Kategorie: Pressemitteilung

Während Zalandos Gewinne steigen, verlieren Arbeiter*innen in den Produktionsländern ihre Jobs ohne Entschädigungszahlungen

Anlässlich der bevorstehenden Hauptversammlung von Zalando am 18. Mai 2022 stellt FEMNET kritische Fragen an den Online-Händler.

Trotz oder gerade wegen anhaltender Corona Pandemie konnte der Online-Händler Zalando vergangenes Jahr seine Gewinne weiter steigern: denn der Online-Handel boomt. Das Wachstum betrug laut Geschäftsbericht 34%. Gleichzeitig verloren in Bangladesch viele Näher*innen ihre Arbeit und viele wurden nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, entlohnt. Auch Zalando lässt in Bangladesch produzieren und hat die Zahl seiner Zulieferer von 11 auf 17 erhöht. FEMNET fragt deshalb bei der Hauptversammlung von Zalando nach, ob es bei diesen 17 Zulieferern 2021 Lohnkürzungen gab. In der Vergangenheit ist der Online-Händler Fragen zu Lohnzahlungen ausgewichen. Weiterlesen

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Protestaktion „UNIque PERformance of Destruction“ am 18. Mai ab 9 Uhr vor der Uniper-Zentrale Düsseldorf

Zur Jahreshauptversammlung des Uniper-Konzerns am 18. Mai 2022 fordern Umweltgruppen und Menschenrechtsaktivist*innen von Uniper ein Ende des zerstörerischen Geschäftsmodells. 

Trotz der fortschreitenden Klimakatastrophe, dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine und Menschenrechtsverletzungen beim Kohleabbau in Kolumbien und anderen Ländern hält Uniper an seiner fossilen Strategie fest. 

Die Umweltgruppen fordern einen sofortigen Stopp des Imports von Gas und Kohle aus Russland, damit Uniper nicht weiterhin Zahlungen an Kriegsverbrecher leistet. Außerdem wird Uniper aufgefordert, russische Kohle nicht einfach durch noch mehr Importe aus Ländern wie Kolumbien oder Südafrika zu ersetzen, da der Kohlebergbau auch dort zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung führt. Zugleich verlangen sie das Aus für das klimapolitisch und juristisch seit Jahren heftig umstrittene Kohlekraftwerk Datteln 4.  Weiterlesen

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Volkswagen-Hauptversammlung: Konzentration auf gewinnstarke Fahrzeuge gefährdet Unternehmens-DNA – Kleine E-Modelle überfällig

Wolfsburg/Berlin/Köln. Die diesjährige Dividende der Volkswagen AG lässt darauf schließen, dass 2021 ein erfolgreiches Jahr für den Konzern war. Zwar sanken die Verkaufszahlen, doch Umsatz und Gewinn konnten im gleichen Zeitraum deutlich zulegen – mitten in vermeintlichen Krisen und Lieferengpässen. Ursachen für die guten Zahlen sind unter anderem die Konzentration auf besonders gewinnstarke, meist große Fahrzeuge. Elektroautos wurden in Europa wohl gerade so viele verkauft, wie nötig waren, um die CO2-Vorgaben der EU einzuhalten. Kritikwürdig ist zudem die Praxis, dass staatliche Hilfen, wie das seit geraumer Zeit aus Steuermitteln bezahlte Kurzarbeitergeld, trotz guter Zahlen als Instrument zur Gewinnsteigerung genutzt wurde.

„Mit weniger Autos mehr Gewinn erzielen, das dürfte den Aktionär*innen gefallen“, erklärt Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Mitglied im Vorstand des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen

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Adidas bei Aktionärsversammlung in der Kritik: Trotz hoher Unternehmensgewinne in der Pandemie Lohndiebstahl bei Arbeiter*innen

Die Kampagne für Saubere Kleidung Deutschland nimmt am 12. Mai im Rahmen ihrer #PayYourWorkers-Kampagne an der Hauptversammlung von Adidas teil – in Partnerschaft und mit Unterstützung der Kritischen Aktionäre. Gemeinsam fordern die Organisationen von dem Unternehmen, dass es seiner Verantwortung nachkommt und dazu beiträgt, die katastrophalen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigte innerhalb seiner Lieferkette entscheidend zu mildern.

