Bundesregierung in der Pflicht, die Firmenstrategie in Einklang mit Klimazielen zu bringen
Neues Strategiepapier zeigt Chancen und Risiken von drei möglichen Entwicklungspfaden
Berlin, 23.05.2023. Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Uniper fordern die Organisationen Greenpeace, urgewald, E3G, Beyond Fossil Fuels und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Konzernverantwortlichen sowie die deutsche Bundesregierung auf, einen klaren Transformationsplan vorzulegen, der die Firmenstrategie in Einklang mit den deutschen, europäischen und Pariser Klimazielen bringt.
Die Organisationen kritisieren, dass bisher weder vom neuen Uniper-Vorstand noch von der Bundesregierung eine transparente Debatte über die Ausrichtungdes fossilen und mit Steuergeld geretteten Energiekonzerns angestoßen worden ist. Weiterlesen
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Nach Ermittlungen gegen BASF als „tatsächlicher Arbeitgeber“ von sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen auf zwei Reisfarmen in Brasilien reagiert der Chemiekonzern schnell und beteiligt sich an Entschädigungszahlungen. Dennoch wirft der Fall ein schlechtes Licht auf die bisherigen Kontroll- und Präventionsmaßnahmen der BASF.
Würden die Maßnahmen der BASF zur Achtung der Menschenrechte in den eigenen Lieferketten oder dem Arbeitsschutz beim Einsatz der eigenen Agrargifte effektiv umgesetzt, hätte so etwas nicht vorfallen dürfen: Direkte Zulieferer der BASF sind nachweislich für menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auf zwei Reisfarmen in Uruguaiana im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul verantwortlich, die den gesetzlich definierten sklavenarbeitsähnlichen Zwangsverhältnissen entsprechen.
Am 10.03.2023 wurden dort 85 Menschen, darunter 11 Minderjährige zwischen 14 und 17 Jahren, aus unmenschlichen Arbeitsbedingungen durch Beamt*innen der brasilianischen Bundespolizei, des Arbeitsministeriums sowie der Bundesstaatsanwaltschaft befreit. Weiterlesen
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„Dialyse-Zentren an jeder Ecke in Südkalifornien: Das Geschäft mit Nierenkrankheiten boomt“ (Grafik rechts von Katie Cooper, 30.10.2018, https://www.kcet.org/shows/socal-connected/dialysis-centers-on-every-corner-in-southern-california-the-business-of-kidney-disease-is-booming)
Rede von Markus Dufner auf der Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaAam 17.05.2023
Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mein Name ist Markus Dufner, ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Wir vertreten die Stimmrechte von Kleinaktionärinnen und -aktionären und vertreten darüber hinaus auch Interessen der Zivilgesellschaft in Hauptversammlungen deutscher Aktiengesellschaften.
Ich spreche zu den Tagesordnungspunkten 3 und 4 und habe Fragen zu den Helios-Kliniken und zum Lieferkettengesetz.
Darüber hinaus hat mich die US-Gewerkschaft UNI Global Union gebeten, bei der heutigen Hauptversammlung von Fresenius SE die Redebeiträge und Fragen von Emanuel Gonzalez und Alberto Jun Villalon in deutscher Sprache vortrage.Weiterlesen
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vorab möchte ich mich beim Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre bedanken, heute hier dieses Rederecht wahrnehmen zu dürfen.
Mein Name ist Denise Ney. Ich komme aus Berlin, bin Mutter zweier Söhne und spreche heute zu Ihnen als Frau, Wirtschaftsingenieurin, Lehrerin und Vertreterin der Gruppe „Jetzt oder Nie – Eltern gegen die Fossilindustrie“.
Jetzt oder Nie – das ist die Botschaft des 6. Sachstandsbericht des IPCC.
Die besten Wissenschaftler*innen der Welt haben die Forschungen der letzten Jahre gesichtet und zusammengefasst – die Botschaft lautet:
Wir müssen jetzt handeln, sonst zerstören wir die Lebensgrundlagen der Kinder dieser Welt und der nachfolgenden Generationen so gründlich, dass wir ihnen ihre Zukunft nehmen. Weiterlesen
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Mein Name ist Lisa Kadel, ich spreche für GegenStrömung. Zuerst einmal danke an den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, dass ich hier sprechen kann.
Wir beobachten die Entwicklungen rund um Wasserstoff bei E.ON mit großer Sorge. Daher haben wir bereits im Vorfeld einige Fragen zu diesem Geschäftsbereich gestellt. Das waren die Einreichungen 42-49. Ich möchte den Hintergrund dieser Fragen noch etwas erläutern und einige Nachfragen stellen.
Deutschland und Europa werden nicht in der Lage sein, den aktuell projizierten Bedarf an Wasserstoff selbst herzustellen. Umfangreiche Importe aus anderen Weltregionen werden von Industrie und Politik massiv vorangetrieben. Lokale Gemeinschaften an zahlreichen Orten weltweit bangen darum, dass neue Großprojekte ihnen die Lebensgrundlage nehmen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Mitglieder des Vortandes und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktionär*innen,
mein Name ist Jonas Neiber und ich spreche hier heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Wir begrüßen die Möglichkeit der Vorabeinreichung von Fragen über das Onlineportal, die E.ON seinen Aktionär*innen ermöglicht. Auch das Zugänglichmachen der Antworten für alle Interessierten und nicht nur die Aktionär*innen ist ein guter Schritt in Richtung Transparenz und gestattet der breiten interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die Kommunikation zwischen Aktionär*innen, deren Vertretungen und der Konzernführung. Als eine der wenigen Konzerne nutzen Sie diese Möglichkeit in diesem Jahr weiterhin. Dafür gebührt Ihnen unser Lob. Weiterlesen
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mein Name ist Anna Lena Samborski und ich komme von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald. Heute spreche ich für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Nach dem NGO-Bericht „Banking on Climate Chaos“ haben Sie Ihre Finanzierung für den Ausbau von Flüssiggasinfrastruktur im letzten Jahr verdreifacht und liegen damit global auf Platz 11 unter den LNG-Finanzierern. Unter anderem waren Sie laut dem Bericht an einem Kredit für das Unternehmen „Venture Global Plaquemines LNG“ beteiligt, dass das gleichnamige Flüssiggasterminal in dem US-Bundestaat Louisiana baut. An der gesamten US-Golfküste werden eine Vielzahl solcher neuen LNG-Terminals gebaut sowie weitere petrochemischen Anlagen. Das geförderte und verschiffte Gas ist nicht nur ein Klimakiller, sondern die Projekte haben auch einen erheblichen negativen Einfluss auf die lokale Bevölkerung und Umwelt. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.
Begründung:
Der Vorstand der Commerzbank AG wird seinem eigenen Bekenntnis zur Einhaltung der UN-Ziele zu Nachhaltiger Entwicklung und Sustainable Finance nicht gerecht. Er bleibt auch weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens und zu leisten.
Kohle-, Öl- und Gasrichtlinien verschonen Bestandskunden an vielen Stellen
Die Commerzbank hat ihre Kohlerichtlinie angepasst und gerade für Neukunden begrüßenswerte Ausschlusskriterien eingeführt. So sind Neukunden, die neue Projekte im Kohlebereich planen, und Neukunden mit einem Kohleanteil von über 20 Prozent Kohleanteil am Umsatz oder der Stromerzeugung seit Anfang 2022 von der Finanzierung ausgeschlossen. Weiterlesen
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