BASF SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2025

BASF wird Lieferkettenverantwortung nicht gerecht

  • Betroffene üben scharfe Kritik an Maßnahmen der BASF zur Umsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten, vor allem in Südafrika
  • Festhalten an Harbour Energy impliziert Mitverantwortung für Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in Argentinien
  • Virtuelles Format der Hauptversammlung und unverhältnismäßiger Dividendenvorschlag in der Kritik

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Anteilseigner auf, zentralen Vorschlägen der Verwaltung die Zustimmung zu verweigern. In mehreren Gegenanträgen übt der Dachverband scharfe Kritik an einer wenig nachhaltigen Dividendenpolitik, unglaubwürdiger Klimastrategie und vor allem unzureichenden Reaktionen der BASF auf Menschenrechtsverletzungen. Deutlich wird die Kritik von Vertretern zweier Gemeinden, die unmittelbar unter den Folgen des Rohstoffhungers der BASF leiden. Weiterlesen

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Volkswagen AG Hauptversammlung 2025

Hohe Dividende trotz Krise ist eine Frechheit: Unsere Gegenanträge

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand über die Gewinnverwendung abzulehnen.

Begründung:
Dieser Dividendenvorschlag ist eine Frechheit: er ist nicht nur sozial und ökologisch unverantwortlich, er untergräbt schlicht alle Bemühungen, Volkswagen aus der Krise zu führen. Dieser Dividendenvorschlag lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist die Krise bei Volkswagen doch nicht so groß, wie vom Vorstand und Teile des Aufsichtsrats öffentlich kommuniziert, oder beide Gremien ziehen nicht die richtigen Schlüsse aus der eigenen Problemanalyse.

Wir müssen uns wirklich die Augen reiben: Während in der Berichterstattung die Wörter „Krise“ und „Volkswagen“ nicht mehr zu trennen sind, Gewinne einbrechen, die Beschäftigten auf Lohnerhöhungen verzichten und die Werke in Dresden und Osnabrück geschlossen werden sollen, halten es Vorstand und Aufsichtsrat für angemessen, über drei Milliarden Euro und damit fast den gesamten Bilanzgewinn als Dividende auszuschütten, anstatt diesen in Zukunftsperspektiven zu investieren. Weiterlesen

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Adidas AG Hauptversammlung 2025

Keine existenzsichernden Löhne in der Lieferkette: Unsere Gegenanträge

Zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:
Die vorgeschlagene Dividende von 2,00 € je Aktie erscheint vor dem Hintergrund der massiven menschenrechtlichen und ökologischen Defizite in der Lieferkette der Adidas AG als unangemessen hoch. Der Konzerngewinn von immerhin 832 Mio. Euro in 2024 basieren nach wie vor auf strukturellen Problemen, insbesondere in Bezug auf Arbeitsrechte, Lohnstandards und Umweltverantwortung. Statt hohe Ausschüttungen vorzunehmen, sollte Adidas diese Mittel zur Umsetzung effektiver Sorgfaltsmaßnahmen und vor allem existenzsichernde Löhne entlang der Lieferkette nutzen.

Lohndiebstahl und Abfindungsverweigerung in der Lieferkette

In Myanmar zahlt einer der Adidas-Zulieferer, Pou Chen, Löhne, die unter 30 Prozent eines existenzsichernden Einkommens liegen. Weiterlesen

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Commerzbank AG Hauptversammlung 2025

Nachhaltigkeitsrichtlinien weiterhin mit vielen Lücken: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Commerzbank AG wird seiner Verantwortung zum Klima- und Umweltschutz nicht gerecht.

Öl- und Gasrichtlinien verschont Bestandskunden

Im September 2024 hat die Commerzbank federführend mit der Deutschen Bank eine Anleihe für BP Capital Markets emittiert[1]. BP gehört zu den ‚Oil Majors‘, den größten Ölkonzernen weltweit. Die Expansionspläne im Öl- und Gassektor verstoßen gegen das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Sie überschreiten das Netto-Null-Szenario der IEA[2] um mehr als 70 Prozent[3]. Weiterlesen

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RWE AG Klima schützen – Kohle stoppen Menschenrechte Hauptversammlung 2025

