Kategorie: Pressemitteilung

EnBW: Kretschmann muss Haltung beweisen

  • Land als Mehrheitseigner muss 1,5-Grad-Kurs verbindlich einfordern
  • Bei EnBW spielt fossiles Gas weiterhin zentrale Rolle
  • Gravierende Menschenrechtsprobleme in den Lieferketten für Kohle und Gas

Zur heutigen digitalen Hauptversammlung des Energiekonzerns EnBW fordert urgewald ein stärkeres Engagement der Landesregierung von Baden-Württemberg für Klimaschutz und Menschenrechte bei dem Konzern, der sich überwiegend in Landesbesitz befindet. 

Im aktuellen Geschäftsbericht schreibt EnBW mehrfach, der Konzern befinde sich im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Unerwähnt bleibt jedoch, ob sich die EnBW dabei das 1,5-Grad-Ziel auf die Fahnen geschrieben hat oder bewusst vage bleibt. 

Sebastian Rötters, Energie-Campaigner bei urgewald, sagt:
„Nach zehn Jahren lautem Schweigen zu Themen wie Klimaschutz und Menschenrechten bei der EnBW muss die vor einer Neuauflage stehende grün-schwarze Landesregierung unter Winfried Kretschmann endlich Farbe bekennen. Weiterlesen

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Greenwashing von HeidelbergCement provoziert Proteste

  • Klimagerechtigkeitsbewegung und zivilgesellschaftliche Organisationen fordern deutliches Engagement bei Klimaschutz und Menschenrechten
  • Protestkundgebung in Heidelberg zur virtuellen Hauptversammlung

Heidelberg, 05.05.2021. Zur virtuellen Hauptversammlung von HeidelbergCement werden morgen Aktivist:innen und Organisationen des Bündnisses CemEND gegen die Unternehmenspolitik des Baustoffkonzerns protestieren. Sie kritisieren dessen angeblichen sozial-ökologischen Wandel als bloßes Greenwashing und machen dies an konkreten Beispielen fest.

Zivilgesellschaft und Aktionär:innen fordern Taten zum Schutz von Menschenrechten

„An den unfassbaren Profiten von Konzernen wie HeidelbergCement sieht man, dass grünes Marketing keine Klimagerechtigkeit bringt. Wir sehen heute, wie profitabel die Ausbeutung von Mensch und Natur noch ist. Nachhaltigkeitsberichte ohne Schutz von Menschenrechten sind leere Versprechen an alle, die heute schon gegen die Klimakrise kämpfen”, so die Aktivistin Darya Sootodeh von Fridays for Future Heidelberg. Weiterlesen

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Protest gegen Rheinmetall am 11. Mai in Düsseldorf, 11-12 Uhr

Anlässlich der Hauptversammlung von Rheinmetall am 11.5.2021 ruft ein Bündnis friedenspolitischer Gruppen zur Protestaktion gegen den Rüstungskonzern auf. Im Rahmen einer Mahnwache und Kundgebung vor der Konzernzentrale in Düsseldorf sollen die Rüstungsproduktion und die Waffenexportpolitik von Rheinmetall kritisiert werden. Ebenfalls wird ein strenges Rüstungsexportkontrollgesetz gefordert, das auch die Schlupflöcher für Waffenexporte über Tochterfirmen stoppen soll.

Die beteiligten Gruppen fordern den Stopp von Rüstungsexporten und die Umstellung der Waffenproduktion auf zivile Güter. Rheinmetall-Bomben kämen u.a. im Krieg im Jemen zum Einsatz. Derweil spricht Rheinmetall von einem „Superzyklus“ und erfreut sich am 2%-Aufrüstungs-Ziel der NATO sowie der nachlässigen Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung. Konzernchef Papperger registriert für „Rheinmetall Defence“ Umsatz- und Gewinnsteigerungen sowie volle Auftragsbücher. Weiterlesen

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Talanx und Hannover Re: Umwerben von Klimafeinden

  • Aktuelle Studie: Talanx-Töchter sichern europäische Flüssiggas-Anlagen ab
  • Kaum Ausschlüsse für Geschäfte mit klimaschädlicher Öl- und Gasindustrie
  • Hannover Re: Großes Schlupfloch in konzerneigenen Anti-Kohle-Regeln

Neben dem Ausschluss von Kohle müssen Versicherungskonzerne schnellstmöglich auch ihre Geschäfte mit dem Öl- und Gassektor herunterschrauben, wollen sie ihrer Klimaverantwortung gerecht werden. Der Rückversicherer Hannover Re und dessen Mutterkonzern Talanx, die am Mittwoch bzw. Donnerstag ihre Hauptversammlungen abhalten, haben hier noch viel zu tun.

