868 Ergebnisse für Deutsche

RWE AG Hauptversammlung 2019

„Morddrohungen gegen Umweltaktivist*innen in Kolumbien“: Rede von María Fernanda Herrera Palomo

Ich begrüße Sie, sehr geehrter Vorstand und auch Sie, sehr geehrte Aktionär*innen von RWE,

ich bin heute hier bei Ihnen noch einmal um über die nach wie vor prekäre Situation in Kolumbien zu sprechen.

Die Mine El Cerrejón, in la Guajira, aus der RWE Steinkohle jahrelang gekauft hat, bedroht das Land der dort ansässigen Gemeinden.

Das Unternehmen El Cerrejón verursacht vor Ort massive Umweltzerstörungen. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Auch der kolumbianische Staat ist kein Garant für die Menschenrechte.

Und auch jedes Unternehmen, das Kohle hierher bezieht ist mit verantwortlich. Leider hat sich seit dem letzten Mal, dass ich hier stand, und über die Situation berichtet habe, für die Menschen vor Ort nicht viel verbessert! Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/morddrohungen-gegen-umweltaktivistinnen-in-kolumbien-rede-von-maria-fernanda-herrera-palomo/

RWE AG Hauptversammlung 2019

„Setzt die ´neue RWE´ ihre zerstörerischen Agenda fort?“: Rede von David Dresen

David Dresen von Alle Dörfer bleiben: „Die Kohlekommission spricht im Zusammenhang mit den bedrohten Dörfern davon, ´soziale Härten´ für die Betroffenen zu vermeiden.“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ich heiße David Dresen und komme aus dem Dorf Kuckum – ein Dorf über dem seit meiner Geburt vor 28 Jahren das Damoklesschwert des Braunkohletagebaus Garzweiler II schwebt, denn im Jahr 2027 soll mein Zuhause für immer vernichtet werden.

Mein Leben lang habe ich gedacht, dass es soweit niemals kommen wird, doch bald steht mir und vielen anderen Menschen genau dieses Horrorszenario bevor. Was für eine absurde Vorstellung, Tausende von Menschen ihrer Heimat zu berauben, Jahrhunderte alte Wälder, Kirchen und Dörfer zu zerstören, nur um tief unter der Erde nach Braunkohle zu graben, die dann im Anschluss für ein paar wenige Sekunden verfeuert wird. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/setzt-die-neue-rwe-ihre-zerstoererischen-agenda-fort-rede-von-david-dresen/

RWE AG Hauptversammlung 2019

„Ich werde mich der Zwangsumsiedlung nicht beugen“: Rede von Marita Dresen

Marita Dresen von Alle Dörfer bleiben appelliert an den Vorstand von RWE: „Hören Sie endlich mit diesem Wahnsinn auf und lassen sie uns einfach unser Leben in unserer Heimat weiterführen.“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist Marita Dresen. Ich komme aus einem kleinen Dorf namens Kuckum am Garzweiler 2-Tagebau. Ich lebe dort mit meinen Eltern, meinem Mann und meinen Kindern auf einem wunderschönen, alten Bauernhof, der seit 1862 im Besitz unserer Familie ist. Wir halten seit Ewigkeiten Pferde und Hühner, haben einen Garten in dem wir unser Gemüse selber anbauen, teilen uns mit unseren Nachbarn einen Reitplatz und genießen die Zeit bei einem Spaziergang im Kuckumer Wald an der Niers. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/ich-werde-mich-der-zwangsumsiedlung-nicht-beugen/

RWE AG Hauptversammlung 2019

„Steinkohleimporte – Schäden für Menschenrechte und Klima“: Rede von Kathrin Schröder

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands,

mein Name ist Kathrin Schroeder von Misereor, der Organisation für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche in Deutschland.

Nachdem meine Vorredner*innen schon ausführlich auf den Unternehmensbereich der Stromerzeugung mit Braunkohle eingegangen sind, möchte ich den Teil ansprechen, für den RWE Steinkohle nutzt.

