Deutsche Großunternehmen und ihre Verantwortung für das Erreichen der Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen
Die Agenda der Sustainable Development Goals (SDGs)
ist die weltweit wichtigste entwicklungspolitische Zielsetzung des
nächsten Jahrzehnts. Sie betrifft, im Gegensatz zu den
Millenniumszielen, auch die Industrienationen und damit in besonderem
Maße auch deutsche Unternehmen. Deutschland hat sich den 17 UN-Zielen
für eine nachhaltige Produktions- und Lebensweise verpflichtet, auch
viele Unternehmen möchten selbst einen eigenen Beitrag leisten. Doch was
heißt das konkret?
Die sichere, saubere und nachhaltige Trinkwasser-
wie Energieversorgung ist gleich in vier der 17 Ziele festgehalten.
Riskante und umweltschädigende Bergbauprojekte stehen dazu im
Widerspruch. Beteiligte Firmen müssen daher auch viele ihrer bisherigen
Geschäftspraktiken prüfen und ändern, um nachhaltig im Sinne der SDGs zu
agieren. Weiterlesen
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Buchvorstellung der englischen Ausgabe des Buchs „Zum Beispiel: BASF“: Autor*innen kritisieren Unternehmen für weiterhin unwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen im Platinabbau
Am 16. August jährt sich das Massaker von Marikana zum sechsten Mal, bei dem 34 friedlich streikende Minenarbeiter von der südafrikanischen Polizei erschossen wurden. Danach gab es viele Versprechen, das Anliegen der Streikenden zu achten: würdige Arbeits- und Lebensbedingungen. Auf unseren Druck hin wollte auch die BASF auf Platin-Zulieferer Lonmin einwirken. Wirklich passiert ist jedoch – nichts, wie der Sammelband „Zum Beispiel: BASF. Über Konzernmacht und Menschenrechte“ und eine ARD-Reportage nun eindrücklich aufzeigen.
Der Sammelband, dessen englische Ausgabe unter dem
Titel „Business as usual after Marikana – Corporate Power and Human
Rights“ nun pünktlich zum Gedenktag in Johannesburg vorgestellt wird,
liefert Antworten auf die Ausgangsfrage: Wie ist es möglich, dass die
Menschen, die eines der wertvollsten Metalle der Welt für ein deutsches
Vorzeigeunternehmen abbauen, in Slums leben? Weiterlesen
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Ruinöses Preisdiktat, moderner Landraub und Einsatz von Agrargiften: Der Dachverband kritisiert auf der Hauptversammlung von Südzucker den Umgang des Konzerns gegenüber Bäuerinnen und Bauern.
Die Südzucker AG setzt ihre Marktmacht rücksichtslos gegen unabhängige Zuckerrübenbäuerinnen und -bauern ein. „Nach dem Ende der europäischen Zuckermarkt-Verordnung will Südzucker die Rübenbäuerinnen und -bauern weiter preislich massiv unter Druck setzen, so dass sie restlos dem Diktat der Konzerne ausgeliefert sein werden“, kritisiert Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Zudem entzieht auch Südzucker wie viele andere Investoren immer mehr Landwirten Acker- und Weideland. Ein solcher Fall ist die 2.500 Hektar große Fläche in Sömmerda (Thüringen), die der Großkonzern 2016 für 29 Millionen Euro von einer ehemaligen LPG, erworben hat. Weiterlesen
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Kritische Aktionärinnen protestieren vor der Hauptversammlung gegen Atomtransporte
Auf der Hauptversammlung von Hapag-Lloyd
kritisierten Aktivistinnen die fortgesetzten Uranhexafluorid-Transporte
zur Versorgung der Atomindustrie sowie Rüstungstransporte.
Über
das Containerterminal Altenwerder wurden in 10 Transporten im
vergangenen Jahr etwa 3111 Tonnen Bruttomasse Uranhexafluorid aus
Montreal umgeschlagen. Die Route wird von den Reedereien OOCL und
Hapag-Lloyd gemeinsam bedient. Die vollmundig angekündigte
Verzichtserklärung von Hapag-Lloyd auf dem Umschlag von Kernbrennstoffen
betrifft diese Transporte nicht. Das Uranhexafluorid wird erst nach dem
Import im westfälischen Gronau und im niederländischen Almelo
angereichert zu Brennstoff für Atomkraftwerke und fällt dann erst in
die Kategorie Kernbrennstoff. „Ein echter Atomausstieg müsste
notwendigerweise den Stopp aller Atomtransporte beinhalten. Weiterlesen
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Vorab möchte ich anmerken, dass ich hier die erste Frau bin, die in der Hauptversammlung das Wort ergreift. Hapag-Lloyd hat ein Geschlechterproblem.
Ich heiße Hanna Poddig und rede für den Dachverband der kritischen Aktionär_innen, anlässlich der fortgesetzten Uranhexafluorid-Transporten rede ich zu Atomtransporten.
Ich war letztes Jahr in der Wismut unterwegs. Dort wurde in der DDR Uran abgebaut. Mehrere Dörfer mussten dem Uranabbau weichen und obwohl die Minen seit Jahrzehnten stillgelegt sind, leiden die Menschen vor Ort noch immer unter den Folgen, unter dem Abraum und Problemen mit radioaktiven Wasser. Obwohl in der Wismut viel Zeit, Energie und Geld investiert wurden, bleibt dort auf ewig ein strahlendes Erbe. Weiterlesen
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ich bin hier mit Aktien der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und engagiere mich seit einigen Jahren gegen Atomtransporte.
Im April verkündeten HHLA und Hapag-Lloyd öffentlichkeitswirksam auf Transporte von Kernbrennstoffen über den Hamburger Hafen zu verzichten. Anti-Atom-Initiativen stellten klar: Mit dieser Verzichtserklärung verzichtet zumindest Hapag-Lloyd auf gar nichts.
Die Atomtransporte, die Hapag-Lloyd bisher über den Hamburger Hafen durchgeführt hat, wären alle nicht von dem Verzicht betroffen, weil sie nicht als Kernbrennstoffe gelten.
Auch im vergangen Jahr 2017 wurden von Hapag-Lloyd wieder Transporte zur Versorgung der Atomindustrie durchgeführt. Auf der Route von Montreal zum Containerterminal Hamburg Altenwerder , genannt “Gateway Express 2 (GEX2)”, die von Hapag-Lloyd und der OOCL gemeinsam bedient wird, fanden 10 Transporte von Uranhexafluorid statt, 8 davon auf Schiffen der Hapag-Lloyd. Weiterlesen
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Die Situation in der Welt – Flucht, Hunger, Krieg, Klimawandel und Arbeitslosigkeit – veranlasst mich, heute hier zu sprechen.
Der Hamburger Presse habe ich entnommen, dass Hapag- LLoyd keine Waffen und Rüstung für den Export in Krisengebiete transportiert.
Das ist sehr erfreulich. Aber trifft das auch zu nach der Fusion von Hapag-Lloyd mit UASC (United Arab Shipping Company)?
Etwa ein Viertel der Hapag-Lloyd-Aktien-Anteile gehören damit Saudi-Arabien und Quatar. Saudi-Arabien aber ist kriegsführende Partei im Jemen. Die aktuelle Situation im Jemen ist eine humanitäre Katastrophe: Bedingt durch den Krieg herrscht Zerstörung und Hungersnot in der gesamten Bevölkerung.
Werden also nach der Fusion Rüstungsgüter an Saudi-Arabien geliefert? Weiterlesen
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