Thyssenkrupp AG Pressemitteilung Klimaschutz Hauptversammlung 2026

Thyssenkrupp: Zweifel an Jindal Steel als Partner für nachhaltige Transformation

Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG am 30. Januar 2026

  • Dividende und höhere Vorstandsvergütung bei Lohneinbußen der Belegschaft
  • Arbeitsschutz-Desaster: 421 meldepflichtige Unfälle
  • Indigene Gemeinschaft aus Mexiko wehrt sich gegen Ammoniak-Anlage von Uhde

Köln, 29.01.2025 – Während die Thyssenkrupp AG mitten in der Umstrukturierung steckt, der Umsatz weiterhin sinkt, Arbeitsplätze gestrichen werden und weiterer Stellenabbau droht, sind eine höhere Vorstandsvergütung und die Ausschüttung einer Dividende das falsche Signal. Deshalb wird der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre morgen auf der Hauptversammlung in Bochum Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns nicht entlasten.

Für uns ist fraglich, ob Jindal Steel International aus Umweltsicht ein verlässlicher Partner für die grüne Stahltransformation ist“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen

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Siemens AG Hauptversammlung 2026

Irreführender Lobby-Brief untergräbt fairen Entscheidungsprozess zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3.1: Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Roland Busch

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Roland Busch die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Dr. Roland Busch hat durch sein irreführendes Lobbying im Namen als Vorstandsvorsitzender der Siemens AG gegen allgemeine und Siemens‘ interne Grundsätze zu guter Unternehmensführung und integrer Lobbyarbeit verstoßen.

Irreführender Lobby-Brief untergräbt fairen demokratischen Entscheidungsprozess zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten und Vertrauen in Siemens

Zusammen mit dem CEO des fossilen Energiekonzerns Total Energies, Patrick Pouyanné, hatte sich Busch im Herbst 2025 mit einem Brief direkt an die Regierungschefs von Frankreich und Deutschland, Emmanuel Macron und Friedrich Merz gerichtet. Weiterlesen

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Hauptversammlung 2026 Siemens Healthineers AG

Tierquälerei in der Lieferkette: Unsere Gegenanträge

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand kommt seinen Sorgfaltspflichten nicht hinreichend nach, insbesondere bei der Integration von Tierschutzstandards in die Nachhaltigkeitsstrategie und Lieferkettenkontrolle.

Systematische Tierquälerei in der Lieferkette

Im September 2025 deckte die Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz durch einen dreimonatigen Undercover-Einsatz bei einem Lieferanten von Siemens Healthineers, der Asamhof GbR, schwerwiegende Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht auf (ARD-Mediathek „Tierversuche in der Siemensforschung: Kaninchenblut für Antikörper“ 23.09.2025). Zwischen 3.000 bis 4.000 Kaninchen werden dort unter grausamen Bedingungen zur Antikörperproduktion unter anderem für Siemens Healthineers gehalten. Weiterlesen

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Menschenrechte Klimaschutz

Fotoausstellung AMAZÔNIA: Kritik an Sponsoring durch KfW, DEG und die Zurich Versicherung

Offener Brief an das Rautenstrauch-Joest-Museum und den Kölner Kulturdezernent

Sehr geehrte Direktorinnen Nanette Snoep und Anne Fischer,
sehr geehrter Kulturdezernent Stefan Charles,

als Menschenrechts- und Umweltorganisationen, die sich seit Jahrzehnten für die Landrechte indigener Gemeinschaften in Lateinamerika einsetzen, begrüßen wir sehr die Würdigung der Arbeit von Sebastião Salgado durch die beeindruckende Ausstellung im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum.

Unsere Arbeit beruht auf dem Völkerrecht, unter anderem dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen sowie der ILO-Konvention 169 zu Rechten Indigener Völker. Wir haben in der Vergangenheit auch mit Sebastião Salgado kooperiert, beispielsweise zu Landkonflikten in Brasilien. Herr Salgado hat die brasilianische Landlosenbewegung MST und FIAN durch Überlassung von Bildrechten unterstützt. Weiterlesen

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Thyssenkrupp AG Hauptversammlung 2026

Dividende und Boni trotz Krise und Entlassungen: Unsere Gegenanträge

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Dividendenauszahlung ablehnen – Investitionen priorisieren

Thyssenkrupp sollte den Betrag von 93.379.761,15 € (0,15 € je Stückaktie) nicht als Dividende ausschütten, sondern für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die schnellere Erreichung von Klimazielen und die Erhaltung von Arbeitsplätzen nutzen.

