Hannover Rück SE Hauptversammlung 2026

„Fakultative Rückversicherung von neuen LNG-Terminals leider weiterhin möglich“: Rede von Anna Lena Samborski, urgewald

Sehr geehrter Herr Jungsthöfel, sehr geehrter Herr Leue,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionär*innen,

mein Name ist Anna Lena Samborski und ich komme von der Umwelt- Menschenrechtsorganisation urgewald. Ich habe einige Fragen zur Nachhaltigkeitsstrategie von Hannover Re.

Versicherung Öl und Gas

Auch im letzten Jahr verfehlt es Hannover Re seine fossile Richtlinie von 2022 anzupassen und bestehende Ausschlüsse in der fakultativen Rückversicherung auf jegliche neue Gasinfrastruktur und neue Gaskraftwerke auszuweiten. Hannover Re schließt aktuell die fakultative Rückversicherung von Projekten zur Erschließung neuer Öl- und Gasressourcen aus sowie von Projekten, die dem Transport und der Verwahrung neuer Öl- und Gasressourcen dienen. Weiterlesen

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Hugo Boss AG Hauptversammlung 2026

Ausstieg aus verbindlichem Sicherheitsmechanismus und gewerkschaftsfeindliche Aktivitäten: Gegenanträge von Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET

Gegenantrag zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025

Während bis Januar 2026 über 130 Marken ihre Verpflichtung zum ACCORD-Pakistan-Abkommen erneuert haben, fehlt Hugo Boss auf dieser Liste. Laut des Open Suply Hubs pflegt Hugo Boss Geschäftsbeziehungen zu zwölf „Tier 1“-Fabriken (Direktlieferanten) in Pakistan. Unabhängige Sicherheitsinspektionen, die im Rahmen des Pakistan-Abkommens durchgeführt wurden, haben in mehreren dieser Fabriken hunderte schwerwiegende und potenziell lebensbedrohliche Sicherheitsmängel festgestellt, von denen viele eine dringende Behebung erfordern. Hugo Boss hat sich aber gegen eine Verlängerung des Pakistan Accord ausgesprochen. Dadurch geben Sie einen verbindlichen, transparenten Sicherheitsmechanismus zugunsten freiwilliger, unternehmenskontrollierter Audits auf, die in der Vergangenheit immer wieder daran gescheitert sind, Leben zu schützen. Weiterlesen

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Commerzbank AG Hauptversammlung 2026

Fossiles Rollback: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Commerzbank AG wird seiner Verantwortung zum Klima- und Umweltschutz nicht gerecht. Zwar ist anzuerkennen, dass die Commerzbank in einzelnen Bereichen erste Schritte in Richtung klarerer Positionierung unternommen hat. So hat sie kürzlich erstmals öffentlich Stellung zum Tiefseebergbau bezogen. Zudem wurde Ende 2025 die direkte Finanzierung von Öl-Midstream-Projekten ausgeschlossen. Diese Maßnahmen bleiben jedoch punktuell und stehen im Widerspruch zu gleichzeitigen Rückschritten in zentralen fossilen Sektoren.

Darüber hinaus bleibt die Commerzbank in vielen wesentlichen Sektoren eine klare öffentliche Position schuldig. Weiterlesen

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Hauptversammlung 2026 Brenntag SE

Lockouts im Widerspruch zu Menschenrechtsverpflichtung: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, dem Vorstand der Brenntag SE die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand wird seiner menschenrechtlichen und sozialen Verantwortung gegenüber den eigenen Beschäftigten nicht gerecht.

Arbeitsrechte: Widerspruch zwischen Menschenrechtsverpflichtung und Praxis

Das Vorgehen von Brenntag in seinen US-amerikanischen Geschäftsbereichen steht in eklatantem Widerspruch zu den eigenen Unternehmensrichtlinien und Menschenrechtserklärung. Dort verpflichtet sich Brenntag unter Punkt 2 („Vereinigungsfreiheit, Recht auf Kollektivverhandlungen“) verpflichtet sich Brenntag ausdrücklich dazu, das Recht der Mitarbeitenden zu respektieren, „ohne Bedrohung und Einschüchterung einer Gewerkschaft oder Arbeitnehmervertretung ihrer Wahl beizutreten oder dies nicht zu tun“, sowie das Recht auf Tarifverhandlungen anzuerkennen und sicherzustellen, dass Arbeitnehmervertreter weder benachteiligt noch begünstigt werden. Weiterlesen