Eine aktuelle urgewald-Studie belegt: Talanx hat über seine Tochtergesellschaften Warta und HDI Global in den vergangenen Jahren große Flüssiggas-Anlagen wie Świnoujście in Polen, Zeebrugge in Belgien und Dunkerque in Frankreich abgesichert. Allein die Flüssiggas-Terminals in Zeebrugge und Dunkerque würden bei voller Auslastung klimaschädliche Emissionen in Höhe von 2,3 Gigatonnen CO2-Äquivalente[1] über die nächsten 25 Jahre ausstoßen – fast das Dreifache der Treibhausgasemissionen ganz Deutschlands im Jahr 2018.  Weiterlesen

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Allianz holt auf beim Klimaschutz

  • Verschärfung der Kohle-Ausschlussregeln, RWE fliegt endgültig raus
  • Mit ersten Schritten bei Ölsand-Ausschluss holt Allianz zur Konkurrenz auf
  • Noch viel zu tun hat Allianz beim allgemeinen Ausschluss von Öl und Gas

Kurz vor ihrer Hauptversammlung am Mittwoch hat die Allianz eine Verschärfung ihrer Kohlerichtlinie und neue Einschränkungen für Geschäfte mit der Ölsand-Industrie angekündigt. 

Die neue Kohlerichtlinie[1] verschärft die bestehenden Einschränkungen für die Versicherung von Kohleunternehmen, die ab 2023 gelten, an zwei Stellen:

  1. Unternehmen, die neue Kohlekraftwerke bauen, können nun generell nicht mehr versichert werden
  2. Grundsätzlich sollten Unternehmen bisher von einer Versicherung ausgeschlossen werden, wenn sie mindestens 25 Prozent ihres Stroms aus Kohle genegieren UND mindestens 5 Gigawatt installierte Kohle-Kraftwerkskapazität betreiben.
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BASF: Erneute Rekord-Dividende, weiterhin miserable Lebens- und Arbeitsbedingungen in Rohstoff-Lieferketten

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF kritisiert das internationale Netzwerk Plough Back the Fruits, dass der weltweit größte Chemiekonzern seinen Ansprüchen im Umgang mit sozialen und ökologischen Missständen in den eigenen Lieferketten nicht gerecht wird. Vor allem beim Zulieferer Sibanye-Stillwater und dessen Platinmine bei Marikana in Südafrika sind Lebens- und Arbeitsbedingungen unverändert stark verbesserungswürdig.

Bischof Jo Seoka von der Bench Marks Foundation in Südafrika erklärt zur BASF-Hauptversammlung 2021: „Alle, die an der anhaltenden Tragödie von Marikana beteiligt sind, müssen daran erinnert werden, dass eine verspätete Justiz eine verweigerte Justiz ist. Wir möchten daher die BASF-Investoren auffordern, ihre Anlagepolitik zu überdenken. Moral und ethisches Handeln müssen über dem monetären Gewinn stehen. Weiterlesen

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Pressemitteilung: Bündnis verlangt von RWE ein Ende der Klimaverbrechen

Keine Profite zu Lasten künftiger Generationen / Zur Hauptversammlung am 28. April 2021 Protest vor der RWE-Zentrale in Essen

Berlin/Köln/Essen/Münster/Kerpen – Ein zivilgesellschaftliches Bündnis fordert die RWE AG auf, endlich mit Klimaverbrechen, Gesundheitsschädigung, Umweltzerstörung und Heimatvertreibung aufzuhören. Während der virtuellen Hauptversammlung am Mittwoch prangern die Klimaschutz- und Menschenrechtsgruppen vor der Essener Konzernzentrale in Reden und symbolischen Aktionen die fatalen Fehler der Kohle-Manager*innen an und verlangen eine deutliche Absenkung der Dividende. Statt Entschädigungen zu fordern, soll Europas Klimakiller Nr. 1 selber in Entschädigungsfonds einzahlen.

Antje Grothus (Initiative „Buirer für Buir, ehemaliges Mitglied der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung – Kohlekommission, Mitinitiatorin des „Zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreis Strukturwandel“):
„Verschiedene Gutachten haben gezeigt, dass es energiewirtschaftlich nicht notwendig ist, weitere Dörfer am Braunkohletagebau Garzweiler abzubaggern. Weiterlesen

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Munich Re will weiter Klimasünder absichern

  • Munich Re einer der wichtigsten Rückversicherer von Kohle in Polen
  • Im Öl- und Gassektor wirbt Munich Re offensiv um große Kunden
  • Konkurrentin Swiss Re beim Klimaschutz schon deutlich weiter 

Zwei Tage vor der Hauptversammlung von Munich Re, einem der weltweit größten Rückversicherer, steht der Konzern unter Druck wegen seiner klimaschädlichen Geschäftspolitik zugunsten von Kohle, Öl und Gas. 

Ende März wurde bekannt, dass Munich Re im Jahr 2020 einer der wichtigsten Rückversicherer von PZU in Polen war [1]. PZU ist ein Versicherungsunternehmen, das eine tragende Rolle für Polens Kohleindustrie spielt.[2] Damit bewahrheitet sich eine Befürchtung von urgewald und der polnischen Partnerorganisation „Development Yes – Open-Pit Mines No!“: Weiterlesen

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