Kategorie: BASF SE

Gegenanträge

Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, statt der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Ausschüttung einer Dividende von 2.847.283.951,40 Euro an die Aktionärinnen und Aktionäre nur 2.797.283.951,40 an sie auszuschütten.

Begründung:

50 Millionen Euro sollen in einen von der BASF SE einzurichtenden Fonds zur Entschädigung der Geschädigten des Massakers von Marikana eingezahlt werden. Inhaltlich begründen wir dies mit den Ausführungen in unseren Gegenanträgen zu TOP 3 und 4.

Wir fordern alle Aktionärinnen und Aktionäre auf, einen Beitrag für den Entschädigungsfonds zu leisten und für eine Verringerung ihrer Dividende von 3,10 Euro pro Aktie auf 3,045562 Euro pro Aktie zu stimmen. Weiterlesen

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Lonmin und BASF zur Verantwortung ziehen

  • Marikana Solidarity Week vom 12. – 16. März in London
  • Kritische Aktionärinnen und Aktionäre bei Hauptversammlung des britisch-südafrikanischen Bergbaukonzerns Lonmin
  • Übernahme durch Sibanye-Stillwater bedroht die Zukunft von 13.000 Bergleuten
  • Platin-Abnehmer BASF muss endlich Lonmin-Audits publizieren


Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und das südafrikanisch-europäische Netzwerk Plough Back the Fruits fordern den britisch-südafrikanischen Bergbaukonzern Lonmin anlässlich seiner Hauptversammlung am 15. März in London auf, seinen sozialen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen endlich nachzukommen. Zusammen mit südafrikanischen und britischen Nichtregierungsorganisationen erinnern die Kritischen Aktionäre vor Beginn der Hauptversammlung mit einer Mahnwache vor dem Lincoln Center in der Londoner City an 34 Lonmin-Bergleute, die am 16.
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Rede von Mzoxolo Madigwana

Ich heiße Mzoxolo Magidwana, ich bin 29 Jahre alt.

Ich habe 2011 angefangen bei Lonmin zu arbeiten. Ich bin einer der Arbeiter, die 2012 beim Streik dabei waren, beim Streik, bei dem 34 Minenarbeiter erschossen worden sind. Am 16 August 2012, am Tag des Massakers, wurde ich von 9 Gewehrkugeln der Polizei getroffen. 2 Kugeln sind durch meinen Körper durchgegangen, 7 Kugeln wurden mir im Spital entfernt. Deswegen nennen sie mich in Marikana auch „dead man walking“.

Es grenzt an ein Wunder, dass ich überlebt habe. Ich war 6 Monate lang in der Intensivstation, danach musste ich erst wieder lernen zu gehen. Weiterlesen

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Rede von Bischof Johannes Seoka

(Begrüßung und Einleitung: improvisiert)

2015, nach meinen ersten Besuch hier haben Sie einen Audit bei Lonmin durchgeführt und anschließend behauptet, dass Lonmin, bis auf einige in naher Zukunft lösbare kleinere Umweltprobleme, auf einem guten Weg wäre… 2016, bei meinem zweiten Besuch, habe ich darauf hingewiesen, dass die Realität und die Ergebnisse ihres Audits nicht übereinstimmen und habe unsere Einladung an Sie, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen, wiederholt.

Letztes Jahr sind Sie dann meiner Einladung gefolgt und haben im Mai 2016 eine Delegation nach Südafrika entsandt, die sich in Marikana umgesehen hat. Seitdem sind Sie mehrmals wiedergekommen und haben Konferenzen, Dialoge und runde Tische initiiert. Weiterlesen

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Rede von Joseph Mathunjwa

Ich grüße Sie alle, die Beschäftigten bei BASF, die Aktionärinnen und Aktionäre und die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat!

