Gemeinsame Pressemitteilung vom 30. September 2020
Keine Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat auf heutiger virtueller Hauptversammlung wegen Umweltsünden und Menschenrechtsverletzungen
Köln/Sassenberg – Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und urgewald warnen vor der verfehlten Modellpolitik der Volkswagen AG, verweisen auf Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Autonomen ProvinzXinjiang, in der ein VW-Werk liegt, und verlangen statt einer hohen Dividende mehr Investitionen in eine klimafreundliche Verkehrswende. Zur VW-Hauptversammlung, die wegen der Covid-19-Pandemie nur online stattfindet, haben die Kritischen Aktionär*innen drei Gegenanträge und 65 Fragen eingereicht. „Trotz des nun endlich zur Auslieferung bereitstehenden Hoffnungsträgers VW ID.3 und erster, aber leider meist großer und schwerer E-Modelle bei Porsche und Audi, hat es die Volkswagen AG verpasst, rechtzeitig rein elektrische Modelle in ausreichender Zahl und vor allem in den unteren Segmenten auf den Markt zu bringen“, kritisiert Jens Hilgenberg, Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
Banken geben Kredite an Waffenexporteure und Kohlekonzerne
urgewald und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern kategorisches Nein zu Investitionen in Rüstung und Kohle
Landesweite Protestaktionen zum Weltspartag am 30. Oktober geplant
Banken reden gerne darüber, was sie alles Gutes für die Gesellschaft tun, aber ungern darüber, was oder wen sie konkret finanzieren. Über Finanzrecherchen versuchen wir, Licht in einen sehr intransparenten Bereich zu bringen. Egal, ob der Schwerpunkt auf Firmen liegt, die noch neue Kohlekraftwerke bauen, weiter voll auf Kohle setzen, Atomwaffen herstellen oder ihre Waffen an kriegsführende oder menschenrechtsverletzende Staaten liefern: Unter den geldgebenden Banken finden wir immer weit vorne die Deutsche Bank, gefolgt von der Commerzbank und 2-3 der Sparkassen-Landesbanken. Weiterlesen
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Workshop auf dem Klimacamp Aachen (Hollandwiesen) mit Todde Kemmerich und den Kritischen Aktionär*innen Dienstag, 22.09.2020, 10 – 12 Uhr
2020 war die Aktionärsversammlung der RWE AG noch abgeschotteter als sonst. Wegen der Corona-Pandemie fand sie ohne Aktionär*innen in der RWE-Zentrale in Essen statt und wurde nur online übertragen.
Welche Mittel gibt es, um auch unter erschwerten Bedingungen wirkungsvoll zu protestieren? Was muss man tun, dass der Konzern Fragen beantwortet? Wie kann man mit und ohne Aktien Druck ausüben?
Diese und weitere Fragen rund um Einflussmöglichkeiten im Rahmen von Aktionärsversammlungen diskutieren wir auf unserem Workshop auf dem Klimacamp in Aachen.
Neuer Bildband von Hubert Perschke (Herausgeber und Fotos) mit Texten von Antje Grothus, Dirk Jansen, Markus Dufner u.a.
Das Buch befasst sich mit der Zwangsumsiedlung von Menschen für den Abbau der klimaschädlichen Braunkohle. Das Thema wird bildlich und textlich aus der Sicht Betroffener dargestellt. „Trotz des naheliegenden Endes der Kohleförderung will RWE unter Manheim Abraum zur Verkippung im Tagebau fördern“, schreibt Dirk Jansen vom BUND NRW. „Eine mehr als 1.100 Jahre alte Siedlungsgeschichte soll so im Tagebau verschwinden – und das völlig unnötig.“ Antje Grothus von der Initiative Buirer für Buir bezweifelt, dass weitere Zwangsumsiedlungen von Menschen und die Zerstörungen von Dörfern, Landschaften und Kultur notwendig und rechtens sind.
Sechster Globaler Klimastreik am 25. September 2020
Am 25. September ruft Fridays for Future unter dem Motto #KeinGradWeiter zum sechsten globalen Klimastreik auf.
Fridays for Future betont die Dringlichkeit für Handlungsbedarf in der Politik, Entscheidungen zu treffen, die mit dem Pariser Klimaabkommen im Einklang sind.
Die Erderwärmung liegt aktuell bereits um 1°C über dem Schnitt von 1850 bis 1900 und darf nur noch um maximal 0,5°C steigen, bevor irreversible Kipp-Punkte erreicht werden.
Zu diesen Kipp-Punkten gehören unter anderem das Auftauen der Permafrostböden, das Abschmelzen des arktischen Eises und der Rückgang verschiedener Wälder, wie z.B. dem Amazonas. Diese Kippunkte haben selbstverstärkende Effekte auf die Erderwärmung.
Protest vor der VW- Hauptversammlung 2019 in Berlin
Wir haben dreiGegenanträge zur Hauptversammlung der Volkswagen AG am 30.09.2020eingereicht.
Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen AG
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. beantragt, dass die Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende ausschüttet.
Begründung:
Da die Bildung und Dotierung von Rückstellungen nicht der Hauptversammlung obliegt, werden wir unsere Begründung für die Ablehnung, eine Dividende auszuschütten, in unserem Gegenantrag zu TOP 3 ausführen (Versäumnis des Vorstands zur Bildung von Rückstellungen).
Gegenantrag zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der im Geschäftsjahr 2019 amtierenden Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V. Weiterlesen
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Dachverband und urgewald fordern „Hybrid-Modell“ statt einer Verlängerung der Corona-Sonderregeln für virtuelle Aktionärsversammlungen
Berlin/Köln/Sassenberg – Medienberichten zufolge prüft die Bundesregierung aktuell, das wegen der Corona-Pandemie verhängte Notgesetz zum Abhalten virtueller Hauptversammlungen bis Ende 2021 zu verlängern. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und seine Mitgliedsorganisation urgewald verlangen dagegen Nachbesserungen für die kommende Hauptversammlungssaison, da nur über einen direkten und kritischen Austausch zwischen Aktionär*innen und Konzernleitung die Geschäftstätigkeit von Unternehmen laut § 131 des Aktiengesetzes sachgemäß beurteilt werden kann.
„Wir votieren für die kommende Hauptversammlungssaison für ein Hybridmodell aus virtueller und Präsenzveranstaltung. Redewillige Aktionär*innen müssen wieder die Möglich-keit haben, ihre Kritik im Rahmen einer Präsenzveranstaltung direkt vorzutragen“, erläutert Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. Weiterlesen
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Konzerne für Klimaschutz und Menschenrechte? fragten wir provokativ im Programm zu unserer Jahrestagung am 5. September 2020. In den Panels zeigte sich die dreifache Herausforderung für Konzernkritik: den abstrakten Schritt von unklarer Konzernverantwortung zu effektiven Haftungsregeln in einem Lieferkettengesetz politisch voranzutreiben, ohne dabei die konkreten Folgen von Konzernhandeln für Menschen und Umwelt aus dem Blick zu verlieren – alles im Kontext einer Pandemie, die öffentlichen Protest erschwert.
1. Panel: Verleihung des Henry Mathews Preises für Konzernkritik 2020
Dass Daimler heute nur noch über eine vergleichbar kleine Rüstungsproduktion verfügt, ist auch auf die jahrelange Arbeit der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) zurückzuführen, die von Paul Russmann und der Organisation Ohne Rüstung Leben (ORL) maßgeblich getragen wurde. Weiterlesen
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