Kategorie: Hauptversammlung 2022

Heckler & Koch höhlt eigene Waffenexportstrategie aus

  • Selbstgesetzte „Grüne-Länder-Strategie“ wird weder transparent noch konsequent umgesetzt
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren, dass Heckler & Koch eigene Verantwortung bei Waffenexporten an die Politik auslagert
  • Gegenanträge fordern Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat

Anlässlich der morgen stattfindenden Hauptversammlung der Heckler & Koch AG fordert das Bündnis der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch, dass der Kleinwaffenproduzent seine selbstgesetzte „Grüne-Länder-Strategie“ endlich glaubwürdig und konsequent umsetzt. Demnach dürfen Kriegswaffen ausschließlich an Länder geliefert werden, die zur EU oder zur NATO gehören oder NATO-assoziiert sind.

Doch welche Länder als „grün“ gelten oder zum „Rest der Welt“ zählen, ist dennoch nicht einfach nachvollziehbar, da H&K die eigenen Kriterien aushöhlt. Die Kriterien und Risikoanalysen von H&K hierzu sind nicht transparent, sollten aber aufgrund ihrer sicherheitspolitischen Brisanz und der mitunter tödlichen Folgen öffentlich nachvollziehbar sein. Weiterlesen

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Waffenexporte, „Grüne-Länder-Strategie“ und aktuelle Rahmenbedingungen: Unsere Fragen an den Vorstand von Heckler & Koch

Kleinwaffenlieferungen und Lizenzvergaben

  • Haben Sie Angebote bzw. Anfragen für Kleinwaffenlieferungen oder Lizenzvergaben im letzten und im laufenden Geschäftsjahr abgelehnt? Wenn ja, aus welchen Staaten und mit welcher Begründung?

EU-Staaten

  • Welche Staaten der Europäischen Union erhielten nach Kenntnis der H&K-Führung im letzten Geschäftsjahr 2021 und bisher in 2022 welche Waffen oder deren Bestandteile in welcher Anzahl von Heckler & Koch: Einzelauflistung nach EU-Staat, Waffentyp- und Bestandteillieferung, Stückzahl und Jahr der Lieferung?
  • Welche Staaten der Europäischen Union erhielten im letzten Geschäftsjahr 2021 und bisher in 2022 welche Lizenzen zum Nachbau von Heckler & Koch-Waffen: Einzelauflistung nach EU-Staat, Lizenz für welchen Waffentyp und Jahr der Lizenzvergabe?
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„Grüne-Länder-Strategie“ wird weiterhin nicht konsequent umgesetzt: Gegenanträge von Jürgen Grässlin

Gegenantrag zur Hauptversammlung der Heckler & Koch AG am 03.08.2022

Zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:

Der Vorstand der Heckler & Koch AG wird dem eigenen Anspruch weiterhin nicht gerecht, den Konzern zu einem „Vorreiter einer verantwortungsvollen Rüstungsexportstrategie“ werden zu lassen. Die selbstgesetzte „Grüne-Länder Strategie“ wird weiterhin nicht konsequent genug umsetzt.

Umsatzanstieg jenseits der „Grünen Länder“

Zwar gibt die Heckler & Koch AG im aktuellen Geschäftsbericht an, dass der Umsatz auch 2021 ausschließlich in „Grünen Ländern“ erfolgt sei. Ein Blick in die Bilanzzahlen zeigt jedoch einen deutlichen Anstieg des Umsatzes in Ländern, die nicht darunter fallen (Rest der Welt) von 2.000 im Jahr 2020 auf 126.000 Euro in 2021. Weiterlesen

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Folgen des Einsatzes hochgiftiger Pestizide, neue Klimaziele und Zucker als Gesundheitsrisiko: Unsere Fragen an den Vorstand von Südzucker

Fragen zum Einsatz von Neonikotinoiden/Notfallzulassung für illegale Pestizide

Drei Neonikotinoide (darunter auch Thiomethoxam) sind seit 2018 im Freiland verboten, da sie sehr gefährlich unter anderem für Honig- und Wildbienen sind. Durch die Hintertür des legalen Instruments der „Notfallzulassung“ kommen sie dennoch wieder zur Anwendung. Neonikotinoide sind hoch bienengefährlich und schädigen auch andere Tierarten wie Bodenorganismen und Vögel. Sie sind hoch toxisch, langlebig und wasserlöslich. So verbreiten sie sich weit in der Umwelt und richten noch Jahre nach ihrer Ausbringung Schaden an. Seit einem Moratorium 2013 dürfen die drei giftigsten Neonikotinoide in der EU nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch findet man Rückstände dieser Stoffe breit verteilt in Gewässern. Weiterlesen

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Wie sehen die Pläne für die Antriebe der Zukunft aus?

