erhielt Uniper seit Paris-Abkommen von Banken • Konzern investiert Geld nach wie vor nicht im Sinne von Paris-Zielen • Zunehmender Fokus auf Gas schafft neue Gefahren
Düsseldorf, 21.5.2019 Einen Tag vor der Uniper-Hauptversammlung zeigt eine Finanzrecherche die wichtigsten europäischen Investoren und Geldgeber von Europas größten Kohleunternehmen, zu denen auch Uniper gehört.
Uniper erhielt seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens 11,2 Mrd. Euro an Krediten und Investmentdienstleistungen, allen voran von der Deutschen Bank [1]
und der niederländischen ING mit je rund 800 Mio. Euro, knapp gefolgt
von Commerzbank, Bayern LB und UniCredit mit je rund 790 Mio.Weiterlesen
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Dachverband und Attac und protestieren am 22. Mai vor der Daimler-Hauptversammlung, Messe Berlin (Süd), Tor 25, vor Eingang Halle 26, Jafféstr. 2
Die Daimler AG macht sich sowohl durch mangelnden Aufklärungswillen beim Dieselskandal als auch durch Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete schuldig. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert deshalb, Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens bei der Hauptversammlung am 22. Mai nicht zu entlasten.
Lange
hat die Daimler AG versucht ihre Verantwortung im Diesel-Abgasskandal
klein zu reden. Aber die 2018 vom Kraftfahrbundesamt angeordneten
Rückrufe widerlegen diese Beteuerungen. Das Vorstandsmitglied des
Dachverbands, Jens Hilgenberg, fordert: „700.000 Fahrzeuge muss der
Konzern europaweit zurückrufen, darunter Fahrzeuge die noch letztes Jahr
von der Daimler AG als Neuwagen verkauft wurden. Weiterlesen
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Wenn am 28. Mai 2019 Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall im Berliner Maritim Hotel zur Hauptversammlung lädt, möchten wir mit einer Parade den Toten gedenken, ihr Leben nochmals feiern und gegen die skrupellose Geschäftsstrategie von Rheinmetall protestieren!
Rheinmetall
profitiert wie kaum ein anderer deutscher Konzern von den Kriegen
dieser Welt – und liefert seine Güter auch an Länder wie Saudi-Arabien,
Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Türkei. Dass diese
Empfängerländer in Kriege involviert sind und Menschenrechte
systematisch missachten, stört Rheinmetall nicht. Geliefert wird die
ganze Produktpalette von Munition, Bomben bis hin zu Militärfahrzeugen
und kompletten Munitionsfabriken. Rheinmetall hilft, Despoten
aufzurüsten und sie mit eigenen Rüstungsfabriken zu versorgen. Weiterlesen
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Aktivist*innen von Extinction Rebellion fordern mehr Klimaschutz von BMW.
Foto: Martin Bauhof
Dass Autokonzerne wie BMW und die Klimakrise etwas miteinander zu tun haben, liegt auf der Hand. Darauf werden heute auf der Hauptversammlung des bayrischen Unternehmens Schüler*innen von Fridays for Future hinweisen. Wie schon zuletzt bei Volkswagen, Lufthansa, RWE und anderen Konzernen überträgt der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Stimmrechte an die Klimaaktivist*innen.
Beim Abgas-Skandal ist BMW im Vergleich zu VW und Daimler glimpflich davongekommen. Wegen fehlerhafter Software in der Abgasreinigung bei 7.965 Autos musste der Konzern gerade mal 8,5 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Trotzdem muss sich BMW-Chef Harald Krüger fragen lassen, ob er inzwischen neue Erkenntnisse hat, dass in seinem Unternehmen wissentlich bei den Abgaswerten manipuliert wurde. Weiterlesen
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