Kategorie: Pressemitteilung

Auf Irrwegen: Hensoldt AG kooperiert mit fragwürdigen Kunden

  • Gute Geschäfte mit Saudi-Arabien über Standort in Südafrika 
  • Saudische Drohnen im Jemenkrieg arbeiten mit Hensoldt-Technologie
  • Anteilseignerin Bundesregierung muss Exportstopp konsequent durchsetzen

Anlässlich der heutigen, ersten Hauptversammlung der Hensoldt AG nach dem Börsengang im vergangenen Herbst fordern die Nichtregierungsorganisationen urgewald und Open Secrets den Konzern auf, nicht weiter auf Wachstum durch Aufrüstung von Armeen und Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete zu setzen.

Die Hensoldt AG hält im Rahmen einer ehrgeizigen Wachstumsstrategie an Geschäften mit hochproblematischen Kunden wie Saudi-Arabien fest. Ziel ist es, über den 2019 in Südafrika eröffneten Produktionsstandort Kunden im gesamten Nahen Osten mit Radargeräten für Kampfflugzeuge oder Sensoren für die Grenzsicherung zu beliefern.  Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/hensoldt-ag/auf-irrwegen-hensoldt-ag-kooperiert-mit-fragwuerdigen-kunden/

Zalando und die Zulieferer: Der Online-Händler weist wenig Konkretes vor, wenn es um Arbeitsrechte geht

Pressemitteilung vom 17. Mai 2021

Anlässlich der bevorstehenden Hauptversammlung von Zalando stellt Gisela Burckhardt, Aktionärin und Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation FEMNET, kritische Fragen an den Online-Händler.

„Im Vergleich zu den Anstrengungen im Umweltbereich, die Zalando unternimmt, klingen Aussagen zur Umsetzung der Menschenrechte ziemlich hohl. Viele Versprechen, wenig Taten“, merkt Burckhardt an. Sie und ihr Team bei FEMNET setzen sich seit langem für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie ein. Bisher hat sich Zalando nicht bereit erklärt, den Aufruf der Clean Clothes Campaign für eine Sozialversicherung der Arbeiter*innen zu unterstützen, um für weitere Katastrophen besser vorbereitet zu sein. Viele Textilarbeiter*innen im globalen Süden haben während der Corona-Krise ihre Arbeit verloren oder sind von massiven Lohneinbußen betroffen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/zalando/zalando-und-die-zulieferer-der-online-haendler-weist-wenig-konkretes-vor-wenn-es-um-arbeitsrechte-geht/

Adidas sozialisiert die Kosten der Krise und privatisiert die Gewinne

Gemeinsame Pressemitteilung der Christlichen Initiative Romero (CIR) und des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre (11. Mai 2021)

Köln/Münster – Adidas soll auf die Auszahlung von Dividenden aus dem Krisenjahr 2020 verzichten. Das fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gemeinsam mit der Christlichen Initiative Romero (CIR) auf der Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch, 12. Mai 2021. Grund: Der Bilanzgewinn wurde unter anderem durch staatliche Corona-Hilfen und auf Kosten der Arbeiter*innen – auch im globalen Süden – erzielt.

Obwohl Adidas massiv von Staatshilfen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie profitiert hat, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, eine höhere Dividende auszuschütten als in den Jahren 1999-2017. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/adidas/adidas-sozialisiert-die-kosten-der-krise-und-privatisiert-die-gewinne/

Aufruf an Rheinmetall-Investoren: Keine Profite aus Krieg und Leid im Jemen

Einen Tag vor der Hauptversammlung des größten in Deutschland ansässigen Rüstungsherstellers veröffentlichen Menschenrechtsgruppen heute aktuelle Recherchen über die Rolle des Konzerns in Krisen und Kriegen der Welt.

Vertreter der südafrikanischen Menschenrechtsorganisation Open Secrets präsentieren im Rahmen eines Webinars heute um 13 Uhr neue Belege, die darauf hindeuten, dass Rheinmetall-Munition bei Angriffen auf Zivilisten im Jemen eingesetzt wurde. Die Anmeldung zum Webinar ist über folgenden Link möglich: https://bit.ly/3eTq5x8.

So kamen bei einem Angriff auf einen Fischereihafen und ein nahegelegenes Krankenhaus in Hodeidah am 2. August 2018 mindestens 60 Menschen ums Leben, mehr als 100 Menschen wurden verwundet. Die vorliegenden Hinweise legen nahe, dass bei dem Angriff wahrscheinlich Munition aus der saudi-arabischen Munitionsfabrik benutzt wurde, die Rheinmetall-Denel 2016 schlüsselfertig übergeben hatte. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rheinmetall/aufruf-an-rheinmetall-investoren-keine-profite-aus-krieg-und-leid-im-jemen/

EnBW: Kretschmann muss Haltung beweisen

  • Land als Mehrheitseigner muss 1,5-Grad-Kurs verbindlich einfordern
  • Bei EnBW spielt fossiles Gas weiterhin zentrale Rolle
  • Gravierende Menschenrechtsprobleme in den Lieferketten für Kohle und Gas

Zur heutigen digitalen Hauptversammlung des Energiekonzerns EnBW fordert urgewald ein stärkeres Engagement der Landesregierung von Baden-Württemberg für Klimaschutz und Menschenrechte bei dem Konzern, der sich überwiegend in Landesbesitz befindet. 