  1. Meine persönliche Geschichte

Ich heiße Joseph Mathunjwa und bin Vorsitzender und Mitbegründer der südafrikanischen Gewerkschaft AMCU; das heißt Vereinigung der Bergarbeiter- und Baugewerkschaft. AMCU wurde kurz nach dem Ende der Apartheid gegründet. AMCU ist unabhängig von politischen Parteien und wurde größer, als die alte Bergarbeitergewerkschaft sich zu sehr der herrschenden Macht annäherte und sich nicht mehr für die Arbeiter einsetzte.

  1. Das Massaker von Marikana

Sie haben bei den Hauptversammlungen 2015 und 2016 bereits vom Massaker von Marikana gehört. Ich bin heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen aus meiner Sicht zu berichten, was in Marikana passiert ist, denn ich war am 16. Weiterlesen

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Soziale Verantwortlichkeit? BASF verliert seine Glaubwürdigkeit vollends

Zur BASF-Hauptversammlung im fünften Jahr nach dem Massaker von Marikana in Südafrika

Heute fand die BASF-Hauptversammlung im Rosengarten statt. Wie schon 2015 und 2016 war es eine Delegation aus Südafrika, die für angespannte und beklemmende Atmosphäre sorgte. Die Delegation, die von den Nachwirkungen des Massakers von Marikana berichtete, bestand aus Bischof Jo Seoka und Joseph Mathunjwa, dem Präsidenten der AMCU, der größten Gewerkschaft im Platinum Belt in Südafrika. Darüber hinaus war ein südafrikanischer Minenarbeiter, Mzoxolo Magidwana , der beim Massaker von Marikana schwer verletzt wurde, Teil der Delegation. Es war sein Bericht, der das Publikum nachhaltig erschütterte:

„Weiterhin lebt die Mehrheit der Lonmin-Arbeiter und Arbeiterinnen in mit Ratten verseuchten Wellblechhütten-Slums. Weiterlesen

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Gegenanträge

Gegenantrag zu TOP 2, Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, statt der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen Ausschüttung einer Dividende von 2.755.436.082,00 Euro an die Aktionäre nur 2.755.411.082 Euro an sie auszuschütten. 25 Millionen Euro sollen in einen von der BASF SE einzurichtenden Fonds zur Entschädigung der Verwundeten des Massakers von Marikana und der Witwen und Hinterbliebenen der getöteten Bergarbeiter eingezahlt werden.

Inhaltlich begründen wir dies mit den Ausführungen im Gegenantrag zu TOP 4 (Teil 1 der Begründung).

Wir bitten die Aktionärinnen und Aktionäre, ihrer ethischen Verantwortung zu folgen und für diese Verringerung ihrer Dividende von 3 Euro pro Aktie auf 2,99997278 Euro pro Aktie zu stimmen. Weiterlesen

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Rede von Maren Grimm und Jakob Krameritsch

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben Bischof Seoka gehört, wir haben die Witwen der beim Massaker von Marikana erschossenen Minenarbeiter gehört: Weiterhin leben die ArbeiterInnen, die für BASF das weltweit wertvollste Metall aus dem Boden holen, unter unmenschlichen Bedingungen, in Wellblechhüttenslums ohne fließend Wasser, Strom und Kanalisation. Das ist nichts weniger als beschämend.

Die Witwen haben weiterhin, 3,5 Jahre nach dem ihre Ehemänner erschossen worden sind, keine adäquaten Reparationen erhalten. Ntombizolile Mosebetsane muss die Büros der des Lonmin-­Management putzen, also des Managements, dass bewiesenermaßen Mitschuld trägt am Mord an ihrem Mann. Agnes Makopane Thelejane bekommt von ihrem Platinhauptlieferanten nichts – der Betrieb mit dem sie seit 30 Jahren in einer vertrauensvollen Beziehung steht, hat ihr ins Gesicht gesagt, dass es reichen müssen, dass sie ihr das Begräbnis bezahlt haben, weil ihr Mann bloß Vertragsbediensteter war. Weiterlesen

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