Obwohl sich durch die Pandemie die Fälle von Lohndiebstahl massiv verstärkt haben – eine Neuheit sind sie nicht. „Erst gefeuert, dann beraubt – dass den Arbeiter*innen Abfindungen und Löhne gestohlen werden, ist kein neues Phänomen. Zahlreiche Fälle vor der Pandemie zeigen: Unternehmen wie Adidas tun dies seit Jahrzehnten“, sagt Vivien Tauchmann, Koordinatorin der Kampagne #PayYourWorkersWeiterlesen

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BMW: Mit Vollgas gegen Mensch und Natur

BMW schüttet auf Jahreshauptversammlung 2022 Rekord-Dividende aus. BUND Naturschutz in Bayern, JBN und Dachverband der Kritischen Aktionäre fordern, mehr Geld in Klimaschutz und Klimafolgenanpassung zu investieren und weniger ressourcenfressende und klimaschädigende Autos zu produzieren. Protest auch gegen geplanten BMW-Autobahn Anschluss quer durchs Hasenbergl.

Protest vor der BMW-Konzernzentrale in München: BUND Naturschutz in Bayern, JBN und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre während der Hauptversammlung am 11. Mai 2022 (Foto: Franziska Nimz)

Klimakatastrophe, Coronakrise, Halbleitermangel konnten der Bilanz der BMW Group nichts anhaben: 2021 erzielte der bayerische Autobauer einen Rekordgewinn von 12,5 Milliarden Euro. Rekordverdächtig auch die Dividende, deren Ausschüttung auf der heutigen Jahreshauptversammlung in München beschlossen werden soll: satte 3,8 Milliarden Euro. Weiterlesen

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HeidelbergCement missachtet Klimaschutz und Menschenrechte

Pressemitteilung vom 11.05.2022 zur Hauptversammlung der HeidelbergCement AG am 12.05.2022

  • Zweitgrößter Klimakiller unter den DAX-Unternehmen
  • Neokoloniale Geschäftstätigkeit in Indonesien, Palästina und der Westsahara

Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen aus ROBIN WOOD, Watch Indonesia!, Pax Christi, Western Sahara Research (WSRW), cemEND-Bündnis und dem Dachverband der Kritischen Aktionär*innen verlangt von HeidelbergCement wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz, die Achtung von Menschenrechten entlang der Lieferkette, die Achtung des Völkerrechts und die Einhaltung der UN-Leitlinien zum Schutz Indigener. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre verlangt in seinen Gegenanträgen, Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten.

Dachverband: „Klimasünder“ verschiebt Transformation auf die nächsten Jahrzehnte
HeidelbergCement produziert jährlich über 70 Millionen Tonnen CO2. Weiterlesen

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Die Doppelmoral eines Kriegsgewinnlers

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Rheinmetall werfen urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Deutschlands Rüstungsprimus Doppelmoral vor.

Bereits zum Zeitpunkt der Krim-Annexion 2014 prognostizierte der Konzern den Beginn eines „Super-Zyklus“ für die Rüstungsindustrie, mit stark steigenden staatlichen Ausgaben. Und tatsächlich konnte der Düsseldorfer Konzern als einer der Hauptlieferanten für die Bundeswehr stark an der Erhöhung der deutschen Rüstungsausgaben von 32 Mrd. Euro 2014 auf 47 Mrd. Euro 2021 partizipieren.(1) Rheinmetall dürfte zudem massiv von den Plänen Deutschlands sowie zahlreicher anderer EU-Staaten profitieren, als Reaktion auf den Ukraine-Krieg substantiell in die eigene Aufrüstung zu investieren.

Besonders makaber wirkt dies angesichts der Tatsache, dass der Konzern 2014 trotz Krim-Annexion noch ein Gefechtsübungszentrum an Russland ausliefern wollte. Weiterlesen

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Krisenblindes Lieferketten-Management schuf große Abhängigkeit von Russland

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der EnBW kritisiert urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie ukrainischen Umweltorganisationen, dass Deutschlands drittgrößter Energieversorger auch zweieinhalb Monate nach Beginn des verheerenden Angriffskrieges gegen die Ukraine weiterhin zu den größten Kunden Russlands gehört. 

Wie stark sich der Karlsruher Konzern von Russland abhängig gemacht hat, zeigen die Zahlen aus dem aktuellen Geschäftsbericht: Mit 3,57 Millionen Tonnen von insgesamt 4,19 Millionen Tonnen stammten 2021 rund 85 Prozent der importierten Steinkohle aus Russland. Geschätzt mindestens 50 Prozent der importierten 495 TWh fossilen Gases stammten ebenfalls von dort. (1)

Diese Abhängigkeit führt dazu, dass die EnBW – trotz systematischer Kriegsverbrechen und tausenden Toten durch die russische Aggression – weiterhin die Gas- und Kohlebezüge aus Russland aufrechterhält. Weiterlesen

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