München, 31. Januar 2020. Anlässlich
der Hauptversammlung der Siemens AG am 5. Februar
protestieren Umweltschutzgruppen in Australien und Deutschland gegen den
Liefervertrag von Siemens für die Signaltechnik für die geplante
Carmichael-Kohlemine in Australien. Die Forderungen will das Bündnis am 4.
Februar auf einer Pressekonferenz vorstellen, bevor es am 5. Februar
vielfältige Aktionen an der Olympiahalle, dem Tagungsort, gibt.
Pressekonferenz „Siemens: Raus aus der Kohle!“
wann: 4. Februar 2020 um 11 Uhr wo: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Für Fragen, Interviews und O-Töne stehen Ihnen vor Ort
gerne zur Verfügung:
Murrawah Johnson, Wangan and Jagalingou Council
Dr. Lindsay Simpson, Autorin „Adani: Following Its Dirty Footsteps“
Varsha Yajman, Australian School Strike for Climate
Matylda Bobnis, Fridays for Future München
Lara Eckstein, Campact
Lukas Schnermann, Extinction Rebellion Deutschland
Aktivist*in, Antikapitalistisches Klimatreffen München
Die Pressekonferenz wird in deutscher und englischer Sprache gehalten. Weiterlesen
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Podiumsdiskussion im EineWeltHaus München am 4. Februar 2020, 19 Uhr
Nach der Entscheidung von Siemens, an dem Liefervertrag mit Adani festzuhalten, steht der Münchener Konzern und seine Klimaziele weiter in der öffentlichen Kritik. Dank der andauernden Proteste von Fridays for Future ist die Kampagne gegen die größte Kohlemine Australiens in Deutschland angekommen.
Doch Adani kann weiter fest mit Kohleabbau rechnen, samt aller schädlichen Folgen für die lokale Umwelt und das globale Klima. Es geraten nun aber weitere, ähnlich umstrittene Projekte mit Siemens-Beteiligung in den Fokus, wie die Windparks von Siemens Gamesa in dem von Marokko besetzen Teil der Westsahara, durch welche die illegale Plünderung der Rohstoffe erst möglich wird. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der
Mitglieder des Vorstands
Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.
Begründung:
Der Vorstand der Siemens AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung
nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen
Maßnahmen reichen nicht aus, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser
Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen
sich die Siemens AG bekannt hat.
Australien: Beteiligung an Adani-Mine konterkariert bisherige
Klimaschutzversprechen
Die Entscheidung, Signaltechnik für die Bahnstrecke der geplanten Adani-Kohlemine
in Australien zu liefern, steht beispielhaft für mangelhaftes Problembewusstsein
für Beteiligungen an klimaschädlichen Projekten. Weiterlesen
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Die Siemens AG kommt nicht hinreichend ihrer Verantwortung nach, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuhalten und wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen sich die Siemens AG bekannt hat. Daher werden wir Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Unsere Gegenanträge veröffentlichen wir am 22.01.2020.
So werden wir auf der Hauptversammlung der Siemens AG am 05.02.2020 abstimmen:
Protestaktion der #StopAdani-Kampagne. Foto: Galilee Blockade
Entscheidung von Siemens, am Adani-Kohleprojekt festzuhalten, gefährdet
Klimaziele und zeigt exemplarisch Verwicklungen mit der fossilen Industrie
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordert Investoren
auf, auf der kommenden Hauptversammlung dem Siemens-Vorstand die Entlastung zu
verweigern
Köln,
13.01.2020. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
kritisiert die Entscheidung von Siemens, an der Zulieferung für ein
umstrittenes Kohlebergwerk der Adani Group in Australien festzuhalten, als
fatales Signal gegen die weltweiten Klimaschutzbemühungen.
Christian
Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre, sagt: „Wenn es Siemens wirklich ernst meinen würde mit Klimaschutz,
hätte der Konzern sich gar nicht erst für eine Lieferung der Signaltechnik für
Adani beworben. Weiterlesen
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Protestaktion der #StopAdani-Kampagne. Foto: Galilee Blockade
Nach weltweiten Protesten: Siemens prüft Beteiligung an Kohlemine in Australien
Dachverband: Siemens muss umgehend erhaltenen Auftrag ablehen, wenn eigene Bekenntnisse zu Klimaschutz ernst genommen werden sollen
Weltweit fordern Klimaschützer*innen zusammen mit der Bewegung #StopAdani Siemens dazu auf, die geplante Beteiligung am Bau einer Kohlemine in Australien zu beenden. Siemens soll die Signalanlage für die zum Abtransport der abgebauten Kohle benötigten Bahn liefern.
„Wenn es Siemens wirklich ernst meinen würde mit Klimaschutz, hätten sie sich gar nicht erst für eine Lieferung der Signaltechnik für Adani beworben“, kritisiert Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen
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Frühjahr 2018: Am größten Staudamm-Projekt
Kolumbiens, Hidroituango, staut sich der Fluss Cauca völlig unkontrolliert auf –
noch bevor die Staumauer fertig gestellt ist. Überschwemmungen flussaufwärts
und riesige Flutwellen flussabwärts treiben Tausende in die Flucht. 25.000
Menschen müssen zeitweise evakuiert werden, weil die Behörden wochenlang
unsicher sind, ob die Staumauer halten wird. Die sterblichen Überreste
hunderter Verschwundener werden unwiederbringlich unter den Wassermassen des
Stausees begraben.
Am Bau von Hidroituango beteiligt sind neben der KfW
IPEX-Bank mit Siemens, Kaeser, Münchner Rück und Hannover Rück auch mehrere
deutsche Großunternehmen. Weiterlesen
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Demonstration gegen die Rodung des Amazonas und den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro am 23. August 2019 in Berlin. Foto: Leonhard Lenz, CC0 1.0
Mit 21 weiteren Organisationen fordern wir in einem offenen Brief Siemens und Thyssenkrupp auf, sich nicht an Bergbauaktivitäten in indigenen Territorien in Brasilien durch Equipment-Lieferungen zu beteiligen.
„Wir wenden uns an Sie vor dem Hintergrund, dass uns die neuesten
Entwicklungen in Brasilien äußerst beunruhigen. „Die Lunge der Welt“ in
Amazonien brennt in nie gekanntem Ausmaß. Die illegale Brandrodung ist
größtenteils menschengemacht. Großgrundbesitzer, Bergbau-Konzerne und
Rinderzüchter reißen die Territorien indigener Gruppen gewaltsam an
sich. Gleichzeitig wird massiv Regenwald gerodet. Um 278% stieg die
Fläche des gerodeten Waldes im Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Weiterlesen
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