Kategorie: Hauptversammlung 2022

Siemens Energy: Klimaschädliche Geschäfte trotz nachhaltiger Rhethorik

  • Geplanter Kohle-Gas-Umstieg führt nicht zur Dekarbonisierung des Portfolios
  • Fokus auf „Gas and Power“-Sparte schreibt Klimaschäden fort
  • Beteiligung an LNG-Projekten wie Arctic LNG2 in Russland sowie Port Açu in Brasilien treiben Klimawandel an

Vor der morgigen Hauptversammlung von Siemens Energy kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre das nach wie vor klimaschädliche Geschäftsmodell des Unternehmens. Siemens Energy-Vorstandsvorsitzender Christian Bruch betont in seiner vorab veröffentlichten Rede [1] zwar Begriffe wie Transformation, Nachhaltigkeit und Energiewende. Die Rede zeigt jedoch, dass Siemens Energy auf die „Gas and Power“-Sparte als Gewinnbringer setzt. Damit konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf den schnellen Umstieg von Kohle zu fossilem Gas, statt eine echte Transformation weg von den fossilen Energien einzuleiten. Weiterlesen

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Fossile Gasprojekte, Wasserstoff, Klimaschutz und völkerrechtswidrige Windparks in der Westsahara: Unsere Fragen an den Vorstand von Siemens Energy

In unseren Gegenanträgen kritisieren wir, dass derr Vorstand der Siemens Energy AG seiner Verantwortung zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht gerecht wird, weil sich der Konzern weiterhin an besonders klimaschädlichen Energieprojekten beteiligt.

Fragen zu Treibhausgasemissionen und Klimaschutzstrategie

  • Herr Dr. Bruch, in Ihrer vorab veröffentlichten Rede haben Sie angekündigt, schnellstmöglich von Kohle auf Gas umzusteigen; dass Gaskraftwerke die Emissionen gegenüber dem Einsatz von Kohle nahezu halbieren könnten. Doch für effektiven Klimaschutz müssen wir nicht nur die Emissionen einzelner Kraftwerke ansehen, sondern die gesamten Emissionen, die bei Gewinnung, Transport und Verbrauch von fossilem Gas entstehen. Fossiles Gas ist zum Teil ähnlich klimaschädlich wie Kohle, gerade wenn es sich um Flüssigas (LNG) handelt, das per Fracking gewonnen wurde und lange Transportwege mit Methanlecks bis zum Kraftwerk hat.
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Miserable Klimabilanz durch Lieferungen an Kohle- und Gasprojekte, Windparks in besetzter Westsahara: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Siemens Energy AG wird seiner Verantwortung zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht gerecht, weil sich der Konzern weiterhin an besonders klimaschädlichen Energieprojekten beteiligt. Es fehlen konkrete Ausstiegspläne aus sämtlichen fossilen Energien.

Auftrag für neues Kohlekraftwerk für miserable Klimabilanz verantwortlich

Siemens Energy beteiligt sich aktiv am Ausbau klimaschädlicher Energien. Siemens Energy trägt damit dazu bei, dass das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens immer unwahrscheinlicher wird. Die Folgen macht der Konzern immerhin nun selbst transparent: Erstmals weist Siemens Energy – wie vom Greenhouse Gas Protocol gefordert – aus, wie viele Tonnen CO2 durch die im letzten Geschäftsjahr von Siemens Energy verkauften Produkte während ihrer voraussichtlichen Einsatzdauer emittiert werden: Rund 1,4 Milliarden Tonnen CO2e. Weiterlesen

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Über Gutes berichten, über Schlechtes schweigen

Aurubis-Hauptversammlung am 17. Februar 2022: „Der Konzern gibt keine Auskunft zu seinen Lieferantenbeziehungen.“ (Fotomontage: Aurubis/Dachverband)

Auf der Hauptversammlung 2022 der Aurubis AG kamen Aktionärsrechte zu kurz
Von Ulf Georgiew

Zieht man ein Fazit der virtuellen Hauptversammlung der Aurubis AG am 17.02.2022, dann lautet es: Wir berichten über Gutes, wir schweigen über Schlechtes. Auf der letztjährigen Aktionärsversammlung berichtete der Vorstandsvorsitzende Roland Harings noch stolz, dass Aurubis eine Kooperation mit dem norwegischen Minenbetreiber Nussir für die weltweit erste CO2-neutrale Kupfermine prüft. Auf der diesjährigen Hauptversammlung ist nicht mehr viel von dem Enthusiasmus von 2021 zu spüren. Warum Aurubis die Absichtserklärung mit Nussir im August 2021 kündigte, hat Harings in seiner Einführungsrede nicht erwähnt. Weiterlesen

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Ist Aurubis auf das Lieferkettengesetz vorbereitet?

