"Mein Schiff 1" und Protest gegen die TUI-Kreuzfahrtflotte auf der Hauptversammlung 2019 (Fotos: TUI, privat)
Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der TUI AG am 11.02.2020
Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert. Begründung: Der Vorstand der TUI AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz zu entwickeln.
Kein Bekenntnis zu internationalen Klimazielen Die TUI AG bekennt sich nicht zu den internationalen Klimazielen, die eine Absenkung der absoluten Treibhausgasemissionen für den Verkehrssektor von 100 Prozent bis 2050 vorsehen. (https://www.tuigroup.com/en-en/responsibility/sus_business/climate-change
Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der
Mitglieder des Vorstands
Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.
Begründung:
Der Vorstand der Siemens AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung
nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen
Maßnahmen reichen nicht aus, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser
Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen
sich die Siemens AG bekannt hat.
Australien: Beteiligung an Adani-Mine konterkariert bisherige
Klimaschutzversprechen
Die Entscheidung, Signaltechnik für die Bahnstrecke der geplanten Adani-Kohlemine
in Australien zu liefern, steht beispielhaft für mangelhaftes Problembewusstsein
für Beteiligungen an klimaschädlichen Projekten. Weiterlesen
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Zu
Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des
Vorstands
Den Mitgliedern
des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.
Begründung:
Missachtung
der UN-Vorgaben bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten
Thyssenkrupp
erfüllt weiterhin nicht die Mindeststandards der Vereinten Nationen in Bezug
auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten. Thyssenkrupp belegt nicht
ausreichend, ob und wie die Menschenrechtsrisiken der eigenen Lieferketten
identifiziert, bewertet und minimiert werden.
Seit
Jahren kritisieren wir diesen Missstand und veranschaulichen den
Handlungsbedarf anhand von Fallbeispielen. Nun ist auch in einer aktuellen
Studie des Business & Human Rights Resource Centre und der ZHAW School of
Management and Law belegt, dass Thyssenkrupp grundlegende Anforderungen der
UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) an
unternehmerisches Verhalten nicht voll erfüllt. Weiterlesen
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Vor der außerordentlichen Hauptversammlung von Heckler & Koch haben Kritische Aktionär*inneim baden-württembergischen Rottweil protestiert. Sie forderten das Unternehmen auf, Kleinwaffenexporte in kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten zu unterbinden.Das Aktionärstreffen, das um 9 Uhr im Restaurant „Badhotel“ in Rottweil begann, dauerte bis in den Nachmittag – für Heckler & Koch ungewöhnlich lang. Großaktionär Andreas Heeschen, der sich in den Aufsichtsrat wählen ließ, war nicht persönlich erschienen.
Der schwäbische Waffenhersteller aus der Kleinstadt Oberndorf am Neckar könnte bald luxemburgisch sein: Die Finanzholding Compagnie de Developpement de l’Eau (CDE) strebt eine Mehrheit an dem hoch verschuldeten Unternehmen an. Hinter CDE steht der französische Investor Nicolas Walewski, ein früherer Geschäftspartner von Heeschen. Weiterlesen
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Berlin/Bonn, 09.12.2019. Die Unterstützung für ein Lieferkettengesetz in Deutschland wächst: Vor dem morgigen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben sich 42 deutsche Unternehmen für ein solches Gesetz ausgesprochen. Die beiden Regierungsparteien CDU und SPD haben auf ihren Parteitagen Beschlüsse für ein Lieferkettengesetz gefasst. Und auch zentrale Gremien und Würdenträger der beiden großen Volkskirchen fordern einen gesetzlichen Rahmen. Ein Lieferkettengesetz würde deutsche Unternehmen dazu verpflichten, sich in ihren globalen Geschäften an umwelt- und menschenrechtliche Standards zu halten. Bundesarbeitsminister Heil hatte heute im Spiegel angekündigt, einen entsprechenden Gesetzesentwurf mit „klaren Haftungsregeln“ zu erarbeiten.
„Unternehmen, Kirchen, Parteien – die vielen Rufe nach einem Lieferkettengesetz sind unüberhörbar!Weiterlesen
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Für die Elektrifizierung von Fahrzeugen werden Rohstoffe benötigt, die im Globalen Süden unter menschenunwürdigen und umweltschädlichen Bedingungen abgebaut werden. Soll der Umstieg auf Elektromobilität tatsächlich nachhaltig werden, muss die Autoindustrie dringend Lösungen finden.
Lithium aus Chile
Atacama-Salzwüste im Norden von Chile. Foto: Simon Steinberger/pixabay
Fast alle aktuellen Batterien setzen auf Lithium. Für eine Tonne Lithiumsalz werden bis zu zwei Millionen Liter Wasser benötigt. In Chile, zweitgrößter Produzent der Welt, wird das Wasser unter der Atacama-Wüste an die Oberfläche gepumpt. Nun sind Flussläufe ausgetrocknet, die meist indigene Bevölkerung hat lebenswichtige Wasserzugänge verloren.
In Mine arbeitende Kinder in der DR Kongo. Foto: Julien Harneis CC BY-SA 2.0
Kobalt aus dem Kongo
Kobalt wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Weiterlesen
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zur außerordentlichen Aktionärshauptversammlung der Heckler & Koch AG am 19. Dezember 2019
zu Punkt 1 der Tagesordnung Vergütung des Aufsichtsrats:
Die
bisherige Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats entfällt mit Wirkung ab dem
Geschäftsjahr 2019. Reisekosten können pauschal geltend gemacht werden.
Begründung:
Der Aufsichtsrat trägt weder
zur notwendigen Transparenz – darunter die Aufklärung und Aufarbeitung
bisheriger Skandale – bei, noch hat der Aufsichtsrat den Vorstand angewiesen,
die Grüne-Länder-Strategie konsequent umzusetzen. Aus Sicht der Kritischen
Aktionär*innen Heckler & Koch darf es keine Rüstungsexporte mehr an
kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten geben.
Der Aufsichtsrat lehnt zudem
ab, auf konkrete Schritte hin zu einer Rüstungskonversion, der Umstellung des
Unternehmens auf eine sinnvolle nachhaltige zivile Fertigung, hinzuwirken. Weiterlesen
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Schmähpreisrede über JBS S.A., gehalten von Christian Russau, Vorstand Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre am 23. November 2019, Berlin
Sehr geehrte Damen und
Herren, liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
herzlichen Dank für die
wiederholte Ehre, hier bei der ethecon – Stiftung Ethik und Ökonomie auch die
diesjährige Schmähpreisrede zum „Dead Planet Award“ halten zu dürfen. Mein Name
ist Christian Russau, ich bin Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre.
Gehen wir gleich direkt in medias
res! JBS S.A. ist der weltgrößte Fleischproduzent der Welt. Keine Firma
weltweit, so rühmt sich JBS, produziere mehr Proteine für die Ernährung der
Menschen als sie. Weiterlesen
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