Kleine E-Autos statt Lobbyarbeit gegen Klimaschutz
VW-Vorgehen gegen Zwangsarbeitsrisiken in China zu lasch
Ausbau von Porsche-Teststrecke bedroht Wald in Italien
Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Volkswagen AG fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre konsequentes Handeln vom niedersächsischen Auto-Konzern ein. Übereinstimmend kritisieren beide Organisationen die verfehlte Modellpolitik des Volkswagenkonzerns mit weiterhin zu großen Verbrennern und nach wie vor fehlenden kleinen, ressourceneffizienten E-Fahrzeugen. Das zögerliche Vorgehen gegen Zwangsarbeit in China oder die geplante Naturzerstörung durch die Konzerntochter Porsche in Italien zeigen die Defizite beim Schutz von Umwelt und Menschenrechten auf.
Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und Mitglied im Vorstand des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre: „Deutschlands größter Automobilhersteller setzt auf kurzfristige Gewinne, statt die Transformation des Konzerns konsequent voranzutreiben. Weiterlesen
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Tilman Massa bei seiner Rede auf der Hauptversammlung der Fraport AG 2024
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,
mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Fraport deutliche effektivere Maßnahmen für den Schutz von Klima, Umwelt und Menschenrechten ein.
Wir werden Sie, den Vorstand, auch dieses Jahr nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen. Besonders Ihr Agieren bei Ihren beiden Flughäfen in Brasilien hat uns erneut aus der Fassung gebracht. Dazu habe ich etliche Fragen an Sie. Weiterlesen
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Zu TOP 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand der Porsche AG kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz umzusetzen.
Porsche fliegt zu viel: Klimabilanz im Widerspruch zu Klimazielen
Porsches Klimabilanz 2023 steht im Widerspruch zu den eigenen Klimazielen. Statt zu sinken, steigen die klimaschädlichen Emissionen durchweg gegenüber den Vorjahren, teils massiv.
Die direkten Emissionen der Porsche-Standorte (Scope 1) sind gegenüber 2022 um über 44 Prozent auf 17.638 t CO2e in 2023 gestiegen. Weiterlesen
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Rede von Markus Dufnerauf der Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AG am 8. Mai 2024
„Dem Mercedes-Benz-Vorstand ist der ´gute Stern´ abhanden gekommen“, wirft Markus Dufner (links) in seiner Rede Konzernchef Ola Källenius vor.
Sehr geehrte Damen und Herrn,
mein Name ist Markus Dufner, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Früher, in den 1950er Jahren, warb die Daimler-Benz AG mit dem Slogan „Ihr guter Stern auf allen Straßen“. Der Zusammenschluss der beiden Autokonzerne Daimler-Benz und Chrysler sollte eine „Hochzeit im Himmel“ im Himmel werden. Ja, dieses Unternehmen wollte immer sehr hoch hinaus – oft zu hoch.
Aus dem Unternehmen, dass ohne Chrysler nur noch Daimler hieß, wurde 2022 mit der Abspaltung der Lkw- und Bussparte von der Pkw-Sparte die Mercedes-Benz Group AG. Weiterlesen
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Rede von Ella Rox, Fridays for Future Dresden, auf der Hauptversammlung der Mercedes-Benz AG am 8. Mai 2024
„Ich spreche heute hier, weil das internationale Unternehmen Mercedes-Benz einen großen Anteil an der Klimakrise hat“, erklärt die Schülerin Ella Rox.
Guten Tag. Ich danke den Kritischen Aktionär*innen für die Möglichkeit hier sprechen zu können. Mein Name ist Ella Rox und ich spreche im Namen von FridaysForFuture. Ich bin 17 Jahre alt und ich habe Angst. Angst vor der Zukunft. Eigentlich sollte das nicht so sein. Eigentlich sollte ich mich freuen … Dem ist aber nicht so, DENN Jedes Jahr werden neue Hitzerekorde aufgestellt. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2023
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, der persönlich haftenden Gesellschafterin die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand der DWS Group kommt weiterhin nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz und gegen Greenwashing umzusetzen.
Greenwashing-Skandal: Unklar, ob hinreichend Konsequenzen gezogen worden sind
Die DWS trägt nicht ausreichend zur Aufklärung ihres Greenwashing-Skandals zu möglichem Prospektbetrug in Form von Falschangaben zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit ihrer Investments bei. Allein Anfang 2024 hat die deutsche Staatsanwaltschaft im Rahmen von zwei Razzien erneut Räume der DWS durchsucht. Dies nährt Zweifel, dass die DWS tatsächlich mit den Behörden „vollumfänglich kooperiert“, wie im Jahr zuvor zugesagt. Weiterlesen
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Rede von Line Niedeggen, Fridays for Future Heidelberg, auf der Hauptversammlung von Heidelberg Materials am 16.05.2024
Mein Name ist Line Niedeggen, ich bin Teil von Fridays for Future Heidelberg und dem End Cement Bündnis, das seit einigen Jahren verschiedene Gruppen zusammenbringt, die sich für den Stopp der Ausbeutung von Mensch und Natur durch Heidelberg Materials (HDM, früher HeidelbergCement, HDC) einsetzen
Ich habe bereits vor einem Jahr auf der Hauptversammlung gesprochen und detaillierte Fragen gestellt. Darauf haben wir sehr ungenaue Antworten bekommen und Lob, dass wir uns mit der „Materie auseinandersetzen“.
Im Nachhaltigkeitsbericht steht: Sie schätzen den Dialog mit Nichtregierungsorganisationen
Frau Kimm hat dem Mannheimer Morgen gesagt, dass es konstruktiven Austausch mit Klimaaktivist*innen gäbe
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Protest vor der Hauptversammlung der Volkswagen AG in Berlin am 10. Mai 2023
Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der Volkswagen AG am 29. Mai 2024
Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand über die Gewinnverwendung zu widersprechen.
Begründung: Statt vom Bilanzgewinn der Volkswagen Aktiengesellschaft aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 4.525.522.523,61 Euro jeweils einen Teilbetrag von a) 2.655.808.362,00 Euro zur Zahlung einer Dividende von 9,00 Euro je dividendenberechtigter Stammaktie und b) 1.868.221.331,70 Euro zur Zahlung einer Dividende von 9,06 Euro je dividendenberechtigter Vorzugsaktie auszuschütten, sollten vielmehr 80 % der Dividende in die ökologische Transformation des Konzerns, in umweltverträgliche Alternativen in den Lieferketten, klimaverträglichere Produkte, zwangsarbeitsfreie Produkte und die Qualifizierung der Arbeitnehmenden investiert werden. Weiterlesen
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