Nichtregierungsorganisationen konfrontieren RWE mit einer Vielfalt von Risiken

RWE-Hauptversammlung: Unsere Reden und unsere Protestkundgebung am 30. April 2025

Während der Vorstand und Aufsichtsrat in einem Studio sitzt, haben sich vor der Essener RWE-Konzernzentrale am RWE-Platz 30 Menschen eingefunden. Sie halten ein Banner hoch auf dem zu lesen ist: Von Peru bis zum Hambi: RWE zur Rechenschaft ziehen!“

„Von Peru bis zum Hambi“: Hana Obser vom Dachverband protestierte vor der Konzernzentrale in Essen und verlangte, RWE zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Geschäftstätigkeit von RWE beinhaltet eine Vielfalt von Risiken. Damit konfrontiert wurden die Konzernverantwortlichen von unserem internationalen Bündnis von Nichtregierungsorganisationen:

  • die Nama Traditional Leaders Association aus Namibia
  • das European Center for Constitutional und Human Rights (ECCHR)
  • das Community Action Network aus Port Arthur im US-Bundesstaat Texas
  • das Wasserbündnis aus dem Rheinischen Revier
  • Biofuel Watch
  • die Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald
  • und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
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Hapag-Lloyd AG Hauptversammlung 2025

„34 Hinweise auf für das Lieferkettengesetz relevante Verstöße“: Rede von Lara Krahlisch

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Lara Krahlisch und ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und vertrete damit die uns übertragenen Stimm- und Fragerechte.

Wir setzen uns für eine sozial-ökologische Unternehmensführung ein und möchten daher einige Fragen zu Ihren menschenrechtlichen Sorgfalts- und Berichtspflichten und Ihren Klimazielen stellen.

1. Risikomanagement & Präventionsmaßnahmen
Meine erste Frage richtet sich an Ihr Risikomanagement und interne Präventionsmaßnahmen.
In Ihrer Grundsatzerklärung betonen Sie die Durchführung regelmäßiger Risikoanalysen bei unmittelbaren Lieferanten. Können Sie konkretisieren, wie viele solcher Analysen im Jahr 2025 durchgeführt wurden und welche präventiven Maßnahmen daraus resultierten? Weiterlesen

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Deutsche Börse AG Hauptversammlung 2025

Interessenskonflikte und mangelnde Transparenz bei Nachhaltigkeitsbewertungen von ISS: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand veranlasst weiterhin kaum wirksame Maßnahmen und nachvollziehbare Kriterien für nachhaltige Investitionen bei der Stimmrechtsberatung ISS.

Mangelnde Transparenz bei Nachhaltigkeitsbewertungen von ISS

Seit 2021 ist Institutional Shareholder Services (ISS) eine Tochterfirma der Deutschen Börse und umfasst Geschäftsfelder wie die Stimmrechtsberatung institutioneller Investoren und die Bereitstellung ESG-bezogener Informationen, beispielsweise ESG- und SDG-Scores.

Die Transparenz von ESG-Ratings hat sich in den letzten Jahren generell verbessert. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch deutliche Missstände und Unklarheiten. ISS veröffentlicht auf der Website lediglich das zusammengesetzte ESG Corporate Rating. Weiterlesen

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RWE AG Pressemitteilung Klima schützen – Kohle stoppen Hauptversammlung 2025

Fossile Brennstoffe, Klimakolonialismus und Menschenrechtsverletzungen

Von Peru bis zum Hambi: RWE zur Rechenschaft ziehen!

Pressemitteilung vom 29.04.2025

Ein internationales Bündnis von Nichtregierungsorganisationen fordert die RWE AG auf ihrer Hauptversammlung am Mittwoch auf, schnell wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenrechts- und Umweltverletzungen innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit zu beenden.

Im Geschäftsbericht verspricht RWE „Bessere Energie für eine bessere Zukunft“. Ein fragwürdiger Slogan. Tatsächlich setzt RWE auf eine Ausweitung fossiler Öl- und Gasförderung und torpediert damit die Pariser Klimaziele. Durch Verträge mit problematischen Geschäftspartnern, zum Teil in autokratischen Staaten, missachtet RWE seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten innerhalb seiner Lieferkette. Darüber hinaus unterstützt RWE „grüne“ Energieprojekte finanziell, die die Menschenrechte indigener Völker verletzen. Weiterlesen

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