Im aktuellen Geschäftsbericht schreibt EnBW mehrfach, der Konzern befinde sich im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Unerwähnt bleibt jedoch, ob sich die EnBW dabei das 1,5-Grad-Ziel auf die Fahnen geschrieben hat oder bewusst vage bleibt. 

Sebastian Rötters, Energie-Campaigner bei urgewald, sagt:
„Nach zehn Jahren lautem Schweigen zu Themen wie Klimaschutz und Menschenrechten bei der EnBW muss die vor einer Neuauflage stehende grün-schwarze Landesregierung unter Winfried Kretschmann endlich Farbe bekennen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/enbw/enbw-kretschmann-muss-haltung-beweisen/

Greenwashing von HeidelbergCement provoziert Proteste

  • Klimagerechtigkeitsbewegung und zivilgesellschaftliche Organisationen fordern deutliches Engagement bei Klimaschutz und Menschenrechten
  • Protestkundgebung in Heidelberg zur virtuellen Hauptversammlung

Heidelberg, 05.05.2021. Zur virtuellen Hauptversammlung von HeidelbergCement werden morgen Aktivist:innen und Organisationen des Bündnisses CemEND gegen die Unternehmenspolitik des Baustoffkonzerns protestieren. Sie kritisieren dessen angeblichen sozial-ökologischen Wandel als bloßes Greenwashing und machen dies an konkreten Beispielen fest.

Zivilgesellschaft und Aktionär:innen fordern Taten zum Schutz von Menschenrechten

„An den unfassbaren Profiten von Konzernen wie HeidelbergCement sieht man, dass grünes Marketing keine Klimagerechtigkeit bringt. Wir sehen heute, wie profitabel die Ausbeutung von Mensch und Natur noch ist. Nachhaltigkeitsberichte ohne Schutz von Menschenrechten sind leere Versprechen an alle, die heute schon gegen die Klimakrise kämpfen”, so die Aktivistin Darya Sootodeh von Fridays for Future Heidelberg. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/heidelbergcement/greenwashing-von-heidelbergcement-provoziert-proteste/

Protest gegen Rheinmetall am 11. Mai in Düsseldorf, 11-12 Uhr

Anlässlich der Hauptversammlung von Rheinmetall am 11.5.2021 ruft ein Bündnis friedenspolitischer Gruppen zur Protestaktion gegen den Rüstungskonzern auf. Im Rahmen einer Mahnwache und Kundgebung vor der Konzernzentrale in Düsseldorf sollen die Rüstungsproduktion und die Waffenexportpolitik von Rheinmetall kritisiert werden. Ebenfalls wird ein strenges Rüstungsexportkontrollgesetz gefordert, das auch die Schlupflöcher für Waffenexporte über Tochterfirmen stoppen soll.

Die beteiligten Gruppen fordern den Stopp von Rüstungsexporten und die Umstellung der Waffenproduktion auf zivile Güter. Rheinmetall-Bomben kämen u.a. im Krieg im Jemen zum Einsatz. Derweil spricht Rheinmetall von einem „Superzyklus“ und erfreut sich am 2%-Aufrüstungs-Ziel der NATO sowie der nachlässigen Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung. Konzernchef Papperger registriert für „Rheinmetall Defence“ Umsatz- und Gewinnsteigerungen sowie volle Auftragsbücher. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/rheinmetall/protest-gegen-rheinmetall-am-11-mai-in-duesseldorf-11-12-uhr/

Talanx und Hannover Re: Umwerben von Klimafeinden

  • Aktuelle Studie: Talanx-Töchter sichern europäische Flüssiggas-Anlagen ab
  • Kaum Ausschlüsse für Geschäfte mit klimaschädlicher Öl- und Gasindustrie
  • Hannover Re: Großes Schlupfloch in konzerneigenen Anti-Kohle-Regeln

Neben dem Ausschluss von Kohle müssen Versicherungskonzerne schnellstmöglich auch ihre Geschäfte mit dem Öl- und Gassektor herunterschrauben, wollen sie ihrer Klimaverantwortung gerecht werden. Der Rückversicherer Hannover Re und dessen Mutterkonzern Talanx, die am Mittwoch bzw. Donnerstag ihre Hauptversammlungen abhalten, haben hier noch viel zu tun.

Eine aktuelle urgewald-Studie belegt: Talanx hat über seine Tochtergesellschaften Warta und HDI Global in den vergangenen Jahren große Flüssiggas-Anlagen wie Świnoujście in Polen, Zeebrugge in Belgien und Dunkerque in Frankreich abgesichert. Allein die Flüssiggas-Terminals in Zeebrugge und Dunkerque würden bei voller Auslastung klimaschädliche Emissionen in Höhe von 2,3 Gigatonnen CO2-Äquivalente[1] über die nächsten 25 Jahre ausstoßen – fast das Dreifache der Treibhausgasemissionen ganz Deutschlands im Jahr 2018.  Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/talanx/talanx-und-hannover-re-umwerben-von-klimafeinden/