Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
Konzerne haben mehrere Möglichkeiten, mit Protest umzugehen: Sie können sachbezogen darauf eingehen und ihr Geschäftsmodell anpassen; sie können so tun, als ob sie ihre Kritiker*innen ernst nehmen und mehr Nachhaltigkeit geloben; sie können Fakten schaffen, indem sie sich über einen erreichten gesellschaftlichen Konsens hinwegsetzen; und sie können versuchen, Widerstand zu kriminalisieren. Für die letzten beiden Möglichkeit hat sich RWE entschieden.
Dem Fakten-Schaffen von RWE setzen immer mehr Bürgerinnen und Bürger im Rheinischen Braunkohlerevier ihren zivilen Ungehorsam entgegen. Die Initiative „Alle Dörfer bleiben!“ hat vergangene Woche die Bauarbeiten der neuen „Grubenrandstraße“ L354n am Tagebau Garzweiler für einen Tag gestoppt. Weiterlesen
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• Ausschlusskriterien in der Regel nur für Nachhaltigkeitsfonds • Kohle: Investitionen in Kohlekraftwerksbauer • Rüstung: Investitionen in Kriegslieferanten
Auf ihrer ersten Hauptversammlung heute in Frankfurt will die Deutsche-Bank-Tochter DWS ihre Aktionär*innen von einer soliden Investitionspolitik überzeugen. Aktuelle Stichproben und Datenbankanalysen zeigen jedoch, dass die Fonds der Vermögensverwalterin ethische Grenzen weit überschreiten. Dies wird urgewald-Campaignerin Barbara Happe heute gegenüber dem Vorstand kritisieren.
Das
Hauptproblem: Kategorische Ausschlusskriterien für ökologisch und
menschenrechtlich hoch sensible Branchen wie die Kohle- oder die
Rüstungsindustrie kennt die DWS in der Regel nur für ihre
Nachhaltigkeitsprodukte, wodurch sie für einen Großteil ihrer
Produktpalette nicht gelten.
Darüber
hinaus schließt DWS lediglich Investitionen in Streumunitions- und
Landminenhersteller aus. Weiterlesen
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mein Name ist
Barbara Happe, ich arbeite für die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation
urgewald und bin im Vorstand des Dachverbandes der kritischen Aktionär*innen.
In diesem
Kontext beobachten und analysieren wir auch seit vielen Jahren die Leistungen
der Deutschen Bank und der DWS aus ökologischer und sozialer Perspektive.
Und: wir waren
gespannt auf die „neue“ etwas eigenständigere DWS. Wie heißt es so schön bei
Hermann Hesse: „Jedem Neuanfang wohnt
ein Zauber inne.“
Der Zauber, etwas anders zu machen, sich neu aufzustellen
und bestimmte Altlasten hinter sich zu lassen.
Und tatsächlich fällt hier heute auf, dass das Thema
Nachhaltigkeit deutlich häufiger genannt wird als bei der Hauptversammlung der Deutschen
Bank. Weiterlesen
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Aktivist*innen besetzen das Podium und legen die Hauptversammlung von Rheinmetall minutenlang lahm
Die Hauptversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin hat heute breite Proteste ausgelöst. Hunderte Menschen waren dem Aufruf „Rheinmetall: Die Toten kommen!“ von urgewald, Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären und weiteren Gruppen gefolgt.
Mit Totenmasken verkleidet zogen sie von der Botschaft Saudi-Arabiens über die türkische Botschaft bis zum Ort der Hauptversammlung im Berliner Maritim Hotel. Während der Aktionärsversammlung besetzten einige Aktivist*innen besetzten minutenlang die Bühne und konfrontierten Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionär*innen mit den Folgen der Rüstungsgeschäfte des Konzerns.
Mit ihrer „Totenparade“ haben die Teilnehmer*innen der Menschen gedacht, die durch die Güter des Konzerns ihr Leben verloren haben. Weiterlesen
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mein Name ist
Barbara Happe, ich arbeite bei der Menschenrechtsorganisation urgewald und bin
im Vorstand der Kritischen Aktionär*innen.
Seit Jahren kommen
wir hierher, um Sie davon zu überzeugen, ihr Rüstungsexportgeschäft mit Kriegs-
und Spannungsgebieten einzustampfen.
Seit Jahren
berichten wir von Menschenrechtsverletzungen, Toten und Verletzten durch Waffen
Ihres Hauses.
Seit Jahren perlt
jedwede Kritik komplett an Ihnen ab und Sie antworten stoisch, dass Sie sich ihren Investoren gegenüber verpflichtet
fühlen, die „zu recht eine Strategie erwarten, die auf Wachstum ausgerichtet ist“.
Seit Jahren antworten Sie, dass sie an
der Internationalisierungsstrategie festhalten werden, um über Standorte wie in
Südafrika und Italien dann alle Krisenherde dieser Welt bedienen zu können. Weiterlesen
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Letzte Hauptversammlung von Lonmin: Tribunal der Marikana Solidarity Collective
Das internationale Bündnis Plough
Back the Fruits, zu dem auch der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre gehört, fordert, dass der Platinkonzern Lonmin Rechenschaft ablegen
muss, bevor er vom südafrikanischen Goldbergbauunternehmen Sibanye Stillwater
übernommen wird.
In London veranstaltet die Marikana
Solidarity Collective heute während der letzten Hauptversammlung des
britisch-südafrikanischen Bergbaukonzerns ein Tribunal. Das Bündnis wirft dem
Unternehmen vor, es sei seit der Erschießung von 34 streikenden Minenarbeitern
in Marikana am 16. August 2012 gegenüber den Forderungen der Hinterbliebenen
und Verletzten untätig geblieben.
Bei der
Arbeitssicherheit schneidet Sibanye Stillwater von allen Unternehmen im
südafrikanischen Bergbausektor am schlechtesten ab: Allein 2018 kam es zu 24
Todesfällen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Christian Russau, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Um es
gleich vorweg zu nehmen: Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre stimmt KOMPLETT MIT ALLEN UNS ÜBERTRAGENEN AKTIEN GEGEN DIE
ENTLASTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT der FRAPORT AG.
FRAPORT
Brasil als 100%ige FRAPORT-Tochter hat zum 2. Januar 2018 den Betrieb des
brasilianischen Flughafens Salgado Filho in Porto Alegre im Süden Brasiliens
für die Dauer von 25 Jahren übernommen. FRAPORT hat sich dabei verpflichtet, am
Standort Porto Alegre Infrastrukturmaßnahmen sowie den Ausbau des Flughafens
vorzunehmen. Wie sagten Sie, Herr Schulte, anlässlich des Vertragsabschlusses:
„Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir heute mit Fortaleza und Porto Alegre zwei
neue, ideale Standorte in unser internationales Flughafen-Portfolio aufnehmen
können“. Weiterlesen
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