Rede von Romy, Fridays for Future München, auf der virtuellen Hauptversammlung der BMW AG am 11.05.2023
Ich bin Romy von Fridays For Future München.
BMW ist als einer der größten Automobilkonzerne weltweit schonmal grundsätzlich schwer mit einer nachhaltigen und umweltgerechten Zukunft vereinbar und damit ein Angriffspunkt der Klimagerechtigkeitsbewegung. Aber auch unabhängig davon, ob das Auto eine Zukunft hat, serviert BMW jedem, der ein Stück an der dreisten Greenwashing-Kampagne des Konzerns vorbeischaut, die Kritikpunkte auf dem Silbertablett: BMW – Freude am Fahren. Richtung Klimakatastrophe.
Im Jahre 2023 muss aber natürlich auch BMW Maßnahmen treffen und Schritte Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit gehen. Und das passiert auch, bei unserer Recherche haben wir drei Punkte gefunden, die positiv hervorstechen:
Erstens: alle Werke werden aktuell bereits mit 100% erneuerbaren Energien betrieben. Weiterlesen
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Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,
mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Adidas deutliche effektivere Maßnahmen für die Umsetzung von Sozialstandards in den Textillieferketten von Adidas ein.
Wir haben einen Gegenantrag zu Ihrem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns eingereicht, den ich hiermit auf formal stelle.
Wir schlagen vor: Ein höherer Teil des Bilanzgewinns sollte für effektive Maßnahmen verwendet werden, um strukturelle Probleme in den Lieferketten von Adidas zu lösen, damit grundlegende Arbeitsrechte und Sozialstandards gewahrt werden können.
Hohes Risiko von Lohndiebstahl in den Lieferketten von Adidas
Abfindungs- und Lohndiebstahl und die Verletzung grundlegender Gewerkschaftsrechte sind seit langem Probleme in den globalen Textil-Lieferketten, die sich für die Beschäftigten seit der Pandemie nochmal verschärft haben. Weiterlesen
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Sehr geehrter Herr Blume, sehr geehrte Vorstandsmitglieder, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mein Name ist Haiyuer Kuerban, ich bin Uigure und lebe seit 17 Jahren in Deutschland. Ich repräsentiere Uiguren weltweit, die alles verloren haben, auch ihre Familienangehörigen.
In meiner Heimat Ostturkistan, wie wir Uiguren dazu sagen, bekannt auch als uigurische autonome Region Xinjiang, betreibt die chinesische Regierung ein gesellschaftliches Experiment, das seinesgleichen sucht. Innerhalb kürzester Zeit hat die chinesische Regierung dort einen Hightech-Überwachungsapparat installiert, der biologische und persönliche Daten rund um die Uhr auswertet. Das Ziel: Alles, was im Verdacht steht, uigurisch zu sein, einschließlich der Bevölkerung, soll ausgelöscht werden, und zwar möglichst so, dass es nach außen hin niemand merkt. Weiterlesen
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Rede von Kendyl Salcito, Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation NomoGaia
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Vorstand, sehr geehrter Aufsichtsrat,
mein Name ist Kendyl Salcito, ich bin Geschäftsführerin von NomoGaia und Mitverfasserin des Berichts „Driving Force“. In diesem Bericht verbinden wir die Lieferketten der Automobilindustrie mit der Region Xinjiang, wo Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden.
Sie wollen die westliche Autoindustrie in das Zeitalter der Elektroautos führen. Sie investieren in großem Umfang in eine grüne Zukunft. Ihre Strategie priorisiert China, dann folgen Europa und Nordamerika. China hat die Umstellung auf E-Autos vorgeschrieben. China ist nun Ihr größter Einzelmarkt, mit über einem Drittel Anteil an Ihrem weltweiten Absatz und 38 Prozent der Produktionsanlagen. Weiterlesen
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Auszüge aus der spontanen Impulsrede von Tobi Rosswog, u.a. Mit-Initiator des Projekthauses AMSEL44 in Wolfsburg:
„… ich danke Olli (Dr. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group und von Porsche) für seine Ausführungen, wobei einiges klar gestellt werden muss:
Es braucht weniger Emotionen bei der Diskussion rund ums Auto! Das fordert Olli immer wieder in der Presse. Und da sind wir beieinander. Das braucht es: Weniger Emotion – mehr Ratio. Denn rational betrachtet, ergibt das Auto keinen Sinn.
Einige Zahlen verdeutlichen dies: 8 bis 9 Tote täglich, über 1.000 Verletzte. Wäre ein anderes Verkehrsmittel so dramatisch gefährlich, würde es sofort verboten werden. Weiterlesen
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Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 4, Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstandes die Entlastung zu verweigern.
Begründung:
Der Vorstand kommt nicht hinreichend seiner Verantwortung nach, sich für den gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen und Impfstoffen für Indikationen, die vornehmlich im Globalen Süden vorkommen, weltweit einzusetzen.
Der Zugang zu Covid-19-Impfstoffen ist weiterhin höchst ungleich verteilt. Während weltweit 70% der Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten haben, wurden nur 29,8% der Menschen in Ländern mit geringem Einkommen mindestens einmal geimpft (Stand Mai 2023).[1] Gleichzeitig hat BioNTech durch Covid-19-Impfstoffe seit Beginn der globalen Covid-19-Pandemie immense Profite erzielt. Weiterlesen
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Rohstoffe im Konflikt mit Menschenrechten: Unser Bündnis protestierte vor der Hauptversammlung von HeidelbergCement am SNP Dome
Pressemitteilung vom 10.05.2023 zur Hauptversammlung der HeidelbergCement AG
Klimaneutralität erst 2050: Auch Investoren kritisieren schlechte Klimabilanz
Umweltrisiken, Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in Indonesien, im Westjordanland und in der Westsahara
Bündnis protestiert vor dem SNP Dome und in der Heidelberger Innenstadt
Auch wenn die HeidelbergCement AG mit „Heidelberg Materials“ eine neue Unternehmensmarke geschaffen hat, hält der Konzern an zahlreichen Projekten mit erheblichen Menschenrechts- und Umweltrisiken fest. Eine Transformation verschiebt der „Klimasünder“ auf die nächsten Jahrzehnte. Fridays for Future Heidelberg, Watch Indonesia!, pax christi und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre werden am Donnerstag wegen der schlechten Klimabilanz und der Menschenrechtsverletzungen des Konzerns bis hin zur Nichteinhaltung des Völkerrechts vor dem SNP Dome in Heidelberg protestieren.Weiterlesen
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Rede von Christian Russau auf der Volkswagen-Hauptversammlung am 10. Mai 2023
Guten Tag! Mein Name ist Christian Russau und ich bin Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionär:innen und Aktionäre.
Den Satz des Tages hat mein Kollege Ingo Speich von DEKA heute gesprochen: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“. Und dies trifft nicht nur für den aktuellen Fall uigurischer Zwangsarbeit zu, sondern eben auch historisch für den Fall der Volkswagen-Fazenda in Amazonien Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre. Damals wurden tausende von Arbeiter:innen zur Waldrodung auf der VW-Fazenda eingesetzt, unter – wie die Bundesstaatsanwaltschaft von São Paulo feststellt – sklavenarbeitsähnlichen Zwangsverhältnissen. Die Arbeiter:innen wurden in Schuldknechtschaft gehalten, es war ihnen verboten, sich vom Gelände zu entfernen, Flucht war somit ausgeschlossen, Berichten zufolge kam es auch zu Morden, Folterungen, Vergewaltigungen und anderen physischen und psychischen Gewalttaten. Weiterlesen
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