25 Fragen zur Hauptversammlung der Daimler Truck AG am 22.06.2022 / Antriebstechnik, Militärfahrzeuge, Lieferkettengesetz und Vergütungssystem

Daimler Truck ohne Dieselantrieb: Für schwere Transporte kommt wie bei diesem e-Actros nur die Brennstoffzelle in Frage (Foto von der Daimler-Hauptversammlung 2021 mit dem jetzigen Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius).

A. Antriebstechnik

  1. Wie sehen die Pläne von Daimler Truck für die Antriebe der Zukunft aus?
  2. Welche Anteile an weltweit produzierten Fahrzeugen sollen batterieelektrische Fahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in 2025 bzw. in 2030 haben?
  3. Wie steht die Daimler Truck AG zur Technik der Oberleitungs-Lkw? Wird diese Technik vom Konzern weiterverfolgt und werden entsprechende Gespräche mit der Politik geführt?
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Wie viel Kriegsmaterialen, Munition und Militärfahrzeuge wurden von der HHLA umgeschlagen?

Fragen zur Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am 16.06.2022

Container-Terminal Hamburg-Altenwerder

SEEVERKEHRE

  1. Wurden im „Coronajahr“ 2021 mehr Gefahrgüter (Kriegsmaterialien/Munition/Militärfahrzeuge) durch die HHLA umgeschlagen als in den vorangegangenen zehn Jahren? Wie hoch war der Anteil in Hamburg in TEU und Prozent?
  2. Wieviele Gefahrgüter (Kriegsmaterialien/Munition/Militärfahrzeuge) wurden 2021 in HHLA PLT Triest umgeschlagen?
  3. Ist Ihnen der Abrüstungs- und Neutralitätsstatus bekannt, den die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs im Friedensvertrag von 1947 auch für das Freie Territorium Triest geschlossen haben und der von Italien ratifiziert wurde?
  4. Kennen Sie die Resolution 16 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zum Territorium Triest mit seinem internationalen Freihafen?
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Desaster für die DWS

Viele Anteilseigner haben kein Vertrauen in den Vorstand und den Aufsichtsrat

„Goldener Handschlag“: Scheidender CEO Asoka Wöhrmann (links) und Aufsichtsratsvorsitzender Karl von Rohr

Die Hauptversammlung der DWS Group zeigte, dass die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank mit einem massiven Vertrauensverlust ihrer Aktionärinnen und Aktionäre konfrontiert ist.

„Die DWS verkennt die zunehmende Bedeutung authentischer, strenger und konsequent angewandter ESG-Kriterien, nach denen immer mehr Banken, Vermögensverwalter und institutionelle Investoren Anlageprodukte bewerten“, resümierte Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen.

Der Vertrauensschwund in das DWS-Management spiegelte sich auch im Abstimmungsergebnis der Hauptversammlung am 9. Juni 2022 wieder: Beim Tagesordnungpunkt 3 (Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin) stimmten zwar 82,38% der Aktionärinnen und Aktionäre mit „Ja“, aber 17,62% gewährten dem Vorstand – und damit dem scheidenden CEO Asoka Wöhrmann – keine Entlastung. Weiterlesen

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DWS missachtet ihre eigenen Richtlinien

Protest von Mitgliedern der US-Dienstleistungsgewerkschaft Service Employees International Union (Screenshot aus Video von SEIU)
  • US-Gewerkschaft protestiert gegen die Verletzung von Arbeitnehmerrechten durch Auftragsunternehmen von DWS
  • Reinigungskräfte wollen heute in DWS-Büros in den USA Forderungen überreichen
  • DWS-Aktionärsversammlung am 9. Juni soll Vorgehen des Managements nicht billigen

New York City/Frankfurt am Main – Die US-Gewerkschaft Service Employees International Union (SEIU) wirft der Deutsche Bank-Tochter DWS vor, ihre eigenen Unternehmensrichtlinien zu missachten, die vorsehen, dass sie marktübliche Löhne und Sozialleistungen, sichere Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Arbeitsgesetzen durch ihre Auftragsunternehmen unterstützt. Einen Tag vor der Hauptversammlung der DWS werden die gewerkschaftlich organisierten Reinigungskräfte die Aktionärinnen und Aktionäre auffordern, den Aufsichtsrat des Unternehmens nicht zu entlasten. Weiterlesen

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