80 Fragen zur Hauptversammlung der RWE AG am 28.04.2022: Verwendung des Bilanzgewinns, Atom- und Urangeschäft, Russland-Geschäft, Braunkohletagebau, Landnutzung, Abspaltung der Erneuerbaren Energien vom übrigen Teil des Konzerns
Die Fragen wurden am 26.04.2022 vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre bei RWE eingereicht. Die Antworten erhalten wir im Laufe der RWE-Hauptversammlung am 28.04.2022.
A. Verwendung des Bilanzgewinns
1. Die RWE AG soll für das Geschäftsjahr 2021 keine Dividende in Höhe von 608.598.043,20 Euro (90 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie) ausschütten. Die bisherigen Rückstellungen des Konzerns für Renaturierungsmaßnahmen im Bergbau und die Entsorgung im Atomkraftbereich werden nicht ausreichen. Wie hoch sind die aktuellen Rückstellungen insgesamt? Weiterlesen
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Ungeachtet des Krieges in der Ukraine produziert die BASF-Tochter Wintershall Dea weiter einen bedeutenden Teil ihres Erdgases und -öls in Russland
BASF hat in den letzten Jahren die eigene und nationale Abhängigkeit vor allem von russischem Erdgas massiv vorangetrieben und zeigt auch jetzt kein wirkliches Umlenken der Konzernstrategie
Damit trägt BASF Putins Krieg gegen die Ukraine finanziell mit, insbesondere wenn Wintershall Dea die Produktion in Russland nicht sofort einstellt
Zwei Tage vor der Hauptversammlung von BASF üben die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie der ukrainischen NGO Ecoaction scharfe Kritik an den fossilen Russlandgeschäften des Ludwigshafener Konzerns. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 2: Entlastung der Mitglieder des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.
Begründung:
Der Vorstand der Commerzbank AG wird seinem eigenen Bekenntnis zur Einhaltung der UN-Ziele zu Nachhaltiger Entwicklung und Sustainable Finance nicht gerecht. Er bleibt auch weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und zu leisten. Konkret laufen etliche Finanzgeschäfte den Zielen Nr. 13 und Nr. 16 entgegen, wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu implementieren und Gewalt zu verringern.
Neue Richtlinie für fossile Brennstoffe: Für effektiven Klimaschutz nicht ambitioniert genug
Die Commerzbank hat im Dezember 2021 eine neue Richtlinie für fossile Brennstoffe verabschiedet, die seit dem 1. Weiterlesen
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Welche konkreten Schritte sind geplant, um eine Klimaneutralität des Kapitalanlageportfolios bis 2050 zu erreichen?
Können Sie nun, anders als im Geschäftsbericht, Werte zu den Scope-3-Emissionen Ihres Unternehmens angeben bzw. den vollständig validierten gruppenweiten CO2-Fußabdruck für 2021? Wenn nein, warum nicht?
Eine Frage zu Ihrem Kohleausschluss, zu dem Sie u.a. berichten: „Kohleunternehmen, deren Umsatz mit thermischer Kohle zwischen 15 und 30 Prozent beträgt, werden ausgeschlossen, in Einzelfällen im Rahmen von Engagement-Dialogen aktiv beim Wandel zu erneuerbaren Energien begleitet.“ Berichtet werden zwei Dialoge und sieben gemeinsam mit der Initiative Climate Action 100+: Heißt das, dass alle anderen Kohleunternehmen zwischen 15 und 30 Prozent ausgeschlossen wurden?
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Redebeiträge von Sibylle Arians, Markus Dufner, Sabina Rothe, Dina Hamid und Jona Heidner
Sibylle Arians, Kuratorin von ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie
Ethik und Ökonomie sind stets zusammen zu sehen.
Geschieht dies nicht, wird unsere Erde, die einzige Heimat der gesamten Menschheit, in einen verwüsteten, unbewohnbaren, „toten“ Planeten umgewandelt.
ethecon macht das deutlich mit dem „Blue Planet Projekt“, welches zusammen mit dem Künstler Otto Piene entwickelt wurde unter dem Motto „KEEP OUR BLUE PLANET GREEN“. Wie die Kehrseiten einer Medaille sind dabei die beiden Preise, der Internationale ethecon Blue Planet Award und der Internationale ethecon Dead Planet Award. Mit ersterem wird eine Person geehrt, die sich in besonderer Weise für den Erhalt unserer Zukunftschancen, um Frieden und Menschenrechte und globale Gerechtigkeit eingesetzt hat. Weiterlesen
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Vladimir Slivyak erhielt 2021 den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award 2021).
Statement von Vladimir Slivyak, Ecodefense Russland, zur Hauptversammlung der RWE AG am 28.04.2022*
Die Welt nähert sich einem weiteren Jahrestag des schlimmsten Atomreaktorunfalls der Geschichte, der sich vor 36 Jahren in Tschernobyl, damals in der Sowjetunion, ereignete. Der Krieg in der Ukraine hat das Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht, denn vor kurzem haben russische Truppen das stillgelegte Atomkraftwerk angegriffen. Solange der Krieg andauert, bleibt das Risiko eines neuen Atomunfalls extrem hoch. Dieser Krieg muss sofort beendet werden, und es herrscht international Einigkeit darüber, dass alles getan werden muss, um Frieden zu schaffen. Weiterlesen
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Während der Hauptversammlung am 28. April Protestkundgebung „Blauer Planet statt Toter Planet“ vor der Konzernzentrale in Essen
Deutschlands größter Energiekonzern ist nicht Paris-kompatibel
Braunkohletagebau stoppen – Lützerath retten
RWE-Geschäfte unterstützen Russlands Krieg gegen die Ukraine
Verflechtung von RWE-Konzern und Politik beenden
Essen/Düsseldorf/Köln/Lützerath – Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Ecodefense Russland, Ende Gelände goes Lützerath, RWE & Co. Enteignen, ethecon – Stiftung Ethik und Ökonomie, die Initiative RWE-Tribunal und weitere Nichtregierungsorganisationen begleiten die Hauptversammlung der RWE AG am Donnerstag mit Reden, Musik und Straßentheater. „Da RWE sich entschieden hat, eine virtuelle Aktionärsversammlung ohne die physische Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre durchzuführen, werden wir unseren Protest vor die Konzernzentrale in Essen tragen und dort den internationalen ehtecon Dead Planet Award an Vertreter*innen der RWE AG überreichen“, sagte Sibylle Arians von ethecon – Stiftung Ethik und Ökonomie. Weiterlesen
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Expliziter Ausschluss der Versicherung neuer Öl- und Gasprojekte fehlt
Ausschluss von Vertragsrückversicherungen im Bereich Kohle kommt zu spät
Glaubwürdigkeit von fast 50 Jahren Klimaexpertise bei Munich RE gefährdet, wenn weltweit größter Rückversicherer seine Vorbildfunktion nicht ernst nimmt
Zwei Tage vor der Hauptversammlung von Munich RE kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald als Mitglied des internationalen Kampagnen-Netzwerkes Insure our Future gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die fehlenden Klimaambitionen des weltweit größten Rückversicherers. [1]
urgewald, Insure our Future und der Dachverband fordern von Munich RE insbesondere einen klaren Ausschluss der Versicherung von und Investition in neue Öl- und Gasprojekte, da diese die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen verhindern. Weiterlesen
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