Adidas AG Lieferkettengesetz Hauptversammlung 2024 Menschenrechte

Lohndiebstahl in der Lieferkette und Unterdrückung von Gewerkschaftsarbeit

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der Adidas AG am 16.05.2024

Protest mit der Kampagne für Saubere Kleidung auf der Adidas-Hauptversammlung 2023 in Fürth

Zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die vorgeschlagene Dividende von 0,70 Euro pro dividendenberechtigter Stückaktie ist zu hoch. Daher fordert der Dachverband, dass anstatt der Ausschüttung der Dividende ein größerer Teil des Bilanzgewinns für umfassende Maßnahmen verwendet wird, um strukturelle Probleme in der Lieferkette von Adidas anzugehen und grundlegende Arbeitsrechte und Sozialstandards umzusetzen. Weiterlesen

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BMW AG Lieferkettengesetz Hauptversammlung 2024 Menschenrechte

Einkäufe in China bergen hohes Risiko von Zwangsarbeit in der Lieferkette

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der BMW AG am 15.5.2024

Protest von Fridays for Future während der BMW-Hauptversammlung 2023 in München

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die vorgeschlagene Dividende von 6,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie und somit auch die diesjährige Ausschüttungsquote von 33,7 Prozent sind zu hoch. Angesichts des Investitionsbedarfs in Klima- und Umweltschutz sowie in nachhaltige Elektromobilität fordert der Dachverband, die Ausschüttung der Dividende auf 0,10 Euro je Aktie zu begrenzen.


Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 nicht zu entlasten. Weiterlesen

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HeidelbergCement AG Hauptversammlung 2024 Menschenrechte

Zementgigant erwirtschaftet Profite auf Kosten des Globalen Südens

Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre
zur Hauptversammlung der Heidelberg Materials AG am 16. Mai 2024

Auf der Präsenzhauptversammlung 2023 stellte sich Konzernchef Dominic von Achten (rechtes Foto, rechts außen) noch den Forderungen von Fridays for Future und Watch Indonesia (linkes Foto). 2024 „flieht“ der Zementgigant ins virtuelle Format.

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen. Anstatt einer Dividende von 3,00 € pro Aktie sollen jeweils nur 2,70 € ausgezahlt werden. Die restlichen 0,30€ pro Aktie, insgesamt 54.620.436€ sollen einem Entschädigungsfonds zugeführt werden, der speziell Gemeinschaften unterstützen soll, die durch die Geschäftsaktivitäten von Heidelberg Materials beeinträchtigt wurden.  Weiterlesen

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EnBW AG Hauptversammlung 2024

„Lautes Schweigen zu Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von EnBW deutliche effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise sowie für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir werden Sie, den Vorstand, auch dieses Jahr nicht entlasten. Der Vorstand der EnBW kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachzukommen. Wir haben dies in unserem Gegenantrag ausführlich begründet, den ich hiermit auch formal stelle.

Herr Stamatelopoulos, ich habe etliche Fragen zu Ihren Kohle- und Gaslieferketten. Weiterlesen

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Hannover Rück SE Talanx AG Allianz SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2024

Allianz, Hannover Re, Talanx: Mehr Engagement gegen fossiles Gas nötig

Angesichts der Hauptversammlungen der Versicherer Hannover Re (6.5.), Talanx (7.5.) und Allianz (8.5.) diese Woche fordert urgewald von allen drei Konzernen mehr Engagement im Bereich Klimaschutz. Die Versicherer schließen seit 2022 (Hannover Re, Allianz) bzw. 2023 (Talanx) die Versicherung neuer Öl- und Gasfelder auf Projektebene aus. Teilweise ist davon auch direkt damit verbundene Infrastruktur betroffen, etwa Öl-und Gaspipelines (Hannover Re) bzw. Ölpipelines und Ölkraftwerke (Allianz und Talanx). 

Regine Richter, Energie- und Finanzexpertin bei urgewald, kommentiert: 
„Die Versicherer haben gute erste Schritte zum Ausschluss von Öl- und Gasgeschäften gemacht, aber sie dürfen sich nicht darauf ausruhen. Gerade im Gasbereich tun sie noch zu wenig für den Klimaschutz. Weiterlesen

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Deutsche Post AG/DHL Hauptversammlung 2024

„In meiner 38-jährigen Tätigkeit bei DHL habe ich so etwas noch nie erlebt“: Reden der Teamsters

„Beschämende Arbeitsbedingungen“, „rassistisch begründete Günstlingswirtschaft“, „verfolgt und bedroht“: Mit deutlichen Worten haben DHL-Beschäftigte aus den USA auf der Hauptversammlung 2024 ihres Arbeitgebers untragbare Arbeitsbedingungen und Repression von Gewerkschaftstätigkeiten geschildert. Wir dokumentieren hier die Redebeiträge der Teamsters, welche erschreckende Missstände und eindeutige Verstöße gegen international und von DHL anerkannte Arbeits- und Gewerkschaftsrechte anprangern:

Francisco Chacon:

“Hallo,

Ich bin Francisco Chacon. Ich bin seit 29 Jahren Mitarbeiter von DHL Express und Mitglied der Teamsters Local 705 in Chicago. Meine Frage bezieht sich auf Tagesordnungspunkt 3 und die Entlastung des Vorstands für das vergangene Jahr. Ich bin hier, um Sie mit den Tatsachen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen vertraut zu machen, die ich bei DHL Express in den Vereinigten Staaten erlebe, und frage den Vorstand, ob er beabsichtigt, sich mit dem Versäumnis der lokalen Geschäftsführung, die Werte und Richtlinien von DHL einzuhalten, zu befassen. Weiterlesen

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Deutsche Post AG/DHL Lieferkettengesetz Hauptversammlung 2024 Klimaschutz

„Sie setzen weiter auf Wachstum, was Ihre Klimaschutzambitionen noch weniger glaubwürdiger macht – auch unter Ihrer Leitung, Herr Meyer“: Rede von Liva Schäfer

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

Ich bin Liva Schäfer und spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionär*innen. Ich nehme Bezug auf unsere Gegenanträge, die ich hiermit auch formal stelle.

Wie schon für das Geschäftsjahr 2022 legen Sie im aktuellen Geschäftsbericht nicht genügend transparent und spezifisch dar, inwiefern Sie Ihre konzerneigenen Klimaziele erreichen wollen – von der Reduzierung der Scope 1- bis Scope 3-Emissionen.

Zwar konnten Sie die logistikbezogenen Treibhausgasemissionen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent senken. Sie merken dazu jedoch selbst an: „Der Rückgang der THG-Emissionen ist vor allem durch die rückläufige Entwicklung der Sendungsvolumina beeinflusst“. Weiterlesen

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Deutsche Post AG/DHL Hauptversammlung 2024

„Erschreckende Berichte über untragbare Arbeitsbedingungen und Repression von Gewerkschaftsarbeit“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der Deutschen Post deutliche effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise sowie für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Menschenrechte: Untragbare Arbeitsbedingungen und Unterdrückung von Gewerkschaftsarbeit in den USA

Es mehren sich Hinweise, dass der Vorstand menschenrechtliche Risiken selbst im eigenen Geschäftsbereich nicht hinreichend entsprechend dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) adressiert. Dies scheint vor allem in Bezug auf das Verbot der Missachtung der Koalitionsfreiheit der Fall zu sein, nach der Beschäftigte sich frei zu Gewerkschaften zusammenzuschließen oder diesen beitreten können, dies nicht als Grund für ungerechtfertigte Diskriminierungen oder Vergeltungsmaßnahmen genutzt werden darf sowie das Streikrecht und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Weiterlesen

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