Biontech SE Hauptversammlung 2023

Kein gerechter Zugang zu Impfstoffen: Unsere Gegenanträge

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 4, Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstandes die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, sich für den gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen und Impfstoffen für Indikationen, die vornehmlich im Globalen Süden vorkommen, weltweit einzusetzen.

Der Zugang zu Covid-19-Impfstoffen ist weiterhin höchst ungleich verteilt. Während weltweit 70% der Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten haben, wurden nur 29,8% der Menschen in Ländern mit geringem Einkommen mindestens einmal geimpft (Stand Mai 2023).[1]  Gleichzeitig hat BioNTech durch Covid-19-Impfstoffe seit Beginn der globalen Covid-19-Pandemie immense Profite erzielt. Weiterlesen

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HeidelbergCement AG Pressemitteilung Rohstoffe – im Konflikt mit Menschenrechten Hauptversammlung 2023

Klimasünder Heidelberg „Materials“ muss sich schneller transformieren

Rohstoffe im Konflikt mit Menschenrechten: Unser Bündnis protestierte vor der Hauptversammlung von HeidelbergCement am SNP Dome

Pressemitteilung vom 10.05.2023 zur Hauptversammlung der HeidelbergCement AG

  • Klimaneutralität erst 2050: Auch Investoren kritisieren schlechte Klimabilanz
  • Umweltrisiken, Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in Indonesien, im Westjordanland und in der Westsahara
  • Bündnis protestiert vor dem SNP Dome und in der Heidelberger Innenstadt

Auch wenn die HeidelbergCement AG mit „Heidelberg Materials“ eine neue Unternehmensmarke geschaffen hat, hält der Konzern an zahlreichen Projekten mit erheblichen Menschenrechts- und Umweltrisiken fest. Eine Transformation verschiebt der „Klimasünder“ auf die nächsten Jahrzehnte. Fridays for Future Heidelberg, Watch Indonesia!, pax christi und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre werden am Donnerstag wegen der schlechten Klimabilanz und der Menschenrechtsverletzungen des Konzerns bis hin zur Nichteinhaltung des Völkerrechts vor dem SNP Dome in Heidelberg protestieren. Weiterlesen

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Volkswagen AG Hauptversammlung 2023

„Statt eigene Boni zu erhöhen, sollte der Volkswagen-Vorstand sich seiner historischen Verantwortung stellen!“


Rede von Christian Russau auf der Volkswagen-Hauptversammlung am 10. Mai 2023

Guten Tag! Mein Name ist Christian Russau und ich bin Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionär:innen und Aktionäre.

Den Satz des Tages hat mein Kollege Ingo Speich von DEKA heute gesprochen: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“. Und dies trifft nicht nur für den aktuellen Fall uigurischer Zwangsarbeit zu, sondern eben auch historisch für den Fall der Volkswagen-Fazenda in Amazonien Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre. Damals wurden tausende von Arbeiter:innen zur Waldrodung auf der VW-Fazenda eingesetzt, unter – wie die Bundesstaatsanwaltschaft von São Paulo feststellt – sklavenarbeitsähnlichen Zwangsverhältnissen. Die Arbeiter:innen wurden in Schuldknechtschaft gehalten, es war ihnen verboten, sich vom Gelände zu entfernen, Flucht war somit ausgeschlossen, Berichten zufolge kam es auch zu Morden, Folterungen, Vergewaltigungen und anderen physischen und psychischen Gewalttaten. Weiterlesen

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Volkswagen AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2023

Volkswagen: Organisationen fordern Maßnahmen gegen Profite aus Völkermord an Uiguren

  • Bisher völlig unzureichende Konsequenzen aus Zwangsarbeit in VW-Lieferketten
  • Protest vor und Interventionen auf der Volkswagen-Hauptversammlung
Dachverband protestiert mit Weltkongress der Uiguren und Gesellschaft für bedrohte Völker am City Cube in Berlin.

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung von Volkswagen fordern der Weltkongress der Uiguren (WUC), die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären sämtliche Verantwortliche des Volkswagen-Konzerns auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um Profite aus dem Völkermord der chinesischen Regierung an den Uigur*innen auszuschließen.

