Kategorie: Pressemitteilung

BASF wird Lieferkettenverantwortung nicht gerecht

  • Betroffene üben scharfe Kritik an Maßnahmen der BASF zur Umsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten, vor allem in Südafrika
  • Festhalten an Harbour Energy impliziert Mitverantwortung für Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in Argentinien
  • Virtuelles Format der Hauptversammlung und unverhältnismäßiger Dividendenvorschlag in der Kritik

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Anteilseigner auf, zentralen Vorschlägen der Verwaltung die Zustimmung zu verweigern. In mehreren Gegenanträgen übt der Dachverband scharfe Kritik an einer wenig nachhaltigen Dividendenpolitik, unglaubwürdiger Klimastrategie und vor allem unzureichenden Reaktionen der BASF auf Menschenrechtsverletzungen. Deutlich wird die Kritik von Vertretern zweier Gemeinden, die unmittelbar unter den Folgen des Rohstoffhungers der BASF leiden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/basf-wird-lieferkettenverantwortung-nicht-gerecht/

Fossile Brennstoffe, Klimakolonialismus und Menschenrechtsverletzungen

Von Peru bis zum Hambi: RWE zur Rechenschaft ziehen!

Pressemitteilung vom 29.04.2025

Ein internationales Bündnis von Nichtregierungsorganisationen fordert die RWE AG auf ihrer Hauptversammlung am Mittwoch auf, schnell wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenrechts- und Umweltverletzungen innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit zu beenden.

Im Geschäftsbericht verspricht RWE „Bessere Energie für eine bessere Zukunft“. Ein fragwürdiger Slogan. Tatsächlich setzt RWE auf eine Ausweitung fossiler Öl- und Gasförderung und torpediert damit die Pariser Klimaziele. Durch Verträge mit problematischen Geschäftspartnern, zum Teil in autokratischen Staaten, missachtet RWE seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten innerhalb seiner Lieferkette. Darüber hinaus unterstützt RWE „grüne“ Energieprojekte finanziell, die die Menschenrechte indigener Völker verletzen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/fossile-brennstoffe-klimakolonialismus-und-menschenrechtsverletzungen/

Von Peru bis zum Hambi: Nichtregierungsorganisationen ziehen RWE zur Rechenschaft

Einladung zur Pressekonferenz am 29. April 2025

Wehren sich gegen RWE: der peruanische Bauer Saúl Luciano Lluiya und Demonstrant*innen am Hambacher Wald.

Wir laden Sie herzlich zu unserer virtuellen Pressekonferenz am Donnerstag, den 29. April, 10 Uhr, ein. Sie findet als Videokonferenz anlässlich der Hauptversammlung der RWE AG am 30. April statt.

„Bessere Energie für eine bessere Zukunft“, verspricht die RWE AG. Aber stimmt das? Tatsächlich setzt RWE auf eine Ausweitung fossiler Öl- und Gasförderung und torpediert damit die Pariser Klimaziele. Durch Verträge mit problematischen Geschäftspartnern, zum Teil in autokratischen Staaten, missachtet RWE seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten innerhalb seiner Lieferkette. In einem derzeit noch schwebenden Verfahren am Oberlandesgericht Hamm (Klimaklage Saúl Luciano Lluiya gegen RWE) wird entschieden, ob Betroffene der Klimakrise Konzerne zur Verantwortung ziehen können. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rwe/von-peru-bis-zum-hambi-nichtregierungsorganisationen-ziehen-rwe-zur-rechenschaft/

Aurubis-Hauptversammlung: Beschwerden von NGOs wegen möglicher Verletzung des Lieferkettengesetzes

  • Rücksichtslose Rohstoffausbeutung schädigt Menschen in Lieferländern
  • Dividende auf 75 Cent je Aktie reduzieren
  • Kulturwandel und Transparenz bei Lieferbeziehungen benötigt
  • Zwei Beschwerden wegen möglicher Verletzung des Lieferkettengesetzes

Zur Hauptversammlung der Aurubis AG am heutigen Donnerstag fordern Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen von Europas größtem Kupferkonzern die Einhaltung des Lieferkettengesetzes.

Unter dem Motto „Metals for Progress“ stellt sich Aurubis als Unternehmen dar, das mit seinen Metallen zu einer modernen und grünen Wirtschaft beiträgt. Im vergangenen Jahr hat Aurubis sogar den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Die Romero Initiative (CIR), der Dachverband der Kritischen Aktionäre, Facing Finance, Goliathwatch und die Kampagne Bergbau Peru halten diese Preisvergabe für „Greenwashing“, denn die Kupferminen, von denen Aurubis das Erz bezieht, zeigen eine andere Realität. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/aurubis-hauptversammlung-beschwerden-von-ngos-wegen-moeglicher-verletzung-des-lieferkettengesetzes/

Kein Nachhaltigkeitspreis für EnBW!

