Kategorie: Siemens AG

Rede Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Christian Russau. Ich bin vom  Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Gehen wir gleich in medias res. Sehen Sie dieses Photo hier: Ein einstöckiges Haus, in einer beliebigen kleinen Nebenstraße. Was könnte da wohl drin sein?

Eine Zahnarztpraxis, ein beliebiges Dienstleistungsunternehmen, eine kleine Firma mit wenigen Büroräumen.

Nun. Dies ist die offizielle, die registrierte Adresse der Siemens USA Holdings, Inc., 1209 Orange Street, Wilmington, im US-amerikanischen Bundesstaat Delaware gelegen. Die Siemens USA Holdings, Inc erzielte im Geschäftsjahr 2014/2015 – Jahresabschluss zum 30. September 2015 – ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,784 Mrd. Weiterlesen

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Nicht-Regierungsorganisationen fordern von Siemens ein sofortiges Umsteuern beim Konzernhandeln

  • Siemens-Staudammgeschäftspartner vertreiben und bedrohen Menschen
  • Siemens ist Abnehmer von Rohstoffen aus menschenrechtlich zweifelhafter Produktion
  • Siemens ist Klimakiller

Anlässlich der Hauptversammlung der Siemens AG am 26. Januar 2016 in München fordert ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ein sofortiges Umsteuern des Konzerns in Menschenrechts- und Umweltfragen.

Siemens-Staudammgeschäftspartner bedrohen Menschen und Umwelt

Im Zentrum der Kritik steht seit 2013 die Siemens-Beteiligung am Wasserkraftturbinenhersteller Voith Hydro. Siemens verstößt nach Auffassung der NGOs durch seine Beteiligung gegen die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, gegen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Empfehlungen der Weltstaudammkommission und vor allem gegen die eigenen Corporate Governance-Richtlinien. „Voith Hydro liefert unseren Recherchen zufolge an solch katastrophale Projekte wie Belo Monte, Jirau, Santo Antonio und Teles Pires (alle Brasilien), Cambambe II (Angola), einer Pressemeldung zufolge künftig auch an Gilgel Gibe III (Äthiopien) oder etwa an den Xiluodo-Staudamm in China“, so Caroline Kim von der Initiative GegenStrömung. Weiterlesen

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Gegenanträge

TOP 3 Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes

Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.

Begründung:

Siemens-Staudammgeschäfte beteiligen sich an Projekten, bei denen Menschen vertrieben werden

Der Vorstand der Siemens AG verstößt mit der anhaltenden Beteiligung am Joint Venture mit dem Maschinenbauer Voith, Voith Hydro, und den daraus resultierenden Beteiligungen an Staudamm-Projekten wie Belo Monte, Jirau, Santo Antonio und Teles Pires (alle Brasilien), an Agua Zarca (Honduras), Cambambe II (Angola), Xiluodo (China) und einer Pressemeldung zufolge künftig auch bei Gilgel Gibe III (Äthiopien) gegen die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, gegen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), gegen die Empfehlungen der Weltstaudammkommission, gegen die eigenen Corporate Governance-Richtlinien des Konzerns sowie gegen die Menschenrechte der von den Staudammprojekten betroffenen lokalen Bevölkerungen. Weiterlesen

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Siemens: Profite vor Menschenrechten

Deutscher Technologiekonzern wird auf seiner Jahreshauptversammlung mit Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika konfrontiert

München, Deutschland – Dutzende Aktivist/-innen und Menschenrechtler/-innen einer Koalition deutscher und internationaler Organisationen fanden sich heute vor der Olympiahalle in München bei der Hauptversammlung der Aktionär/-innen von Siemens ein, um gegen die Verwicklung des Unternehmens in Menschenrechtsverletzungen in Brasilien, Honduras und Mexiko zu protestieren. Anhand zahlreicher Beispiele kritisieren Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die Mitverantwortung von Siemens an Menschenrechtsvergehen bei umstrittenen Projekten, die der deutsche Technikkonzern beliefert, obwohl sie erwiesenermaßen gegen zahlreiche internationale Rechtsstandards verstoßen und in deren Umfeld Aktivist/-innen bedroht und ermordet wurden.       

