Kategorie: BASF SE

BASF SE Hauptversammlung 2026

„BASF vertraut Lieferanten statt unabhängig zu kontrollieren“: Rede von Brown Matloko, Wonderkop/Südafrika

Brown Matloko auf der BASF-Hauptversammlung 2026, seine Rede wird auf Deutsch vorgetragen von Kristina Stier (Brot für die Welt)

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

vielen Dank für die Möglichkeit, heute zu sprechen. Zunächst möchte ich sagen, dass ich die Hauptversammlungen der BASF über längere Zeit online verfolgt habe. Ich hielt es jedoch für wichtig, heute persönlich hier zu sein, weil ich zunehmend den Eindruck gewonnen habe, dass die Stimmen und Lebensrealitäten der von Ihren Lieferketten betroffenen Gemeinschaften nicht immer ausreichend gehört werden.

Ich spreche heute nicht als Investor, sondern als jemand aus einer vom Bergbau betroffenen Gemeinschaft – und aus meiner eigenen Lebenserfahrung der vergangenen 37 Jahre heraus. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/basf-vertraut-lieferanten-statt-unabhaengig-zu-kontrollieren-rede-von-brown-matloko-wonderkop-suedafrika/

BASF SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2026

BASF aufgefordert, Wintershall-Entschädigungszahlungen für Wiederaufbau der Ukraine und Kriegsopfer zu verwenden

Mannheim/Deutschland, Kyjiw/Ukraine – Anlässlich der Hauptversammlung 2026 der BASF fordern die ukrainische Klimakampagne Razom We Stand und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit der Enteignung ehemaliger russischer Vermögenswerte von Wintershall Dea zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Ukraine sowie der Opfer des anhaltenden, brutalen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine umzuwidmen.

BASF plant die Ausschüttung einer Dividende, die erneut weder durch die tatsächlichen Gewinne noch durch den freien Cashflow des Unternehmens gedeckt ist. Gleichzeitig wurde die Liquiditätslage von BASF erheblich durch staatlich abgesicherte Garantiezahlungen gestützt, die mit den früheren Russland-Geschäften von Wintershall Dea zusammenhängen. Berichten zufolge erhielt BASF allein im dritten Quartal 2025 rund 229 Millionen Euro. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/basf-aufgefordert-wintershall-entschaedigungszahlungen-fuer-wiederaufbau-der-ukraine-und-kriegsopfer-zu-verwenden/

BASF SE Lieferkettengesetz Veranstaltung

Gerechtigkeit für Marikana – mit dem Lieferkettengesetz?

Hybride Diskussionsveranstaltung am 29. April 2026 mit zwei Aktivisten aus Südafrika

Wir bitten hier um kurze Anmeldung mit der Info zur Online- oder Präsenz-Teilnahme.

Wie kann transnationale Solidarität und Zusammenarbeit entlang der Lieferketten in Zeiten eskalierender Krisen und Konflikte aussehen? Und wie kann dazu das deutsche Lieferkettengesetz wirksam genutzt werden? Wir freuen uns, diese und weitere Fragen gemeinsam mit zwei Gästen aus Südafrika zu diskutieren: Der Umwelt- und Community-Aktivist Brown Matloko aus Wonderkop/Marikana wird aus erster Hand über die prekäre Realität in den Bergbaugemeinden berichten. Ein großer Teil des in der Marikana-Mine durch den Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater (zuvor Lonmin) abgebauten Platins geht an den Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen, der damit u.a. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/lieferkettengesetz/gerechtigkeit-fuer-marikana-mit-dem-lieferkettengesetz/

BASF SE Hauptversammlung 2026

Dividendenvorschlag geht an die Substanz – finanziell, sozial und ethisch: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Die vorgeschlagene Dividende ist zu hoch und ist weder wirtschaftlich noch sozial zu rechtfertigen. Die BASF muss deutlich mehr in die eigenen Standorte investieren, um Zukunftsperspektiven – insbesondere am Standort Ludwigshafen, aber auch in Berlin und entlang der Lieferketten – zu schaffen, um sich konsequent von der eigenen Abhängigkeit von immer teurer werdenden fossilen Energien zu lösen und die eigenen Klimaziele erreichen zu können.

