Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mein Name ist Lara Krahlisch und ich spreche heute im Namen von zwei zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich jeweils für Menschenrechte und Gesundheit einsetzen: Western Sahara Resource Watch (WSRW) und ShareAction, vertreten durch das Long-Term Investors in People’s Health (LIPH) Program.
Western Sahara Resource Watch
Zunächst möchte ich im Namen von Western Sahara Resource Watch (WSRW) sprechen, einer Organisation, die sich für das Selbstbestimmungsrecht und den Schutz der natürlichen Ressourcen der Westsahara einsetzt.
Im Jahr 2025 jährt sich die Besatzung der Westsahara durch Marokko zum fünfzigsten Mal. In diesem Kontext hat der Europäische Gerichtshof im Oktober 2024 erneut mit großer Deutlichkeit bestätigt, dass Handels- und Fischereiabkommen zwischen der EU und Marokko in Bezug auf die Westsahara rechtswidrig sind. Weiterlesen
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mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der BASF deutlich mehr Engagement und Investitionen in den Klimaschutz und faire Lieferketten. Seit Jahren fordern wir effektive Maßnahmen bei der Umsetzung Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, nicht nur in Bezug auf Ihre Platin-Lieferkette aus Südafrika.
Erneut muss ich feststellen: Es gib weiterhin gravierende Mängel bei der Achtung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten selbst in Ihrem eigenen Geschäftsbereich. Daher können wie auch dieses Jahr Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlasten. Wir haben entsprechende Gegenanträge eingereicht, die ich hiermit auf formal stelle. Weiterlesen
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mein Name ist Hana Obser; ich spreche hier heute im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen.
BASF gehört weiterhin zu den klimaschädlichsten Unternehmen in Deutschland. 17 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen allein aus Produktion und Energieeinkauf – das ist kein akzeptabler Status quo. Es ist alarmierend, dass 2024 keine Reduktion erzielt wurde. Das Geschäftsmodell, das auf Wachstum ohne echte Dekarbonisierung setzt, ist nicht zukunftsfähig. Auch das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 wirkt vor diesem Hintergrund wie eine leere Versprechung.
Statt dringend notwendiger Investitionen in klimafreundliche Technologien und faire Transformation am Standort Ludwigshafen, setzt der Vorstand auf Dividenden in Höhe von über zwei Milliarden Euro – während gleichzeitig Sparprogramme angekündigt und Stellen abgebaut werden. Weiterlesen
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Betroffene üben scharfe Kritik an Maßnahmen der BASF zur Umsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten, vor allem in Südafrika
Festhalten an Harbour Energy impliziert Mitverantwortung für Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen in Argentinien
Virtuelles Format der Hauptversammlung und unverhältnismäßiger Dividendenvorschlag in der Kritik
Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der BASF fordert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die Anteilseigner auf, zentralen Vorschlägen der Verwaltung die Zustimmung zu verweigern. In mehreren Gegenanträgen übt der Dachverband scharfe Kritik an einer wenig nachhaltigen Dividendenpolitik, unglaubwürdiger Klimastrategie und vor allem unzureichenden Reaktionen der BASF auf Menschenrechtsverletzungen. Deutlich wird die Kritik von Vertretern zweier Gemeinden, die unmittelbar unter den Folgen des Rohstoffhungers der BASF leiden. Weiterlesen
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Gegenantrag zu TOP 2: Beschlussfassung über die Gewinnverwendung der Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand über die Gewinnverwendung abzulehnen.
Begründung: Dieser Dividendenvorschlag ist eine Frechheit: er ist nicht nur sozial und ökologisch unverantwortlich, er untergräbt schlicht alle Bemühungen, Volkswagen aus der Krise zu führen. Dieser Dividendenvorschlag lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist die Krise bei Volkswagen doch nicht so groß, wie vom Vorstand und Teile des Aufsichtsrats öffentlich kommuniziert, oder beide Gremien ziehen nicht die richtigen Schlüsse aus der eigenen Problemanalyse.
Wir müssen uns wirklich die Augen reiben: Während in der Berichterstattung die Wörter „Krise“ und „Volkswagen“ nicht mehr zu trennen sind, Gewinne einbrechen, die Beschäftigten auf Lohnerhöhungen verzichten und die Werke in Dresden und Osnabrück geschlossen werden sollen, halten es Vorstand und Aufsichtsrat für angemessen, über drei Milliarden Euro und damit fast den gesamten Bilanzgewinn als Dividende auszuschütten, anstatt diesen in Zukunftsperspektiven zu investieren. Weiterlesen
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Zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.
Begründung: Die vorgeschlagene Dividende von 2,00 € je Aktie erscheint vor dem Hintergrund der massiven menschenrechtlichen und ökologischen Defizite in der Lieferkette der Adidas AG als unangemessen hoch. Der Konzerngewinn von immerhin 832 Mio. Euro in 2024 basieren nach wie vor auf strukturellen Problemen, insbesondere in Bezug auf Arbeitsrechte, Lohnstandards und Umweltverantwortung. Statt hohe Ausschüttungen vorzunehmen, sollte Adidas diese Mittel zur Umsetzung effektiver Sorgfaltsmaßnahmen und vor allem existenzsichernde Löhne entlang der Lieferkette nutzen.
Lohndiebstahl und Abfindungsverweigerung in der Lieferkette
In Myanmar zahlt einer der Adidas-Zulieferer, Pou Chen, Löhne, die unter 30 Prozent eines existenzsichernden Einkommens liegen. Weiterlesen
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Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands
Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.
Begründung:
Der Vorstand der Commerzbank AG wird seiner Verantwortung zum Klima- und Umweltschutz nicht gerecht.
Öl- und Gasrichtlinien verschont Bestandskunden
Im September 2024 hat die Commerzbank federführend mit der Deutschen Bank eine Anleihe für BP Capital Markets emittiert[1]. BP gehört zu den ‚Oil Majors‘, den größten Ölkonzernen weltweit. Die Expansionspläne im Öl- und Gassektor verstoßen gegen das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Sie überschreiten das Netto-Null-Szenario der IEA[2] um mehr als 70 Prozent[3]. Weiterlesen
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RWE-Hauptversammlung: Unsere Reden und unsere Protestkundgebung am 30. April 2025
Während der Vorstand und Aufsichtsrat in einem Studio sitzt, haben sich vor der Essener RWE-Konzernzentrale am RWE-Platz 30 Menschen eingefunden. Sie halten ein Banner hoch auf dem zu lesen ist: „Von Peru bis zum Hambi: RWE zur Rechenschaft ziehen!“
„Von Peru bis zum Hambi“: Hana Obser vom Dachverband protestierte vor der Konzernzentrale in Essen und verlangte, RWE zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Geschäftstätigkeit von RWE beinhaltet eine Vielfalt von Risiken. Damit konfrontiert wurden die Konzernverantwortlichen von unserem internationalen Bündnis von Nichtregierungsorganisationen:
die Nama Traditional Leaders Association aus Namibia
das European Center for Constitutional und Human Rights (ECCHR)
das Community Action Network aus Port Arthur im US-Bundesstaat Texas
das Wasserbündnis aus dem Rheinischen Revier
Biofuel Watch
die Menschenrechts- und Umweltorganisation urgewald
und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.
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