Herr Kaeser, wir sind im selben
Jahr geboren. 1957. Als ich eine junge Frau war und reisen wollte, sagte man
mir, dass die Welt immer da sein würde. Es gab keine Eile. Wie sich die Zeiten
für die Jugend von heute und morgen geändert haben. Ich bin aus Australien
angereist, nur um mit Ihnen zu reden.
Ihre Versprechen, die Emissionen zu
verringern, sind bewunderswert. Es scheint Ihnen wirklich wichtig zu sein. Sie
sprachen davon, dass Sie die letzte Generation von Führungskräften sind, die
das schaffen können. Sie sind im Zentrum der Klimawandeldebatte mit Grund. Eine
Partnerschaft mit einem so dubiosen Unternehmen wie Adani, deren Werte das
genaue Gegenteil von der Integrität sind, von der Sie sprechen, ist schlecht
für Sie und ihre Aktionäre. Weiterlesen
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Rede von Helena Marschall, Fridays for Future, auf der Siemens Hauptversammlung 2020
Hallo ich bin Helena Marschall, ich bin 17 Jahre alt und spreche für Fridays for Future. Uns wurde es durch die Kritischen Aktionäre ermöglicht hier zu sprechen. Dankeschön an der Stelle.
173 Jahre. So lange gibt es Siemens inzwischen. Als dieses
Unternehmen gegründet wurde, war die Welt eine andere.
Es sind 173 Jahre, in denen Revolutionen und Weltkriege
angezettelt und ausgetragen wurden; 173 Jahre, in denen sich unvorstellbare
technische Entwicklungen ereigneten und unsere Lebensstandards auf ein neues
Level gehoben wurden.
Doch nie hat sich die Welt schneller verändert als heute,
nie stand mehr auf dem Spiel, nie war der Grad der ökologischen Zerstörung global
so existenziell.
München, 31. Januar 2020. Anlässlich
der Hauptversammlung der Siemens AG am 5. Februar
protestieren Umweltschutzgruppen in Australien und Deutschland gegen den
Liefervertrag von Siemens für die Signaltechnik für die geplante
Carmichael-Kohlemine in Australien. Die Forderungen will das Bündnis am 4.
Februar auf einer Pressekonferenz vorstellen, bevor es am 5. Februar
vielfältige Aktionen an der Olympiahalle, dem Tagungsort, gibt.
Pressekonferenz „Siemens: Raus aus der Kohle!“
wann: 4. Februar 2020 um 11 Uhr wo: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Für Fragen, Interviews und O-Töne stehen Ihnen vor Ort
gerne zur Verfügung:
Murrawah Johnson, Wangan and Jagalingou Council
Dr. Lindsay Simpson, Autorin „Adani: Following Its Dirty Footsteps“
Varsha Yajman, Australian School Strike for Climate
Matylda Bobnis, Fridays for Future München
Lara Eckstein, Campact
Lukas Schnermann, Extinction Rebellion Deutschland
Aktivist*in, Antikapitalistisches Klimatreffen München
Die Pressekonferenz wird in deutscher und englischer Sprache gehalten. Weiterlesen
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband
der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen
Stimmrechten setzen wir uns für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt und Frieden
ein.
In unserem Gegenantrag kritisieren wir neben Rüstungsexporten
in Konflikt-, Krisen und Kriegsregionen und unzureichender Wahrnehmung Ihrer
menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten auch Ihre Klimastrategie sowie Ihre
Klimaziele als zu wenig ambitioniert. Zu Ihren Klimazielen möchte ich hier wie
folgt Fragen stellen.
1. Thema: Klimastrategie und Klimaziele
Letzten Jahr hatte ich noch kritisiert, dass Sie keine
Klimaziele im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen hatten. Weiterlesen
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Konzern baut Kriegsschiffe für die Türkei und Ägypten
Verhandlungen mit Brasilien stehen vor dem Abschluss
Aufsichtsrat muss sich auf Hauptversammlung für Waffenexporte verantworten
Mit schweren Vorwürfen muss sich der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp am Freitag auf der Hauptversammlung in Bochum auseinandersetzen. Die Menschenrechtsorganisation urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionär*innen kritisieren scharf, dass Konzerntochter Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) Kriegsschiffe an autoritäre Regime liefert. Konkret geht es um U-Boote und Fregatten für die Türkei und Ägypten. Für Brasilien unter Rechtsaußen-Präsident Jair Bolsonaro will TKMS Korvetten bauen. Thyssenkrupp plant, seine in der Vergangenheit durch Korruptionsvorwürfe aufgefallene Marinesparte durch solche Rüstungsexporte auszubauen. Das könnte die Lage in Kriegs- und Krisengebieten weiter eskalieren lassen, fürchten die NGOs. Weiterlesen
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"Mein Schiff 1" und Protest gegen die TUI-Kreuzfahrtflotte auf der Hauptversammlung 2019 (Fotos: TUI, privat)
Gegenanträge des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der TUI AG am 11.02.2020
Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert. Begründung: Der Vorstand der TUI AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz zu entwickeln.
Kein Bekenntnis zu internationalen Klimazielen Die TUI AG bekennt sich nicht zu den internationalen Klimazielen, die eine Absenkung der absoluten Treibhausgasemissionen für den Verkehrssektor von 100 Prozent bis 2050 vorsehen. (https://www.tuigroup.com/en-en/responsibility/sus_business/climate-change
Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der
Mitglieder des Vorstands
Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.
Begründung:
Der Vorstand der Siemens AG kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung
nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Die bisherigen
Maßnahmen reichen nicht aus, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser
Klimaschutzabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 zu leisten, zu denen
sich die Siemens AG bekannt hat.
Australien: Beteiligung an Adani-Mine konterkariert bisherige
Klimaschutzversprechen
Die Entscheidung, Signaltechnik für die Bahnstrecke der geplanten Adani-Kohlemine
in Australien zu liefern, steht beispielhaft für mangelhaftes Problembewusstsein
für Beteiligungen an klimaschädlichen Projekten. Weiterlesen
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