Einer der streitbarsten Gegenanträge auf der Hauptversammlung war die Rede über Siemens Beteiligung am umstrittenen Mega-Staudamm-Projekt Belo Monte, das derzeit im brasilianischen Regenwald gebaut wird. Weiterlesen

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Rede David Vollrath

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands und Aufsichtsrats,

sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist David Vollrath. Ich spreche für die Initiative GegenStrömung und das Belo-Monte -Netzwerk, ein Zusammenschluss von ca. 20 Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umweltschutz und Entwicklungspolitik. Wir setzen uns für ein menschenrechtskonformes Handeln von Unternehmen ein.

Ich stehe heute hier, weil sich das Unternehmen Siemens über ein Joint Venture mit Voith-Hydro an einem „illegalen Projekt“ beteiligt. Denn Siemens und Voith-Hydro liefern Turbinen für den Belo-Monte-Staudamm bei der Stadt Altamira am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet. „Alle BrasilianerInnen wissen heute dank Internet-Kommunikation, dass der Belo-Monte-Staudammbau illegal ist, unnötig und im Hinblick auf die Umwelt katastrophal.“, Weiterlesen

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Rede Daniel Tapia Montejo

„Dort stehen dreißig und noch mehr ungeheure Riesen! ich werde ihnen entgegenreiten, und mit ihnen kämpfen auf Leben und Tod!“ – „Wenn das Riesen sind!“ erwiderte Sancho Pansa, – so will ich in meinem eigenen Fett gebraten werden! Es sind nur unschuldige Windmühlen!“

Miguel der Cervantes, Don Quixote.

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben einige Bemerkungen zum Engagement von Siemens an fünf Windenergie-Projekten auf dem Isthmus von Tehuantepec in Südmexiko.

Siemens macht dort die Vernetzung der Anlagen, sowie den Bau von zwei Umspannwerken. Vor etwa drei Jahren begleitete ich die Menschenrechtsverteidigerin Bettina Cruz aus Juchitan, Mexiko auf einer Rundreise durch die Bundesrepublik. Weiterlesen

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Rede Christian Russau

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Brasilien wurde im Dezember 2014 der Abschlussbericht der Nationalen Wahrheitskommission veröffentlicht, der die Menschenrechtsverbrechen der brasilianischen Militärdiktatur von 1964-1985 untersuchte. Und laut diesem Abschlussbericht war neben anderen Firmen auch Siemens in die brasilianische Militärdiktatur verstrickt. Laut dem Abschlussbericht (Vol.II, S.320) hat auch Siemens Brasilien das Folterzentrum Operação Bandeirantes (Oban) von 1969 bis Mitte der 1970er Jahre, dem Höhepunkt des staatlichen Terrors und Folterns in Brasilien, finanziell unterstützt. Laut neuesten Untersuchungen wurden im Oban, das ab 1970 DOI-CODI hieß, 66 Menschen ermordet, 39 von diesen starben dort unter den entsetzlichen Qualen der Folter. Von weiteren 19 Menschen stammt ihr letztes Lebenszeichen, dass sie verhaftet und ins DOI-CODI verbracht wurden. Weiterlesen

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Rede Andrea Lammers

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht sind Sie auch schon ein wenig ermattet, vom Mittagessen oder von den zahlreichen Redebeträgen, die wir heute schon gehört haben. Deshalb möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte vom Glück erzählen. Vor wenigen Wochen war ich in Zentralamerika, im westlichen Hochland von Honduras. Und dort, in der Region Río Blanco, habe ich mit eigenen Augen und Ohren und Händen und Füssen erfahren, was Glück ist: Glück ist, wenn man in einem kargen Bergdorf am Hang wohnt und noch über Ländereien im Tal verfügt. Glück sind die fetten, schwarzen Schwemmlandböden am Rio Gualcarque. Pures Glück ist, wenn die grünen Maispflanzen anfangen aus der Erde zu sprießen.  Weiterlesen

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