Ausstieg aus Nussir-Mine als Reaktion auf Sami-Protest und Kritik von Nichtregierungsorganisationen / Aurubis muss nachhaltiger werden und in allen Bezugsländern von Kupferkonzentrat auf Umweltschutz und Menschenrechte achten

Berlin/Hamburg/Köln/Münster/Göttingen – Ein knappes Jahr vor Inkrafttreten des nationalen Lieferkettengesetzes fordert ein zivilgesellschaftliches Bündnis die Aurubis AG auf, mehr Transparenz sowie menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltsmaßnahmen in der Kupfer-Lieferkette zu gewährleisten. Zur Hauptversammlung am 17. Februar haben die Christliche Initiative Romero (CIR), der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, die Gesellschaft für bedrohte Völker, Goliathwatch und die Kampagne Bergbau Peru Gegenanträge und 57 Fragen eingereicht.

„Zur Hauptversammlung 2021 hatte unser Bündnis gefordert: Aurubis sollte ohne die ausdrückliche Zustimmung der samischen Rentierhalter seinen Kupfervertrag mit Nussir ASA nicht erfüllen. Weiterlesen

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Ist Aurubis auf das Lieferkettengesetz vorbereitet? Unsere 57 Fragen zur Hauptversammlung 2022

A. Fragen zum Lieferkettengesetz

B. Fragen zum Erreichen des Pariser Klimaziels

C. Fragen zu The Copper Mark und anderen Zertifizierungen

D. Fragen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz bei Aurubis Bulgaria

E. Fragen zum fehlenden Diversitätskonzept

F. Fragen zu Gemeinwohlaktivitäten des Unternehmens an ihren Werksstandorten

G. Fragen zu Interessenkonflikten und Whistleblowern

A. Fragen zum Lieferkettengesetz


1. Im Januar 2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft, das im Juni 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Wird Aurubis dann in der Lage sein, die Verpflichtungen, die das Lieferkettengesetz mit sich bringt, zu erfüllen?

2. Welche konkrete Maßnahmen ergreift Aurubis, um sich auf die Umsetzung des Lieferkettengesetzes ab 2023 vorzubereiten?  Weiterlesen

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Siemens steht sich beim Klimaschutz selbst im Weg

Protest vor der Siemens-Hauptversammlung 2020. Photo: SumOfUs/Zack Helwa CC BY 2.0
  • Finanzierung fossiler Energieprojekte im Widerspruch zu eigenen Klimazielen
  • Kredite für umstrittenes Gaskraftwerksprojekt in Brasilien
  • In 2021 verkaufte Siemens-Produkte werden für 453,4 Mio. Tonnen klimaschädliche Emissionen sorgen

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Siemens AG fordert der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen den Technologiekonzern dazu auf, dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht zu werden und aus der Finanzierung fossiler Energieprojekte auszusteigen.

„Solange sich Siemens weiter aktiv an klimaschädlichen und menschenrechtlich höchst riskanten Projekten beteiligt, bleiben die eigenen Nachhaltigkeitsversprechen unglaubwürdig“, kritisiert Christian Russau, Vorstandsmitglied des Dachverbands Kritische Aktionärinnen und Aktionäre.

Siemens macht erstmals öffentlich, wie viele Tonnen klimaschädliche Emissionen durch die im letzten Geschäftsjahr verkauften Produkte während ihrer voraussichtlichen Einsatzdauer emittiert werden: 453,4 Mio. Weiterlesen

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Fehlt TUI auf See und in der Luft ein Klima- und Menschenrechtskompass?

Zur Hauptversammlung am 8. März reichen NABU und Dachverband 40 Fragen ein

Berlin/Köln. Bei der TUI AG besteht großer Nachholbedarf in Sachen Klima- und Umweltschutz. Aber auch bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten hat der Reise- und Touristikkonzern Defizite.

Auf der morgigen Hauptversammlung der TUI AG werden der NABU und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre dem Vorstand im Kreuzfahrt- und Flugsektor genau auf die Finger schauen. So soll erfragt werden, ob TUI Cruises wie angekündigt eine Klimastrategie mit einem klaren Zeitplan zur Dekarbonisierung der Kreuzfahrtsparte bis 2040 aufgesetzt hat. Ein wichtiger Punkt für den NABU ist dabei, wann TUI endlich komplett aus der umwelt- und klimaschädlichen Schwerölnutzung aussteigt. Weiterlesen

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