Volkswagen hält weiter an seinem umstrittenen Werk in der uigurischen Region in China fest. Die dortige, katastrophale Menschenrechtslage ist hinreichend dokumentiert. In Internierungslagern werden Millionen von Uigur*innen und Angehörigen anderer Turkvölker indoktriniert, gefoltert und vergewaltigt. Weiterlesen

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Uniper SE Hauptversammlung 2023

Aus Fehlern nichts gelernt: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands der Uniper SE für das Geschäftsjahr 2022

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Uniper SE hat weiterhin keinen klaren Transformationsplan vorgelegt, der die Firmenstrategie in Einklang mit den deutschen, europäischen und Pariser Klimazielen bringt. Es gibt keine offene, ehrliche Aufarbeitung, wie es zur fatalen, einseitigen Abhängigkeit von russischem Gas kommen konnte. Stattdessen drohen alte Fehler beim Bau langfristiger LNG-Projekte mit entsprechender Infrastruktur wiederholt zu werden und die Abhängigkeit von fossilem Erdgas länger und teurer als nötig zu verlängern. Weiterlesen

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HeidelbergCement AG Hauptversammlung 2023

Versagen bei Klimaschutz und Menschenrechten: Unsere Gegenanträge zur Hauptversammlung 2023 von HeidelbergCement (Materials)

Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 3, Entlastung des Vorstands:

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre erteilt dem Vorstand keine Entlastung.

Begründung:
Heidelberg Materials verstößt gegen das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).

Indonesien: Zerstörerisches Bergbauprojekt am Kendeng-Gebirge
Der Vorstand von Heidelberg Materials verletzt einige OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und auch Bestimmungen des Lieferkettengesetzes. Dies zeigt z.B. das Vorhaben der indonesischen Tochterfirma Indocement, im Landkreis Pati der Provinz Zentraljava eine Zementfabrik am Rand des Kendeng-Gebirges zu errichten und für Zement benötigte Ressourcen abzubauen. Heidelberg Materials ist mit 51% Mehrheitsaktionär von PT. Indocement; die Aktivitäten von PT. Indocement bzw. dessen Tochter PT. SMS werden somit dem „eigenen Geschäftsbereich“ von HeidelbergCement zugeordnet. Weiterlesen

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Puma SE Hauptversammlung 2023

Verbindliches Abkommen „Pay Your Workers – Respect Labour Rights“ statt Dividende: Unsere Gegenanträge

zur Hauptversammlung der Puma SE am 24.05.2023

Zu TOP 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Ein höherer Teil des Bilanzgewinns sollte statt als Dividende vielmehr für effektive Maßnahmen verwendet werden, um strukturelle Probleme in den Lieferketten von Puma zu lösen, damit grundlegende Arbeitsrechte und Sozialstandards gewahrt werden können.

Hohes Risiko von Lohndiebstahl in den Lieferketten von Puma

Dazu gehört aktuell und dringend eine nachhaltige Beendigung der Industriepraxis von Lohndiebstahl, einschließlich der Nichtzahlung von gesetzlich vorgeschriebenen Abfindungen und Sozialleistungen sowie ein Ende der Verletzung von Gewerkschaftsrechten, die seit Beginn der Covid-19-Pandemie nochmals zugenommen haben. Weiterlesen

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Hugo Boss AG Hauptversammlung 2023

„Was tun Sie, damit bei allen Ihren Zulieferern existenzsichernde Löhne gezahlt werden?“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Hugo Boss deutliche effektivere Maßnahmen für die Umsetzung von Sozialstandards in den Textillieferketten von Hugo Boss ein.

Wir haben einen Gegenantrag zu Ihrem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns eingereicht, den ich hiermit auf formal stelle.

Wir schlagen vor: Ein höherer Teil des Bilanzgewinns sollte für effektive Maßnahmen verwendet werden, um strukturelle Probleme in den Lieferketten von Hugo Boss zu lösen, damit grundlegende Arbeitsrechte und Sozialstandards gewahrt werden können. Weiterlesen

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