Category: Siemens AG

Indigene Wangan und Jagalingou fordern Siemens auf, Vertrag mit Adani wegen Menschenrechtsverletzungen auszusetzen

  • Wangan and Jagalingou (W&J) widersprechen Joe Kaesers Aussage, sie hätten der geplanten Kohlemine von Adani zugestimmt
  • W&J-Rat fordert Nachweis, dass Siemens menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist
  • W&J-Sprecherin Murrawah Johnson spricht auf der Hauptversammlung am 5. Februar

Der Wangan and Jagalingou Council aus Australien fordert Siemens auf, den Vertrag mit Adani wegen Verstößen gegen Menschenrechte auszusetzen. In einer Pressemitteilung teilte der Rat mit, die Siemens AG zu einem Treffen aufgefordert zu haben. Sie fordern darin, nachzuweisen, dass Siemens beim Abschluss des Vertrags mit Adani die indigenen Rechte der First Nations gebührend berücksichtigt hat, und den Vertrag mit Adani auszusetzen.

Der Wangan and Jagalingou Council zeigt sich besonders besorgt über die Aussage von Siemens-Chef Joe Kaeser, der in seiner Begründung zum Festhalten an dem Vertrag mit Adani schriftlich mittgeteilt hatte, dass die geplante Kohlemine von den indigenen Wangan und Jagalingou genehmigt worden sei. Weiterlesen

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Siemens: Raus aus der Kohle!

München, 31. Januar 2020. Anlässlich der Hauptversammlung der Siemens AG am 5. Februar protestieren Umweltschutzgruppen in Australien und Deutschland gegen den Liefervertrag von Siemens für die Signaltechnik für die geplante Carmichael-Kohlemine in Australien. Die Forderungen will das Bündnis am 4. Februar auf einer Pressekonferenz vorstellen, bevor es am 5. Februar vielfältige Aktionen an der Olympiahalle, dem Tagungsort, gibt.

Pressekonferenz „Siemens: Raus aus der Kohle!“

wann: 4. Februar 2020 um 11 Uhr
wo: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München

Für Fragen, Interviews und O-Töne stehen Ihnen vor Ort gerne zur Verfügung:

  • Murrawah Johnson, Wangan and Jagalingou Council
  • Dr. Lindsay Simpson, Autorin „Adani: Following Its Dirty Footsteps“
  • Varsha Yajman, Australian School Strike for Climate
  • Matylda Bobnis, Fridays for Future München
  • Lara Eckstein, Campact
  • Lukas Schnermann, Extinction Rebellion Deutschland
  • Aktivist*in, Antikapitalistisches Klimatreffen München

Die Pressekonferenz wird in deutscher und englischer Sprache gehalten. Weiterlesen

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#StopAdani – Konzernkritik am Limit?

Podiumsdiskussion im EineWeltHaus München am 4. Februar 2020, 19 Uhr

Nach der Entscheidung von Siemens, an dem Liefervertrag mit Adani festzuhalten, steht der Münchener Konzern und seine Klimaziele weiter in der öffentlichen Kritik. Dank der andauernden Proteste von Fridays for Future ist die Kampagne gegen die größte Kohlemine Australiens in Deutschland angekommen.

Doch Adani kann weiter fest mit Kohleabbau rechnen, samt aller schädlichen Folgen für die lokale Umwelt und das globale Klima. Es geraten nun aber weitere, ähnlich umstrittene Projekte mit Siemens-Beteiligung in den Fokus, wie die Windparks von Siemens Gamesa in dem von Marokko besetzen Teil der Westsahara, durch welche die illegale Plünderung der Rohstoffe erst möglich wird. Weiterlesen

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Gegenanträge

Fotos: #StopAdani, Julian Meehan CC BY 2.0

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.

Begründung:

Der Vorstand der Siemens AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen sich die Siemens AG bekannt hat.

Australien: Beteiligung an Adani-Mine konterkariert bisherige Klimaschutzversprechen

Die Entscheidung, Signaltechnik für die Bahnstrecke der geplanten Adani-Kohlemine in Australien zu liefern, steht beispielhaft für mangelhaftes Problembewusstsein für Beteiligungen an klimaschädlichen Projekten. Weiterlesen

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Unser Abstimmungsverhalten

Die Siemens AG kommt nicht hinreichend ihrer Verantwortung nach, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuhalten und wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen sich die Siemens AG bekannt hat. Daher werden wir Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Unsere Gegenanträge veröffentlichen wir am 22.01.2020.

So werden wir auf der Hauptversammlung der Siemens AG am 05.02.2020 abstimmen:

Tagesordnungspunkte JA NEIN ENTHALT.
 2. Verwendung des Bilanzgewinns   X  
 3. Entlastung der Mitglieder des Vorstands   X  
 4. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats   X  
 5.
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Fatales Signal gegen das Klima

Protestaktion der #StopAdani-Kampagne. Foto: Galilee Blockade
  • Entscheidung von Siemens, am Adani-Kohleprojekt festzuhalten, gefährdet Klimaziele und zeigt exemplarisch Verwicklungen mit der fossilen Industrie
  • Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert Investoren auf, auf der kommenden Hauptversammlung dem Siemens-Vorstand die Entlastung zu verweigern

Köln, 13.01.2020. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre kritisiert die Entscheidung von Siemens, an der Zulieferung für ein umstrittenes Kohlebergwerk der Adani Group in Australien festzuhalten, als fatales Signal gegen die weltweiten Klimaschutzbemühungen.

Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, sagt: „Wenn es Siemens wirklich ernst meinen würde mit Klimaschutz, hätte der Konzern sich gar nicht erst für eine Lieferung der Signaltechnik für Adani beworben. Weiterlesen

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