MISEREOR begrüßt es sehr, dass der Steinkohleabbau in Deutschland im vergangenen Jahr beendet wurde. Hochproblematisch ist dagegen, dass RWE und andere deutsche Energiekonzerne immer noch an der Steinkohleverbrennung festhalten. Denn es kann nicht angehen, dass wir durch den Import der Steinkohle die Folgen für Menschen und Umwelt jetzt vollständig in Länder wie Russland, Kolumbien oder Südafrika auslagern. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/steinkohleimporte-schaeden-fuer-menschenrechte-und-klima-rede-von-kathrin-schroeder/

RWE AG Hauptversammlung 2019

„Atomenergie kostet Menschenleben“: Rede von Anika Limbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum betreiben Sie immer noch die Atomkraftwerke in Gundremmingen und Lingen?

Nach dem Atomgesetz müssen die Meiler spätestens ’21 und ’22 vom Netz. In mehrfacher Hinsicht wäre es jedoch unsinnig und verantwortungslos, sie erst dann abzuschalten, denn:

1. Sie sind jetzt 34 und 31 Jahre alt.

2. Sie haben keine risikogerechte Haftpflichtversicherung, was für deutsche Unternehmen in der Regel Pflicht ist.
Versicherungsexperten haben errechnet, dass Sie als Betreiber pro Atommeiler jährlich 72 Milliarden Euro für die Haftpflicht zahlen müssten, wenn diese risikogerecht wäre.

  • Wie viel zahlen Sie tatsächlich? Ich bitte Sie, das auch in Prozenten auszudrücken, also:
  • Wie viel Prozent der genannten 72 Milliarden Euro zahlen Sie für die Haftpflicht?
Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/atomenergie-kostet-menschenleben-rede-von-anika-limbach/

Münchener Rück AG Hauptversammlung 2019

„Die Katastrophe am Staudamm Hidroituango ist Ihr größter Einzelschaden“: Rede von Alejando Pacheco

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Alejandro Pacheco Zapata, Kolumbianer und stelle heute einige Fragen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Munich Re bei dem Staudamm Hidroituango in Kolumbien.

Her Wenning, ich vermute, Sie kennen die Folgen von Staudämmen, wie die Methan- oder Stickoxidbilanzen sowie die CO2 Emissionen, ganz gut. Das ist nicht das erste Mal, dass Munich Re in Schwierigkeiten geraten ist, wegen einem Staudaumprojekt. Vielleicht ist aber Ihnen noch nicht klar, welche anderen direkten Folgen solche Projekte haben, die Sie als Rückversicherer – und Sie meine Damen und Herren, als Aktionärinnen und Aktionäre – tragen müssen.

In diesem Raum wurde schon in den letzten Jahren zum Beispiel über Hidrosogamoso oder über den Belo-Monte-Staudamm und sicher über andere Projekte gesprochen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/munich_re/die-katastrophe-am-staudamm-hidroituango-ist-ihr-groesster-einzelschaden-rede-von-alejando-pacheco/

Münchener Rück AG Hauptversammlung 2019

Rede von Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Christian Russau, ich bin von der Initiative GegenStrömung und vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Gehen wir gleich in medias res. Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais ist am 25. Januar dieses Jahres in der Nähe der Kleinstadt Brumadinho, rund 25 Kilometer südwestlich des Landeshauptstadt Belo Horizonte, ein Damm eines Rückhaltebeckens für die Erzschlammreste der Mine Córrego do Feijão gebrochen. Rund 300 Menschen starben, so genau weiß das niemand bis heute, denn noch immer werden Menschen vermisst. Die Betreiberfirma von Mine und Rückhaltebecken, die brasilianische Bergbaufirma Vale, erklärte, in dem gebrochenen Becken hätten sich 11,7 Millionen Kubikmeter Erzschlammreste befunden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/munich_re/rede-von-christian-russau-20/

Hauptversammlung 2019 Deutsche Post AG/DHL

Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Deutschen Post AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen.

Netto-CO2-Anstieg 2018: Unzureichende Maßnahmen zur CO₂-Effizienzsteigerung

In 2018 verzeichnete die Deutsche Post AG einen CO₂-Emissionsanstieg um 2,1 Prozent von 28,86 Mio. Tonnen auf 29,48 Mio. Tonnen. Im Bericht zur Unternehmensverantwortung 2018 wird dieser Anstieg als Erfolg dargestellt. Das selbstgesteckte CO₂-Effizienzziel, den unternehmensintern entwickelten CO₂-Effizienz-Index (CEX) um einen Prozentpunkt im Vergleich zum letzten Jahr zu verbessern, sei erreicht worden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/deutsche_post_dhl/gegenantrag-2019-8/