Während sich das Unternehmen in der Krise befindet, der Umsatz weiterhin sinkt, Arbeitsplätze gestrichen werden und weiterer Stellenabbau droht, soll nach dem Wunsch von Vorstand und Aufsichtsrat trotzdem eine Dividende ausgeschüttet werden. Das passt nicht zusammen und ist aus unserer Sicht unverhältnismäßig. Weiterlesen

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Rohstoffe – im Konflikt mit Menschenrechten Lieferkettengesetz

Stellungnahme des AK Rohstoffe zum BMZ-Aktionsplan

Mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen des AK Rohstoffe haben wir die Vorstellung des Aktionsplans „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“, der den Rahmen für Ziel 3 des neuen BMZ-Reformplans stellt, mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Damit geht das BMZ einen deutlichen Schritt in Richtung engerer Einbindung deutscher Unternehmen in die entwicklungspolitische Arbeit und öffnet sich einer strategischen Ausrichtung an deutschen Wirtschaftsinteressen, unter anderem mit dem Ziel, Märkte zu erschließen und die Versorgung mit sogenannten kritischen und strategischen Rohstoffen zu sichern.

Mit einer gemeinsamen Stellungnahme, die wir mit 32 weiteren zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen, fordern wir die konsequente Ausrichtung an folgenden fünf Punkten:

  1. Entwicklungspolitische Kernziele müssen zentrale Ziele von EZ bleiben
  2. Zusammenarbeit an Bedürfnissen der Partnerländer und deren Bevölkerung ausrichten
  3. Effektive Einbeziehung globaler Zivilgesellschaft und Betroffener in Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse und notwendige Aufstockung zivilgesellschaftlicher Förderung
  4. Verbindliche Sicherung menschenrechtlicher und ökologischer Standards durchsetzen
  5. Reduktion des Rohstoffverbrauchs für eine global gerechte sozial-ökologische Transformation
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Veranstaltung Klimaschutz

Grün investieren, Geld sinnvoll einsetzen und nachhaltig wirken lassen

Diskussionsveranstaltung von naturstrom mit Kritischen Aktionär*innen, urgewald und GLS Bank am 29.01.2026 in Köln

Diskutieren über Nachhaltigkeit im Finanzwesen: Moritz Schröder-Therre (urgewald), Markus Dufner (Dachverband Kritische Aktionäre) und Stefan Möller

Nachhaltigkeit im Finanzwesen ist in aller Munde. Doch nicht alle Anlagen werden dem Klima & Artenschutz gerecht. Zurecht beschweren sich Anleger und Umweltverbände über Intransparenz und Greenwashing. Leider gibt es – mal wieder – nicht die einfachen Antworten. Finanzen haben die Macht nachhaltigen Wandel effektiv zu fördern, aber auch Prozesse auszubremsen.
Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands, Moritz Schröder-Therre von urgewald und Stefan Möller von der GLS Bank möchten bei der Diskussionsveranstaltung der naturstrom AG für das Thema sensibilisieren und zum genauen Hinsehen animieren. Weiterlesen

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Pressemitteilung Konzernstudie

Konzernatlas 2026: Agrar- und Ernährungsindustrie blockiert Agrarwende und diktiert Preise

Der heute veröffentlichte „Konzernatlas 2026 – Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie“ zeigt die Folgen der starken Marktkonzentration im Agrar- und Ernährungssektor auf und präsentiert politische Instrumente, um die Markt- und Lobbymacht dominanter Konzerne einzudämmen. Die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre warnen: Wenige Konzerne setzen Preise durch – von Saatgut und Pestiziden bis zum Lebensmitteleinzelhandel – und beeinflussen politische Entscheidungen.

Weltweit kontrollieren jeweils nur vier Konzerne 61 Prozent des Pestizidmarkts, 56 Prozent des Saatguts und 43 Prozent der Landmaschinen. In Deutschland beherrschen die vier großen Supermarktketten Aldi, Edeka (mit Netto), Rewe (mit Penny) und die Schwarz-Gruppe (mit Lidl und Kaufland) inzwischen rund 88 Prozent des Lebensmittelhandels – 1995 waren es noch 55 Prozent. Weiterlesen

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