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BASF-Vorstand weicht den Vorwürfen des Bischofs aus
- Aktionäre entsetzt über Marikana-Massaker
- Viel Applaus für Rede des südafrikanischen Bischofs Jo Seoka
- BASF lehnt Einzahlung in Entschädigungsfonds ab
- Kritische Aktionäre: BASF muss Verantwortung für Lieferkette ernst nehmen
Der südafrikanische Bischof Johannes Seoka erhielt für seine beeindruckende Rede bei der Hauptversammlung des BASF SE am 30. April in Mannheim viel Applaus von den Aktionärinnen und Aktionären des Chemie-Konzerns. Der anglikanische Bischof aus Pretoria, dem der Dachverband der Kritischen Aktionäre Stimmrechte übertragen hatte, verlangte eine Entschädigung für die Opfer des Marikana-Massakers und forderte BASF auf, als Hauptkunde des Platin-Produzenten Lonmin Verantwortung zu übernehmen.Im Anschluss an seine Rede übergab Seoka dem BASF-Vorsitzenden Kurt Bock ein Buch und einen Dokumentarfilm, die beide das Massaker von Marikana analysieren (siehe: „Das Massaker von Marikana“: https://marikanabuch.wordpress.com Weiterlesen
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Rede Christoph Rinneberg
Sehr geehrte Gastgeber, sehr geehrte Gäste dieser Hauptversammlung,
mein Name ist genannt worden, ich spreche hier für die Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF) und für den Dachverband der Kritischen Aktionäre, natürlich beiderlei Geschlechts.
Mir haben in der Einladung zur Hauptversammlung v.a. zwei Auffälligkeiten zu denken gegeben:
Zum einen betrifft das alleine die 3 von 13 TO’s, die sich mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschäftigen. Da kann man sich doch kaum des Eindrucks erwehren, dass die Bank sich zu einem guten Teil der Aufgabe widmet, der Führungsspitze zu satten Gehältern zu verhelfen. Zu den Zeiten, als Robert Bosch sein großes Unternehmen aufbaute und leitete, galt für ihn in seinem Industriebetrieb ein Verhältnis von 1:30 zwischen niedrigsten und höchsten Einkommen als ethisch, moralisch und sozial-verträglich angemessen. Weiterlesen
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Rede Bischof Johannes Seoka
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten:
Rohstoffunternehmen in einen nachhaltigen Industriezweig überführen
Sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands der BASF,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren!
Herzliche Grüße von den Minenarbeitern des Platin-Gürtels in Südafrika!
Bitte erlauben Sie mir, mich kurz auf Englisch vorzustellen, bevor ich zum Thema komme. Ich werde danach umgehend an meinen Übersetzer übergeben, der dann auf Deutsch meine Rede für dieses wichtige Aktionärstreffen weiterführen wird.
Ich bin Right Reverend Johannes Seoka, Bischof von Pretoria, der Hauptstadt von Südafrika in der Provinz Gauteng, 60 Kilometer nördlich von Johannesburg. Auch wenn in der lokalen Sprache Setswana Gauteng Gold bedeutet: Unsere Diözese erstreckt sich über den ganzen sogenannten Platinum Belt, den Platingürtel der Provinz Nordwest, wo mehr als die Hälfte der weltweiten Vorkommen an Platin lagert. Weiterlesen
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BASF muss Verantwortung für seine Lieferkette übernehmen
Südafrikanischer Bischof und Kritische Aktionäre fordern Entschädigung für getötete Bergleute
Bei der morgigen Hauptversammlung des BASF SE in Mannheim fordern Bischof Johannes Seoka und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre eine Entschädigung für die Familien von 34 erschossenen Bergleuten der Marikana-Platinmine in Südafrika. BASF ist Hauptkunde des Bergbauunternehmens Lonmin, das in dieser Mine Platin fördert. BASF, das höchste Standards in seiner Lieferkette verspricht, hat bis dato keine Stellungnahme zum Massaker abgegeben.
Der anglikanische Bischof von Pretoria, Johannes Seoka, ist einer der Sprecher der Minenarbeiter von Marikana. Er setzte sich bereits vor dem Massaker für die Minenarbeiter und eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Bergbaugemeinden ein. Weiterlesen
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Gegenantrag Gisela Burckhardt
TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014
Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.
Begründung
In der für mein Buch „Todschick-Edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert“ durchgeführten Recherche bei 12 Fabriken in Bangladesch befanden sich auch zwei Produzenten von HUGO BOSS. In seinen Geschäftsberichten 2013 und 2014 heißt es „Hugo BOSS handelt verantwortungsvoll“. Die Arbeitsbedingungen in diesen beiden Fabriken waren aber nicht besser als die in den anderen Fabriken in Bangladesch, d.h. die Frauen mussten bis zu 10-12 teilweise sogar bis zu 15 Stunden/Tag arbeiten, Überstunden waren nicht freiwillig, sondern erzwungen, sie hatten oft keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, in keiner der beiden Fabriken gab es eine frei gewählte Gewerkschaft, verbaler Missbrauch gegen die Frauen war in der einen Fabrik verbreitet, dort gab es nicht einmal eine Kantine und auch kein gesetzlich vorgeschriebener Kinderraum. Weiterlesen
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Gegenantrag Wolfgang Wiest
Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2 „Beschlussfassung über die Gewinnverwendung“
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 wird wie folgt verwendet:
Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je Aktie (20% mehr als 2013): 57.420.000,00 €
Rücklage als Start-Budget für Entwicklung abstoßfreier Verfahren: 114.840.000,00 €
Einstellung in allgemeine Gewinnrücklagen (Vorschlag Vorstand): 10.073.003,34 €
Bilanzgewinn: 182.333.003,34 €
Begründung:
Aus den Leitlinien des Unternehmens (sinngemäß): Nachhaltiger/langfristiger wirtschaftli-cher Erfolg erfordert über die Einhaltung der Gesetze hinaus die Wahrnehmung von Chancen und die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte. Dies vorangestellt, verbieten folgende Punkte eine Dividende in der vom Vorstand vorge-schlagenen Höhe des 14-Fachen der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, vielmehr ist eine Verwendung der Mittel für die sofortige Entwicklung umweltschonender Verfahren dringend geboten:
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