Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre verleiht seit 2007 den Henry Mathews Preis für Konzernkritik.
Mit dem Preis werden Aktivist*innen und Organisationen ausgezeichnet, die mit hohem Engagement auf die Verantwortung der Konzerne für Menschenrechte und Umweltschutz aufmerksam machen: durch investigative Recherche, Interventionen auf den Hauptversammlungen und öffentliche Aktionen.
Der Preis ist nach dem langjährigen Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Dachverbands benannt. Henry Mathews (1966 – 2006) hat den Dachverband geprägt wie kein anderer. Aus einem kleinen Kreis konzernkritischer Aktivisten entwickelte er einen schlagkräftigen Verband mit heute 29 Mitgliedsorganisationen.
Aktuelle Preisträgerin
2024: Gisela Burckhardt und FEMNET
Am 14. September 2024 verleihen wir den Henry Mathews Preis an Gisela Burckhardt und FEMNET
Die jahrelange beharrliche Kampagnenarbeit von FEMNET und der Initiative Lieferkettengesetz hat dazu beigetragen, dass der Deutsche Bundestag 2023 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verabschiedete.
Die Situation in der Welt – Flucht, Hunger, Krieg, Klimawandel und Arbeitslosigkeit – veranlasst mich, heute hier zu sprechen.
Der Hamburger Presse habe ich entnommen, dass Hapag- LLoyd keine Waffen und Rüstung für den Export in Krisengebiete transportiert.
Das ist sehr erfreulich. Aber trifft das auch zu nach der Fusion von Hapag-Lloyd mit UASC (United Arab Shipping Company)?
Etwa ein Viertel der Hapag-Lloyd-Aktien-Anteile gehören damit Saudi-Arabien und Quatar. Saudi-Arabien aber ist kriegsführende Partei im Jemen. Die aktuelle Situation im Jemen ist eine humanitäre Katastrophe: Bedingt durch den Krieg herrscht Zerstörung und Hungersnot in der gesamten Bevölkerung.
Werden also nach der Fusion Rüstungsgüter an Saudi-Arabien geliefert? Weiterlesen
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Straßen und Plätze sollen nicht nach Konzernen benannt werden, die keine Rücksicht auf das Allgemeinwohl nehmen und seit Jahrzehnten ihr Geschäft auf Kosten der Umwelt und kommender Generationen betreiben.
Bürgerinnen und Bürger wollen verhindern, dass es in Essen in Zukunft einen „RWE Platz“ gibt. Auf Antrag der RWE AG soll bereits am Dienstag in der Bezirksvertretung I der Beschluss gefasst werden, den Platz vor dem neuen Sitz der RWE AG im Bereich der Altenessener Straße 27-37 nach dem Energiekonzern zu benennen. Eine Delegation von BürgerInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen wollen ihre Einwände gegen die Benennung in der Sitzung der Bezirksvertretung am 10. Weiterlesen
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Ich begrüße Sie, sehr geehrter Vorstand, sehr geehrter Aufsichtsrat und auch Sie, sehr geehrte Aktionär*innen von Uniper.
Ich bin heute hier bei Ihnen, um über die immer noch dramatische Lage der Bevölkerung durch den Bergbau in Kolumbien zu sprechen.
Die Bergbauunternehmen Cerrejón, Drummond und Prodeco, zusammen mit dem kolumbianischen Staat, aber auch mit jedem, der Kohle aus den kolumbianischen Minen bezieht, fördern nicht nur die Umweltzerstörung und den Klimawandel, sondern auch die Verletzung der Rechte zahlreicher Menschen und insbesondere die Verletzung der Schutzrechte für indigene Gemeinschaften nach dem Völkerrecht.
In Artikel 15 der ILO-Konvention 169 steht:
„Die Rechte der betreffenden indigenen Völker an den natürlichen Ressourcen ihres Landes sind besonders zu schützen. Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,
mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Wir haben einen Gegenantrag eingereicht, weil Uniper aus unserer Sicht seiner Verantwortung und Anforderungen für die Achtung der Menschenrechte und dem Klimaschutz nicht gerecht wird. Wir können Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Dies möchte ich hier kurz begründen und Fragen zu Ihren Nachhaltigkeitsverpflichtungen stellen.
Das zentrale Geschäftsmodell von Uniper, die Energieerzeugung vor allem mit den fossilen Energieträgern Kohle und Gas, trägt entscheidend zum Klimawandel bei. Solange Uniper nicht von diesem Geschäftsmodell abrückt, kann es einfach keine wirksamen Beiträge zum Erreichen der nationalen und internationalen Klimaschutzziele wie dem Pariser Klimaschutzabkommen und den UN-Nachhaltigkeitsziele 2030, den Sustainable Development Goals (SGDs), leisten. Weiterlesen
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Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gratuliert Antje Grothus zur Berufung in die Kohlekommission.
Antje Grothus
Heute gab die Bundesregierung bekannt, dass die Anwohnerin des Tagebaus Hambach und Kämpferin für einen raschen Kohleausstieg Mitglied der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ sein wird. Als langjährige Klimaaktivistin und Kämpferin für die Rettung des Hambacher Walds ist Antje prädestiniert, in der Kohlekommission mitzuarbeiten“, sagte Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands.
„Als Mitglied der Initiative Buirer für Buir wird sie sich auch für die Interessen der Bevölkerung einsetzen, die durch den Braunkohletagebau geschädigt wurde und wird.“ Dufner zeigte sich überzeugt, dass Grothus und die kohlekritischen Mitglieder der Kommission alles tun werden, damit ein möglichst früher Ausstieg aus der Kohlewirtschaft gelingt. Weiterlesen
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Konzern ermöglicht den Bau von neuem Flüssiggas-Terminal
NGOs fordern Stopp von Kohleprojekt in Datteln
Kleine Lichtblicke für mehr Menschenrechtsschutz in der Lieferkette
Zur morgigen Hauptversammlung des Energiekonzerns Uniper machen die NGOs urgewald, BUND NRW und der Dachverband der Kritischen Aktionäre auf Gefahren für Umwelt und Menschenrechte durch den aktuellen Kurs des Konzerns aufmerksam. So ermöglicht Uniper den Bau des ersten Terminals für den Export von Liquefied Natural Gas (LNG) an der kanadischen Ostküste durch langfristige Abnahmeverträge. Die Firma Pieridae Energy will von dort aus künftig 10 Millionen Tonnen Gas pro Jahr liefern. Viele neue Gasquellen müssen dafür erschlossen werden, teilweise mittels der gefährlichen Fracking-Technologie, die in Deutschland weitgehend verboten ist. Weiterlesen
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