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Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

„Auch die Tabakindustrie hat sich jahrzehntelang dagegen gewehrt, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht“: Rede von Dr. Peter Clausing, Pestizid Aktions-Netzwerk

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,

mein Name ist Dr. Peter Clausing vom Pestizid Aktions-Netzwerks und ich spreche als Bevollmächtigter des Dachverbandes der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Als Toxikologe bin ich mit den Eigenschaften des AlzChem-Wirkstoffs Cyanamid und mit den einschlägigen gesetzlichen Regelungen und internationalen Empfehlungen vertraut.

Wie Ihnen bekannt ist, verlor Cyanamid in der EU im September 2008 seine Genehmigung, weil -und ich zitiere aus der entsprechenden Entscheidung der EU-Kommission: „eindeutig davon auszugehen ist, dass der Wirkstoff sich schädlich auf die menschliche Gesundheit und insbesondere die der Anwender auswirkt.“

Ich gehe davon aus, dass Sie mir zustimmen, dass die EU-Kommission ihre Entscheidungen nicht leichtfertig trifft. Weiterlesen

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Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

„Keine Ausstiegsstrategie für hochgefährliche Pestizide“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir zusammen mit unseren Partnerorganisationen von Ihnen, von Alzchem, ein Ende der Exporte von hochgefährlichen Pestiziden, die in der EU aus Gründen des Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes nicht zugelassen sind. Wir kritisieren das Fehlen einer klaren Ausstiegsstrategie für hochgefährliche Pestizide sowie mangelnde Transparenz hinsichtlich Ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten.

Daher werden wir auch dieses Jahr den Vorstand nicht entlasten. Wir haben dazu einen entsprechenden Gegenantrag eingereicht, den ich hiermit stelle.

Ich habe aber vor allem Fragen an Sie, insbesondere zu Ihrer Stellungnahme zu unserem Gegenantrag, die Sie – anders als andere Aktiengesellschaften – ja bereits auch transparent und ausführlich auf Ihrer HV-Internetseite veröffentlicht haben. Weiterlesen

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Pressemitteilung Alzchem Group AG Hauptversammlung 2026

Alzchem: Länderübergreifender Protest fordert Exportstopp hochgefährlicher Pestizide

  • Protestaktionen in Südafrika und Deutschland
  • Organisationen werfen Alzchem Versäumnisse bei menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten vor
  • Veröffentlichung einer umfangreichen Abhandlung über den Wirkstoff Cyanamid

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Alzchem Group AG erneuern zivilgesellschaftliche Organisationen aus Südafrika und Deutschland ihre scharfe Kritik am fortgesetzten Export und der Vermarktung des Pestizids Dormex mit dem Wirkstoff Cyanamid. Die Organisationen Women on Farms Project, Umweltinstitut München, PAN Germany, INKOTA-Netzwerk und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern einen sofortigen Stopp des Exports hochgefährlicher Pestizide, die in der EU verboten sind.

Die Organisationen werfen Alzchem vor, bewusst doppelte Standards anzuwenden: Cyanamid bzw. Dormex, die für die reguläre Verwendung in der EU als zu gefährlich gelten, werden gezielt in Länder mit schwächerem Arbeits- und Umweltschutz exportiert. Weiterlesen

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EnBW AG Kohleausstieg Lieferkettengesetz Hauptversammlung 2026

Fossiler Rollback statt Blick in die Zukunft: Unser Gegenantrag zur Hauptversammlung 2026 der EnBW

Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur virtuellen Hauptversammlung der EnBW Baden-Württemberg AG am 7. Mai 2026

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der EnBW kommt weiterhin nicht seiner Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und verletzt die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette.

Im Geschäftsjahr 2025 hat EnBW AG immer noch rund 50 Prozent des Umsatzes aus der Verbrennung fossiler Energien erwirtschaftet. Das zeigt eine Analyse von urgewald auf Basis der Global Coal Exit List (GCEL) und der Global Oil and Gas Exit List (GOGEL). Weiterlesen

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