Statt der vorgeschlagenen Ausschüttung einer Dividendensumme von fast 2 Milliarden Euro sollte ein deutlich geringerer Teil ausgeschüttet und der verbleibende Betrag zur Stärkung der finanziellen Basis sowie für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/dividendenvorschlag-geht-an-die-substanz-finanziell-sozial-und-ethisch-unsere-gegenantraege/

BASF SE Lieferkettengesetz Kampagne Plough Back The Fruits Sibanye-Stillwater

Petition für ökologische und soziale Gerechtigkeit in Marikana

Unser Partner Brown Matloko, Umweltaktivist aus Wonderkop in Südafrika, hat eine Petition gestartet, um unserer gemeinsamen Forderung an den verantwortlichen Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater Nachdruck zu verleihen, den betroffenen Bergbaugemeinden in Marikana saubere Luft und Trinkwasser zu gewährleisten. Dazu muss auch die BASF weiterhin Einfluss nehmen, denn weiterhin bezieht BASF Platin von Sibanye-Stillwater. Da trotz Engagements der BASF bisher keine Verbesserungen vor Ort erreicht werden konnten, hat Brown Matloko nun auch offiziell eine Beschwerde auf Grundlage des Lieferkettengesetzes gegen BASF eingereicht.

Trotz jahrelanger Bemühungen der BASF mit dem Platin-Lieferanten Sibanye-Stillwater gibt es keine substantiellen Verbesserungen der prekären Lebensbedingungen in den Bergbaugemeinden um Marikana in Südafrika. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/sibanye-stillwater/petition-fuer-oekologische-und-soziale-gerechtigkeit-in-marikana/

BASF SE Hauptversammlung 2025

„Ab wann wird Engagement ohne sinnvolle Veränderungen zur Untätigkeit?“: Rede von Gomotsegang Brown Matloko, Wonderkop Community

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Ich heiße Gomotsegang Brown Matloko und komme aus der Gemeinde Wonderkop in Marikana. Ich wende mich direkt aus Südafrika an Sie, um die Wirksamkeit – oder besser gesagt, die mangelnde Wirksamkeit – der BASF Maßnahmen zur Einhaltung von Menschenrechten und umweltbezogener Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette zu thematisieren.

Die BASF betont zu Recht ihr Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Beschaffung. Diese Verpflichtungen auf dem Papier sind lobenswert. Der wahre Maßstab für Engagement und Verantwortung sind jedoch nicht Grundsatzpapiere, sondern greifbare Lösungen für aufgezeigte Probleme vor Ort. Bei der Platinumbeschaffung von Sibanye-Stillwater in Südafrika, sehen wir eine erhebliche und anhaltende Kluft zwischen erklärten Absichten und der Realität. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/ab-wann-wird-engagement-ohne-sinnvolle-veraenderungen-zur-untaetigkeit-rede-von-gomotsegang-brown-matloko-wonderkop-community/

BASF SE Hauptversammlung 2025

„Gravierende Mängel bei menschenrechtlicher Sorgfalt“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der BASF deutlich mehr Engagement und Investitionen in den Klimaschutz und faire Lieferketten. Seit Jahren fordern wir effektive Maßnahmen bei der Umsetzung Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, nicht nur in Bezug auf Ihre Platin-Lieferkette aus Südafrika.

Erneut muss ich feststellen: Es gib weiterhin gravierende Mängel bei der Achtung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten selbst in Ihrem eigenen Geschäftsbereich. Daher können wie auch dieses Jahr Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Wir haben entsprechende Gegenanträge eingereicht, die ich hiermit auf formal stelle. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/gravierende-maengel-bei-menschenrechtlicher-sorgfalt-rede-von-tilman-massa/

BASF SE Hauptversammlung 2025

„Wer ernsthaft Netto-Null-Emissionen anstrebt, muss sich auch von fossilen Beteiligungen konsequent trennen“: Redebeitrag von Hana Obser

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Hana Obser; ich spreche hier heute im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen.

BASF gehört weiterhin zu den klimaschädlichsten Unternehmen in Deutschland. 17 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen allein aus Produktion und Energieeinkauf – das ist kein akzeptabler Status quo. Es ist alarmierend, dass 2024 keine Reduktion erzielt wurde. Das Geschäftsmodell, das auf Wachstum ohne echte Dekarbonisierung setzt, ist nicht zukunftsfähig. Auch das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 wirkt vor diesem Hintergrund wie eine leere Versprechung.

Statt dringend notwendiger Investitionen in klimafreundliche Technologien und faire Transformation am Standort Ludwigshafen, setzt der Vorstand auf Dividenden in Höhe von über zwei Milliarden Euro – während gleichzeitig Sparprogramme angekündigt und Stellen abgebaut werden. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/basf/wer-ernsthaft-netto-null-emissionen-anstrebt-muss-sich-auch-von-fossilen-beteiligungen-konsequent-trennen-redebeitrag-von-hana-obser/