Anlässlich der CSR-Preisverleihung der Bundesregierung am 3. April 2025 kritisieren zivilgesellschaftliche Organisationen die Nominierung des Energiekonzerns EnBW

Am 3. April vergibt die Bundesregierung ihren jährlichen „Corporate Social Responsibility“-Preis (CSR-Preis) – unter anderem für vorbildliche Geschäftspraktiken und den Schutz von Klima und Umwelt. In der Kategorie „konstruktive Stakeholder-Einbindung“ ist dafür auch EnBW nominiert. Das Energie-Unternehmen im Besitz von Land und Kommunen aus Baden-Württemberg verbrennt seit Jahren Steinkohle aus kolumbianischen Tagebauen. Deren Betreiber, die multinationalen Konzerne Glencore, Drummond und CNR, sind für eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung verantwortlich.

„Gemeinden in Kolumbien prangern seit Jahrzehnten an, dass Kritiker*innen des Steinkohle-Bergbaus immer wieder bedroht und angegriffen werden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/enbw/kein-nachhaltigkeitspreis-fuer-enbw/

Kritik an Entwurf des Koalitionsvertrags: Lieferkettengesetz nicht verhandelbar

Zu den öffentlich gewordenen Vorschlägen der Union, das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz abzuschaffen und die im vergangenen Jahr verabschiedete EU-Lieferkettenrichtlinie zu verhindern, erklärt Heike Drillisch von der Initiative Lieferkettengesetz:

Die Forderungen der Union aus den Koalitionsverhandlungen sind ein Frontalangriff auf sämtliche Menschenrechts- und Umweltstandards für Unternehmen. Globale Geschäfte dürfen kein rechtsfreier Raum sein.

Wir appellieren an die SPD, den Versuch der Union zu stoppen, zentrale Gesetze zum Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Klima in Deutschland und der EU zu schreddern. Die Union erinnern wir daran, dass sie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz 2021 selbst beschlossen hat, und fordern sie auf, weiterhin zu ihren Werten zu stehen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/lieferkettengesetz/kritik-an-entwurf-des-koalitionsvertrags-lieferkettengesetz-nicht-verhandelbar/

Siemens Energy: Wir fordern Klimagerechtigkeit statt Ausbeutung!

  • Von wegen „grün“: Siemens Energy stützt Militärbesatzung der Westsahara
  • Atomgeschäfte mit Rosatom fördern Putins Einflussnahme
  • Strukturelle Interessenskonflikte im Aufsichtsrat

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Siemens Energy AG fordern zivilgesellschaftliche Organisationen den Konzern auf, den eigenen Ansprüchen in Bezug auf Soziales, Umwelt und gute Unternehmensführung gerecht zu werden. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre wird Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung verweigern.

Die Emissionen, die aus den von Siemens Energy im letzten Geschäftsjahr verkauften Produkten entstehen werden (Scope 3 downstream), machen mit über eine Milliarde Tonnen Treibhausgasemissionen den absoluten Großteil des CO2-Fußabdruckes des Konzerns aus. Die Menge ist deutlich mehr als etwa die CO2-Emissionen von ganz Deutschland in 2024. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/siemens-energy/siemens-energy-wir-fordern-klimagerechtigkeit-statt-ausbeutung/

Dividende passt nicht zu Missmanagement und Jobabbau

Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG am 31. Januar 2025

  • Keine Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Produktion von grünem Stahl als Chance begreifen
  • Mehr Transparenz bei von Künstlicher Intelligenz gesteuerten Waffensystemen


Köln/Florenz, 30.01.2025 – Auf der virtuellen Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG am morgigen Freitag fordern der Dachverband, die Shareholders for Change und die italienische Fondazione Finanza Etica, den Vorstand und die Arbeitgeber-Vertreter im Aufsichtsrat wegen jahrelangen Missmanagements nicht zu entlasten. Angesichts der schweren Krise und des drastischen Jobabbaus ist die Ausschüttung einer Dividende nicht vermittelbar.

Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Hauptanteilseignerin Krupp-Stiftung, die von Professorin Ursula Gather geleitet wird, aber auch gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Siegfried Russwurm und den Vorstandsvorsitzenden Miguel López. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/thyssenkrupp/dividende-passt-nicht-zu-missmanagement-und-jobabbau/